Jul
16
2010
2

Beste Wochenreste: Liebevoll

Die Liebe ist ein seltsam Spiel, das wusste schon Connie Francis in den 60er-Jahren. Besonders schwierig wird es, wenn bereits eine Umarmung körperlich anstrengend ist – Schuld sind die rund 40 Wiener Grad da draussen. Wie gut, dass es das Internet gibt, denn dort ist Liebe in jeder Form vorhanden und nimmt keinen Einfluss auf die Körpertemperatur.

Gestrickte Liebe
Liebe kann perfekt in einen Schal oder eine Decke eingestrickt sein, wie unsere Großmütter und die eigenen Werkstunden in der Schule vor vielen Jahren zeigten (auch wenn bei letzerem mehr Ärger im Spiel war). Manche Menschen lassen diese Liebe auch der gesamten Öffentlichkeit zu Gute kommen und betätigen sich in “Knitta” oder “knit graffiti”, d.h. gestrickte Graffiti. Die ersten Knitta-Versuche auf der Wiener Schmelzbrücke habe ich hier entdeckt.

Neues Lieblingsbuch?
Mit viel Liebe dürfte auch dieses Projekt voranschreiten: Jessie und Julia von LesMads schreiben an einem Buch über ihre bisherigen drei Jahre als Modebloggerinnen. Es wird im Jänner 2011 erscheinen, gespannt bin ich schon jetzt. Mehr dazu findet ihr hier.

Geliebte User
Über die Macht der User wird ja viel geschrieben, das Internet definiert sich vielerorts nur durch die Teilnahme jedes Einzelnen am Ganzen. Seit es Blogs, aber im besonderen soziale Netzwerke gibt, fürchten sich einige Unternehmen ganz schön vor dem Negativum der Userliebe, dem “Flaming“. Die ÖBB kommt weder auf Twitter, noch auf Facebook besonders gut weg. Wie beim Beispiel Ticketpreiserhöhung darauf reagiert wurde und welche Lehren sich daraus ergeben, liest man am besten auf dem Blog der besten Liechteneckers.

Digitaler Knigge
Respekt kann auch eine Form von Liebe sein, allen Menschen gegenüber im generellen und bei Einzelnen im Besonderen. Das gilt nicht nur im öffentlichen Raum, sondern auch im luftleeren Raum, dem Internet. Unter dem Titel “101 Leitlinien für die digitale Welt” hat die deutsche Telekom den alten Knigge digitalisiert. Und damit wir nicht vergessen, dass auch Oma Respekt gern auf Polster gestickt hat, gibt das ganze im Old-Fashion-Style. (via RupprECHT)

 

Sachen zum “Hach”en
Dieses Video ist ja wirklich bereits rund um die Welt gegangen, aber ich finde, es hat hier auch noch Platz. Als dem Standpunkt als Journalistin würde ich wohl ähnlich reagieren wie die Dame, meine Reputation als seriöse Berichterstatterin ist damit wohl dahin. Ansonsten – süß! (via electru)



Sachen zum “Hach”en2

Wo wir schon dabei sind: Michi von Cooloutfit hat immer die schönsten Fotos und zum heutigen Thema passen sie besonders gut dazu.

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Written by Ronni in: Fundstück | Schlagwörter:, , , , , , ,
Jul
14
2010
21

Zum Jubiläum gibt’s Geschenke!

Meine Lobeshymne auf Schweden war zugleich mein 100. Blogeintrag und weil nach einem Jahrhundert einmal etwas Neues passieren muss, gibt es hier zum ersten Mal Geschenke für meine Leserinnen (Sorry Männer – beim nächsten Mal).

Foto: Flickr

Ich lese zwar selber leidenschaftlich gerne Modeblogs, bin aber weit weg von “Daily-Outfit”-Posts und Modewochenbloggerei. Umso lustiger, dass das Streetwear-Label Naketano bei mir angeklopft hat, um ihre neue Kollektion vorzustellen.

Konzept “Lieblingsteil
Das seit 2006 bestehende Label versucht nach dem Konzept “Lieblingsteil” Kundinnen anzuwerben:

Für das Naketano Design Team ist die höchste Auszeichnung guten Modedesigns, wenn ein Kleidungsstück zum Lieblingsteil wird. Wenn man andere Teile nur kauft und anzieht, um dieses eine Lieblingsteil damit zu kombinieren. Wer ein Teil am liebsten ständig, überall und zu allem tragen möchte, erteilt dem Designer des Lieblingsteils die höchste Auszeichnung und definiert zugleich den Anspruch, dem Naketano stets bemüht ist, gerecht zu werden.

Nach einem ersten Blick wirkt die Kleidung auch wirklich so: Lässige Streetware aus hochwertigen Materialien (Bambus-Baumwoll-Mischung) die durch nette Farbdetails (es gibt sie nicht nur in blau, wie unten) zu etwas Besonderem wird.

Wer sich selbst von Naketano überzeugen will, hinterlässt hier einfach ein Kommentar – ich habe 20 Gutscheine à 30 € zur Online-Bestellung zu vergeben. (Achtung, die Versandkosten sind dadurch nicht abgedeckt!)

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Written by Ronni in: Geschenke,Persönlich | Schlagwörter:
Jun
11
2010
0

Beste Wochenreste: Bildungsweise

Man lernt nie aus, fürs Leben, immer neues, vieles mehr – ich habe zum Beispiel diese Woche wieder eine Menge an neuen und (meistens) netten Menschen kennengelernt und ebenso gelernt, dass man zwischendurch einfach Pausen machen muss, sonst macht dein Körper das für dich. Und weil ich gerade so im Lernen bin, hier meine bildungsreichen Wochenreste.

Wissen ist nicht gleich Information
Allen Menschen, die sich ob der Informationsfülle im Internet Sorgen um die Bildung der Kinder machen, sei dieses Video zu empfehlen. Dietrich Schwanitz erklärt, warum Wissen nicht gleich Information ist und was es zur Bildung braucht (via Netzpolitik):

Social-Media-Drogen
Wer schon das Internet als schweren Eindringling in das geordnete Leben betrachtet, der versteht Social Media noch weniger. Das effizenteste Rezept gegen die Skepsis vor Twitter, Facebook und ihren Freunden ist der Selbsttest – der unter zwei Monaten aber wenig erfolgreich ist. Die Suchtgefahr für Social Media ist nämlich potenziell sehr hoch, wenn man sich mal darauf einlässt! Welche Social-Media-Droge die geeignetste ist, kann man sich hier in dieser feschen Abbildung genauer zu Gemüte führen (via Indiskretion Ehrensache):

Familiendokumente
Wenn aus einem Blog ein Buch wird, dann bekommt ein Blogger Flügel. Bei Philipp Toledano ist das wohl verdient: Sein wunderschöner Fotoblog, in dem er die letzten Tage mit seinem verwirrten Vater dokumentiert, ist nun als Buch erhältlich und hiermit sehr zu empfehlen (via Spreeblick).

Handbuch
Bücher sind wunderschön, keine Frage. Der Brite Jeremy May hat aus einem Frevel eine Tugend gemacht: Er kreiert aus dicken, alten Schmökern Schmuck der so gut ausschaut, dass damit sogar Büchertötungen rechtgefertigt sind. (via Stilsucht)

Kleine Fehler
Tippfehler und falsche Namensnennungen sind ja leider das täglich Brot eines Printmediums. Es gibt  tatsächlich Leser, die jede neuen Ausgabe als Aufgabe sehen, möglichst viele Journalistenfehler zu finden und diese der Redaktion kundzutun. Platzhalter im Layout gehören auch zum täglich Brot, dass man so einen großen Mal übersieht, ist entweder ziemlich fahrlässig oder gewollt extrem lässig (via PhotoshopDesasters).

Sachen zum (Nicht-)Lachen
Zwar ist der Anlass nicht nur nicht zum Lachen, sondern einfach nur eine Schweinerei, aber dieses Video bringt das Verhalten von BP einfach genial auf den Punkt (via Markus):

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Mai
25
2010
2

Ein Herz für Blogs – Meine Wahl

Nachdem ich ein geniales Pfingstwochenende in Germanien bzw. im schönen Freistaat Bayern verbracht habe, konnte ich diesem Ruf der besten Nachbarn noch weniger widerstehen: Es gibt eine Neuauflage der Aktion ein Herz für Blogs, bei dem am heutigen Tag möglichst jeder Blogger die “Webtagebücher” vorstellen soll, die ihn täglich in seinem Feedreader erfreuen. Meine Wahl kommt alphabetisch nach dem Herz:

Checkfelix

Wer über die berühmt-berüchtigte Wiener Südosttangente Richtung Süden – wie der Name vermuten lässt – fährt, hat vielleicht schon einmal die Werbung für den Reise-Suchmaschinen-Anbieter gesehen, die dort kaum zu übersehen ist. Vielleicht geht es aber auch nur mir so, weil der geschätzte Heinz Grünwald dort gearbeitet hat. (Dass man Firmen am besten mit Gesichtern bzw. Menschen verbindet, wissen ja nicht zuletzt die Werber.) Trotz des Weggangs von Heinz lese ich den Blog von Checkfelix sehr gerne, weil er für Reisesüchtige wie mich immer mit interessanten Tipps aufwartet, wie zum Reise-iPhone-Apps oder Tipps für Städtetrips.

Coco’s Tea Party

Ich weiß nicht mehr, wie ich auf den Blog der britannischen Dame gestoßen bin, aber ich finde ihn einfach großartig. “Coco” beschäftigt sich hier auf hohem Niveau mit der hohen Mode,  verzichtet dabei auf Outfitposts und Selbstdarstellung und schreibt stattdessen sehr erfrischend und professionell über die neuesten Strömungen im schönen Business. Meine Vermutung ist, dass diese Dame bei einer Modezeitschrift angestellt ist, so wie sich mancher Beitrag liest. Was mir am besten gefällt, sind die sonntäglichen Rückblicke (“Hit and Miss of the Week”) auf die Modewoche anhand von Hollywood-Stars. Sie bleibt dabei stets amüsant und beschreibt detailliert, was ihr gefällt und was nicht, gleitet aber nie in Klatsch, Tratsch und Hohn ab wie so manch anderer.

Digirati

Über das “neue” Baby von Georg Holzer habe ich schon an anderer Stelle geschrieben. Aber weil mir seine Morning Briefings wirklich gut gefallen und man einfach merkt, dass er ein Vollbut-Journalist ist, hier nochmals meine Empfehlung: Tech-Nachrichten spannend, unterhaltsam, kurz und bündig zusammengeschrieben.

Isa Trends Blog

Bei folgendem Eintrag hab ich ein bisschen Bauchweh: (Promi-)Journalisten sind schon ein eingebildeter Haufen (nicht nur in Österreich) und das möchte ich eigentlich nicht fördern. Dennoch finde ich so manchen Eintrag auf dem Blog von Isabella Klausnitzer (den sie sich unter anderem mit Gastbeiträgen von Elisabeth Sereda, Guido Tartarotti etc. aufschmückt) sehr amüsant und aufschlussreich. Dort wird oft von Dingen geschrieben, die einem Journalisten zwar passieren, die es aber sicher in kein Medium schaffen, weil sie eher wenig glamourös sind: Zum Beispiel, wenn man ins Hotel gekarrt wird, um den Stars auf Promotion-Tour die ewig gleichen Fragen zu stellen. Platz finden auch die Erfahrungsberichte, wie zum Beispiel jener des österreichischen Designers Andreas Lackner, der in Shanghai als “Modegastarbeiter” auf eine Fashion-Show vorbereitet.

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Apr
09
2010
4

Beste Wochenreste: Männer, Frauen, IT-Journalisten

Nein, ich beginne den Eintrag nicht mit meinem Senf zum iPad, sondern verstecke ihn lieber hinter einem wunderbaren Video mit beruhigender Musik. Möglicherweise sieht die apple-genervte Leserschaft dann darüber hinweg, denn diese Woche sind mir wieder ein paar nette Schmankerln vors Fernrohr gelaufen.

Musiktheorie zum Schwärmen
Für folgendes Video gibt es eine unangefochtene Anschaupflicht! Wenn ich diesen Mann schon zuvor gekannt hätte, hätte ich mir die fünf Jahre Tonsatz sparen können. Er erklärt Musiktheorie nicht nur spannend und einleuchtend, sondern spielt auch noch wahnsinnig schön Klavier. (aus der wunderbaren Spreeblick-Reihe Selbstauslöser)

iPad ja oder nein?
Am iPad ist diese Woche niemand vorbeigekommen, sogar österreichische Journalisten reisen dazu extra nach NY, um sich an der Fifth Avenue am Kaufrausch der Apple-Junger zu ergötzen. Den Kauf eines iPads fällt eindeutig unter die Kategorie “Luxus und sonst nichts”, denn eine wirkliche technische Neuerung – die das Arbeiten in irgendeiner Form erleichtert – ist es ja nicht. Das iPad ersetzt nämlich weder ein Smartphone, ein Netbook oder einen E-Book-Reader. Wer sich ein solches Teil aber dennoch leisten will, aber ein schlechtes Gewissen hat, kann sich ja mit diesem Quiz (nicht) überzeugen lassen. (via Wired)

Journalisten IT-Sprech einmal anders
Apropos Tech-Journalisten: Ich habe selbst schon oft erlebt, dass Journalisten besonders in der IT Texte verfassen, obwohl sie von der Materie meist noch weniger als der gemeine DAU wissen. Auf Mitternachtshacking.de wird diese Kunst auf beste Weise portraitiert:

  • Account geknackt = hat das Passwort erraten (vermutlich der Name des Hundes)
  • Empfehlung = von Heise abgeschrieben
  • Hacker-Opfer = hat sein Passwort auf einer Phishing-Seite eingegeben
  • Hacker-Skandel = der Autor ist drauf reingefallen
  • Internet-Banking = sehr gefährlich. Nur dran denken genügt schon, um ruiniert zu werden.

Männer in Strumpfhosen
Auf eine sehr aufwändige, aber nicht minder lustige Art und Weise machen sich zwei französische Blogger an der Oufitfotografie in Modeblogs lustig. Unter P & P – Le Petite Echo Malade stellen die Herren die Fotos nach – einfach genial! (via bees and ballons)

Sachen zum Lachen
Das Video haben wahrscheinlich schon die meisten von euch gesehen, aber ich finde es immer wieder gut – wahrscheinlich auch, weil ich das ganze Osterwochenende mit meinen Nichten verbracht habe und den Herrn am Lenkrad gut verstehe.

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Mrz
19
2010
0

Beste Wochenreste: An die Arbeit!

Nachdem ich in meinen vergangenen Blogeinträgen nur über Belustigungen des Lebens geschrieben habe, drängt sich jetzt mal wieder die harte Arbeitswelt an die Front. Aber keine Angst, zu ernst wird es nicht.

Arbeitstypen
Ich persönlich liebe ja Persönlichkeitstests, besonders wenn sie einem sagen, was man bereits weiß. Aber Absicherung ist ja bekanntlich immer wichtig, nicht nur im Journalismus. Die Büromöbelfirma bene hat die Verhaltensweisen der sogenannten “Knowledge-Worker” – also jene, die mit Informationen arbeiten” – analysiert und ist auf vier unterschiedliche Arbeitstypen gestoßen: Den Anchor, den Connector, den Gatherer und den Navigator. Welcher seid ihr?

Bloggen ist Arbeit 1
In meinem letzten Beitrag ging es um Modeblogs und ihre Glaubwürdigkeit im Gegensatz zu Journalisten in Modezeitschriften. Diese Woche ist mir dazu gleich noch eine Untermauerung meiner These in den RSS-Reader geschlüpft: Die gesamte Vogue France Redaktion von der Balenciaga-Show auf der Pariser Modewoche ausgeladen. Über den Grund wird viel spekuliert, auf Modepilot.de gibt es eine sehr plausible Antwort: Neben ihrer Arbeit als JournalistInnen beraten die Vogue-Mitarbeiter Modelabels und anscheinend haben die Pariser Edelfedern andere Labels mit Balenciaga-ähnlichen-Vorschlägen versorgt. Was das wirklich Wilde daran ist:

Zwischen 10.000 Euro pro Stunde bis zu 50.000 Euro pro Tag bekommt eine Redakteurin, wenn sie ein Modehaus berät und dann eben mit dem Designer zusammen Kreationen erschafft, die später auf den Seiten der Magazine schön abgelichtet werden und sich dann wie geschnitten Brot verkaufen.

Und dann soll noch jemand sagen, die Modejournalisten wären unabhängig.

Bloggen ist Arbeit 2
Daher wird es wieder Zeit, hier ein bisschen Blogger-Werbung zu machen, wenn auch nicht im Modebereich: Georg Holzer, Techjournalist und (wahrscheinlich) einziger Nicht-BZÖ-Wähler in Kärnten ist mit seinem Projekt Digirati gestartet. Der Tech-Blog bringt auf spannende und unterhaltsame Weise News aus der WWWelt – so meine Meinung, so schreibt Georg darüber:

Was bringt dir digirati?

  • Das Morning Briefing informiert täglich um 08:00 Uhr über die Top 3-Stories aus der Tech-Welt, über die man redet. Plus: Link des Tages, Zahl des Tages etc.
  • In der Rubrik BigIdeas verschenke ich Geschäftmodelle. Wirklich!
  • Interviews, Analysen, Screencasts und noch viel mehr werden noch kommen.
  • Ein Podcast ist auch vorgesehen … die Pressestunde mit Gerald Reischl & Co. wird unter digirati schon bald wieder auferstehen.

Bloggen ist Arbeit 3
Die Webszene in Österreich ist klein, Zahlen und Fakten dazu halten sich daher in Grenzen. In seinem (übrigens empfehlenswerten) Blog zurpolitik.com hat Tom Schaffer das geändert:

Wer bloggt worüber in welchem Rahmen in Österreich? So lautet, stark verkürzt, die Fragestellung, die ich zusammen mit meinem Kollegen Michael Andres als Teilbereich einer Magisterseminararbeit im Wintersemester 2009/2010 beantworten wollte.

Daraus entstanden ist eine sehr interessante Bloggerserie, die man sich als interessierte Social-Media-Nutzer auf alle Fälle durchlesen sollte.

Social-Media-Arbeiter
Die Liechteneckers sind sowohl offline, als auch online ein durch und durch sympathisches Duo. Sie haben viel bis ganz viel Ahnung von dem was sie machen: Firmen im Internet zu repräsentieren im Großen und Ganzen und Social-Media-Marketing im Besonderen. Wie kompetent sie sich im Gegensatz zu vielen anderen diesen Themen annehmen, liest man in dem Interview auf KOMMPress.

Sachen zum Lachen – Google Edition
Was Menschen alles so mit sich machen lassen, ist nicht erst seit dem “Callboy” einer österreichischen Radiosendung weitläufig bekannt. Google arbeitet ja schon seit längerem daran, die Privatsphäre der Menschen zu statistisch verwertbarem Allgemeingut zu machen. Die ZDF Heute-Show hat daher den deutschen Satiriker Martin Sonneborn als “Google Homeview”-Vertreter durch ganz Deutschland geschickt (in Anlehnung an Google Streetview). Und was er da erlebt hat, ist einfach zum Brüllen! (via yuccatree)

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Mrz
10
2010
12

Modeblogs: Die besseren Meinungsbildner?

Ich bin ein großer Fan von Mode und Blogs und umso schöner finde ich die Verbindung dieser beiden. Unzähligen Frauen fotografien sich sich täglich in ihren Outfits, kommentieren Modeschauen oder kreieren ihre eigenen Modevorstellungen.

via Beautyineverything

Hier hat sich neben den allgemeinen Modemagazinen – die einmal im Monat unglaublich aufwändig, aber eben auch nur alle 30/31 Tage erscheinen – eine tolle neue Sparte an Mode”journalismus” entwickelt. Nachdem der Modejournalismus nicht objektiv sein kann, weil hier beurteilt wird, was das Zeug hält, ist ein guter Blogger einem schlechten Modemagazin durchaus überlegen und hat auch schon mal ein paar mehr Kontakte als der angestellte Schreiberling. Ebenso werden die Streetstyles der Blogger in vielen Magazinen bereits neben denen von Models gestellt, zum Beispiel wie bei LesMads. (Bei den Bloggern stehen aber wohlgemerkt keine Stylisten hinter den Outfits.)

Auch die VOGUE muss sich anpassen
Die großen Edel-Magazine haben lange gebraucht zu sehen, dass Ihnen hier ganz schön das Wasser abgegraben wird. Spät aber doch, beschäftigen sie sich mit den Phänomen und machen sogar kostbare Magazin-Seiten dafür locker, wie zum Beispiel Anna Wintour in der Vogue mit einem eigenen Blogger-Shooting.

Auch in den tagesaktuelleren Medien werden die Mädels (und einige Jungs) immer öfter als die Modekenner gefeiert, zum Beispiel hier in der ZEIT (mit jeder Menge guten Linktipps). Auch die um einiges symphatischere VOGUE-Chefin Carine Roitfeld gibt in einem sehr lesenwerten Interview (ebenfalls in der ZEIT) zu, sich auch mit dem Phänomen zu beschäftigen.

“Gelegentlich lese ich Mode-Blogs und staune, was die alles wissen und wie viele Meinungen da zusammenkommen.”

Nur Bilder allein reichen nicht
Seit längerem gibt es die Liste der 99 einflussreichsten Modeblogs, die regelmäßig aktualisiert wiedergibt, was sich im Netz so tut. An erster Stelle steht dabei der allseits bekannte Satoralist. Er macht wunderschöne Bilder von wunderschönen Frauen, meistens auf wunderschönen Straßen der Modemetropolen. Ich finde es nett anzuschauen, aber mir fehlt die Interpretation, das Rundherum, Tipps und spannende Insider-Informationen – das macht meiner Meinung nach einen professionell geführten Blog aus. Wirklich ausgezeichnet setzen das zum Beispiel die deutschen Les Mads um (auf Platz 60 gelistet), die einen sehr journalistischen Ansatz wählen.

Gut sichtbar ist das zum Beispiel gerade bei diesem Video von den Pariser Modewochen, wo LesMads zeigen, wie diese “relaxed” und “coolen” Streetstyle-Bilder wirklich zu Stande kommen. Das schaut schon eher nach Pressebilder-Stress aus:

Österreich steht um nichts nach
Auch in Österreich gibt es tolle Modeblogger, wie zum Beispiel Stylekingdom, Blica oder Cooloutfit. Was mich in letzter Zeit umso mehr noch zusätzlich freut ist, dass sich einige der heimischen Modeblogger in Zeiten der Vernetzheit mit ihren Kolleginnen aus den angrenzenden Ländern zusammengetan haben und ein eigenes Magazin herausgeben. “The Blogettes“, von dem ich an anderer Stelle schon mal berichtet habe, ist ein gut aufgebautet Magazin mit tollen Ideen. Die neue Ausgabe beschäftigt sich auch ausführlich mit dem Phänomen Jung-Blogger, wie es die 13-jährige Tavi  – die von vielen internationalen Labels hofiert wird wie ein Star – vorlebt.

Lustigerweise würde ich mir bei “The Blogettes” wiederum wünschen, dass es davon auch eine gedruckte Form gibt. Denn da bin ich altmodisch: Ein Heft liest sich nur in den eigenen Händen gelegen so richtig gut.

Fazit
Ich bin der Meinung, dass Modeblogger die besseren Meinungsbildner sind, weil sie den Bereich Fashion viel passionierter und frischer betrachten. Natürlich sind auch sie von den Magazinen bzw. der Industrie und ihren Vorgaben selbst geprägt, aber nie so Marken- und Absatzgesteuert wie so die ModejournalistInnen selbst – auch aus dem Wunsch heraus, den großen Unterschied zu machen. Sie leben weniger für das nächste Sample (obwohl sie diese natürlich genausowenig ablehnen), sondern für den Spaß am Schreiben, ihre Liebe der Mode gegenüber und der Reaktionen ihres virtuellen Umfeldes. Auch in Modebereich schafft das Internet so die Möglichkeit, aus dem eigenen Schlafzimmer (inklusive Kasten) heraus mit Stimmengewicht mitzureden.

Wer übrigens eine gute Auflistung der besten weltweit Modeblogs braucht, geht auf Stylekingdom.

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Dez
29
2009
2

Things to watch 2010

Das Jahr neigt sich wirklich schon wieder dem Ende zu. Schlimmerweise habe ich nun auch das Gefühl, dass die 365 Tage mit Hilfe einer gesteigerten Zahl von Lebensjahren immer flotter vorbeirennen. Trotzdem fängt mein Jahr 2010 mit Silvester in Paris bereits grandios an und wird laut meinen Prognosen auch in den nächsten Monaten ausgezeichnet. Folgende Menschen haben sich für 2010 ebenso einiges vorgenommen:

52 Personen in 52 Wochen
Wenn über Facebook, Twitter und Co. (liebevoll) hergezogen wird, dann sind die Anzahl der “Freunde” meist einer der Hauptangriffspunkte. Kein Mensch könne diese Maße an Menschen in Wirklichkeit zu seinem Bekanntenkreis zählen, heißt es. Wohnt man in Österreich bzw. in Wien, schaut die Sache schon etwas anders aus, so meine Erfahrung. Durch die Web2.0-Dienste habe ich in der Bundeshauptstadt eine Vielzahl an spannenden, netten und lustigen Zeitgenossen kennengelernt, von denen einige  auch in meinen echten Freundeskreis übergelaufen sind. Natürlich sind ehrlicherweise nicht alle Menschen auf Twitter und Facebook so interessant, dass man sie treffen will, aber über 80 Prozent bin ich sehr froh und freue mich auch immer, sie zu treffen. Wie man aus diesen spannenden Kontakten  Potential für neue Ideen schöpfen kann, versucht Hannes Offenbacher nun herauszufinden.

Bei Xing stehe ich derzeit bei rund 3800 Kontakten, bei Facebook bei 820 Freunden und bei Twitter 680 Follower. Einmal schnell geschätzt habe ich in dieser Umwelt des Social Webs in der Woche mit rund 30 neuen Gesichtern zu tun. {…} Mal abgesehen von den real bekannten Kontakten, die man beruflich oder privat tatsächlich immer wieder trifft, interessiert mich vor allem eine Gruppe: Die coolen Unbekannten. Man fügt sie einmal hinzu (oder sie tun es), weil man etwas vermutet, das Projekt/ die Firma rasend interessant erscheint, man etwas beim Anblick des (kreativen) Fotos spürt, weil ein Halbsatz im Profil neugierig macht und sie ein einziges Status Update, ein ausgeschriebener Gedanke, sofort sympathisch macht. Verdammt, warum treffen wir diese Leute nicht?

Damit er sich nicht mehr deswegen ärgern muss, hat er ein ehrgeiziges Ziel für das kommende Jahr:

Ab 2010 starte ich einen Selbstversuch. Ich „zwinge“ mich selbst, diese coolen, sympathischen und bis dato nur virtuellen Kontakte in real zu treffen. Auf einen Cafe, ein Glas Wein, ein Frühstück oder zum Lunch. Das ambitionierte Ziel: Jede Woche eine Person. Und: Zusätzlich, einmal im Quartal, gibt es ein größeres Get-together (für noch Unbekannte) in einem Lokal. „Network me“ – so die herzliche Einladung. Ein Netzwerktreffen mit den Kontakten von – mir.

Ich finde das prinzipiell eine gute Idee, die auch Netzkritikern wieder zeigt, dass online nie ohne offline funktionieren kann und viel Zeit im Web noch lange nicht bedeutet, das man über die Monate ein gefühlsgedämpfter Eremit wird. Ganz im Gegenteil: Ich sehe meine Tage und Wochen in der “virtuellen Welt” -  die eigentlich vor zwei Jahren in Wien so richtig begonnen haben – als eine sehr befruchtende und kontaktreiche Zeit an. Ich bin gespannt, wie es Hannes dabei geht. (Fotoquelle: Flickr)

Modeblogger in Magazinform
Über Mode zu Bloggen ist wohl eine der häufigsten Ausdrucksformen von Mädels im Netz und auch ich habe die eine oder andere Modedame in meinem RSS-Feed. Nicht alles ist hundertprozentig qualitätsvoll, aber immer mit  viel Freude am Tun gemacht. Wer sich gern mit Mode beschäftigt und sich nicht nur auf Print-Magazine beschränken will, dem ist das Online-Magazin “The Bloggettes” zu empfehlen. Eine Handvoll Wiener Fashionblogger versucht sich hier an der Darstellungsform Modemagazin und bringt in regelmäßigen Abständen Texte und Fotostrecken zu den schönen Äußerlichkeiten ins Netz.

Banken beobachten
Die Weltwirtschaftskrise, die eigentlich eine Bankenkrise ist, wird uns natürlich auch 2010 noch ausreichend beschäftigen. Das Hauptproblem ist und bleibt ja, dass die Herren Wirtschafter sehr freie Hand beim Schalten und Walten haben und das auch immer erst im Nachhinein bemerkt wird. Die Blogpiloten haben dazu eine Website ausgegraben, die auch für den normalen Web-User einen Überblick über die Banken und ihre Tätigkeiten rund um die Welt gibt.

Wo legt die Deutsche Bank eigentlich Geld an? Wo investiert die Citygroup? Und wo landen die paar Euro, die du bei der Santanderbank angelegt hast? Eine Frage, die trotz der Finanzkrise kaum jemand beantworten kann. Doch damit macht die Seite banksecrets.org jetzt Schluss: Hier ist fein säuberlich nachzulesen, in welchen schäbigen Geschäften vielleicht auch deine Hausbank ihre Finger hat.

Bevor man sich also visionär für die nächsten Jahrzehnte etwas Ansparen will, kann man nun diese Website besuchen. Leider sind dort bisher aber noch keine österreichischen Banken versammelt, vielleicht wird das ja noch mit der Zeit erweitert. (Fotoquelle Flickr)

Garantiert zum Lachen auch 2010
Zum Abschluss des Jahres noch ein Video zur FPÖ-BZÖ-FPK-Geschichte, die schon an sich völlig lächerlich ist, aber nochmals sehr lustig auf YouTube persifliert wird. Das Leben des Brian ist halt immer ein Hit. (via Helge)

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Written by Ronni in: Fundstück | Schlagwörter:, , , ,
Dez
22
2009
1

Last Minute Weihnachtsgeschenktipps

Das gute Internetz mit seinen feschen Shops hat mich dieses Jahr in ganz besonderem Maße vom Weihnachtstrubel fern gehalten. Umso entspannter habe ich daher die Geschenkempfehlungslawine auf diversen Blogs und Websites  am mir vorbeidonnern lassen. Die besten zehn (in keiner besonderen Reihung) seien hier nun für die späten Vögel 2009 und die frühen Flieger 2010 (Weihnachten kommt ja immer wieder) aufgelistet.

Geschenke für den Geek von Welt

1.) Tweetnotebook: Eigentlich in sich eine Unmöglichkeit, einen Web2.0-Dienst mit so etwas Altmodischem wie einem Notizbuch zu verbinden. Das Tweetnotebook setzt auf stolze Besitzer eines Twitteraccounts, die sich per computergeneriertem Auswahlverfahren ihre besten Tweets seit Beginn auf die Seiten eines Notizbuchs drucken lassen. Ein perfektes Geschenk für Fans von Moleskine, in feschem Design.

2.) Des iPhones-Handschuhe: Die iPhone-Gegner lachen sich ins warme Fäustchen, wenn die Besitzer dieser äußerst praktischen tragbaren Telefonzellen sich bei MinusMinusgraden aus ihren Handschuhen schälen müssen. Ja, das iPhone lässt sich nur mit nackter Haut steuern (Hmpf). Wer Mitleid mit iPhone-Besitzern im Winter hat, schenkt Etry Touchy Gloves. (via Spreeblick)

3.) Multifunktionstouchpad: Ich gebe es zu, als Kind wollte ich immer eines dieser Zeichendinger (wie auch immer sie heißen) haben und bin auch bei meinen Nichten noch immer voller künstlerischer Begeisterung. Umso freudiger ist mir diese kleine Geschenkidee in die Augen gesprungen: Für die kleine Kritzelpause zwischendurch oder die schnelle Notiz nebenbei, das Scratch-n-Scroll-Mousepad. (via Spreeblick)

4.) Nackte Technik: Nach dem ArtBoy-Kalender zeigen sich auch Geeks und Geeketten von ihrer unbekleideten Seite. 12 britische Frauen und Männer aus der Webszene haben sich für den guten Zweck teilweise nur mit MacBooks und Co. bekleidet ablichten lassen. Wie genau das aussieht, weiß zum Beispiel der Guardian. (via Ingrid)

5.) Stylisch laden: In einem Haushalt mit wesentlich mehr als 2 tragbaren Geräten gehört der  Kampf um den besten Liegeplatz an der Steckdose zum Alltag. Wer den Hausfrieden schnell und einfach wieder herstellen will, greift zum Beispiel zur Chargebox. (via Spreeblick)

Accessoires für Bücherfreunde
6.) Bücherturm:
Nicht nur Tierliebhaber, sondern auch Bücherfreunde haben die Möglichkeit, ihre Freizeitliebe besonders augenfreundlich auszustatten. Wer seine toten Bäume nur mehr stapelweise anfindet, dürfte mit dem feschen Bücherturm seine besondere Freude haben. (via Spreeblick)

7.) Liegende Leseratten: Was gibt es Schöneres, als einen ganzen Tag lesend im Bett zu verknotzen? Die “Leselotte” sorgt dafür, dass man sein wertes Genick dabei nicht zu sehr verdreht und auch beim Lesen eine gute Figur macht.

Körpernahes

8.) Kunstvolle Spucke: Unsere DNA ist einmalig und kann gleichzeitig auch kunstvoll arangiert werden. Eine Wiener Firma schlüsselt anhand eines Abstriches des jeweiligen DNA-Code auf und druckt ihn als Gemälde zur allgemeinen Bewunderung. Was sich etwas komisch anhört, sieht eigentlich ganz fesch aus. (© fotolia.de / arquiplay77)

9.) Persönlichkeitsparfum: Meiner Meinung nach gibt es nichts Schwierigeres, als für jemanden ein Parfüm zu kaufen und trotzdem greifen so viele Leute zu Weihnachten immer wieder in dieses Fettnäpfchen. Ich weiß nicht mehr, wo ich das gelesen habe, aber man sucht sich angeblich seinen Duft immer nach dem eigenen Körpergeruch aus. Kein Wunder also, dass Parfum schenken immer daneben gehen muss. Eine weitaus bessere Alternative ist da ein Gutschein von My Parfum. Auf dieser Website kann sich jeder mit Hilfe eines Persönlichkeitstests einen Duft zusammenstellen. (via Cooloutfit)

10.) Magazintaschen: Gewisse Stereotype sind dann doch wahr, zum Beispiel wenn es um Taschen und Frauen geht. Bei diesem Geschenktipp vereinigt sich meine Liebe für die tragbaren Schönheiten mit jener für Magazine. Ein Hit! (via Cooloutfit)

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Mrz
23
2009
3

Schaufensterbummel

Die Auslagen in Österreich sind ja zum Großteil ausnehmend langweilig. Zum Geldausgeben finde ich dennoch genug und zwischendurch auch Dinge, die sich nicht an mir, sondern im Blog gut machen.

Diese Ausnahme der Langweiligkeitsregel – das Schaufenster eines Juweliers in der Mariahilfer Straße – geht zwar eher als Krisen-PR durch, ist aber trotzdem gut gemacht:
juwelen

Hier geht’s weniger um die Aufmachung, als um den Inhalt. Und dazu drängen sich eigentlich nur diese Fragen auf: Wer? Freiwillig? Warum? und Ernsthaft?

oide

pussy

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Written by Ronni in: Spaziergang | Schlagwörter:, , ,

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