Mrz
10
2010
4

Modeblogs: Die besseren Meinungsbildner?

Ich bin ein großer Fan von Mode und Blogs und umso schöner finde ich die Verbindung dieser beiden. Unzähligen Frauen fotografien sich sich täglich in ihren Outfits, kommentieren Modeschauen oder kreieren ihre eigenen Modevorstellungen.

via Beautyineverything

Hier hat sich neben den allgemeinen Modemagazinen – die einmal im Monat unglaublich aufwändig, aber eben auch nur alle 30/31 Tage erscheinen – eine tolle neue Sparte an Mode”journalismus” entwickelt. Nachdem der Modejournalismus nicht objektiv sein kann, weil hier beurteilt wird, was das Zeug hält, ist ein guter Blogger einem schlechten Modemagazin durchaus überlegen und hat auch schon mal ein paar mehr Kontakte als der angestellte Schreiberling. Ebenso werden die Streetstyles der Blogger in vielen Magazinen bereits neben denen von Models gestellt, zum Beispiel wie bei LesMads. (Bei den Bloggern stehen aber wohlgemerkt keine Stylisten hinter den Outfits.)

Auch die VOGUE muss sich anpassen
Die großen Edel-Magazine haben lange gebraucht zu sehen, dass Ihnen hier ganz schön das Wasser abgegraben wird. Spät aber doch, beschäftigen sie sich mit den Phänomen und machen sogar kostbare Magazin-Seiten dafür locker, wie zum Beispiel Anna Wintour in der Vogue mit einem eigenen Blogger-Shooting.

Auch in den tagesaktuelleren Medien werden die Mädels (und einige Jungs) immer öfter als die Modekenner gefeiert, zum Beispiel hier in der ZEIT (mit jeder Menge guten Linktipps). Auch die um einiges symphatischere VOGUE-Chefin Carine Roitfeld gibt in einem sehr lesenwerten Interview (ebenfalls in der ZEIT) zu, sich auch mit dem Phänomen zu beschäftigen.

“Gelegentlich lese ich Mode-Blogs und staune, was die alles wissen und wie viele Meinungen da zusammenkommen.”

Nur Bilder allein reichen nicht
Seit längerem gibt es die Liste der 99 einflussreichsten Modeblogs, die regelmäßig aktualisiert wiedergibt, was sich im Netz so tut. An erster Stelle steht dabei der allseits bekannte Satoralist. Er macht wunderschöne Bilder von wunderschönen Frauen, meistens auf wunderschönen Straßen der Modemetropolen. Ich finde es nett anzuschauen, aber mir fehlt die Interpretation, das Rundherum, Tipps und spannende Insider-Informationen – das macht meiner Meinung nach einen professionell geführten Blog aus. Wirklich ausgezeichnet setzen das zum Beispiel die deutschen Les Mads um (auf Platz 60 gelistet), die einen sehr journalistischen Ansatz wählen.

Gut sichtbar ist das zum Beispiel gerade bei diesem Video von den Pariser Modewochen, wo LesMads zeigen, wie diese “relaxed” und “coolen” Streetstyle-Bilder wirklich zu Stande kommen. Das schaut schon eher nach Pressebilder-Stress aus:

Österreich steht um nichts nach
Auch in Österreich gibt es tolle Modeblogger, wie zum Beispiel Stylekingdom, Blica oder Cooloutfit. Was mich in letzter Zeit umso mehr noch zusätzlich freut ist, dass sich einige der heimischen Modeblogger in Zeiten der Vernetzheit mit ihren Kolleginnen aus den angrenzenden Ländern zusammengetan haben und ein eigenes Magazin herausgeben. “The Blogettes“, von dem ich an anderer Stelle schon mal berichtet habe, ist ein gut aufgebautet Magazin mit tollen Ideen. Die neue Ausgabe beschäftigt sich auch ausführlich mit dem Phänomen Jung-Blogger, wie es die 13-jährige Tavi  – die von vielen internationalen Labels hofiert wird wie ein Star – vorlebt.

Lustigerweise würde ich mir bei “The Blogettes” wiederum wünschen, dass es davon auch eine gedruckte Form gibt. Denn da bin ich altmodisch: Ein Heft liest sich nur in den eigenen Händen gelegen so richtig gut.

Fazit
Ich bin der Meinung, dass Modeblogger die besseren Meinungsbildner sind, weil sie den Bereich Fashion viel passionierter und frischer betrachten. Natürlich sind auch sie von den Magazinen bzw. der Industrie und ihren Vorgaben selbst geprägt, aber nie so Marken- und Absatzgesteuert wie so die ModejournalistInnen selbst – auch aus dem Wunsch heraus, den großen Unterschied zu machen. Sie leben weniger für das nächste Sample (obwohl sie diese natürlich genausowenig ablehnen), sondern für den Spaß am Schreiben, ihre Liebe der Mode gegenüber und der Reaktionen ihres virtuellen Umfeldes. Auch in Modebereich schafft das Internet so die Möglichkeit, aus dem eigenen Schlafzimmer (inklusive Kasten) heraus mit Stimmengewicht mitzureden.

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Written by Ronni in: Bewertet | Schlagwörter:, ,
Dez
29
2009
2

Things to watch 2010

Das Jahr neigt sich wirklich schon wieder dem Ende zu. Schlimmerweise habe ich nun auch das Gefühl, dass die 365 Tage mit Hilfe einer gesteigerten Zahl von Lebensjahren immer flotter vorbeirennen. Trotzdem fängt mein Jahr 2010 mit Silvester in Paris bereits grandios an und wird laut meinen Prognosen auch in den nächsten Monaten ausgezeichnet. Folgende Menschen haben sich für 2010 ebenso einiges vorgenommen:

52 Personen in 52 Wochen
Wenn über Facebook, Twitter und Co. (liebevoll) hergezogen wird, dann sind die Anzahl der “Freunde” meist einer der Hauptangriffspunkte. Kein Mensch könne diese Maße an Menschen in Wirklichkeit zu seinem Bekanntenkreis zählen, heißt es. Wohnt man in Österreich bzw. in Wien, schaut die Sache schon etwas anders aus, so meine Erfahrung. Durch die Web2.0-Dienste habe ich in der Bundeshauptstadt eine Vielzahl an spannenden, netten und lustigen Zeitgenossen kennengelernt, von denen einige  auch in meinen echten Freundeskreis übergelaufen sind. Natürlich sind ehrlicherweise nicht alle Menschen auf Twitter und Facebook so interessant, dass man sie treffen will, aber über 80 Prozent bin ich sehr froh und freue mich auch immer, sie zu treffen. Wie man aus diesen spannenden Kontakten  Potential für neue Ideen schöpfen kann, versucht Hannes Offenbacher nun herauszufinden.

Bei Xing stehe ich derzeit bei rund 3800 Kontakten, bei Facebook bei 820 Freunden und bei Twitter 680 Follower. Einmal schnell geschätzt habe ich in dieser Umwelt des Social Webs in der Woche mit rund 30 neuen Gesichtern zu tun. {…} Mal abgesehen von den real bekannten Kontakten, die man beruflich oder privat tatsächlich immer wieder trifft, interessiert mich vor allem eine Gruppe: Die coolen Unbekannten. Man fügt sie einmal hinzu (oder sie tun es), weil man etwas vermutet, das Projekt/ die Firma rasend interessant erscheint, man etwas beim Anblick des (kreativen) Fotos spürt, weil ein Halbsatz im Profil neugierig macht und sie ein einziges Status Update, ein ausgeschriebener Gedanke, sofort sympathisch macht. Verdammt, warum treffen wir diese Leute nicht?

Damit er sich nicht mehr deswegen ärgern muss, hat er ein ehrgeiziges Ziel für das kommende Jahr:

Ab 2010 starte ich einen Selbstversuch. Ich „zwinge“ mich selbst, diese coolen, sympathischen und bis dato nur virtuellen Kontakte in real zu treffen. Auf einen Cafe, ein Glas Wein, ein Frühstück oder zum Lunch. Das ambitionierte Ziel: Jede Woche eine Person. Und: Zusätzlich, einmal im Quartal, gibt es ein größeres Get-together (für noch Unbekannte) in einem Lokal. „Network me“ – so die herzliche Einladung. Ein Netzwerktreffen mit den Kontakten von – mir.

Ich finde das prinzipiell eine gute Idee, die auch Netzkritikern wieder zeigt, dass online nie ohne offline funktionieren kann und viel Zeit im Web noch lange nicht bedeutet, das man über die Monate ein gefühlsgedämpfter Eremit wird. Ganz im Gegenteil: Ich sehe meine Tage und Wochen in der “virtuellen Welt” -  die eigentlich vor zwei Jahren in Wien so richtig begonnen haben – als eine sehr befruchtende und kontaktreiche Zeit an. Ich bin gespannt, wie es Hannes dabei geht. (Fotoquelle: Flickr)

Modeblogger in Magazinform
Über Mode zu Bloggen ist wohl eine der häufigsten Ausdrucksformen von Mädels im Netz und auch ich habe die eine oder andere Modedame in meinem RSS-Feed. Nicht alles ist hundertprozentig qualitätsvoll, aber immer mit  viel Freude am Tun gemacht. Wer sich gern mit Mode beschäftigt und sich nicht nur auf Print-Magazine beschränken will, dem ist das Online-Magazin “The Bloggettes” zu empfehlen. Eine Handvoll Wiener Fashionblogger versucht sich hier an der Darstellungsform Modemagazin und bringt in regelmäßigen Abständen Texte und Fotostrecken zu den schönen Äußerlichkeiten ins Netz.

Banken beobachten
Die Weltwirtschaftskrise, die eigentlich eine Bankenkrise ist, wird uns natürlich auch 2010 noch ausreichend beschäftigen. Das Hauptproblem ist und bleibt ja, dass die Herren Wirtschafter sehr freie Hand beim Schalten und Walten haben und das auch immer erst im Nachhinein bemerkt wird. Die Blogpiloten haben dazu eine Website ausgegraben, die auch für den normalen Web-User einen Überblick über die Banken und ihre Tätigkeiten rund um die Welt gibt.

Wo legt die Deutsche Bank eigentlich Geld an? Wo investiert die Citygroup? Und wo landen die paar Euro, die du bei der Santanderbank angelegt hast? Eine Frage, die trotz der Finanzkrise kaum jemand beantworten kann. Doch damit macht die Seite banksecrets.org jetzt Schluss: Hier ist fein säuberlich nachzulesen, in welchen schäbigen Geschäften vielleicht auch deine Hausbank ihre Finger hat.

Bevor man sich also visionär für die nächsten Jahrzehnte etwas Ansparen will, kann man nun diese Website besuchen. Leider sind dort bisher aber noch keine österreichischen Banken versammelt, vielleicht wird das ja noch mit der Zeit erweitert. (Fotoquelle Flickr)

Garantiert zum Lachen auch 2010
Zum Abschluss des Jahres noch ein Video zur FPÖ-BZÖ-FPK-Geschichte, die schon an sich völlig lächerlich ist, aber nochmals sehr lustig auf YouTube persifliert wird. Das Leben des Brian ist halt immer ein Hit. (via Helge)

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Written by Ronni in: Fundstück | Schlagwörter:, , , ,
Dez
22
2009
3

Last Minute Weihnachtsgeschenktipps

Das gute Internetz mit seinen feschen Shops hat mich dieses Jahr in ganz besonderem Maße vom Weihnachtstrubel fern gehalten. Umso entspannter habe ich daher die Geschenkempfehlungslawine auf diversen Blogs und Websites  am mir vorbeidonnern lassen. Die besten zehn (in keiner besonderen Reihung) seien hier nun für die späten Vögel 2009 und die frühen Flieger 2010 (Weihnachten kommt ja immer wieder) aufgelistet.

Geschenke für den Geek von Welt

1.) Tweetnotebook: Eigentlich in sich eine Unmöglichkeit, einen Web2.0-Dienst mit so etwas Altmodischem wie einem Notizbuch zu verbinden. Das Tweetnotebook setzt auf stolze Besitzer eines Twitteraccounts, die sich per computergeneriertem Auswahlverfahren ihre besten Tweets seit Beginn auf die Seiten eines Notizbuchs drucken lassen. Ein perfektes Geschenk für Fans von Moleskine, in feschem Design.

2.) Des iPhones-Handschuhe: Die iPhone-Gegner lachen sich ins warme Fäustchen, wenn die Besitzer dieser äußerst praktischen tragbaren Telefonzellen sich bei MinusMinusgraden aus ihren Handschuhen schälen müssen. Ja, das iPhone lässt sich nur mit nackter Haut steuern (Hmpf). Wer Mitleid mit iPhone-Besitzern im Winter hat, schenkt Etry Touchy Gloves. (via Spreeblick)

3.) Multifunktionstouchpad: Ich gebe es zu, als Kind wollte ich immer eines dieser Zeichendinger (wie auch immer sie heißen) haben und bin auch bei meinen Nichten noch immer voller künstlerischer Begeisterung. Umso freudiger ist mir diese kleine Geschenkidee in die Augen gesprungen: Für die kleine Kritzelpause zwischendurch oder die schnelle Notiz nebenbei, das Scratch-n-Scroll-Mousepad. (via Spreeblick)

4.) Nackte Technik: Nach dem ArtBoy-Kalender zeigen sich auch Geeks und Geeketten von ihrer unbekleideten Seite. 12 britische Frauen und Männer aus der Webszene haben sich für den guten Zweck teilweise nur mit MacBooks und Co. bekleidet ablichten lassen. Wie genau das aussieht, weiß zum Beispiel der Guardian. (via Ingrid)

5.) Stylisch laden: In einem Haushalt mit wesentlich mehr als 2 tragbaren Geräten gehört der  Kampf um den besten Liegeplatz an der Steckdose zum Alltag. Wer den Hausfrieden schnell und einfach wieder herstellen will, greift zum Beispiel zur Chargebox. (via Spreeblick)

Accessoires für Bücherfreunde
6.) Bücherturm:
Nicht nur Tierliebhaber, sondern auch Bücherfreunde haben die Möglichkeit, ihre Freizeitliebe besonders augenfreundlich auszustatten. Wer seine toten Bäume nur mehr stapelweise anfindet, dürfte mit dem feschen Bücherturm seine besondere Freude haben. (via Spreeblick)

7.) Liegende Leseratten: Was gibt es Schöneres, als einen ganzen Tag lesend im Bett zu verknotzen? Die “Leselotte” sorgt dafür, dass man sein wertes Genick dabei nicht zu sehr verdreht und auch beim Lesen eine gute Figur macht.

Körpernahes

8.) Kunstvolle Spucke: Unsere DNA ist einmalig und kann gleichzeitig auch kunstvoll arangiert werden. Eine Wiener Firma schlüsselt anhand eines Abstriches des jeweiligen DNA-Code auf und druckt ihn als Gemälde zur allgemeinen Bewunderung. Was sich etwas komisch anhört, sieht eigentlich ganz fesch aus. (© fotolia.de / arquiplay77)

9.) Persönlichkeitsparfum: Meiner Meinung nach gibt es nichts Schwierigeres, als für jemanden ein Parfüm zu kaufen und trotzdem greifen so viele Leute zu Weihnachten immer wieder in dieses Fettnäpfchen. Ich weiß nicht mehr, wo ich das gelesen habe, aber man sucht sich angeblich seinen Duft immer nach dem eigenen Körpergeruch aus. Kein Wunder also, dass Parfum schenken immer daneben gehen muss. Eine weitaus bessere Alternative ist da ein Gutschein von My Parfum. Auf dieser Website kann sich jeder mit Hilfe eines Persönlichkeitstests einen Duft zusammenstellen. (via Cooloutfit)

10.) Magazintaschen: Gewisse Stereotype sind dann doch wahr, zum Beispiel wenn es um Taschen und Frauen geht. Bei diesem Geschenktipp vereinigt sich meine Liebe für die tragbaren Schönheiten mit jener für Magazine. Ein Hit! (via Cooloutfit)

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Mrz
23
2009
3

Schaufensterbummel

Die Auslagen in Österreich sind ja zum Großteil ausnehmend langweilig. Zum Geldausgeben finde ich dennoch genug und zwischendurch auch Dinge, die sich nicht an mir, sondern im Blog gut machen.

Diese Ausnahme der Langweiligkeitsregel – das Schaufenster eines Juweliers in der Mariahilfer Straße – geht zwar eher als Krisen-PR durch, ist aber trotzdem gut gemacht:
juwelen

Hier geht’s weniger um die Aufmachung, als um den Inhalt. Und dazu drängen sich eigentlich nur diese Fragen auf: Wer? Freiwillig? Warum? und Ernsthaft?

oide

pussy

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Written by Ronni in: Spaziergang | Schlagwörter:, , ,
Feb
23
2009
2

“The Kluminator” rettet die New Yorker Fashion Week

Wer ob des Endes der New Yorker Fashion Week noch trauert, dem sei hiermit ein kleines Aufmunterungsvideo mitgegeben.

Heidi Klum “Kluminator” und Coco Rocha “Sassy Superhero” schwärmen aus, um die heiligen Zelte  vor dem gescheiterten Designer “Dr. Faux Pas” zu retten. Ziemlich dumm und ziemlich lustig! Anbei die erste Folge von “Spikedheel”, alle anderen plus Trailer sind hier zu finden.

via Coco Rocha

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Written by Ronni in: Fundstück | Schlagwörter:, ,

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