Feb
19
2010
4

Beste Wochenreste: Vom Buch zum Film

Das Thema Buch lässt mich auch in dieser Woche nicht los. Ich versuche gerade, die ganzen Buchempfehlungen meiner Kommentatoren zu verifizieren und das Netz versorgt mich daneben ständig mit neuem Stoff, besonders zum spannenden Thema Literaturmarkt versus Multimedialität. Die interessantesten Fundstücke gibt es diese Woche in den Wochenresten.

1984

Mein Geburtsjahr war titelgebend für einen der wichtigsten und intelligentesten Romane zum Thema Überwachungsstaat. Viele meinen ja, dass wir das 2010 via Twitter, Foursquare, Latitude und Co. selbst erledigen und Big Brother obsolet geworden ist. In welche Welt ich abseits von vielleicht jetzt wahr gewordener Utopien geboren wurde, zeigt die Website What Happened In My Birth Year?. Dort wird einem in DOS-ähnlichem Design langsam vorexerziert, was man als Säugling alles so verpasst hat und Erinnerungen an die Zeit danach aufgeweckt – ausgezeichnet! (via Spreeblick, Fotoquelle hier)

Erfolgsrezept: Buch zu Film zu 3D
Wie ich schon im Post der 100 Bücher angedeutet habe, bin ich ein leicht erkennbarer Fantasy-Fan. Wenn die Handlung aber zu schablonenhaft angefertigt ist, habe auch ich keine Freude daran – es sei denn, die Technik bzw. Action dahinter tröstet soweit darüber hinweg, dass ich ihn mir wenigstens bis zum Ende ansehe. So geschehen bei “Avatar”, der es sicherlich nicht in meine Top-Film-Kategorie schafft und den ich mir wahrscheinlich auch nicht im TV anschauen werde (außer mir ist wirklich sehr langweilig). Der Grund dafür: Das 3D-Erlebnis ist einfach nur im Kino gut und macht den Film einzig und allein wirklich sehenswert. Umso größer war meine Freude, als Herr Hilton postete, dass auch Harry Potters “Deathly Hallows” in 3D kommen. Zwar bestätigt sich auch bei dieser Filmreihe, dass die eigene Fantasie nie richtig gut in Filme umgesetzt werden kann, aber schon alleine der zugrunde liegende Stoff macht den Kinogang hier zum kaum erwartbaren Ereignis. (Fotoquelle hier)

Zukünftiges Erfolgsrezept: Videobuch?
Was Anthony Zuiker angreift, wird in den USA und landläufig im Rest der Welt zu Gold. Der Herr hat sich mit dem Produzieren und teilweisen Schreiben der CSI-Serien selbst Geldscheine gedruckt. Jetzt steigt er ins Buchgeschäft ein – mit einem äußerst zukunfstträchtigen Format -  wie Norbsi berichtet:

Level 26 lautet der Titel des Thrillers von Anthony Zuiker [...]. In dem Buch gibt ca. alle 20 Seiten Links zu professionell produzierten Videos (20 an der Zahl), die Szenen aus dem Buch zeigen und die Story voran treiben.

Nicht selten genug lese und höre ich von Bekannten, die kaum einen langen Absatz (oder meine Postings) lesen können, weil ihre Geduld nicht ausreicht und sie sich eher vorm Fernseher als vorm Buch entspannen können. Möglicherweise ist das ein Weg, um das Buch auch weiterhin vor dem Aussterben zu bewahren.

Buchverkauf für jedermann
Ein völlig anderes Problem ergibt sich für Menschen, die vom Lesen gar nicht genug bekommen können: übervolle Bücherregale. Neben den all-time Klassikern schleichen sich im Laufe der Jahre Platzverbraucher ein, die man selbst geschenkt nicht haben wollte. Wie man sie möglicherweise zu Geld machen kann (gesetz den Fall, dass sie jemand anderes will) zeigt der Blog Blätterrauschen hier und stellt interessante Buchankauf-Plattformen im Web vor.

Sachen zum Lachen
Bücher sind Bildung, aber für manche Themen sind laufende Bilder einfach plakativ besser. Diese Anti-Aids-Kampagne verfehlt ihren Bildungsauftrag auf keinen Fall, zum Zerkugeln! (via Sexblog)

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Written by Ronni in: Fundstück | Schlagwörter:, ,
Feb
11
2010
18

100 liebste Bücher – kommentiert

Bei Büchern setzt bei mir jede Vernunft aus: Ich bin genau die Person, die nach fünf Minuten in der Buchhandlung bereits ein leichtes Trageproblem hat, die für ein besonders packendes Buch schon mal ganze Nächte bis zum Morgengrauen opfert und einmal vor lauter Spannung lesenderweise im Gehen einen Laternenpfahl geküsst hat.

Quelle: Flickr

Wenn dann deutsche Blogger damit beginnen, „Die Top 100 der Lieblingsbücher der Deutschen“ (ermittelt unter 250.000 ZDF-Zuschauer) zu kommentieren, kann ich auch nicht wiederstehen. Hier also die Liste inklusive meinem Senf (alle gelesenen Bücher sind fett markiert). Vorweggenommenes Fazit: Rund ein Drittel meines Lesegeschmacks deckt sich mit dem von rund einer Viertel Million Deutscher – ob das gut oder schlecht ist?

1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien: Die Mutter der Fantasieromane. Auch wenn es keiner zugeben würde, aber jeder darauffolgende Roman dieses Genres hat Tolkien-Anleihen genommen. Unglaublich, was er für eine Welt erschaffen hat – von den unterschiedlichen Kreaturen bis hin zum kleinsten Unkraut. Packend, sehr spannend und schön geschrieben. Der Wehrmutstropfen für mich: Frauen spielen hier wenig bis gar keine Rolle und sind eher nur schön, auch die in regelmäßigen Abständen erklingenden Sonette sind ebenso nicht mein Fall. Wird von mir aber trotzdem in regelmäßigen Abständen immer wiedergelesen, all-time-favorite.

2. Die Bibel: Hat wohl jeder in der einen oder anderen Ausführung lesen müssen oder teilweise innerhalb vieler laaanger Kirchenbesuche vorgelesen bekommen.

3. Die Säulen der Erde, Ken Follett

4. Das Parfum, Patrick Süskind: Wunderschönes Buch, geniale Geschichte. Nicht erst nach dem Hype um den Film (den ich übrigens überhaupt nicht mochte) ist es en vogue, es als sein Lieblingsbuch anzugeben. Macht es ein bisschen weniger ansprechend, eigentlich schade.

5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry: Oh Schreck, das Lieblingsbuch der österreichischen Jungschar. Ich kann diese ganzen weisen Sprüche einfach nicht mehr hören.

6. Buddenbrooks, Thomas Mann

7. Der Medicus, Noah Gordon

8. Der Alchimist, Paulo Coelho

9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling: Das Erste hat anscheinend jeder gelesen, lustig. Ich muss sagen, dass ich sie ebenso wie Herr der Ringe einfach liebe, egal was landläufig davon gehalten wird. Ich weiß nicht, wie die deutschen Übersetzungen sind, aber Rowling schreibt im englischen unglaublich witzig, intelligent und baut im Laufe der sechs Bücher für alle Fans unglaublich viele Querverweise und kleine Geschichten ein, die den Leser noch zusätzlich mit der Geschichte verbinden. Abgesehen davon finde ich auch hier die Idee grandios und ziehe vor Frau Rowling hiermit den Hut.

10. Die Päpstin, Donna W. Cross

11. Tintenherz, Cornelia Funke

12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon

13. Das Geisterhaus, Isabel Allende Das Geisterhaus selbst hab ich nie gelesen, dafür aber einige andere ihrer Bücher. Südamerikanische Lebensbedingungen und -einstellungen, gepaart mit einem Hang zum Unheimlichen über dem Basisthema Liebe. Wunderschön geschrieben, tolle Literatur.

14. Der Vorleser, Bernhard Schlink

15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe Wer wurde damit nicht gequält? Ich verbinde mit Goethe immer einen alten, überheblichen Sack. Obwohl er sicher auch gute Sachen geschrieben hat – aber mich davon jetzt zu überzeugen fällt mir schwer.

16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón Tolles Buch, habe ich auch schon öfters weitergeschenkt.

17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen

18. Der Name der Rose, Umberto Eco Das ist wohl schon mehr als zehn Jahre her, dass ich das gelesen habe. Ich kann mich nur noch erinnern, dass es prinzipiell gut war, sich die Geschichte aber unter der ganzen lateinischen Verse und Beschreibungen von irgendwelchen Bauwerken ziemlich zog. Der Film ist auch gut… :)

19. Illuminati, Dan Brown Wenn man vorher noch nie einen Dan Brown gelesen hat, ist die Story gut ausgedacht, wenn man z.B. auch Da Vinci Code kennt, wird das Ganze einfach nur langweilig. Ich weiß nicht, wie ähnlich sich seine restlichen Bücher sind, nachdem er wirklich nicht gut schreibt, tu ich mir das nicht mehr an.

20. Effi Briest, Theodor Fontane Habe ich anscheinend laut der besten Schulkollegin in der Schulzeit gelesen, kann mich aber nicht daran erinnern. Gut oder schlecht für mich?

21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling siehe oben

22. Der Zauberberg, Thomas Mann

23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell

24. Siddharta, Hermann Hesse

25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch

26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende Hach, wunderbar, fällt in meine Fantasy-Leidenschaft.

27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn

28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt

29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse

30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley

31. Deutschstunde, Siegfried Lenz

32. Die Glut, Sándor Márai

33. Homo faber, Max Frisch

34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny

35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera: Alle schwärmen so von diesem Buch, mich hat es gar nicht besonders angesprochen…

36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez

37. Owen Meany, John Irving

38. Sofies Welt, Jostein Gaarder

39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams

40. Die Wand, Marlen Haushofer

41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving siehe oben

42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez: Hm…es ist mir teilweise etwas zu schwermütig und leidvoll, aber eigentlich dennoch ein empfehlenswertes Buch. Im Film wirkt das ganze sehr ermüdend, außerdem ist Javier Bardem in einer Laschi-Rolle völlig fehlbesetzt…

43. Der Stechlin, Theodor Fontane

44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse

45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee

46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann

47. Der Laden, Erwin Strittmatter

48. Die Blechtrommel, Günter Grass: Ziemlich stranges Buch, nichts für zwischendurch, aber natürlich absolut Weltliteratur.

49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque

50. Der Schwarm, Frank Schätzing

51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks

52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling: siehe oben

53. Momo, Michael Ende: Als Kind gelesen und damals für ausgezeichnet befunden.

54. Jahrestage, Uwe Johnson

55. Traumfänger, Marlo Morgan: Hat mich zum ersten Mal mit der Situation der Aborigines konfroniert, irgendwann will ich auch mal so einen Trip machen.

56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger

57. Sakrileg, Dan Brown: Siehe oben

58. Krabat, Otfried Preußler: Ich kenne nur seinen Räuber Hotzenplotz, das sind intelligente und lustige Kindergeschichten ohne mahnenden Zeigefinger. Sollte jeder seinen Sprößlingen kaufen.

59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren: Da geht’s mir wie bei Preußler.

60. Wüstenblume, Waris Dirie

61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro

62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson

63. Mittsommermord, Henning Mankell: Neben Fantasy kann ich ja auch jederzeit Krimis lesen. Die Schweden haben diese Kategorie ja wirklich perfektioniert, die zwei besten Wallander-Romane von Mankell sind meiner Meinung nach aber “Die Hunde von Riga” und “Die weiße Löwin”. Außerdem finde ich den fertigen Charakter von Walldner einfach super gezeichnet…

64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell

65. Das Hotel New Hampshire, John Irving: John Irving gehört zu meinen absoluten Lieblingsautoren, Hotel New Hampshire (spielt in Wien) zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Er hat so eine coole Art zu schreiben, verrückt, lustig und traurig gleichzeitig. Seine Charaktere sind Verlierer und Gewinner gleichzeitig, grandios. Alles von ihm lesen!!

66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi

67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse

68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher

69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling siehe oben

70. Tagebuch, Anne Frank:Hat mich in meiner Kindheit sehr beschäftigt, sollte jedes Kind lesen.

71. Salz auf unserer Haut, Benoite Groult

72. Jauche und Levkojen , Christine Brückner

73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen

74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann

75. Was ich liebte, Siri Hustvedt: Ich habe ein anderes Buch von ihr gelesen, dass mir eigentlich sehr gut gefallen hat… gute Sexszenen, gut geschrieben! :)

76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers

77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé

78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt

79. Winnetou, Karl May

80. Désirée, Annemarie Selinko

81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig

82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving

83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë (auf Englisch)

84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern: Ich mag Hasenbücher, aber das hat mich nicht wirklich angesprochen. Finde Marian Keyes oder Sophie Kinsella besser.

85. 1984, George Orwell: Klassiker. Sollte jeder gelesen haben!

86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy: siebe Ahern.

87. Paula, Isabel Allende

88. Solange du da bist, Marc Levy

89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel

90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho: Trotz der Namensgleichheit hat es mich nicht wirklich angesprochen.

91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell

92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow

93. Schachnovelle, Stefan Zweig: Grandios. Leseempfehlung!

94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski

95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi

96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski

97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas

98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel

99. Jane Eyre, Charlotte Brontë

100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood

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Written by Ronni in: Bewertet | Schlagwörter:
Dez
22
2009
3

Last Minute Weihnachtsgeschenktipps

Das gute Internetz mit seinen feschen Shops hat mich dieses Jahr in ganz besonderem Maße vom Weihnachtstrubel fern gehalten. Umso entspannter habe ich daher die Geschenkempfehlungslawine auf diversen Blogs und Websites  am mir vorbeidonnern lassen. Die besten zehn (in keiner besonderen Reihung) seien hier nun für die späten Vögel 2009 und die frühen Flieger 2010 (Weihnachten kommt ja immer wieder) aufgelistet.

Geschenke für den Geek von Welt

1.) Tweetnotebook: Eigentlich in sich eine Unmöglichkeit, einen Web2.0-Dienst mit so etwas Altmodischem wie einem Notizbuch zu verbinden. Das Tweetnotebook setzt auf stolze Besitzer eines Twitteraccounts, die sich per computergeneriertem Auswahlverfahren ihre besten Tweets seit Beginn auf die Seiten eines Notizbuchs drucken lassen. Ein perfektes Geschenk für Fans von Moleskine, in feschem Design.

2.) Des iPhones-Handschuhe: Die iPhone-Gegner lachen sich ins warme Fäustchen, wenn die Besitzer dieser äußerst praktischen tragbaren Telefonzellen sich bei MinusMinusgraden aus ihren Handschuhen schälen müssen. Ja, das iPhone lässt sich nur mit nackter Haut steuern (Hmpf). Wer Mitleid mit iPhone-Besitzern im Winter hat, schenkt Etry Touchy Gloves. (via Spreeblick)

3.) Multifunktionstouchpad: Ich gebe es zu, als Kind wollte ich immer eines dieser Zeichendinger (wie auch immer sie heißen) haben und bin auch bei meinen Nichten noch immer voller künstlerischer Begeisterung. Umso freudiger ist mir diese kleine Geschenkidee in die Augen gesprungen: Für die kleine Kritzelpause zwischendurch oder die schnelle Notiz nebenbei, das Scratch-n-Scroll-Mousepad. (via Spreeblick)

4.) Nackte Technik: Nach dem ArtBoy-Kalender zeigen sich auch Geeks und Geeketten von ihrer unbekleideten Seite. 12 britische Frauen und Männer aus der Webszene haben sich für den guten Zweck teilweise nur mit MacBooks und Co. bekleidet ablichten lassen. Wie genau das aussieht, weiß zum Beispiel der Guardian. (via Ingrid)

5.) Stylisch laden: In einem Haushalt mit wesentlich mehr als 2 tragbaren Geräten gehört der  Kampf um den besten Liegeplatz an der Steckdose zum Alltag. Wer den Hausfrieden schnell und einfach wieder herstellen will, greift zum Beispiel zur Chargebox. (via Spreeblick)

Accessoires für Bücherfreunde
6.) Bücherturm:
Nicht nur Tierliebhaber, sondern auch Bücherfreunde haben die Möglichkeit, ihre Freizeitliebe besonders augenfreundlich auszustatten. Wer seine toten Bäume nur mehr stapelweise anfindet, dürfte mit dem feschen Bücherturm seine besondere Freude haben. (via Spreeblick)

7.) Liegende Leseratten: Was gibt es Schöneres, als einen ganzen Tag lesend im Bett zu verknotzen? Die “Leselotte” sorgt dafür, dass man sein wertes Genick dabei nicht zu sehr verdreht und auch beim Lesen eine gute Figur macht.

Körpernahes

8.) Kunstvolle Spucke: Unsere DNA ist einmalig und kann gleichzeitig auch kunstvoll arangiert werden. Eine Wiener Firma schlüsselt anhand eines Abstriches des jeweiligen DNA-Code auf und druckt ihn als Gemälde zur allgemeinen Bewunderung. Was sich etwas komisch anhört, sieht eigentlich ganz fesch aus. (© fotolia.de / arquiplay77)

9.) Persönlichkeitsparfum: Meiner Meinung nach gibt es nichts Schwierigeres, als für jemanden ein Parfüm zu kaufen und trotzdem greifen so viele Leute zu Weihnachten immer wieder in dieses Fettnäpfchen. Ich weiß nicht mehr, wo ich das gelesen habe, aber man sucht sich angeblich seinen Duft immer nach dem eigenen Körpergeruch aus. Kein Wunder also, dass Parfum schenken immer daneben gehen muss. Eine weitaus bessere Alternative ist da ein Gutschein von My Parfum. Auf dieser Website kann sich jeder mit Hilfe eines Persönlichkeitstests einen Duft zusammenstellen. (via Cooloutfit)

10.) Magazintaschen: Gewisse Stereotype sind dann doch wahr, zum Beispiel wenn es um Taschen und Frauen geht. Bei diesem Geschenktipp vereinigt sich meine Liebe für die tragbaren Schönheiten mit jener für Magazine. Ein Hit! (via Cooloutfit)

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Nov
17
2009
4

Der etwas andere Wien-Reiseführer

Die nächsten zwei Wochen beehren uns komprimiert liebe Leute aus drei Weltmetropolen – New York, Berlin und Schladming. Als Wohnwiener will man seine Stadt immer von der besten Seite zeigen, was an trüben Novembertagen nicht immer so einfach ist. Zwar spielen die Weihnachtsmärkte im Moment in meine Tasche, ich habe aber eine neue Geheimwaffe entdeckt: Den Schrittmacher.

schrittmacher

Dabei handelt es sich um einen Reiseführer in Form vieler kleiner Karten, die immer einen Tagesausflug zu einem bestimmten Thema anbieten.

Die Idee: Schluss mit Schleppen schwerer Reiseführer und die unübersichtliche Zettelwirtschaft in eine praktisch-ansprechende Form übertragen. Herausgekommen ist eine Schatulle mit schönen Städtetouren, die meist ganzjährig und kostengünstig durchzuführen sind. Einfach eine Karte ziehen – und der stinknormale Tag verwandelt sich in ein kleines Abenteuer.

Versehen mit ansprechenden Fotografien und Wörtern wie “Damenwahl”, “Männerrunde”, “Märchenstunde”, “Dorfschönheit” oder “Spurensuche” schicken die Karten selbst Wohnwiener an Plätze, die sie noch nie gesehen haben. Alleine beim Durchblättern hat mich sofort die Lust gepackt, eine Erkundungstour zu machen. So hört sich das bei den Erfindern an:

Themenorientierte Touren entführen in unterschiedlichste Welten und animieren zum Spionieren:
Ob Glamour der High-Society, Meditation bei Buddhisten oder Alltag hinter Gittern – wer sich auf das Spiel einlässt, erlebt Stadt im neuen Zusammenhang. Dass Puppenstuben die Architektur des Barocks veranschaulichen und man sich im Park eines Arbeiterviertels fühlt wie im eleganten Paris sind nur einige Beispiele der überraschenden Kombinationen. Die Auswahl der Orte zeigt exemplarisch das lebendige
Spektrum der Städte, neben Geheimtipps zeigen die Schrittmacher auch unbekannte Aspekte von Klassikern.

Bisher gibt es diesen schlauen Wegweiser bereits für Berlin, Hamburg, München und Wien – er ist ebenfalls für Paris und Barcelona in Planung. Zu bestellen ist er über die Website, sowohl als auch über den Buchhandel mit Angabe der ISBN-Nummer. Je nach Bestellort zahlt man zwischen 10 und 14 Euro, die sich aber voll und ganz lohnen.

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Written by Ronni in: Bewertet | Schlagwörter:, ,
Nov
02
2009
2

Beste Wochenreste: Kreativität von A bis Z

Bevor ich die Monatsmarke des Nichtbloggen überschreite, gibt es die Wochenreste bereits am Montag. Wenn man es genau nimmt, handelt es sich hiermit eher um Oktoberreste, die unter dem großen thematischen Bogen “Kreativität” stehen. Es sind allesamt Dinge, die mir so gut gefallen haben, dass ich sie euch nicht vorenthalten will.

creativityFotocredit: Flickr

Best of Hörbuch
In den vergangenen Jahren sind Hörbücher aus der Kinderecke heraus zu einem wahren Bestseller avanciert. Fans der vertonten Buchstaben, die gleichzeitig mit zu wenig Platz im CD-Regal kämpfen, haben im Netz die Qual der Wahl. Auf Blogpiloten.de gibt es eine gute Zusammenfassung der interessantesten Hörbuch-Websites, die eine Entscheidung erleichtern sollte.

Selfmade-Book
Wer sich statt dem passiven Hör- und Lesegenuss gleich selbst an die Arbeit machen will, der wird mit dem neuesten Spielzeug aus dem Hause Wikipedia seine Freude haben: Mit Hilfe des Buchgenerators kann man sich sein eigenes  Schriftwerk zu jedem Thema aus den Seiten des Web2.0-Nachschlagewerkes zusammenklicken.

Mixtape-Revival
Statt tausend gedruckter Worte spricht die Musik auf Mixtapes alles aus und noch vieles mehr. Auf Norberts Filmvermarktungsblog findet diese wunderschöne, aber leider völlig vergessene Art des etwas anderen Liebesbriefes sein Revival. Findige Filmvermarkter haben sie für einen neuen Film ausgegraben (nein, nicht High Fidelity 2) und ermuntern Websurfer, ihr Mixtape digital zusammenzustellen und zu distribuieren. Fein!

Bewerbung Deluxe
Findig ist auch dieser junge Mann, der sich das Web2.0 für seine Bewerbung so gut zu Nutze gemacht hat, dass man ihn eigentlich nur einstellen kann: Thorsten will als Texter zu Red Bull und geht dafür von München nach Fuschl – zu Fuß. Begleitet wird er von Blog, Twitter und Co. Wer seinen Weg kreuzt, schickte eine Postkarte an Red Bull. Seine Bewerbungswanderung ist zwar schon vorbei, das Ergebnis steht noch aus.

Kreative Ausrede
Grandios beruflich wieder hinausgeredet haben sich Drehbuchschreiber in diesem Video: (via Norbsi)

Kunstvoll nackt
Den etwas anderen Studentenjob hat sich die Hamburger Kunststudentin Verena Issel angelacht. Sie hat zwölf ihrer Mitstudenten für den “Art Boy”-Kalender gewonnen und zwar völlig nackt. Das Grundgerüst sind Posen a la Jungbauer, gemischt mit Kunstgeschichte-Anspielungen. Nicht  Wohnzimmertauglich, aber lustig anzusehen! Mein absoluter Favorit: Mister Januar

januar

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Written by Ronni in: Fundstück | Schlagwörter:, , , , ,
Jul
31
2009
2

Beste Wochenreste: Watch it!

Trotz schönem Wetter gibt es bei mir “Am Hochsitz” diese Woche einen ungewollten TV und Kino-Schwerpunkt. Für die besten Wochenreste habe ich einige audiovisuelle Schmankerln gesammelt, die ich euch schon länger vorenthalte und jetzt endlich aus meinen Fundus hole. Im Web2.0-Sinne alt, aber immer noch gut.

Deadline der etwas anderen Art
Jeder Student und jeder Projektmensch hat sich mit der Dame Deadline bekannt gemacht, ob man per Du oder eher per Sie bleibt, bestimmt die dem eigenen Wesen zu Grunde liegende Arbeitshaltung. Auf alle Fälle jede Menge Arbeit haben sich die Studenten des Savannah College of Art and Design angetan, um dieses Thema via Post-it darzustellen. Sehenswert!

Kirche kabarettistisch
Ein bisschen Zeit dürfte auch der Twitter-Bibelrekord der deutschen evangelischen Kirche in Anspruch genommen haben. Wer sich jetzt wundert, dass ich hier freiwillig etwas Positives zum Thema Glaubensströmungen schreibe, der sollte sich das Werbevideo dazu anschauen. Es ist für Kirchenkommunikation erstaunlich lustig.

Exzellent wienerisch
Im Gegensatz zur Kirche kennt der Wiener im Großen und Ganzen keine Scham. In Form von Stefan Slupetzkys Romanen liest sich das ganz ausgezeichnet. Die Leseempfehlung des besten Herrn Bauer kann ich hier noch einmal weitergeben. Exzellent geschrieben, spannend und echt wienerisch, das sind die Lemming-Krimis. Der erste Band kommt nun bald in die Kinos, ich hoffe das gilt in weiterer Folge auch für den 3. und 4. Band, die mir persönlich am allerbesten gefallen haben. Hier der Trailer:


Sachen zum Lachen

Zum Abschluss noch was fürs Gemüt: Der Standard hat einen Artikel darüber geschrieben, wie Mashable die meist gesehensten YouTube-Videos zu einem Artikel zusammengefasst hat. Hm ja. Der Inhalt ist bestechend einfach und Brachialhumor a la YouTube.  Allen voran zwei dicke Kinder, die sich lächerlich machen, ausreichend bekannt ist auch das dramatische Erdmännchen und der niesende Panda. Was weniger lustig als lässig ist, ist dieser tanzende Herr:

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Written by Ronni in: Fundstück | Schlagwörter:, , , ,
Feb
16
2009
9

Warum Trash gut für uns ist

Ein Plädoyer für den Schund in Film, Fernsehen, Radio und Schrift – inklusive Rechtfertigungsmaterial.

Ich kenne keine Folge von Big Brother, hatte nie das Vergnügen mit “Deutschland sucht den Superstar” oder “Germany’s Next Top Model”, war weder “Verliebt in Berlin” noch bei “Richterin Barbara Salesch” Zaungast. Johannes B. Kerner ist mir völlig fremd und Stefan Raab kenn ich nur durch Thomas Gottschalk. Ich komme aus einem streng kabel- bzw. SATlosen Elternhaus, was meinen Schulfreunden bei Nennung immer einen Mitleidsrunde wert war.

Ich selbst fand mich damals auch sehr arm, habe es aber auch nach acht  Jahren Eigenwohnen nicht über fünf Kanäle (ORF1, ORF2, ORF2NÖ, ATV und PULS4) hinausgeschafft. Vielleicht liegt es genau daran, dass mich der Trash (sei es in audiovisueller oder geschriebener Form) sehr oft magisch in seinen Bann zieht.

“Du hast dich sehr entwickelt!”

Sei es in Freundeshaushalten, wo ich beim gemeinsam-gemütlichem TV-Nachmittag mit begeisterten Voyeurismus durch “Date my Mom”, “SAM”, “Talk, talk, talk” oder wie sie alle heißen zappe, ganz zur Erheiterung der Anwesenden. Ebenso meine Freude über “Austria’s Next Topmodel” auf Puls4: Für die jene alle schwer nachvollziehbar, die bereits in fünfzehn anderen Staffeln die echte Heidi Klum “Du hast dich sehr entwickelt!” haben sagen hören. Oder auch beim Frisör, der sich bemühen muss, zwischen der “Gala”, “Men’s Health” und dem “Wiener” noch meine Haare im Spiegel zu erwischen.

Trash macht uns intelligenter

everything

Immer wenn ich in Gesprächen zum Thema Trash verwickelt bin, muss ich an ein bestimmtes Buch denken. Es ist schon etwas länger her, dass ich (dank Laura) Steven Johnsons Buch “Everything Bad Is Good For You: How Today’s Popular Culture Is Actually Making Us Smarter” gelesen habe. Wikipedia fasst die Quintessenz für mich recht gut zusammen:

Johnson untersucht ältere und jüngere Fernsehsendungen und stellt fest, dass Emergency Room, Seinfeld oder Die Sopranos dem Publikum geistige Höchstleistungen abverlangen – viele Handlungsfäden sind parallel zu verfolgen, miteinander in Beziehung zu setzen und weitverzweigte Verweissysteme zu erschließen. Reality-TV schult soziale Kompetenzen, da es offensiv dazu auffordert, sich mit den Situationen emotional und lösungsorientiert auseinanderzusetzen. „Sogar der Mist ist besser geworden” – mit diesem Fazit rehabilitiert er als vergleichender Beobachter das gescholtene Fernsehprogramm. (Quelle)

Johnson unterlegt seine Theorien mit jeder Menge Forschung und wirkt auch sehr überzeugend. Auch wenn er sich in seinem Buch (neben Videospielen) TV-Serien vornimmt, die bereits Kult-Status erreicht haben und ein eher gebildeteres Publikum (man möge sich zum Beispiel an dem Wort “Bobos” orientieren) anziehen.

Die allwissende Müllhalde

allwissende-mullhalde

via neusite.de

Was ist also die Legitimation für “Bianca – Wege zum Glück” bei deren Seifenopern-Langsamkeit man auch nach einem Monat noch immer frisch in die Handlung einsteigen kann? Oder wenn sich zwei gebildete Frauen einen Langstreckenflug laaaang erheitern können, wer mehr Promi-News auf Lager hat? Oder die Nachricht, dass es jetzt das erste vibrierende Mascara von Lancome gibt?

Eigentlich keine. Außer vielleicht, dass jeder einmal zugeben könnte, sich gerne Trash anzuschauen/lesen, weil man nicht immer hochgeistig sein kann. Und die Sinnentlehrtheit als wunderbare Möglichkeit zu sehen, sein Leben und sich nicht immer allzu ernst zu nehmen…

P.S.: Seit alle ausgezogen sind, sind in meinem Elternhaus (als Einziges in unserer Familie) rund 300 Kanäle zu empfangen.

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Written by Ronni in: Persönlich | Schlagwörter:, ,

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