Beste Wochenreste: Social Media als Zigarettenpause

In: Beste Wochenreste
tschick

Die heutigen Wochenreste beschränken sich auf ein Thema, nämlich die Pause. Die habe ich bald dringend nötig. Wie schön ist es, dass der erwünschte Sommerurlaub im Oktober endlich kommt. In diesem Sinne kurz und knapp: Ein schönes Wochenende!

tschick„Ist Social Media die neue Form der Zigarettenpause?“ fragt sich die Karrierebibel.de, um es daraufhin gleich mit einem fetten „JA!“ zu beantworten. Seit ich vor knapp zwei Jahren dem blauen Genuss ade gesagt habe (ihn aber ab und zu noch sehnsüchtig nachrieche) bin ich pausentechnisch gegenüber meinen rauchsüchtigen Arbeitsgenossen im Nachteil. Ich finde zwar nicht, dass Twittern und Facebooken dieselbe entspannende Wirkung hat wie ein Nikotinflash inmitten frischer Luft, aber zumindest kann man im Netz zusammen mit anderen hart arbeitenden Menschen auf hohem Niveau jammern.

Tatsächlich ist es so, dass diverse Studien die Produktivität steigernde Wirkung von kleinen Arbeitspausen preisen, insbesondere wenn wir sie zum Austausch mit anderen Menschen nutzen. Professor Alex (Sandy) Pentland vom MIT zum Beispiel zeigt in ihren Arbeiten, wie Büroplausch die Leistung der Mitarbeiter erhöht. Kurz: Er entspannt, sorgt für geistige Frischluft, inspiriert.

Der menschliche Organismus schafft es ohnehin nicht, sich länger als eine maximale Zeit von 70 bis 80 Minuten am Stück zu konzentrieren. Spätestens danach sollte man kurze Ruhezeiten, vulgo Pausen, einlegen. Immerhin: Jeder dritte Manager ist davon überzeugt, dass er mit zusätzlichen Pausen konzentrierter und effektiver arbeiten würde, 21 Prozent glauben zudem, dass sich die Stressbelastung der Mitarbeiter durch Kurzpausen senken ließe, so das Ergebnis einer Umfrage des IWD Forschungsinstituts.

Fotoquelle Flickr


Veronika

Veronika Höflehner ist freie Journalistin und Autorin, die es vor zwei Jahren in die Berge verschlagen hat. Neben interessanten Fundstücken aus dem Netz findet man hier Texte zu ihrem Leben als Stadtmensch in den Schladminger Tauern.


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4 comments

  • Jürgen Liechtenecker

    11. September 2009 at 10:03

    Bei meinem Ex.Arbeitsgeber gab es das berühmte Raucherkammerl. Dort wurden die heißesten News ausgetauscht. Warst du kein Raucher, warst du nicht dabei. Somit ist der Vergleich schon lustig.

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  • Ronni

    11. September 2009 at 10:13

    Stimmt, das ist echt ein guter Vergleich. Demnach sind wir auch ohne Rauchen mittendrinn im Geschehen… 😉

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  • Jürgen Liechtenecker

    11. September 2009 at 10:34

    Irgendwas stimmt mit deinem Blog nicht. Ich habe beim Kommentar loslassen eine Fehlermeldung bekommen.

    Antworten

  • Ronni

    11. September 2009 at 10:40

    Ich hab grad WordPress aktualisiert, kann sein, dass das genau zu der Zeit war….

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