Okt
15
2009
2

Die Girl Geeks hoch im Kurs

Dass Computern tendenziell männlich ist, versucht eine  Gruppe (Wahl-)Wienerinnen einem kleinen gallischen Dorf gleich aus der Welt zu schaffen. Sie treffen sich in regelmäßigen Abständen zu so genannten “Girl Geek Dinner”. [Wohlgemerkt nicht Geek Girl, weil es sich bei letzterem um die Freundin eines Geeks handelt - was aber sehr wohl auch einige sind...]

girlgeekSeit Herbst vergangenen Jahres treffen sich die “Mädels” (darunter auch meine Wenigkeit) zu “Girl Geek Dinner” (GGDV – Girl Geek Dinner Vienna) in verschiedenen Lokalen oder bei Mitgliedern zuhause zum essen und austauschen. Die Zeiten der Diskussionen um Internetsperren gegen Kinderpornografie und die generelle Renaissance des Web2.0 in den Medien haben in den vergangenen Wochen zu einiger Berichterstattung über die weiblichen Geeks geführt.  Unter “Mädels, schmeißt den Computer an” hat sich meine werte Studienkollegin Ingrid Brodnig im Falter mit dem Girl Geeks beschäftigt und erklärt auch gleich den Ursprung dieser Bewegung:

Die Idee der Girl Geek Dinner ist schon um den Globus gereist. Sie stammt von der Londonerin Sarah Blow, einer Softwareentwicklerin, die sich eines Abends fürchterlich ärgern musste. Sie saß in einer Runde von Computerfreaks. Nur weil die zierliche Mittzwanzigerin eine Frau ist, wurde sie automatisch für eine Marketingmitarbeiterin gehalten.

Schon etwas länger her ist der Artikel im Kurier, am vergangenen Montag war neben einer Redakteurin der Frauenzeischrift Woman auch ein Team der ORF-Sendung “Report” dabei und filmte zum Thema Internetsperren:

Wer sich in Wien befindet und sich von diesem Eintrag angesprochen fühlt, ist hiermit herzlich zum nächsten Treffen eingeladen. Sie werden sowohl am eigenen Wiki als auch auf der Facebook-Fanpage rechtzeitig angekündigt. Die prinzipielle Voraussetzung für ein Girl Geek kann jeder für sich mit dem Leitsatz der GGDV abtesten:

Wer “Girl Geek Dinner” beitreten mag, ist weiblich, Geek, bloggt, bastelt an Computern rum, programmiert, designt und/oder lebt das Internet.

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Written by Ronni in: Veranstaltung | Schlagwörter:, ,
Okt
12
2009
7

Malta: Zwischen Verkehrsalptraum und mediteranem Hollywood

So schnell kanns gehen: Vom Maltatal in Kärnten beim AlmCamp nach Malta im Mittelmeer in nur einer Woche. Der nachgeholte Urlaub hatte vergangene Woche alle Qualitäten eines Sommers inklusive Schwimmen, Sonnenbrand und Sandalen. Malta itself war eindeutig den Besuch wert.

Seit 21. September 1964 ist der kleine europäische Inselstaat unabhängig von der Kolonialmacht Großbritannien, das Mediterane hat sich in der über 150-jährigen Regentschaft schön in Charakter und Sprache mit dem Englischen vermischt. Wie in jedem Urlaubsland finden sich auch hier einige Schmankerln, was die deutsche Sprache angeht und die politischen Parteien nehmen ihre englische Bezeichnung anscheinend beim Wort:

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Verkehr de Luxe
Bei nur 410.290 Einwohnern können sich die Malteser einiges in Sachen Mobilität erlauben: Nicht nur, dass dort Linksverkehr herrscht, auch sonst geht nicht alles mit rechten Dingen zu. Die Straßen sind recht überholungsbedürftig und ebenso ist auch die Art der Malteser, über diese hinwegzurumpeln:

Viele Malteser sagen mit einer Portion Selbstironie über sich: „Maltese people don’t drive right, they don’t drive left either, they drive in the shadows!“ („Malteser fahren weder rechts – noch links, sondern dort, wo Schatten ist“). (Quelle Wikipedia)

Der öffentliche Verkehr trägt dazu einiges bei: Züge gibt es keine, von der Hauptstadt Valetta zieht sich ein sternenförmiges Busnetz durch das gesamte Eiland. Betrieben wird es mit Vehikeln aus der Kolonialzeit, die von den Chauffeuren mit einer Selbstverständlichkeit über Berg und Tal gehetzt werden. Als natürliche Klimaanlage fungiert die offene Bustür, Stehplätze ohne Anhaltemöglichkeit sind Gang und Gebe.

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Ein Schmankerl sind auch die Nummertafeln. Statt Ortsbezeichnungen geht man – so meiner Beobachtung nach – einfach dem Alphabet nach und nimmt drei Buchstaben und drei Zahlen als Ausgangspunkt. Wunschkennzeichen haben so eine ganz besondere Qualität:

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Mini-Hollywood
Ins Staunen versetzt wird man in Malta durch das ein oder andere landschaftliche Kleinod: Die zwar sehr karge, aber mit wunderschönen Felslandschaften ausgestatte Insel wurde nicht zuletzt durch den Malteser- bzw. Johanniterorden mit beindruckenden Bauwerken versehen. Kein Wunder, dass Wikipedia folgendes sagt:

Malta ist eine der populärsten Film- und Fernsehkulissen der Welt und wird von der London Times scherzhaft als „Das mediterrane Mini-Hollywood“ betitelt. Beispiele für bekannte Filmproduktionen die hier gedreht wurden sind U-571, Monte Cristo, Troja, Alexander, Midnight Express, Gladiator, The Da Vinci Code – Sakrileg und München sowie prestigeträchtige Fernsehproduktionen wie BBCs Byron und Daniel Deronda. Die von Robert Altmans Film Popeye – Der Seemann mit dem harten Schlag (1980) verwendete Fischerdorf-Kulisse ist heute eine Touristenattraktion, obwohl der Film damals ein Flop war. (Quelle Wikipedia)

Dazu Eindrücke aus der eigenen Sammlung:

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Written by Ronni in: Bewertet | Schlagwörter:,
Okt
02
2009
7

Kurz und gut: Das Almcamp09

Wer in der Früh von Kuhglocken geweckt wird und danach als erstes den Twitter-Stream checkt um zu sehen, dass fünf andere gerade Zähneputzen, der konnte sich nur am AlmCamp09 befinden. Knapp eine Woche nach diesem genialen Wochenende kommt nun auch mein Bericht, kurz und gut: informativ, spannend, geekig, urig und gemütlich – eine Gaude!

Ein sehr großer Teil meines Bekanntenkreises ist immer wieder amüsiert bis verstört, was meine exzessive Nutzung von Web2.0-Diensten inklusive iPhone itself angeht. Jeder, der sich in der Welt zwischen Twitter und Facebook bewegt, kennt das anfängliche eigene Unverständnis für diese Dienste, dass früher oder später in jeder Menge Spaß an der Sache und einer gewissen Websucht mündet. Das AlmCamp09 war in diesem Zusammenhang fast wie ein Treffen von Freudensgenossen, die ganz ungeniert ihrer Leidenschaft fröhnten.

Wer inmitten eines Gespräches twitterte oder ein Status-Update an Facebook verschickte, ein neues Programm entwickelte, seine RSS-Feeds las, mit dem Gegenüber eine Runde Online-Computergaming betrieb oder einfach nur wahllos im Netz herumwanderte, war hier einer unter gleichen. Nach dem Motto “Laptop-Deckel zu, Teller drauf” wurde die Gaststube der Leonhardhütte zum Mekka des Elektrosmogs. Dass Geeks aber nicht nur gut computern können, zeigte sich zu späterer Stunde, wenn die Sessions in ein gemütliches Zusammensitzen übergingen, bei dem (entgegen der Meinung vieler) auch Face-to-Face miteinander gesprochen wurde. Das Fazit für das AlmCamp09: Eine Mischung aus Schulandwoche, Geekferien und Uni-Reminiszenz – wunderbar!

almcamp_gruppeDie AlmCamp09-Posse

Eine ausgezeichnete Zusammenfassung über das, was außerdem noch passiert ist, findet sich bei Jürgen Liechtenecker. Nachdem Bild und Ton immer so viele Worte mehr sprechen, verweise ich hiermit auf die Flickr-Fotos von Karola und Werner sowie Ritchies Beweisbilder, die er vor allen so gut versteckt halten will. Die Sessions zum Nachschauen finden sich hier. Nicht vorenthalten möchte ich hiermit auch das sehr amüsante “Anrainervideo” von Ali mit dem neuen Moderatoren-Superstar Peter “Greisl” Greisberger:

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Written by Ronni in: Bewertet | Schlagwörter:, ,

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