Jun
29
2009
2

Fieldtrip Donauinselfest

Nerdig vor dem App-Store abhängen, das kann man mit dem iPhone sehr wohl vortrefflich. Nicht umsonst bin ich bereits zum Installateur von mindestens 15 verschiedenen Anwendungen mutiert. Wie sich das Gerät in freier Wildbahn so anstellt, konnte ich beim Donauinselfest Wochenende austesten.

Twitterific und Worldview
Das Wetter ist ja neuerdings eine ziemlich launische Angelegenheit. Obwohl nasse Füße und schön viel Dreck wie das Frühstücksbier einfach zu Festivals gehören, kommt dennoch manchmal der Wunsch nach adäquater Besohlung (Gummistiefel oder Sandalen?) auf. Dafür gibt es gleich zwei Apps: Praktisch ist die Anwendung  “Worldview” mit der man Webcams rund um die Welt finden kann. Die Donauinsel ist davon aber leider noch sehr unberührt, abgesehen von dem Betonblick unten – gut für Datenschützer und FKK-Freunde, schlecht für meine Gummistiefel-or-not-Frage. Durchaus naheliegender ist da natürlich Twitter über die Anwendung Twitterific. Mit der Stichwortsuche finden sich leicht Zwitschernde, die vor Ort bereitwillig und unbefangen Auskunft über Boden- und Wetterverhältnisse erteilen.

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Quando und Google Maps
Auch bei der Beförderungsfrage kann das iPhone helfen: Mit den Öffis leitet Quando übersichtlich an den Zielort, etwas gefährlicher im Handling kann man es mit Google Maps am Fahrrad haben. Wer eine Ein-Arm-ein-Auge-Technik für das Handy parat hat, kann sich in wilder Fahrt hinlotsen lassen. Auf der Website des Donauinselfest finden sich dann direkt vor Ort Karte und Programm – zum ersten Mal kein Glanzauftritt des iPhones. Dafür kann es aber hier relativ wenig, mit PDFs und einem großflächigen Suchprogramm ist die Seite in erster Linie für das Bedienen in Heim und Hof vor dem PC gedacht.

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Facebook
Weitaus hilfreicher ist das iPhone da beim Netzwerken. Wer kann von sich schon behaupten, am nächsten Tag noch alle Menschen mit vollem Namen zu kennen, die man am Abend getroffen hat? Wenn man sie im Gespräch gleichzeitig auf Facebook added, kein Problem (Achtung: Das ist bereits fortgeschrittene Nerdness und wird möglicherweise nicht von jedem mit gleichem Enthusiasmus aufgenommen.).

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Kamera
Enttäuschend ist die Performance meines neuen Begleiters was Fotos und Videos angeht: Im Gegensatz zu meinem wirklich nur mit Basics ausgestatteten Nokia-Handy fehlen hier sowohl Zoom-Funktion als auch Blitz und auch die Videos sind alles andere als wohltönend. Insgesamt ist die Qualität etwas besser als auf meinem alten Handy – aber wenn ich mir schon so ein State-of-the-Art-Teil kaufe (das im freien Handel abseits von Tarifverträgen das fünffache kostet), will ich, dass es auch Fotos so gut wie eine normale Digitalkamera macht. Wer schöne Erinnerungen an ein Konzert haben will, sollte daher entweder völlig auf jegliche Gadgets verzichten und sich auf sein Gedächtnis verlassen, oder belastet sein Kreuz mit einer gescheiten Kamera.

Video von Naked Lunch “Town Full of Dogs”

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Fazit des Tages
Als Westentaschen-PC reduziert das iPhone die Kommunikation mit Menschen, die zwar für Auskünfte da sind, aber wegen Unfreundlichkeit unfragbar sind (Ordner, Kellner, Veranstalter, Polizisten, U-Bahnbedienstete). Gleichzeitig wird die Kommunikation mit angenehmen Zeitgenossen (Freunden, Twitterern, völlig Fremden) maximiert.

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Written by Ronni in: Spaziergang, iPhone | Schlagwörter:, , , , , , ,
Jun
26
2009
2

Das iPhone und ich: Erster Tag

Gestern war es also soweit: Vom T-Mobile-Vorsitzenden Robert Chvatal bis zum Leiter des Trainingscenters hochgelobt, wurde das iPhone 3G S vertrauensvoll in unsere Hände gelegt. Es herrschte ein Stimmungsmix aus Pressekonferenz und Eintauschen der Bälle bei 1, 2 oder 3 – so eine Freude können acht erwachsene Menschen bei einem neuen Handy (das sie ja auch nur probeweise haben) empfinden.

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iPod-Erfahrung reicht für erste Bedienung aus
Praktischerweise hat der Akku meines Handys gerade ein paar Minuten vor der Übergabe das Zeitliche gesegnet – es wusste die Zeichen der Zeit zu deuten. Ich bin ja eine der wenigen in der Runde, die nicht schon ein iPhone in der Tasche stecken hatte (siehe Foto unten). Nachdem Apple ja auf Bedienungsanleitungen zugunsten der “intuitiven Bedienung” (oder “wir sind viel zu cool dafür”) verzichtet, kann ich sagen, dass eine gewisse Vertrautheit mit iPod Touch oder iPod itself ausreicht, um das iPhone zumindest anfänglich zu bedienen.

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Erster Google-Maps-Test
Die erste kleine Bewährungsprobe gab es dann gleich auf der Nachhausefahrt mit dem Auto: Im Test “wenn einer fährt und schon beim Losfahren wissen will, ob die nächste Straße die richtige ist und der andere das Handy mit Google Maps bedient” hatte das iPhone mit dem größeren Display und dem S für Speed im Namen eindeutig den Vorteil gegenüber meinem alten (Nokia-)Handy. Vom neu integrierten Kompass war ich jetzt noch nicht sehr überzeugt, demnach wären wir ständig gegen die Wand gefahren. Der Tipp von Apple, um ihn dann richtig zu kalibrieren (“fahren sie mit dem Handy eine liegende Acht”) war mir doch ein wenig zu kinesiologisch.

Ready, steady, go!
Daheim ging es dann an die richtige Einstellungssache, nach einem wahren Regen an Applikationsempfehlungen von @cypher. Im Endeffekt haben es für den ersten Abend (natürlich) eine Facebook-Anwendung, Twitterific (für Twitter), Wikipanion (ein Wikipedia-Client) und Stanza (für gratis eBooks) auf mein iPhone geschafft. Heute und übers Wochenende geht’s weiter mit dem Stöbern im iTunes-Store und einem Out-On-The-Street-Test, wahrscheinlich am Donausinselfest.

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Written by Ronni in: iPhone | Schlagwörter:, , ,
Jun
25
2009
3

Lupe statt Fernrohr: Der große iPhone-Test

Ab heute Abend wird hier auf diesem Blog wieder mehr beobachtet: Die nächsten drei Wochen geht es wohl nur darum, wie sich das iPhone im Nahkampf mit meiner Wenigkeit verhält. Bisher habe ich es nur völlig oberflächlich nach seinem Aussehen beurteilt – jetzt werde ich mich an der Nase nehmen und auch einen Blick in sein tiefstes Inneres werfen.

iphone-3g-s-20090608Ich bin eine von acht heimischen Bloggern, die von T-Mobile ausgewählt wurden, das neue iPhone 3G S zu testen. Wie genau unsere Beiträge  aussehen, ist uns selbst überlassen. Ich werde mich davon überraschen lassen, was Apples Marktrevolution mir so alles bieten kann. Ich lege euch hiermit auch ans Herz, euch die Blogs der anderen sieben anzusehen -  insbesondere die mir bisher bekannten von Peter, Michi und Max. Zusammengefasst findet ihr dann alle geschriebenen Artikel zu dem Thema unter Mobileblogger.at. Heute Abend geht es mit der großen Überreichung im T-Mobile-Center los, ich bin schon gespannt!

Foto: Apple

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Written by Ronni in: iPhone | Schlagwörter:, ,
Jun
23
2009
15

Mobile Monday: Zeigt her eure Handys!

Bereits seit einiger Zeit weiß ich um die Annehmlichkeiten (und gleichzeitig meine Abhängigkeiten) von mobilen Diensten auf dem Handy. Seit dem gestrigen Mobile Monday muss meine Basisausstattung (E-Mail, Internet, Twitter) eindeutig besserem weichen.

mobile-monday-logoMobile Monday, entstand 2000 in Helsinki und bringt nun in über 150 Städten weltweit Freunde des mobilen Lebens (nicht zu verwechseln mit Reiselustigen) an unterschiedlichen Montagen im Jahr zusammen. Seit März 2009 gibt es dieses Format auch in Österreich. Je nach Ländervereinigung werden kurz genannten “Momos” unterschiedlich gestaltet.

Beim heimische Momo gestern im Naturhistorischen Museum in Wien wurde demonstriert und zwar, was man mit einem kleinen Device alles basteln kann: Vorgestellt wurden zwölf  Apps (oder Applikationen oder ganz verständlich: Anwendungen) am Handy mit dem gewissen Extra. (Diese schlauen Helferleins sind  eine plausible Erklärung für die leicht süchtige Haltung gewisser Menschen gegenüber ihren Handys…)

Sechs der Anwendungen der gestrigen “Demo Night” werden es bestimmt auf jenes Handy schaffen, das ich mir nach der gestrigen Veranstaltung eindeutig zulegen muss. (Die Apps verlangen eherer Handyferraris als die Micra-Mouse-Version):

  1. TRIPWOLF www.tripwolf.com
    Ist ein Reiseführer am Handy. Er hält in schönem Design zwar nahezu die gleichen Infos bereit, die auch ein konventionelles Produkt aus dem Buchgeschäft vorweisen kann (Kooperation mit Reisebuchverlag MairDumont), man schleppt aber ein unhandliches Ding weniger mit und erspart sich das offensichtliche Outing als Tourist. Die Inhalte kann man sich selbst auf der Website zusammensuchen, sie werden zudem von anderen Usern ergänzt (echte Insider-Tipps!). Bisher sind rund 20.000 Destinationen (gratis) verfügbar.
  2. WIKITUDE www.mobilizy.at
    Auch etwas für Reisende und wahrscheinlich die bekannteste mobile App aus Österreich: Hält man das Handy mit aktivierter Kamera auf die Umgebung, zeigt es auf dem Display an, welche Gebäude man denn gerade vor seiner Nase stehen hat. Den Inhalt dazu gibt es (wie der Name schon vermuten mag) aus Wikipedia.
  3. QUANDO www.quando.at
    Quasi der dritte im Bunde der Reise-Helferleins. Zwar hatte ich diesen Dienst der Wiener Linien schon auf meinem Nokia-Handy installiert, aber zu bedienen ist er zum Beispiel am iPhone oder G1 eindeutig schöner und auch augenscheinlich fescher im Design. Schnell und einfach ruft man mit dieser App den Fahrplan von U-Bahn, Bim und Bus in Wien ab. Direkt an der Haltestelle gibt sie in Echtzeit über die nächste Bim Bescheid und weiß sofort, ob man alte Damen beim Stiegensteigen helfen muss, oder sie getrost über die Niederflure schlurfen lassen kann.
  4. BARCOO www.barcoo.de
    Die einzigen Deutschen in der gestrigen Riege haben etwas für mich als bewussten (manche  meinen pingeligen) Konsumenten mitgebracht: Die Handykamera kann duch dieses Programm wie ein Scanner an der Supermarktkasse Barcodes lesen. Danach listet das Handy zum Beispiel die Inhaltsstoffe des Lebensmittels auf, verweist auf Testberichte des Produkts und gibt Auskunft über Preise in anderen Läden.
  5. YELLIX www.yellix.com
    Ich kenne sehr viele Menschen, die bei einer unbekannten Nummer nie und nimmer abheben würden, danach aber fürchterlich neugierig sind, wer sie denn da unbedingt sprechen wollte. Herold.at bietet wahrscheinlich alleine dafür eine eigene Telefonnummernsuche an. Das kann man sich mit Yellix ersparen. Dieses kleine Programm läuft ständig am Handy (ohne groß Akku zu verbrauchen). Wann immer nun eine unbekannte Nummer am Display erscheint, holt sich die Anwendung den dazugehörigen Namen plus Adresse aus dem Telefonbuch. Anders geht es auch: Wenn eine Nummer z.B.: von einem Taxiunternehmen besetzt ist, zeigt Yellix automatisch weiter Betrieb in der Nähe an.
  6. MOBILE BOOKS www.mobilebooks.at
    Die Idee gefällt mir als Buchersüchtige natürlich am besten – ich kann aber noch nicht sagen, wie gut die angebotene Literatur ist. Der Name sagt eigentlich schon alles, man kann auf der Website 1.000 Titeln von Klassikern über zeitgenössische Texte u.a. aus den Genres Science Fiction, Krimi, Romantik oder Sachbüchern auf das Handy laden. Zudem soll es Literatur extra für das mobile Device geben, die zum Beispiel Interaktivität oder Kommunikation in unterschiedlicher Form fördern. Soweit ich das verstanden habe, sind diese Formate aber erst in Arbeit – der deutsche Autor Wolfgang Hohlbein soll dafür unter anderem schreiben.

Nachtrag: Die gesamte Veranstaltung kann man jetzt bei Ustream “nachschauen”.

Nachtrag #2: Bei meiner Aufzählung handelt es sich entegegen der Meinung einiger um keine Reihung, ich habe mir nur um die Augen der Leser Sorgen gemacht und deswegen auf Übersichtlichkeit plädiert!  ;) Und: Um alle diese Applikationen auch wirklich anwenden zu können, bräuchte ich im Moment nach neuesten Infos drei Handys – das iPhone, sowie Geräte mit Android- und Symbian-Betriebssystemen. Das wird im Moment ein bisschen teuer, soll aber in Zukunft anders sein… let’s see!

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Written by Ronni in: Veranstaltung | Schlagwörter:, , ,
Jun
05
2009
4

Am 8. Juni ist es zu spät!

Asche über mein Haupt, dass ich diesen Blog im vergangenen Monat so schändlich vernachlässigt habe. Weitreichende europäische Interessen haben meine Schreibtätigkeiten zum Stillstand gebracht: Die EU-Wahl am 7. Juni.

Deswegen melde ich mich hiermit aus der Versenkung mit einem sehr guten Video der Wiener Werbeagentur instant. Dieses audio-visuelle Helferlein schafft es, meine Bemühungen der vergangenen drei Monate in zehn Minuten witzig und leicht verständlich darzustellen: Sie zeigen warum es sich lohnt, zur Wahl zu gehen. Bitte anschauen und am Sonntag sein Kreuzerl machen, damit mein braver Arbeiterschweiß nicht umsonst vergossen wurde…

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Written by Ronni in: Fundstück, Persönlich | Schlagwörter:, ,

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