Jul
16
2010
2

Beste Wochenreste: Liebevoll

Die Liebe ist ein seltsam Spiel, das wusste schon Connie Francis in den 60er-Jahren. Besonders schwierig wird es, wenn bereits eine Umarmung körperlich anstrengend ist – Schuld sind die rund 40 Wiener Grad da draussen. Wie gut, dass es das Internet gibt, denn dort ist Liebe in jeder Form vorhanden und nimmt keinen Einfluss auf die Körpertemperatur.

Gestrickte Liebe
Liebe kann perfekt in einen Schal oder eine Decke eingestrickt sein, wie unsere Großmütter und die eigenen Werkstunden in der Schule vor vielen Jahren zeigten (auch wenn bei letzerem mehr Ärger im Spiel war). Manche Menschen lassen diese Liebe auch der gesamten Öffentlichkeit zu Gute kommen und betätigen sich in “Knitta” oder “knit graffiti”, d.h. gestrickte Graffiti. Die ersten Knitta-Versuche auf der Wiener Schmelzbrücke habe ich hier entdeckt.

Neues Lieblingsbuch?
Mit viel Liebe dürfte auch dieses Projekt voranschreiten: Jessie und Julia von LesMads schreiben an einem Buch über ihre bisherigen drei Jahre als Modebloggerinnen. Es wird im Jänner 2011 erscheinen, gespannt bin ich schon jetzt. Mehr dazu findet ihr hier.

Geliebte User
Über die Macht der User wird ja viel geschrieben, das Internet definiert sich vielerorts nur durch die Teilnahme jedes Einzelnen am Ganzen. Seit es Blogs, aber im besonderen soziale Netzwerke gibt, fürchten sich einige Unternehmen ganz schön vor dem Negativum der Userliebe, dem “Flaming“. Die ÖBB kommt weder auf Twitter, noch auf Facebook besonders gut weg. Wie beim Beispiel Ticketpreiserhöhung darauf reagiert wurde und welche Lehren sich daraus ergeben, liest man am besten auf dem Blog der besten Liechteneckers.

Digitaler Knigge
Respekt kann auch eine Form von Liebe sein, allen Menschen gegenüber im generellen und bei Einzelnen im Besonderen. Das gilt nicht nur im öffentlichen Raum, sondern auch im luftleeren Raum, dem Internet. Unter dem Titel “101 Leitlinien für die digitale Welt” hat die deutsche Telekom den alten Knigge digitalisiert. Und damit wir nicht vergessen, dass auch Oma Respekt gern auf Polster gestickt hat, gibt das ganze im Old-Fashion-Style. (via RupprECHT)

 

Sachen zum “Hach”en
Dieses Video ist ja wirklich bereits rund um die Welt gegangen, aber ich finde, es hat hier auch noch Platz. Als dem Standpunkt als Journalistin würde ich wohl ähnlich reagieren wie die Dame, meine Reputation als seriöse Berichterstatterin ist damit wohl dahin. Ansonsten – süß! (via electru)



Sachen zum “Hach”en2

Wo wir schon dabei sind: Michi von Cooloutfit hat immer die schönsten Fotos und zum heutigen Thema passen sie besonders gut dazu.

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Jul
09
2010
0

Beste Wochenreste: Augenweiden

Was ich in den vergangen zwei Wochen an Schönheit gesehen habe, ist nicht zu überbieten. Meine Schwedenerlebnisse (für die es natürlich eines eigenen Eintrages bedarf) waren tägliche visuelle Wunderheiten. Um mich von dem Fakt abzulenken, dass ich nicht mehr im Norden weile, musste ich mir diese Woche besonders viele visuelle Reize zuführen.

Swimming in the Sky
Auch wenn die Strände in Schweden sich optisch nicht vor denen in der Karibik schämen müssen, bei der Wassertemperatur hapert es ein wenig. Der 492×650 Fuss große Outdoor Swimming Pool des Marina Bay Sands Luxushotels in Singapur dürfte dieses Problem nicht haben. Wahrscheinlich kann man sich dort auch vom Smog freikaufen… (via electru)

Neue Weltsicht
Der Blog Fuck you very much versüßt mir täglich den Tag und beweist einmal mehr die Ausdruckskraft von Bildern. Die Posts bestehen nur aus einem Satz zu einem wirklich ausgezeichneten Foto – und das ist alles was es braucht. Ihre Weltsicht besteht aus jeder Menge Sarkasmus mit Coolness on top, wie man unschwer auch an dem untenstehenden Bild sehen kann. (Außerdem sind die beiden Urheber aus Dänemark, durch das man fährt, wenn man nach Schweden will.)

Gewünschte Manipulation
Die Erfindung des Photoshops war die Geburtsstunde des weiblichen Unzulänglichkeitsgefühls. Wie grandios sich so mancher an diesem Programm vergeht, kann man zum Beispiel täglich auf Photoshop Desasters bewundern. Der Tübinger Fotograf Thomas Wuhrer hingegen erschafft in der Verbindung seines fotografischen Könnens und der digitalen Bildbearbeitung kleine Meisterwerke. (via electru)

Das Ende naht
Hier wurde zwar kein Photoshop, dafür aber jede Menge anderes Special-Effect-Zeugs verwendet: Harry Potter geht in die letzte Runde und weil es so schön ist und viel Geld bringt, wurden daraus zwei Teile gemacht. Nichtsdestrotrotz werde ich mir beide mit Freuden, Freunden, Brille und Popcorn anschauen.

Ausgezeichnete Idee: 31 Tage – 31 Bücher
Meine Leidenschaft für Bücher und Listen ist bekannt, umso mehr freue ich mich, dass ich diese Verbindung in einem österreichischen Blog gefunden habe: Unter dem Titel “31 Tage – 31 Bücher” hat Iwona auf ihrem Blog 31 Menschen aufgerufen, täglich ein Buch unter bestimmten Voraussetzungen zu rezensieren. Absolut lesenswert!

Sachen zum Lachen
Was ein Mann dieser Tage so alles sein muss – sie könnten einem fast leid tun. Eine gute Zusammenfassung aller notwendigen Ingredienzien hat dieser Werbespot vollbracht. Genial! (via Susi)

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Mai
28
2010
4

Beste Wochenreste: Anschauen lohnt sich

Bei mir geht es diese Woche mit Bildern weiter, vielleicht weil ich auch beruflich so auf das Visuelle fixiert bin: Dieser Tage, genauergesagt heute und morgen, geht ein von mir mitorganisiertes Projekt, die Architekturtage 2010 über die Bühne. Bei diesen Tagen der offenen Tür in ganz Österreich kann man sich über spannende Architektur informieren. Wer also für das Wochenende noch nichts vor hat: Anschauen!

Große Bilder
Völlig verständlich, dass ich meinen ersten Beitrag daher mit einem Architekturthema im weitesten Sinne beginne: Die Faszination einer Baustelle erschließt sich mir – im Gegensatz zu so manchen kleinen und großen Buben – nicht (immer). Bei dieser mache ich dann wohl eine Ausnahme: DerStandard hat die Baustelle Wiener Südbahnhof besucht und einen Blick von oben riskiert. Entstanden sind nicht nur spannende Bilder der Riesenbaustelle (mit einer Größe von 109 Hektar so groß wie der Bezirk Josefstadt), sondern auch schöne Aussichten auf Wien.

Die Blogger und ihre Schreibtische
Von den guten Blogs kann man ja nie genug haben – als kleiner Nachtrag zu der Aktion “Ein Herz für Blogs” findet man hier eine anschauliche Liste guter deutscher Blogs. Die Blogbefüller geben Auskunft über ihr Schreiberling-Dasein, Tipps für weitere sehenswerte Sites und zeigen die Schreibtische, an denen alles entsteht. Nice! Auch Lisa hat ein Herz für Blogs gezeigt und interessante österreichische Blogs gefunden. Ich freue mich auch sehr über die Empfehlungen im Rahmen der Aktion hier, hier und hier.

Präsenz von Frauen in Filmen
Welche Stereotypen sich Disney über die Jahrzehnte für Männer herangezüchtet hat, habe ich schon an anderer Stelle einmal erwähnt. Diesmal geht es um die Darstellung von Frauen in Filmen und da schaut die Realität noch düsterer aus. Der Bechdel-Test geht diesem Phänomen mit drei einfachen Fragen auf den Grund:

1. Spielen in dem Film mindestens zwei Frauen mit und haben sie Namen?
2. Sprechen diese Frauen miteinander?
3. Sprechen sie über etwas anderes als Männer?

Wieviele Filme diesen Test nicht bestehen, seht ihr hier (via Spreeblick):

Bauernschlau
Bauernschlau, aber ohne Genierer würde man wohl diesen alten Herrn bezeichnen, der Justin Halpern jetzt zu einem Buch- und einem Serienvertrag verholfen hat. Nachdem der 28-Jährige auf Grund von Lebenswirren zurück zu seinem Vater zog, hielt er die recht heftigen Sprüche seines Vaters via Twitter fest. Vor kurzem erschien dazu ein Buch, der amerikanische Fernsehsender CBS hat schon eine Pilotserie mit William Shatner als “Dad” gedreht. Unter dem Titel “Shit my dad says” finden sich auf Twitter so Schmankerln wie: (via Spreeblick)

Do people your age know how to comb their hair? It looks like two squirrels crawled on their heads and started fucking.

“You worry too much. Eat some bacon… What? No, I got no idea if it’ll make you feel better, I just made too much bacon.”

„YOU, a published writer?..Internet don’t count. Any asshole can throw shit up on there.“

Klugscheißer
Jeder, der in der Informationsbranche arbeitet, kennt diese Menschen und jeder in dieser Branche läuft täglich Gefahr, selbst einer zu sein/werden: Ein Klugscheißer. Was aber nicht heißt, dass ich Wissen nicht wichtig finde. Dieses Buch ist nicht umsonst in meinem Regal, was mich natürlich auch zu einem Klugscheißer macht. Umso wichtiger ist es, sich manchmal auf den Boden zurückzuholen, wie das die famose Band Bonaparte so treffend schafft. (via Sascha)

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Written by Ronni in: Fundstück,Veranstaltung | Schlagwörter:, , ,
Mai
20
2010
3

Heiteres Filmeraten für Fußgänger

Der 7. Bezirk – obwohl schon seit längerem als furchtbarer Bobo-Bezirk verschrien – ist für mich einer der liebsten Bezirke Wiens. Ein großer Teil der kreativen Energie Österreichs versammelt sich hier, was man auch täglich als Fußgänger erleben kann.

Bewegt man sich dieser Tage zum Beispiel von der genialen Idee des offenen Bücherschranks (an der Ecke Westbahnstraße/Zieglergasse) Richtung Burgasse, kann man sich an der Scheibe einer Galerie (?) am heiteren Filmeraten beteiligen. Wer also Post-its in der Tasche hat (ich liebe Post it’s!) kann sich gleich beteiligen.

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Written by Ronni in: Spaziergang | Schlagwörter:,
Aug
19
2009
3

Was Blogger in ihrer Freizeit machen

Die Sonne treibt auch die Web2.0ller aus ihrem gewohnten Indoor-Habitat, so passiert am vergangenen Wochenende am malerischen Wörthersee. Noch besser ist es natürlich, wenn die Einladung eines Unternehmens zu allerlei Besonderheiten nur wegen des puren Daseins als Blogger geschieht.

gttiSo traten fünf Geeks (Judith Denkmayr, Ritchie Pettauer, Helge Fahrnberger, Peter Höflehner und meine Wenigkeit) gegen die besten Vertriebsmitarbeitern von Nokia in einer Art Schnitzeljagd mit Handys an. Wie es sich gehört, war uns der Spitznamen “Die Freaks” bereits von der ersten Stunde an den Hintern geheftet.

Es folgten vier Stationen mit Aufgaben von peinlich über amüsant bis schwierig. Peter verdiente sich seine Sporen als Navigator, Ritchie als Quizmaster, Helge war für Hand-Fuß-Koordination zuständig und Judith für die richtigen Antworten. Als logische Konsequenz aus den verrückten Einfällen meiner BegleiterInnen  gab es den Siegerpokal in Form des brandneue Music Handset inklusive Downloadflatrate für 6 Millionen Songs.

Der krönende Abschluss war sicherlich die absolut präpotent schöne Fahrt zum Abendessen über den Wörthersee mit dem Motorboot bei Sonnenuntergang…Alles in allem ein geniales Wochenende!

Ausführlicher und auch in Bild und Ton berichtet Ritchie auf seinem Blog – auf alle Fälle ansehen! Das unglaublich lustige Video zum Sieg gibt es schon mal hier:

OVI Challenge 2009 from ritchie pettauer on Vimeo.

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Written by Ronni in: Veranstaltung | Schlagwörter:, , , ,
Jul
14
2009
5

Austrias Next Facebook Friend

Die iPhone-Aktion geht dem Ende zu (wieviele von euch atmen erleichtert auf?) und ich mache am Hochsitz wieder Platz für die wirklich interessanten Themen abseits der Daily Geek Show. Zum Beispiel, dass ich am Montag an Austrias Next Facebook Friend (ANFF) teilgenommen hab.

Ins Leben gerufen hat das ein äußerst talentierter wie sympathischer Fotograf mit dem klingenden Namen Daniel Gebhart de Koekkkoek. Ganz im Sinne des Webs hat er seinem 500. Facebook-Freund einen Hausbesuch zugesagt. Mit zielgenauer Nicht-Berechnung hat mich dieser Titel erreicht und Daniel hat Peter und mich im Hause Höfhofer besucht. Was dabei rausgekommen ist, seht ihr hier.

Was ich vielleicht noch anmerken sollte: Nie mehr Model-Verarsche (oder zumindest weniger). Ich bin ja sowas von nicht fotografierwillig und das ist ziemlich schwer, sich von einem Profi inklusive Kamera nicht einschüchtern zu lassen…

eingang

Mit unserem Hauseingang fängt die Serie an, alle weiteren Bilder findet ihr bei Daniel Gebhart.

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Written by Ronni in: Persönlich | Schlagwörter:, , , ,
Apr
10
2009
2

Ein Millionstel New York ganz persönlich

An einem Ausflug in die amerikanische Style-Hauptstadt kommt vom Bobo bis zum Bademeister niemand vorbei. Wie authentisch der Trip zwischen Central Park, Empire State Building und Coney Island ist, hat dabei nicht selten damit zu tun, wie sehr man sich unter die Bevölkerung mischt.

Wer das bei seinem Trip verabsäumt hat, oder einfach nur einen journalistisch wertvollen wie unterhaltsamen Blick auf ein Millionstel der New Yorker Seele werfen will, muss sich unbedingt die Fotostrecken “One in 8 Million” der New York Times ansehen. Jede Woche wird einer der acht Millionen New Yorker mit einem Audio-Interview und wunderschönen Schwarz-Weiß-Bildern portraitiert.

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So schwärmt die Medienlese darüber:

Vom 71-jährigen Apotheker, der sein Geschäft seit 45 Jahren führt, über die Schönheitskönigin mit den guten Noten, die mehrere Fremdsprachen spricht, bis zu Freda Degannes, die eine Operation überlebte, die sie mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent hätte umbringen sollen. Sie alle sprechen bloß von ihrem Alltag: vom Musizieren auf den Straßen New Yorks, von ihren Jobs, den sie seit Jahrzehnten machen. Womöglich wären ihre Geschichten aufgeschrieben gar nicht so kraftvoll. Die Atmosphäre und ihre Stimmen haben einen wesentlichen Anteil daran, dass die alltäglichen Geschichten in den rund zweiminütigen Clips zu etwas ganz Besonderem werden. Nicht zu vergessen, dass die einzigartigen Portraits mit Bildern des preisgekrönten Fotojournalisten Tod Heisler unterlegt sind.

via Medienlese

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Written by Ronni in: Spaziergang | Schlagwörter:, ,
Mrz
31
2009
4

Arbeitsplatz zum Träumen

Eine Anstellung bedingt in den meisten Fällen sich ständig – und das fünf Mal die Woche – auf einem Platz eine gewisse Stundenanzahl lang ruhig zu verhalten und zu arbeiten.

Im Sinne einer gerechten Verteilung der Unternehmensressourcen und dem Zahlen von Personalkosten bleibt für die Ausstattung und Behübschung des zugewiesenen Platzes wenig übrig. Wie man unschwer erkennen kann, bin ich prinzipiell kein Freund von Großraumbüros, obwohl ich als Journalistin bisher in jedem Job damit konfrontiert war und das wahrscheinlich auch weiterhin sein werde. Dabei könnte nicht nur das Gesundheitssystem vom Entfernen durchgesessener Sitzbehelfe, Tischen auf Kniehöhe und verbröselter Tastaturen profitieren. Vielleicht wäre die Wiener Krankenkasse dann nicht pleite – wer weiß? Am besten arbeite ich aber ohnehin dort, wo ich mich wohlfühle und ausbreiten kann – in meinem eigenen kleinen Büro.

Derweil ich davon träume, schau ich mir  “The 10 Most Unusual Places To Set Up Your Office” an. Ich schwanke stark zwischen dem Baumhaus und dem Wohnwagen. Was sagt ihr?

treehousetrailer

via @Greenwood

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Written by Ronni in: Fundstück | Schlagwörter:, ,
Mrz
23
2009
3

Schaufensterbummel

Die Auslagen in Österreich sind ja zum Großteil ausnehmend langweilig. Zum Geldausgeben finde ich dennoch genug und zwischendurch auch Dinge, die sich nicht an mir, sondern im Blog gut machen.

Diese Ausnahme der Langweiligkeitsregel – das Schaufenster eines Juweliers in der Mariahilfer Straße – geht zwar eher als Krisen-PR durch, ist aber trotzdem gut gemacht:
juwelen

Hier geht’s weniger um die Aufmachung, als um den Inhalt. Und dazu drängen sich eigentlich nur diese Fragen auf: Wer? Freiwillig? Warum? und Ernsthaft?

oide

pussy

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Written by Ronni in: Spaziergang | Schlagwörter:, , ,
Mrz
02
2009
0

Berlin to go

Ein Februar-Besuch als Garant für ein besseres Berliner Musikverständnis

Wenn man einen Reiseführer nicht als Empfehlung, sondern als to-do-Liste sieht, geht keine Stadt spurlos an einem vorbei. Ein Paar Schuhe (entsorgt am Flughafen Tegel) später bin ich auch wieder bei Kräften, um meinen Blick auf die bundesdeutsche Hauptstadt kundzutun.

Es mag ja am Wetter gelegen sein, aber mir hat sich der Tenor eines großen Teils der Berliner Musikszene offenbart. Die leichte depressive Grundstimmung gepaart mit intelligentem Witz und jeder Menge Freiheit für alternative Lebensformen kann einfach nur in Musik wie zum Beispiel Element of Crime oder dem Seeed-Frontman Peter Fox gipfeln. Meinen absoluten Berlin-Ohrwürmer (laut singen erregt übrigens auch hier komische Passanten-Blicke):  “Alle vier Minuten” sowie  “Schwarz zu blau” inklusive genialem Video:

Sehenswertes

Schön ist sie nicht, die Stadt Berlin. Sie gibt sich in den verregneten Februarwochen auch nicht wirklich Mühe, einen zu “verzaubern” oder Freunde Urlaub machen zu lassen, wie das immer so schön heißt. Kleine Berliner Sehenswürdigkeiten, wie sie mir gefallen, findet man stattdessen an jeder Ecke:

Essenswertes

Solltet ihr euch einmal unter die Bundesdeutschen mischen, kann ich euch diese Lokale sehr ans Herz legen: Denn ob der Völkervielfalt kann man sich in Stadtteilen wie Mitte, Kreuzberg oder Prenzlauer Berg vorzüglich durch alle Kontinente essen. Einen perfekten Integrationsspagat schafft da zum Beispiel die Rote Harfe in der Oranienstraße in Kreuzberg: Unten den Charme eines alteingessesenen Studentencafes, tritt man im ersten Stock in 1001 Nacht ein. Die Orient Lounge ist von Spitztürmchen über Separees und Falafel bis zur Wasserpfeife für einen gemütlich-stylischen Abend perfekt.

Genau gegegenüber der roten Harfe gibts die schnelle Mittagsversion: Ausgezeichnete biologische Suppen und Einöpfe aus der Gerüchteküche. Auch in der Nähe des Alexanderplatz lässt es sich fix und gut essen: Dolores fabriziert leckere Burritos in allen Farben und Formen. In Schöneberg dagegen geht man am besten ins Cafe Bilder Buch, sitzt auf lässigen alten Sofas wie im Wohnzimmer und lässt sich vegetarisch verwöhnen. Den besten Chai Latte zum Mitnehmen gibt’s in Prenzlauer Berg auf der Kastanienalle im Morning Glory. Würde ich jemals ein Kaffee eröffnen, sollte es genau so ausschauen: Detailverliebt, heimelig und ein bisschen hasenmäßig eingerichtet, mit frischen biologischen Sandwiches und jeden Tag eine andere Suppe. Juten Appetit!

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Written by Ronni in: Spaziergang | Schlagwörter:, , ,

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