Mrz
31
2009
4

Arbeitsplatz zum Träumen

Eine Anstellung bedingt in den meisten Fällen sich ständig – und das fünf Mal die Woche – auf einem Platz eine gewisse Stundenanzahl lang ruhig zu verhalten und zu arbeiten.

Im Sinne einer gerechten Verteilung der Unternehmensressourcen und dem Zahlen von Personalkosten bleibt für die Ausstattung und Behübschung des zugewiesenen Platzes wenig übrig. Wie man unschwer erkennen kann, bin ich prinzipiell kein Freund von Großraumbüros, obwohl ich als Journalistin bisher in jedem Job damit konfrontiert war und das wahrscheinlich auch weiterhin sein werde. Dabei könnte nicht nur das Gesundheitssystem vom Entfernen durchgesessener Sitzbehelfe, Tischen auf Kniehöhe und verbröselter Tastaturen profitieren. Vielleicht wäre die Wiener Krankenkasse dann nicht pleite – wer weiß? Am besten arbeite ich aber ohnehin dort, wo ich mich wohlfühle und ausbreiten kann – in meinem eigenen kleinen Büro.

Derweil ich davon träume, schau ich mir  “The 10 Most Unusual Places To Set Up Your Office” an. Ich schwanke stark zwischen dem Baumhaus und dem Wohnwagen. Was sagt ihr?

treehousetrailer

via @Greenwood

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Mrz
25
2009
6

Geht raus und spielt!

Ich habe seit kurzem meine tiefe Passion für das Jolly-Spielen wiederentdeckt (den meisten wohl unter Rommé bekannt). Meine Freude an diesem Spiel währt Langzeitprognosen zu Folge höchstwahrscheinlich von der Wiege bis zur Bahre. Ganz zum Leid meiner Mitspieler, die (männlicherweise) Probleme damit haben, nur dann möglicherweise die geringe Chance eines Spielgewinns zu haben, wenn ich wieder einmal länger mit Twittern abgelenkt bin.

Wie gelegen kommt mir daher der nachfolgende Vortrag des amerikanischen Spieleforschers Dr. Stuart Brown und Direktor des National Institute for Play. Er plädiert für mehr Spiel und Spaß auch im Erwachsenen-Leben. Das liegt natürlich in der Natur der Sache “Spieleforscher”, aber seine Argumente sind einen eher längeren Blick wert. (Das Video dauert knapp eine halbe Stunde, was für Geeks eine Ewigkeit ist, ich weiß. Es lohnt sich aber dennoch.)

via Spreeblick

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Mrz
23
2009
3

Schaufensterbummel

Die Auslagen in Österreich sind ja zum Großteil ausnehmend langweilig. Zum Geldausgeben finde ich dennoch genug und zwischendurch auch Dinge, die sich nicht an mir, sondern im Blog gut machen.

Diese Ausnahme der Langweiligkeitsregel – das Schaufenster eines Juweliers in der Mariahilfer Straße – geht zwar eher als Krisen-PR durch, ist aber trotzdem gut gemacht:
juwelen

Hier geht’s weniger um die Aufmachung, als um den Inhalt. Und dazu drängen sich eigentlich nur diese Fragen auf: Wer? Freiwillig? Warum? und Ernsthaft?

oide

pussy

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Mrz
20
2009
12

Gutes der Woche

Der Freitag eignet sich perfekt als Resümee- oder Fazittag. Auf der heutigen Menükarte stehen gute Informationshappen (das Wort “Reste” kommt nicht auf den Teller) der vergangenen Woche.

Gedruckte Blogs
Online zu Print und nicht umgekehrt: Medienlese berichtet über das “The Printed Blog”-Magazin, dass auf acht Farbseiten ausschließlich Webinhalte abdruckt und auch auf das Blogeinnahme-Konzept setzt .

Sechs Ausgaben sind bereits erschienen. Blogger erlauben die Nutzung ihrer Inhalte und hoffen auf einen Anteil an den Werbeeinnahmen, Fixkosten für Autorentexte gehören damit der Vergangenheit an. Verteilt wird The Printed Blog derzeit in gerade mal drei amerikanischen Metropolen an wenigen ausgewählten Orten, weswegen wohl vor allem die PDF-Online-Ausgabe viele Leser haben dürfte.

Ich halte viel von solchen Projekten (ähnliche Formate starten bald auch in Deutschland und der Schweiz). Es gibt Unmengen interessanter Blogeinträge, die besser geschrieben und recherchiert sind, als so mancher Zeitungsartikel. Mehr davon!

In der Gosse
Meine vorherige Aussage unterstützt auch die “Zeit” mit dem Artikel “Der nationale Hang zur Gosse”, dessen Titel eigentlich schon den Grundtenor vorgibt. Er ist auch ein gutes Beispiel dafür, wie man Schreckliches in wunderschöner Schreibe unterbringt. Hier einige Kostproben:

Entwickelte Demokratien besitzen  anspruchsvolle Medien und Diktaturen miserable. Und Österreich eben österreichische.

Gegenwärtig ist journalistische Qualität allerdings nur mehr in Spurenelementen zu finden und dann meist in einsamen Nischen, in denen merkwürdige Außenseiter hausen.

Wahrscheinlich kann journalistische Qualität gar nicht nach absoluten Kriterien exakt bemessen werden. Es verhält sich damit vielmehr ähnlich wie mit der Armut. Die ist ein relativer Begriff. Ein österreichischer Notstandsempfänger würde vermutlich im Kosovo als gemachter Mann angesehen werden. Es bedarf daher auch keines sonderlichen Aufwandes, um sich in der österreichischen Medienszene von dem großen Rest abzuheben.

Blog-Todsünden und Twitter-Tools
Wer sich nach dieser depremierenden Lektüre aufs Bloggen konzentrieren will, der kann sich hier Tipps holen, wie man es nicht machen soll: “Die 7 Todsünden des Bloggens”.  Themen um den Blog zu füllen, gibt es zu Hauf in der “Linkschleuder” Twitter. Dazu passend empfehle ich die Lektüre von  “99 Essential Twitter Tools and Applications” . Für Geeks ein reines Fest!!

Sinnentleertes Ende
Der völlig sinnentleerte Tipp der Woche kommt natürlich zum Schluss. Diesmal ist es eine Website, deren einziges Ziel das ist: “What does 200 Calories look like?”

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Mrz
18
2009
13

Wien vs. Berlin: Was Deutsche an Österreichs Hauptstadt stört

Es ist schon länger her, dass ich hier meine ersten Eindrücke von Berlin kund getan habe. Nun folgt die Replik in Gestalt zweier richtiger Berliner Kinder, die etwas gemacht haben, was man sich hierzulande nur schwer vorstellen kann: Sie sind aus der deutschen Bundeshauptstadt weggegangen, um das Leben in Wien auszuprobieren.

berlin-wienEin Gespräch über meinen Berlin-Trip ging daher eines schönen Abends nahtlos in eine Diskussion über Wien über, dessen Ansehen in diesen vier Berliner Augen über die Zeit hinweg leider stark gelitten hat.

Die Hauptkritikpunkte:

  • Wien ist teuer, insbesondere der Wohnungsmarkt in den Innenstadtgegenden, ebenso das Essen und Trinken.
  • Verbraucht zwar weniger Geld, ist aber trotzdem nicht positiv: Am Sonntag haben nahezu keine Restaurants offen.
  • Die Wiener sind im Gegensatz zu den direkten, grummelnden Deutschen (“Berliner Schnauze”) sehr freundlich, aber nur von vorne. Hinterm Rücken wird hemmungslos getratsch.
  • Es gibt extrem viele alte Leute, auch die Jungen verhalten sich alt in Wort und Schrift.
  • Wien hat keinen Platz für frische Ideen. Jeder versteckt sich hinter seiner Gutbürgerlichkeit, etwas Ausprobieren ist nicht im Programm.
  • “Hier flutscht zwar alles, im Gegensatz zu Berlin, wo alles improvisiert und zusammengeschustert ist, aber das ist auch schon alles.”

Was haltet ihr davon? Wer tritt zur Ehrenrettung der Stadt Wien auf? Gibt es Gegenargumente oder zumindest andere positive Aspekte, die für die Kritikpunkte entschädigen? Was ich vielleicht noch anhängen sollte: Das besagte Pärchen wird nach einem Jahr in Wien wieder zurück nach Berlin gehen. Warum? Wenig Jobmöglichkeiten und… siehe oben.

Stephansdom kommt via Flickr

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Mrz
16
2009
3

Das Wort zum “Presse”-Sonntag

presse_citylightDie “Presse” wagt die Flucht nach vorne und bietet dem Anzeigenmarkt auch Sonntags Werbefläche. Was dazwischen steht, ist eigentlich ziemlich gut.

Auf den ersten Blick zeigt sich die erste Sonntagsausgabe der “Presse” layouttechnisch aufgeräumt, verwendet schöne Farben bei den übersichtlichen Ressortkennzeichungen und insgesamt genug, aber nicht zuviele Weißflächen. Teilweise wird thematisch passend versucht, aus dem strengen Print-Korsett der Linearität auszubrechen.

Urban und ansprechend
Inhaltlich wird ein ein urbaner und ansprechender Mix aktueller Themen aus einem interessanten Blickwinkel serviert, der nicht nur die “Bildungselite”  anspricht (wie z.B. das “ALBUM”). Obwohl der Cover-Teaser “Wie Frauen über Sex reden” (über die neue Sex-Literatur a la “Feuchtgebiete”)  zumindest auf der ersten Seite für meinen Geschmack zu plakativ die Kurier-Sonntagsbeilage ersetzbar machen will. Gut finde ich, dass auf jeder Seite rechts oben die URL zur Presse-Website gesetzt ist – praktisch für das Unterbewußtsein.

Schlau Gemachtes
Das beliebte Format “24 Stunden in 4 Minuten” wird auf zwei Seiten jeweils in den Rubriken “Nachrichten” und “Sport” ausgeweitet. Zwar eine gute Idee, lässt aber im Gegensatz zu den werktäglichen Ausgaben die “Presse” recht überraschend mit der Einführung einer neuen Kategorie “Letzte Fragen” (ein ganzseitiges Interview, diesmal mit Hugo Portisch) enden.

Extra: Mode und Design
Was mich sehr freut ist eine eigene Rubrik “Kreativ” auf vier Seiten, die sich mit Design und Mode beschäftigt (u.a. Interview mit “Brand eins“-Gründer). Sehr positiv zu bemerken sind auch die vielen Reportagen, die sicher nicht ganz billig waren. Ein guter Griff ist auch die Erweiterung der Rätselseite mit einem Kriminalfall zum Selbstlösen, geschrieben von österreichischen Autoren.

Fazit
Als Standard-Abonnentin seit ca. 7 Jahren überlege ich hart, mir für den bisher printfreien Wochentag die Ergüsse der rechten journalistischen Reichshälfte zuzulegen. Und das habe ich bisher wirklich tunlichst vermieden…

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Written by Ronni in: Bewertet | Schlagwörter:,
Mrz
10
2009
2

Twitter und der Trash

Auch Evan Williams, Boss von Twitter, plädiert in einem Interview mit dem Spiegel wie ich für mehr Ehrlichkeit im Umgang mit trivialen Dingen im Leben. Dazu zählt natürlich auch einer meiner liebsten Web-Beschäftigungen, das Twittern:

Es ist mir ein Rätsel, warum von jedem neuen Medium verlangt wird, dass es uns plötzlich in Wesen verwandelt, die nur noch Weisheiten absondern. Auch auf Facebook, am Telefon oder beim Smalltalk im Café werden nur selten gehaltvolle Gedanken ausgetauscht, das stört komischerweise keinen mehr.

Das Interview selbst ist wenig interessant. Was aber seltsam anmutet, ist Williams Antwort auf die Frage nach möglichen neuen Diensten der Microblogging-Plattform. Das klingt verdächtig nach Lokal-Lokal-Berichterstattung, die aber nicht zu den Betreibern in ferner Zukunft, sondern eher zu den jetzigen Benutzern passt:

Wir machen uns aktuell Gedanken über eine Erweiterung, die dem Nutzer mitteilt, was in seiner unmittelbaren Umgebung passiert. Je nachdem, wo ich mich aufhalte, könnte ich dann etwa erfahren, dass ein paar Straßen weiter ein Feuer brennt.

twitter-cartoonAls kleines Add-On: Wer sich mehr statistische Werte über die Nutzung von Twitter wünscht, schenke seine Daten der Twitterumfrage, oder spielt lustige Spielchen mit Twitter wie zum Beispiel: Wie gut kenne ich meine Follower? (via @rupprECHT und @digiom; Cartoon-Quelle: Shootingpeople)

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Mrz
07
2009
3

Ich bin nicht die Einzige…

.. die ihren Regenschirm bei diesem Wetter hat opfern müssen:

07032009_001

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Written by Ronni in: Spaziergang | Schlagwörter:, ,
Mrz
06
2009
7

Jobs, Jobs, Jobs

Nachdem ein neuer Job in greifbarer Nähe ist und wahrscheinlich mein freies Lotterleben beendet, gibt es heute einen Post passend zum Thema.

Pro und Kontra Selbstständigkeit

Freie und angestellte Schreiberlinge matchen sich auf hohem Niveau im Medienlese-Blog zu den Vor- und Nachteilen ihrer Arbeitsverhältnisse. Ziemlich deprimierend hört sich das bei Vom Neid auf die Festangestellten an, Ähnlichkeiten mit österreichischen Redaktionen finden sich unter Wie sich ein hochbezahlter Redakteur durch den Alltag mogelt und von sechs Argumenten und fünf Tipps für die Selbstständigkeit handelt Vom Glück eines freien Journalisten.

Karrierehelfer

Wer sich daraufhin gleich einen neuen Job suchen will, dem sei unter den Massen an Helferleins im Internet die Karrierebibel empfohlen. Dort findet man neben normalen Tipps zu Suche, Bewerbungsschreiben und -gesprächen, auch so interessante Dinge wie 10 Tipps für das perfekte Xing-Profil. Mir hat die Professionals-Plattform bis auf einen kleinen Projektauftrag seit meinem “Beitritt” weniger als nichts gebracht, aber der Artikel ist trotzdem seine Lesezeit wert.  Für mich hat sich Xing  in erster Linie als virtuelle Visitenkarte und Kontakte-Sammlung eingebürgert.

Bewerbungen der trashigen Art

Jetzt leider nur mehr zum Zusehen “interessant”, aber prinzipiell eine Alternative zum drögen Jobhunting sind die neuen Casting-Formate im deutschen und englischen Fernsehen.

Die Dreharbeiten für die RTL-Show “Mission Hollywood” mit Till Schweiger haben bereits am 3. März begonnen. Ähnelt nicht nur GNTM, sondern verzichtet ebenso ganz auf potenzielle männliche “Stars”.

tillDas neue Primetime-Format zeigt zwölf junge deutsche Nachwuchsschauspielerinnen und ihren Weg nach Hollywood. Sie bekommen die ganz große Chance auf eine Rolle in einem Hollywood-Movie. Gemeinsam wohnen die Schauspielerinnen im Herzen Hollywoods. Als Schauspielerinnen müssen die Mädchen ständig in neue Rollen schlüpfen – doch das Leben in Los Angeles zeigt sie auch von ihrer echten, emotionalen und ganz persönlichen Seite. (Foto: ddp, via Presseportal.de )

Noch ein Stückchen dummer und ohne rechte Deutschkenntnisse schafft es der ZDF mit “Ich kann Kanzler”. Der betont zwar, damit Jugendliche für Politik zu interessieren zu wollen, aber schon alleine der Titel läßt Böses ahnen.

Zeigen Sie Ihre politische Seite! Mit einer guten Idee und Engagement können Sie es in die Live-Show von “Ich kann Kanzler!” schaffen. Dem Sieger winken ein Kanzlergehalt und ein Praktikum da, wo die große Politik gemacht wird.  (via ZDF)

Und wer seinem Kind schon früh im Leben “weiterhelfen” will, der wartet, bis es eine neue Staffel von “Boys and Girls Alone” beim britischen Sender Channel 4  gibt:

boysBei “Boys and Girls Alone” werden Kinder im Alter zwischen acht und elf Jahren zwei Wochen lang von ihren Eltern getrennt. Die Minderjährigen wohnen in zwei Dörfern und werden während dieser Zeit vollkommen sich selbst überlassen. [...]Laut Channel 4 ist das Ziel der Sendung die Klärung der Frage, wie sich Kinder im Alter zwischen acht und elf Jahren in einem für sie völlig fremden Umfeld ohne den gewohnten Beistand ihrer Eltern verhalten. (Foto:  Guardian, via DerStandard.at)

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Written by Ronni in: Fundstück, Persönlich | Schlagwörter:, , , ,
Mrz
05
2009
3

Was machen Nachrichtensprecher in Pausen?

Das hier:

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Written by Ronni in: Fundstück | Schlagwörter:,

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