Jun
04
2010
1

Beste Wochenreste: Von Kindheitserinnerungen und Urlaubsträumen

Soll ich wirklich noch etwas über das Wetter schreiben? Nein, ich sollte stattdessen einfach Oscar Wilde zitieren: “Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.” Derweil gibt es hier zumindest im Kopf einen Ausflug in schöne Gefilde, sei es Urlaub oder Kindheit.

Zeige Sie mir eine typische Geste
Bereits im Italienisch-Unterricht wurde mir vermittelt, dass meine Gesten anderen Ländern schon gar nicht das gleiche bedeuten müssen. Der ORF-Korrespondent im Nahen Osten Karim El-Gawhary klärt auf seinem taz-Blog nun sehr interessant über orientalische Gesten auf:

Urlaub am Arbeitsplatz
Viele träumen jetzt vom baldigen Urlaubsbeginn, besonders wenn das Wetter in Österreich so gar nicht will. Als Freiberufler hat man ja die schöne Wahl, seinen Arbeitsplatz so gestalten, wie man möchte. Unter dem Titel “Surfing with the sand between my toes” hat sich der Künstler Justin Kemp eingerichtet: (via Luca)

Ohne Füße beim Barcamp
Wie es ist, sich die ganze Zeit sitzend fortbewegen zu müssen – und nicht nur freiwillig ständig vorm Computer zu sitzen – konnte ich beim Barcamp Wien am vergangenen Wochenende ausprobieren. Der sehr charmante Martin Habacher hat mit der Aktion “Barchair” die anwesenden Geeks auf den Rollstuhl gesetzt, sie als Profi durch einen (für Fußgänger völlig unspektakulären) Parcour holpern und danach Fragen beantworten lassen. Bildlich festgehalten schaut das Ganze so aus:

Alle weiteren Videos gibt es hier.

Die Macht der Kinogeher
Beim Barcamp war natürlich auch wieder von der “Macht der Crowd” die Rede. Damit soll jene Stärke bezeichnet werden die sich ergibt, wenn eine Masse von Nerds im Internet gemeinsame Sache macht. Der Internetdienst Mombo.com nützt zum Beispiel Tweets auf der ganzen Welt, um Filme zu beurteilen. Ich finde: 8.000 Tweets pro Tag sind doch deutlich aussagekräftiger als eine Handvoll selbstverliebter Filmkritiker, das haben amerikanische Wissenschaftler hier auch noch bewiesen.

Bist du groß geworden!
Seit einem gewissen Alter erwische  ich mich leider dabei, mich mit den Worten “Bist du groß geworden!” nicht um ein Haar von meinen eigenen Tanten und Onkeln zu unterscheiden. Bin jedesmal wieder entsetzt, wenn mir dieser Satz aus dem Mund flutscht. Vielleicht sollte ich mir als Vorbereitung einfach den Film von JK Keller anschauen, der sich acht Jahre lang jeden Tag fotografiert und daraus ein kleines Filmchen gemacht hat.

Zurück in die Kindheit und retour
Apropos Kindheit: Was haben wir mit Marty McFly mitgefiebert, bis er seine Jennifer (??) – wie war das mit Frauennamen in Filmen? – endlich hatte (sogar als ihn seine Geschichte in peinliches Wild-West-Territorium führte). Der Künstler Nils Guadagnin hat das legendäre Hoverboard jetzt nachgebaut, richtig fliegen kann es aber nicht – Elektromagnete kreieren nur in auf der Ausstellungsfläche das Schwebeerlebnis. (via Engaget)

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Mai
19
2010
3

Arbeitssuche einmal anders

Für mich beginnt das Jahr nicht mit Jänner, sondern mit September. Im Jänner ist man meistens mitten in einem Projekt und verschnauft zu Weihnachten nur ein bisschen – der Sommer dagegen ist genau richtig, um das Jahr ausklingen zu lassen und dann im Herbst wieder neu zu starten.

Es geht mir anscheinend nicht alleine so, denn um mich suchen viele Menschen nach einem neuen Job und nicht zuletzt werde ich mich dieser Monate wieder neu orientieren. Natürlich sind mir daher bereits zu Wochenanfang zwei Jobclippings aufgefallen, die nicht bis zu den Wochenresten warten sollten:

Das AMS einmal lustig
Das Arbeitsmarktservice oder AMS ist oft so obsolet, wie es sein Ruf vermuten lässt. Für einen jugendlicheren Touch haben sie sich jetzt die famosen Stermann & Grissemann ins Boot geholt – obwohl die beiden Herren auch weit über 40 sind – und sie lustige Videos drehen lassen. Ob das was bringt? Die Vermittlung müssen ja weiterhin die “motivierten” Herren und Damen vom AMS machen. Sei’s drum, zum Amusement reicht es auf alle Fälle. Gratulation von meiner Seite für das lustige Konzept an @Osloprinz!

Wie Google-Ads Jobs bringt
Wer braucht auf der anderen Seite schon das AMS, wenn er so coole Ideen hat? Wie zum Beispiel der Texter Alec Brownstein: Statt Lebensläufe zu verschicken, suchte er die Namen der Zuständigen von fünf New Yorker Agenturen heraus, für die er gerne arbeiten wollte, und schaltete Google-Ads. Wann immer einer der Agentur-Direktoren seinen eigenen Namen googelte, erschien Brownsteins Jobgesuch als Anzeige über dem Suchergebnis. Das kostete ihn gesamt sechs Dollar. Genial! Hier sein “Werbespot”: (via Spreeblick)

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Mrz
19
2010
0

Beste Wochenreste: An die Arbeit!

Nachdem ich in meinen vergangenen Blogeinträgen nur über Belustigungen des Lebens geschrieben habe, drängt sich jetzt mal wieder die harte Arbeitswelt an die Front. Aber keine Angst, zu ernst wird es nicht.

Arbeitstypen
Ich persönlich liebe ja Persönlichkeitstests, besonders wenn sie einem sagen, was man bereits weiß. Aber Absicherung ist ja bekanntlich immer wichtig, nicht nur im Journalismus. Die Büromöbelfirma bene hat die Verhaltensweisen der sogenannten “Knowledge-Worker” – also jene, die mit Informationen arbeiten” – analysiert und ist auf vier unterschiedliche Arbeitstypen gestoßen: Den Anchor, den Connector, den Gatherer und den Navigator. Welcher seid ihr?

Bloggen ist Arbeit 1
In meinem letzten Beitrag ging es um Modeblogs und ihre Glaubwürdigkeit im Gegensatz zu Journalisten in Modezeitschriften. Diese Woche ist mir dazu gleich noch eine Untermauerung meiner These in den RSS-Reader geschlüpft: Die gesamte Vogue France Redaktion von der Balenciaga-Show auf der Pariser Modewoche ausgeladen. Über den Grund wird viel spekuliert, auf Modepilot.de gibt es eine sehr plausible Antwort: Neben ihrer Arbeit als JournalistInnen beraten die Vogue-Mitarbeiter Modelabels und anscheinend haben die Pariser Edelfedern andere Labels mit Balenciaga-ähnlichen-Vorschlägen versorgt. Was das wirklich Wilde daran ist:

Zwischen 10.000 Euro pro Stunde bis zu 50.000 Euro pro Tag bekommt eine Redakteurin, wenn sie ein Modehaus berät und dann eben mit dem Designer zusammen Kreationen erschafft, die später auf den Seiten der Magazine schön abgelichtet werden und sich dann wie geschnitten Brot verkaufen.

Und dann soll noch jemand sagen, die Modejournalisten wären unabhängig.

Bloggen ist Arbeit 2
Daher wird es wieder Zeit, hier ein bisschen Blogger-Werbung zu machen, wenn auch nicht im Modebereich: Georg Holzer, Techjournalist und (wahrscheinlich) einziger Nicht-BZÖ-Wähler in Kärnten ist mit seinem Projekt Digirati gestartet. Der Tech-Blog bringt auf spannende und unterhaltsame Weise News aus der WWWelt – so meine Meinung, so schreibt Georg darüber:

Was bringt dir digirati?

  • Das Morning Briefing informiert täglich um 08:00 Uhr über die Top 3-Stories aus der Tech-Welt, über die man redet. Plus: Link des Tages, Zahl des Tages etc.
  • In der Rubrik BigIdeas verschenke ich Geschäftmodelle. Wirklich!
  • Interviews, Analysen, Screencasts und noch viel mehr werden noch kommen.
  • Ein Podcast ist auch vorgesehen … die Pressestunde mit Gerald Reischl & Co. wird unter digirati schon bald wieder auferstehen.

Bloggen ist Arbeit 3
Die Webszene in Österreich ist klein, Zahlen und Fakten dazu halten sich daher in Grenzen. In seinem (übrigens empfehlenswerten) Blog zurpolitik.com hat Tom Schaffer das geändert:

Wer bloggt worüber in welchem Rahmen in Österreich? So lautet, stark verkürzt, die Fragestellung, die ich zusammen mit meinem Kollegen Michael Andres als Teilbereich einer Magisterseminararbeit im Wintersemester 2009/2010 beantworten wollte.

Daraus entstanden ist eine sehr interessante Bloggerserie, die man sich als interessierte Social-Media-Nutzer auf alle Fälle durchlesen sollte.

Social-Media-Arbeiter
Die Liechteneckers sind sowohl offline, als auch online ein durch und durch sympathisches Duo. Sie haben viel bis ganz viel Ahnung von dem was sie machen: Firmen im Internet zu repräsentieren im Großen und Ganzen und Social-Media-Marketing im Besonderen. Wie kompetent sie sich im Gegensatz zu vielen anderen diesen Themen annehmen, liest man in dem Interview auf KOMMPress.

Sachen zum Lachen – Google Edition
Was Menschen alles so mit sich machen lassen, ist nicht erst seit dem “Callboy” einer österreichischen Radiosendung weitläufig bekannt. Google arbeitet ja schon seit längerem daran, die Privatsphäre der Menschen zu statistisch verwertbarem Allgemeingut zu machen. Die ZDF Heute-Show hat daher den deutschen Satiriker Martin Sonneborn als “Google Homeview”-Vertreter durch ganz Deutschland geschickt (in Anlehnung an Google Streetview). Und was er da erlebt hat, ist einfach zum Brüllen! (via yuccatree)

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Nov
13
2009
12

Zwei Wochen MacBook: Eine Zwischenbilanz

Vom iPhone zum MacBook ist es nicht nicht weit, so zumindest meine Erfahrung. Knapp zwei Monate nach dem Erwerb des besten Smartphones hab ich nun auch das Großformat am Schreibtisch dazu. Mein erstes Fazit: Läuft ausgezeichnet, aber eine Wandlung zum Apple-Marketingguru werde ich wohl nicht machen.

Greeen-Apple“Du wirst nie wieder etwas anderes haben wollen!”, “Das kannst du nicht vergleichen, das ist einfach die Königsklasse!”, “Nicht ohne mein MacBook!” “Ich würde morden, entfernte jemand dies Kleinod von meiner Seite!” Warum Apple noch Werbung macht, ist mir unbegreiflich: Fast jeder Mac-User versucht jeden PC-User bei jeder Gelegenheit zum Guten bzw. Weißen zu bekehren. Sie haben es natürlich auch bei mir versucht, ausschlaggebend für meine Wahl war dann aber der ITler meines Vertrauens. Er war sich trotz seiner Apple-Phobie sicher: “Der passt zu dir.” (Ich nehme das jetzt einmal als Kompliment).

Foto: Alles2Null

Seit knapp zwei Wochen besitze ich dieses Gerät nun und denke mir: Ja, wirklich genial und wie jedes neue Notebook um einiges besser als mein voriges (deswegen habe ich es ja auch gekauft). Aber wo ist die helle Aufregung? Vielleicht hat sich das alles schon beim Kauf des iPhones entladen und das arme MacBook bekommt jetzt nichts mehr ab. Bald holt sich Apple den Laptop wieder ab, weil ich zu wenig enthusiastisch bin, ihr werdet sehen!

Natürlich bin ich absolut zufrieden  mit meinem neuen Gerät. Mein letzter Laptop (ein Dell-Notebook) feiert zu Weihnachten seinen dritten Geburtstag und ist mit der Zeit nicht nur ein bisschen zu schwer, sondern auch ziemlich behäbig geworden, wie unschwer am vorher-nachher Bild zu sehen ist:

Mac1

Aus Angst vor Eindringlingen in meiner Wohnung und der Entapplesierung deswegen hier meine Highlights nach zwei Wochen MacBook wie getimt am Tag des Apfels:

Kauf
Als erstes hat mich neben seinem formidablen Aussehen natürlich der Preis angesprochen. Für diese Ausstattung sind 900 Euro wirklich ok. Am Montagnachmittag via Apple-Onlinestore bestellt, wurde das Gerät am Mittwoch schon frei Haus in die eigenen vier Wände geliefert.

Schnelligkeit & Speicherplatz
Mit 2 GB Arbeitsspeicher geht dieses Baby mit meinem ausschweifenden Multitasking spielend um und bei 250 GB Speicherplatz brauch sogar ich eine Weile, bis eine Löschaktion notwendig ist.

Handhabung
Die Inbetriebnahme erfolgt innerhalb von rund zehn Minuten – praktisch ist natürlich auch, wenn man einen ITler (wenn auch mit Apple-Phobie) zur Hand hat. Ich verwende (bitte keine Steine werfen) Microsoft Office (d.h. Word, Excel, Entourage etc.), weil es in meinem Beruf einfach notwendig ist. Dadurch hat sich  die Umstellung für mich natürlich auch in Grenzen gehalten.

E-Mail
Schwierigkeiten hatte ich einzig und allein mit dem Mail-Programm, dem Herzstück meiner Arbeit. Um die alte elektronische Post aus vielen Jahren und fünf unterschiedlichen E-Mailadressen auf den Mac zu importieren, habe ich mich für den Kauf eines Importprogrammes entschieden. Um 10 Euro hat dieses kleine Programmchen alles tadellos übertragen und ist hiermit wärmstens empfohlen. Bei den Einstellungen in Entourage selbst hat es dann etwas gehapert, jetzt dürften die gröbsten Fehler aber behoben sein.

Display
Absolut überzeugen ist natürlich das Display bzw. der Desktop von Apple: Erstens ist es natürlich um einiges heller als mein altes (weil neu) und zweitens ist  die intelligente Aufteilung der Inhalte bestechend. Ähnlich dem iPhone (oder umgekehrt?) findet man alle wichtigen Programme auf einer Hierachieebene in der Leiste im unteren Bildschirmende (kann man auch leicht wegblenden). Auch die “aktiven Ecken” sind ein Hit: Dabei kann man jeder Bildschirmecke eine Funktion zuordnen, wie zum Beispiel “Öffne den Desktop” oder zeige alle Programme an, die im Moment geöffnet sind (mein absoluter Liebling).

overview_hero2_20091020Foto: Apple

Resümee
Wie es sich für ein neues Gerät gehört, hat sich der Kauf gelohnt und meinerseits die volle Punktezahl eingefahren. Wenn ihr mich in den nächsten zwei bis drei Jahren bis zur endgültigen steuerlichen Abschreibung des MacBooks auf der Straße trefft, könnt ihr aber ruhig normal mit mir reden. Ich werde euch nicht sofort in einen Apple-Store entführen, versprochen!

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Nov
02
2009
0

Beste Wochenreste: Kreativität von A bis Z

Bevor ich die Monatsmarke des Nichtbloggen überschreite, gibt es die Wochenreste bereits am Montag. Wenn man es genau nimmt, handelt es sich hiermit eher um Oktoberreste, die unter dem großen thematischen Bogen “Kreativität” stehen. Es sind allesamt Dinge, die mir so gut gefallen haben, dass ich sie euch nicht vorenthalten will.

creativityFotocredit: Flickr

Best of Hörbuch
In den vergangenen Jahren sind Hörbücher aus der Kinderecke heraus zu einem wahren Bestseller avanciert. Fans der vertonten Buchstaben, die gleichzeitig mit zu wenig Platz im CD-Regal kämpfen, haben im Netz die Qual der Wahl. Auf Blogpiloten.de gibt es eine gute Zusammenfassung der interessantesten Hörbuch-Websites, die eine Entscheidung erleichtern sollte.

Selfmade-Book
Wer sich statt dem passiven Hör- und Lesegenuss gleich selbst an die Arbeit machen will, der wird mit dem neuesten Spielzeug aus dem Hause Wikipedia seine Freude haben: Mit Hilfe des Buchgenerators kann man sich sein eigenes  Schriftwerk zu jedem Thema aus den Seiten des Web2.0-Nachschlagewerkes zusammenklicken.

Mixtape-Revival
Statt tausend gedruckter Worte spricht die Musik auf Mixtapes alles aus und noch vieles mehr. Auf Norberts Filmvermarktungsblog findet diese wunderschöne, aber leider völlig vergessene Art des etwas anderen Liebesbriefes sein Revival. Findige Filmvermarkter haben sie für einen neuen Film ausgegraben (nein, nicht High Fidelity 2) und ermuntern Websurfer, ihr Mixtape digital zusammenzustellen und zu distribuieren. Fein!

Bewerbung Deluxe
Findig ist auch dieser junge Mann, der sich das Web2.0 für seine Bewerbung so gut zu Nutze gemacht hat, dass man ihn eigentlich nur einstellen kann: Thorsten will als Texter zu Red Bull und geht dafür von München nach Fuschl – zu Fuß. Begleitet wird er von Blog, Twitter und Co. Wer seinen Weg kreuzt, schickte eine Postkarte an Red Bull. Seine Bewerbungswanderung ist zwar schon vorbei, das Ergebnis steht noch aus.

Kreative Ausrede
Grandios beruflich wieder hinausgeredet haben sich Drehbuchschreiber in diesem Video: (via Norbsi)

Kunstvoll nackt
Den etwas anderen Studentenjob hat sich die Hamburger Kunststudentin Verena Issel angelacht. Sie hat zwölf ihrer Mitstudenten für den “Art Boy”-Kalender gewonnen und zwar völlig nackt. Das Grundgerüst sind Posen a la Jungbauer, gemischt mit Kunstgeschichte-Anspielungen. Nicht  Wohnzimmertauglich, aber lustig anzusehen! Mein absoluter Favorit: Mister Januar

januar

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Sep
11
2009
4

Beste Wochenreste: Social Media als Zigarettenpause

Die heutigen Wochenreste beschränken sich auf ein Thema, nämlich die Pause. Die habe ich bald dringend nötig. Wie schön ist es, dass der erwünschte Sommerurlaub im Oktober endlich kommt. In diesem Sinne kurz und knapp: Ein schönes Wochenende!

tschick“Ist Social Media die neue Form der Zigarettenpause?”  fragt sich die Karrierebibel.de, um es daraufhin gleich mit einem fetten “JA!” zu beantworten. Seit ich vor knapp zwei Jahren dem blauen Genuss ade gesagt habe (ihn aber ab und zu noch sehnsüchtig nachrieche) bin ich pausentechnisch gegenüber meinen rauchsüchtigen Arbeitsgenossen im Nachteil. Ich finde zwar nicht, dass Twittern und Facebooken dieselbe entspannende Wirkung hat wie ein Nikotinflash inmitten frischer Luft, aber zumindest kann man im Netz zusammen mit anderen hart arbeitenden Menschen auf hohem Niveau jammern.

Tatsächlich ist es so, dass diverse Studien die Produktivität steigernde Wirkung von kleinen Arbeitspausen preisen, insbesondere wenn wir sie zum Austausch mit anderen Menschen nutzen. Professor Alex (Sandy) Pentland vom MIT zum Beispiel zeigt in ihren Arbeiten, wie Büroplausch die Leistung der Mitarbeiter erhöht. Kurz: Er entspannt, sorgt für geistige Frischluft, inspiriert.

Der menschliche Organismus schafft es ohnehin nicht, sich länger als eine maximale Zeit von 70 bis 80 Minuten am Stück zu konzentrieren. Spätestens danach sollte man kurze Ruhezeiten, vulgo Pausen, einlegen. Immerhin: Jeder dritte Manager ist davon überzeugt, dass er mit zusätzlichen Pausen konzentrierter und effektiver arbeiten würde, 21 Prozent glauben zudem, dass sich die Stressbelastung der Mitarbeiter durch Kurzpausen senken ließe, so das Ergebnis einer Umfrage des IWD Forschungsinstituts.

Fotoquelle Flickr

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Sep
07
2009
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In eigener Sache: Das Wiener Kindertheater feiert Premiere

Die kommende Woche wird spannend, denn ein Lieblingsprojekt meinerseits nähert sich seinem Höhepunkt: Das Wiener Kindertheater (von meiner Wenigkeit in PR-Belangen betreut) feiert am Donnerstag, den 10. September um 19.00 Uhr Premiere. Danach folgen 15 weitere Vorstellungen, allesamt im Studio Moliere im 9. Wiener Gemeindebezirk.

Im 15. Jahr seines Bestehens spielt das Wiener Kindertheater in diesem Jahr “Der Talisman” von Johann Nepomuk Nestroy. Ich hab das Stück selbst schon gesehen und war ehrlich überrascht, wie charmant und gekonnt die Kinder aller Alterstufen hier originalgetreu Nestroy rezitieren. Der Abend ist nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene garantiert großes Theater. Wer jetzt Lust bekommen hat, ist hiermit sehr herzlich eingeladen und kann direkt beim Wiener Kindertheater Karten bekommen. Wer sein Glück testen will, versucht es bei der Verlosung von Tickets über DerStandard.at oder Ö1.

Ein kleiner Vorgeschmack auf das Können der kleinen Darsteller gibt das folgende Video. Die Kampagne brachte dem Wiener Kindertheater im vergangenen Jahr den Staatspreis für Werbung, gefilmt wurde es vom österreichischen Regisseur Harald Sicheritz (Muttertag, Hinterholz 8, uvm.)

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Written by Ronni in: Veranstaltung | Schlagwörter:, , , ,
Jun
05
2009
4

Am 8. Juni ist es zu spät!

Asche über mein Haupt, dass ich diesen Blog im vergangenen Monat so schändlich vernachlässigt habe. Weitreichende europäische Interessen haben meine Schreibtätigkeiten zum Stillstand gebracht: Die EU-Wahl am 7. Juni.

Deswegen melde ich mich hiermit aus der Versenkung mit einem sehr guten Video der Wiener Werbeagentur instant. Dieses audio-visuelle Helferlein schafft es, meine Bemühungen der vergangenen drei Monate in zehn Minuten witzig und leicht verständlich darzustellen: Sie zeigen warum es sich lohnt, zur Wahl zu gehen. Bitte anschauen und am Sonntag sein Kreuzerl machen, damit mein braver Arbeiterschweiß nicht umsonst vergossen wurde…

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Written by Ronni in: Fundstück,Persönlich | Schlagwörter:, ,
Mai
01
2009
4

Nachtrag zum Tag der Arbeit

Eine geniale Werbeidee plus der Satz des Tages:

jobs-in-town-atm-machine-adjobs-in-town-kinderauto-adjobs-in-town-music-machine-ad

Mehr davon gibt es hier (via @rupprecht)

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Written by Ronni in: Fundstück | Schlagwörter:,
Apr
30
2009
10

Die Arbeit und das böse Internetz

Rechtzeitig zum 1. Mai gibt es “Am Hochsitz” eine Forderung meiner Arbeitnehmerwenigkeit: Rehabilitation für das Internet am Arbeitsplatz.

Für mich gibt es wenig Unterschied zwischen Job und Freizeit im Internet, ich bin prinzipiell ständig online (Hello Elektrosmog!) und als  Journalistin auf der Suche nach guten Geschichten. Natürlich treffe ich auf Facebook, Twitter usw. Freunde und führe private Gespräche – die interessantesten Themen kommen aber nun mal meist genau von diesen Menschen. Umso absurder finde ich den Artikel der Schweizer 20 Minuten “Facebook besucht, Kündigung erhalten”:

Am 13. November 2008 war eine 31-jährige Baslerin mit einer starken Migräne für einen Tag zu Hause geblieben. Eine Woche später zitierte ihr Chef bei der Versicherung Nationale Suisse sie zu sich ins Büro. Dort warteten bereits die Personalleiterin und ein Direktionsmitglied. «Sie teilten mir mit, ich hätte fünf Minuten Zeit, um meine Sachen zu packen und die Firma zu verlassen». Der Chef beanstandete, dass sie während ihrer Migräne Facebook besucht hatte. Sein Schluss: «Wer dies kann, kann auch arbeiten.» Die Angestellte habe angegeben, sie müsse bei Migräne im Dunkeln liegen und könne nicht am Bildschirm arbeiten. «Frau Bär war jedoch im Internet auf der Webseite Facebook aktiv».

Die Verteidigung der Betroffenen:

Sie habe im Bett liegend mit ihrem iPhone aufs Internet zugegriffen.

Internet = Telefon
Für  mich ist das völlig logisch und nachvollziehbar. Meine E-Mails während einer Krankheit abzurufen ist für mich dasselbe, wie ans Telefon zu gehen. Und da wird auch niemand gefeuert, wenn er das im Krankenbett macht – noch dazu, weil es sich meist um Anrufe aus dem Büro handelt.

Ebenso verstehe ich die Arbeitgeber nicht, die “privates” Surfen während der Arbeitszeit verbieten – zumindest im Medienbereich wären bei restriktiven Maßnahmen bereits alle ihren Job los (Möglicherweise DIE Chance, um an gute Stellen zu kommen!).

Facebook-Manieren
Was man dennoch bei allen Freiheiten beachten soll (und dabei gehe ich mit der landläufigen Meinung konform): Was du nicht in der Öffentlichkeit sagen würdest, das tue auch nicht im Netz. Wer diese Botschaft gerne in audio-visueller Form vermittelt bekommen will, dem sei dieses amüsante Video (via stylekingdom) zu empfehlen.

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