Jun
18
2010
0

Beste Wochenreste: Ich packe meine Sachen und hab’ Rückenwind…

Aus welcher Position startet man am besten in den Urlaub? Aus einer Woche Krankenstand! Nein, Scherz beseite – ich bin froh, dass ich wieder halbwegs fit bin, um morgen mit einer Rundreise durch Schweden zu starten (also nicht wundern, wenn es in den nächsten zwei Wochen hier sehr ruhig ist). Deswegen dreht sich heute AmHochsitz nochmals alles um das Thema Urlaub:

Hotels der anderen Art
Nachdem in Schweden das Jedermannsrecht gilt, versuche ich es in diesem Urlaub nach längerer Abstinenz mal wieder mit Campen – aber immer schön abwechselnd mit einer netten kleinen Pension. Wer die Abwechslung der anderen Art sucht, sollte sich diese Liste der zehn außergewöhnlichsten Hotels der Welt anschauen, die – man glaubt es kaum – von einer österreichischen “Behausung” angeführt werden. (via SabyH)

Das Hobbit-Motel in Neuseeland

Das winzige Unterwasserhotel “Utter Inn” in Schweden (!!)

Balkonien einmal anders
Hier steht man vor dem Henne-Ei-Problem oder etwas mit ähnlichem Kaliber: Wer sich diese Balkone in New York leisten kann, wird seinen Urlaub wahrscheinlich nicht darauf verbringen und vor lauter Arbeit nicht viel Zeit haben, ihn unter normalen Umständen zu genießen. So oder so steigen wir Normalos besser aus, finde ich.

Leopoldstadt goes NY Times
Apropos Balkonien: Es soll ja einige Menschen geben, die mit Freuden nach Wien auf Urlaub kommen. Nach diesem Artikel über meine “Hood”, den zweiten Wiener Gemeindebezirk in der New York Times, möglicherweise noch ein paar mehr.

“Historically, the first and second districts in Vienna were always opposed,” Mr. Eichinger said. “The first district was opera, the second was the waltz. The first was high culture, the second low. Vienna looks so much to the past; but now we’re at the beginning of a new curve.”

Sachen zum Lachen
Der sehr charmante Herr Prinz aka “Die Empfehlungsmaschine” hat hier auf meinem Blog schon sehr oft ausgeholfen, diesesmal kommt das Video der Woche von ihm. Wer das gesehen hat versteht, was es mit der Krise des Euros auf sich hat.

  • Share/Bookmark
Written by Ronni in: Fundstück | Schlagwörter:, , , ,
Jun
11
2010
0

Beste Wochenreste: Bildungsweise

Man lernt nie aus, fürs Leben, immer neues, vieles mehr – ich habe zum Beispiel diese Woche wieder eine Menge an neuen und (meistens) netten Menschen kennengelernt und ebenso gelernt, dass man zwischendurch einfach Pausen machen muss, sonst macht dein Körper das für dich. Und weil ich gerade so im Lernen bin, hier meine bildungsreichen Wochenreste.

Wissen ist nicht gleich Information
Allen Menschen, die sich ob der Informationsfülle im Internet Sorgen um die Bildung der Kinder machen, sei dieses Video zu empfehlen. Dietrich Schwanitz erklärt, warum Wissen nicht gleich Information ist und was es zur Bildung braucht (via Netzpolitik):

Social-Media-Drogen
Wer schon das Internet als schweren Eindringling in das geordnete Leben betrachtet, der versteht Social Media noch weniger. Das effizenteste Rezept gegen die Skepsis vor Twitter, Facebook und ihren Freunden ist der Selbsttest – der unter zwei Monaten aber wenig erfolgreich ist. Die Suchtgefahr für Social Media ist nämlich potenziell sehr hoch, wenn man sich mal darauf einlässt! Welche Social-Media-Droge die geeignetste ist, kann man sich hier in dieser feschen Abbildung genauer zu Gemüte führen (via Indiskretion Ehrensache):

Familiendokumente
Wenn aus einem Blog ein Buch wird, dann bekommt ein Blogger Flügel. Bei Philipp Toledano ist das wohl verdient: Sein wunderschöner Fotoblog, in dem er die letzten Tage mit seinem verwirrten Vater dokumentiert, ist nun als Buch erhältlich und hiermit sehr zu empfehlen (via Spreeblick).

Handbuch
Bücher sind wunderschön, keine Frage. Der Brite Jeremy May hat aus einem Frevel eine Tugend gemacht: Er kreiert aus dicken, alten Schmökern Schmuck der so gut ausschaut, dass damit sogar Büchertötungen rechtgefertigt sind. (via Stilsucht)

Kleine Fehler
Tippfehler und falsche Namensnennungen sind ja leider das täglich Brot eines Printmediums. Es gibt  tatsächlich Leser, die jede neuen Ausgabe als Aufgabe sehen, möglichst viele Journalistenfehler zu finden und diese der Redaktion kundzutun. Platzhalter im Layout gehören auch zum täglich Brot, dass man so einen großen Mal übersieht, ist entweder ziemlich fahrlässig oder gewollt extrem lässig (via PhotoshopDesasters).

Sachen zum (Nicht-)Lachen
Zwar ist der Anlass nicht nur nicht zum Lachen, sondern einfach nur eine Schweinerei, aber dieses Video bringt das Verhalten von BP einfach genial auf den Punkt (via Markus):

  • Share/Bookmark
Written by Ronni in: Fundstück | Schlagwörter:, , , , ,
Jun
04
2010
1

Beste Wochenreste: Von Kindheitserinnerungen und Urlaubsträumen

Soll ich wirklich noch etwas über das Wetter schreiben? Nein, ich sollte stattdessen einfach Oscar Wilde zitieren: “Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.” Derweil gibt es hier zumindest im Kopf einen Ausflug in schöne Gefilde, sei es Urlaub oder Kindheit.

Zeige Sie mir eine typische Geste
Bereits im Italienisch-Unterricht wurde mir vermittelt, dass meine Gesten anderen Ländern schon gar nicht das gleiche bedeuten müssen. Der ORF-Korrespondent im Nahen Osten Karim El-Gawhary klärt auf seinem taz-Blog nun sehr interessant über orientalische Gesten auf:

Urlaub am Arbeitsplatz
Viele träumen jetzt vom baldigen Urlaubsbeginn, besonders wenn das Wetter in Österreich so gar nicht will. Als Freiberufler hat man ja die schöne Wahl, seinen Arbeitsplatz so gestalten, wie man möchte. Unter dem Titel “Surfing with the sand between my toes” hat sich der Künstler Justin Kemp eingerichtet: (via Luca)

Ohne Füße beim Barcamp
Wie es ist, sich die ganze Zeit sitzend fortbewegen zu müssen – und nicht nur freiwillig ständig vorm Computer zu sitzen – konnte ich beim Barcamp Wien am vergangenen Wochenende ausprobieren. Der sehr charmante Martin Habacher hat mit der Aktion “Barchair” die anwesenden Geeks auf den Rollstuhl gesetzt, sie als Profi durch einen (für Fußgänger völlig unspektakulären) Parcour holpern und danach Fragen beantworten lassen. Bildlich festgehalten schaut das Ganze so aus:

Alle weiteren Videos gibt es hier.

Die Macht der Kinogeher
Beim Barcamp war natürlich auch wieder von der “Macht der Crowd” die Rede. Damit soll jene Stärke bezeichnet werden die sich ergibt, wenn eine Masse von Nerds im Internet gemeinsame Sache macht. Der Internetdienst Mombo.com nützt zum Beispiel Tweets auf der ganzen Welt, um Filme zu beurteilen. Ich finde: 8.000 Tweets pro Tag sind doch deutlich aussagekräftiger als eine Handvoll selbstverliebter Filmkritiker, das haben amerikanische Wissenschaftler hier auch noch bewiesen.

Bist du groß geworden!
Seit einem gewissen Alter erwische  ich mich leider dabei, mich mit den Worten “Bist du groß geworden!” nicht um ein Haar von meinen eigenen Tanten und Onkeln zu unterscheiden. Bin jedesmal wieder entsetzt, wenn mir dieser Satz aus dem Mund flutscht. Vielleicht sollte ich mir als Vorbereitung einfach den Film von JK Keller anschauen, der sich acht Jahre lang jeden Tag fotografiert und daraus ein kleines Filmchen gemacht hat.

Zurück in die Kindheit und retour
Apropos Kindheit: Was haben wir mit Marty McFly mitgefiebert, bis er seine Jennifer (??) – wie war das mit Frauennamen in Filmen? – endlich hatte (sogar als ihn seine Geschichte in peinliches Wild-West-Territorium führte). Der Künstler Nils Guadagnin hat das legendäre Hoverboard jetzt nachgebaut, richtig fliegen kann es aber nicht – Elektromagnete kreieren nur in auf der Ausstellungsfläche das Schwebeerlebnis. (via Engaget)

  • Share/Bookmark
Written by Ronni in: Fundstück | Schlagwörter:, , , , ,
Jun
01
2010
3

Banksy – Graffiti-Kunst auf höchster Stufe

Genauso wie den Besuch im Museum, liebe ich das darauffolgende Stöbern im Museumsshop. Bei meinem Ausflug nach München vergangene Woche konnte ich natürlich nicht an der Pinakothek der Moderne vorbei – sie ist ja schon durch ihre Architektur alleine sehenswert. Im Shop ist mir dann das Buch “Wall and Piece” des genialen Graffiti-Künstlers Banksy in die Hände gefallen, für das ich hiermit eine absolute Empfehlung ausspreche.

Bekannt wurde der Künstler durch seine Schablonen-Graffiti, mit denen er nicht nur in seiner Heimatstadt Bristol, sondern auf der ganzen Welt Mauern verschönt und Fußgänger zum Lachen bringt. Hier ein paar Beispiele, entschuldigt die eher schlechte Fotoqualität (der Buchkauf lohnt sich wirklich…)




Gegen die Kommerzialisierung der Öffentlichkeit
Banksy protestiert mit seinen Graffitis vor allem gegen die kommerzielle Vereinnahmung des öffentlichen Raumes, wie er in dem Buch ausführt:

The people who truly deface our neighbourhoods are the companies that scrawl giant slogans across buildings and buses trying to make us feel inadequate unless we buy their stuff. They expect to be able to shout their message in your face from every available surface but you’re never allowed to answer back. (…) Some people become cops because they want to make the world a better place. Some people become vandals because they want to make the world a better looking place.

Um das Graffiti als gleichberechtigt zu Werbung zu etablieren, hat er einfach leere Wände zur Graffiti-Zone erklärt. Im Buch sieht man sehr gut, wie eine weiße Wand plötzlich Farbe bekennt.

Kunstkritik
Wie viele junge Künstler stößt sich Banksy an dem oft sehr elitären Verständnis von Kunst und an der Darstellung von Kunst im Museum (umso lustiger, dass seine Bücher im Museum zu kaufen sind).

Despite what they say graffiti is not the lowest form of art. Although you might have to creep about at night and lie to your mum it’s actually one of the more honest art forms available. There is no elitism or hype, it exhibits on the best walls a town has to offer and nobody is put off by the price of admisson.

Seine Meinung hat er auch vor der Londoner Tate Gallery zum Ausdruck gebracht:

Sehr bekannt wurde er auch durch seine Aktionen in Museen: So hat er unter anderem im New Yorker MOMA, im Metropolitan Museum of Art, im American Museum of Natural History sowie im Louvre ungefragt Kunst (mit dem gewissen Etwas) aufgehängt um zu sehen, wie lange es dauert, bis sie jemand bemerkt – von zwei Stunden bis zu Wochen war alles dabei.

Politische Kritik
Banksy nimmt sich aber nicht nur westlicher Probleme an, äußerst genial finde ich auch seine “Bemalungen” der Mauer im Westjordanland.


Auch in Wien findet sich der ein oder andere Banksy an einer Hauswand – wer einmal den Stil gesehen hat, erkennt es sofort. Vielleicht sollte man sich auch gleich ein Stemmeisen einpacken, denn Sammler zahlen bereits Unmengen für einen “echten” Banksy. Das hat auch Kate Moss zu spüren bekommen, der vor kurzem ein Portrait im Wert von 90.000 Dollar gestohlen wurde.

Wer noch mehr zu Banksy wissen will, liest z.B. die FAZ.

  • Share/Bookmark
Written by Ronni in: Bewertet | Schlagwörter:,

Powered by WordPress. Theme: TheBuckmaker.