Jul
23
2010
2

Beste Wochenreste: Kopflastig

Zurzeit ist das Radfahren in Wien sehr angenehm, weil zirka Dreiviertel aller Autofahrer ihre Vehikel auf Urlaub eingeladen haben. Wer also nicht (mehr) verreist in diesem Sommer, kann sich ja mit mir gemeisam auf eine Reise im Kopf begeben.

Ein Museum als Zuhause
Manche Museen möchte man einfach nie verlassen – so geht es  mir zumindest immer bei einem Besuch in der Pinakothek der Moderne in München. Wer sich im “Museum of Science and Industry” in Chicago besonders wohlfühlt, kann sich jetzt für einen ganzen Monat einquartieren:

We’re looking for someone to take on a once-in-a-lifetime assignment: spend a Month at the Museum, to live and breathe science 24/7 for 30 days. From October 20 to November 18, 2010, this person’s mission will be to experience all the fun and education that fits in this historic 14-acre building, living here full-time and reporting your findings to the outside world.

Hört sich ziemlich lässig an, oder? Zudem gibt es für den glücklichen Außerwählten auch noch 10.000 Dollar Preisgeld und jeder Menge “tech gadgets”. Himmlisch! (via Max)

Traumhaus
Als Kind konnte ich gar nicht genug von Lego bekommen, mein Zimmer war wochenlang ein einziges Legoland. So weit wie diese Damen und Herren bin ich aber nie gekommen – ein Traum! (via Heinz)

Musikalische Weltreise
Mein Urlaub ist ja leider schon wieder vorbei, daher spricht mich Melas “Musikalische Weltreise” wahrscheinlich umso mehr an: Auf ihrem Blog hat sie Oden an besonders schöne Städte gesammelt.

Unter die Haut
Es gibt Musikfreaks von jeder Sorte, zum Beispiel auch jene, die sich Musik nicht nur in Form von Gänsehaut unter die Haut gehen lassen. Unter dem Titel “Lyrical Tattoos” findet man auf Flickr Peckerl, der musikinspirierten Sorte. (via Spreeblick)

Nostalgische Visitenkarten
Bei mir sind die Visitenkarten nur marginal durch ein Gummiband zusammengehalten und damit geordnet. Ich kenne aber auch Menschen, die ganze Ordner angelegt haben und sich bei den Menschen hinter den Kärtchen lehrbuch-mäßig in regelmäßigen Abständen ins Gedächnis rufen. Von der anderen Seite ist das Stefan Mey angegangen und sich nostalgisch an die Visitenkartenbesitzer und ihre Geschichten dahinter erinnert. Absolut lesenswert! (Bild via Flickr)

Heißer Freitag
Heute soll ja der heißeste Tag der Woche sein. Es gibt wahrscheinlich nur wenige, die bei diesen Temperaturen kein Hirn aus Mus bekommen. Sich hitzefrei zu geben bzw. den Arbeitsfreitag ein bisschen zu verkürzen ist dabei nur mehr als verständlich, völlig anders sieht das aber Medienmogul Rupert Murdoch nach dem KLICK (via Armin Wolf)

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Apr
23
2010
1

Beste Wochenreste: Heiter abgeschlossen

Die vergangenen zwei anstrengenden Wochen betteln förmlich nach einem versöhnlichen Abschluss durch Spiel, Spaß und Musik. Und genau das gibt es nach dem Doppelpunkt:

Vier Akkorde braucht der Mensch
Es ist ja ein offenes Geheimnis, dass wirklich populäre Musik theoretisch äußerst einfach gestrickt ist. Die Kunst ist es, diese dazu benötigten wenigen Töne in die exakt richtige Reihenfolge zu bringen, gut auszuschauen und einen beinharten Promotion-Hai zu engagieren. Dass der Erfolg rein aus musikalischer Sicht nur ganze vier Akkorden braucht, zeigt diese Dreier-Combo sehr anschaulich:

Hau die Wurst

Was in Österreich als Online-Werbung vermarktet wird, schlittert oft an der Schmerzgrenze entlang oder direkt darüber. Umso besser, wenn sie richtig gut funktioniert und zudem so schön über die österreichische Prominenz (die schon an sich ein Gustostückerl ist) herzieht. Gelungen ist das dem Wursthersteller Trünkel, der unter www.wuerstelstand.net ein Online-Spiel ins Leben gerufen hat. Da kann man sich die Zeit vertreiben, indem man die High Society des Alpenlandes mit Würstel füttert oder sie damit bewirft (ich hab’s ausprobiert, es geht!). Die typischen Kommentare der jeweiligen Person dürfen natürlich nicht fehlen. (Via Heinz)

Social Media zum Lachen
Social Media ist wichtig und wird immer wichtiger, keine Frage. Bei einem so jungen Betätigungsfeld bleiben aber die selbsternannten Gurus inklusive ihrer anschaulichsten Grafiken nicht aus. Was genau sie einem da verkaufen, wird folgend äußerst amüsant wiedergegeben (via Meral):

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Apr
09
2010
4

Beste Wochenreste: Männer, Frauen, IT-Journalisten

Nein, ich beginne den Eintrag nicht mit meinem Senf zum iPad, sondern verstecke ihn lieber hinter einem wunderbaren Video mit beruhigender Musik. Möglicherweise sieht die apple-genervte Leserschaft dann darüber hinweg, denn diese Woche sind mir wieder ein paar nette Schmankerln vors Fernrohr gelaufen.

Musiktheorie zum Schwärmen
Für folgendes Video gibt es eine unangefochtene Anschaupflicht! Wenn ich diesen Mann schon zuvor gekannt hätte, hätte ich mir die fünf Jahre Tonsatz sparen können. Er erklärt Musiktheorie nicht nur spannend und einleuchtend, sondern spielt auch noch wahnsinnig schön Klavier. (aus der wunderbaren Spreeblick-Reihe Selbstauslöser)

iPad ja oder nein?
Am iPad ist diese Woche niemand vorbeigekommen, sogar österreichische Journalisten reisen dazu extra nach NY, um sich an der Fifth Avenue am Kaufrausch der Apple-Junger zu ergötzen. Den Kauf eines iPads fällt eindeutig unter die Kategorie “Luxus und sonst nichts”, denn eine wirkliche technische Neuerung – die das Arbeiten in irgendeiner Form erleichtert – ist es ja nicht. Das iPad ersetzt nämlich weder ein Smartphone, ein Netbook oder einen E-Book-Reader. Wer sich ein solches Teil aber dennoch leisten will, aber ein schlechtes Gewissen hat, kann sich ja mit diesem Quiz (nicht) überzeugen lassen. (via Wired)

Journalisten IT-Sprech einmal anders
Apropos Tech-Journalisten: Ich habe selbst schon oft erlebt, dass Journalisten besonders in der IT Texte verfassen, obwohl sie von der Materie meist noch weniger als der gemeine DAU wissen. Auf Mitternachtshacking.de wird diese Kunst auf beste Weise portraitiert:

  • Account geknackt = hat das Passwort erraten (vermutlich der Name des Hundes)
  • Empfehlung = von Heise abgeschrieben
  • Hacker-Opfer = hat sein Passwort auf einer Phishing-Seite eingegeben
  • Hacker-Skandel = der Autor ist drauf reingefallen
  • Internet-Banking = sehr gefährlich. Nur dran denken genügt schon, um ruiniert zu werden.

Männer in Strumpfhosen
Auf eine sehr aufwändige, aber nicht minder lustige Art und Weise machen sich zwei französische Blogger an der Oufitfotografie in Modeblogs lustig. Unter P & P – Le Petite Echo Malade stellen die Herren die Fotos nach – einfach genial! (via bees and ballons)

Sachen zum Lachen
Das Video haben wahrscheinlich schon die meisten von euch gesehen, aber ich finde es immer wieder gut – wahrscheinlich auch, weil ich das ganze Osterwochenende mit meinen Nichten verbracht habe und den Herrn am Lenkrad gut verstehe.

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Mrz
26
2010
3

Beste Wochenreste: Ausgezeichnete Musikvideos

Obwohl mir die Sprache das wichtigste Gut ist, sammeln sich in letzter Zeit wieder einmal Videos in Hülle und Fülle. Heute stehen sie fast zu 100 Prozent im Zeichen der Musik, was hoffentlich Anlaß zur Freude gibt.

Am Anfang steht aber kurz noch das geschriebene Wort, wohl aber im richtigen Zusammenhang: Dem Erfolg von YouTube geht Wired zum 5. Geburtstag der Videoplattform in einem sehr interessanten Artikel zu Grunde. Sie finden fünf Geheimnisse, die YouTube zu dem machen, was es ist.

Chatroulette rulez!
Über das neueste Liebkind der Internet-Community – Chatroulette – habe ich bereits an anderer Stelle geschrieben, jetzt bevölkern nicht nur Hollywood-Stars und Perverse diesen Kanal, nein, auch coole Stand-up-Musiker nutzen ihn. Angefangen hat alles mit Merton, dem Piano-Chat-Improvisateur, der zu jedem Gesicht auf einen Song dichtete (via Spreeblick):

Der amerikanische Sänger Ben Folds hat sich ihn zum Vorbild genommen und bei einem Konzert die Kamera ausgepackt, einfach genial!

Kunstvideo
Die Genialität der alten Maler hat sich die Band “Hold your Horses” zu Nutze gemacht und in ihr Musik-Video zu “70 Million” im Live-Action-Painting-Stil gedreht. Unglaublich detailreich und ein reiner Augenschmaus (Achtung, wer keine Männer in Kleidern mag, sollte gefasst sein). Zu sehen: Alles von Rembrandt über Frida Kahlo bis Andy Warhol (via sueholzer):

Serienreif
Titellieder von Serien sind der Eintrittspfad zum Erfolg, sie müssen mitreißend sein, Ohrwurmqualität haben und natürlich leicht erkennbar sein. Viele Bands haben damit (und natürlich auch mit Werbeuntermalung) ihren Durchbruch geschafft. Vielleicht passt das ja auch für den Herrn Frederik, der sich diese in einem TV-Song-Medley in zweifacher Ausführung ausgezeichnet zu Nutze macht. (via Electru)

Werbung einmal anders
Apropos Werbeuntermalung: TV-Spots für Tampons und Binden sind unerträglich, das erkennen anscheinend jetzt auch Hersteller. Der US-Konzern Kotex (der Name ist ein Wahnsinn, ich weiß) nimmt seine eigenen Kampagnen der vergangenen Jahre aufs Korn und macht einen Werbespot, mit dem sich wohl jede Frau eher identifizieren kann, als mit weißgekleideten tanzenden Menschen (via ZEIT-Sexblog):

Die “Sachen zum Lachen” fallen heute aus, hoffe aber es gab davor genug Erheiterung…

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Nov
02
2009
0

Beste Wochenreste: Kreativität von A bis Z

Bevor ich die Monatsmarke des Nichtbloggen überschreite, gibt es die Wochenreste bereits am Montag. Wenn man es genau nimmt, handelt es sich hiermit eher um Oktoberreste, die unter dem großen thematischen Bogen “Kreativität” stehen. Es sind allesamt Dinge, die mir so gut gefallen haben, dass ich sie euch nicht vorenthalten will.

creativityFotocredit: Flickr

Best of Hörbuch
In den vergangenen Jahren sind Hörbücher aus der Kinderecke heraus zu einem wahren Bestseller avanciert. Fans der vertonten Buchstaben, die gleichzeitig mit zu wenig Platz im CD-Regal kämpfen, haben im Netz die Qual der Wahl. Auf Blogpiloten.de gibt es eine gute Zusammenfassung der interessantesten Hörbuch-Websites, die eine Entscheidung erleichtern sollte.

Selfmade-Book
Wer sich statt dem passiven Hör- und Lesegenuss gleich selbst an die Arbeit machen will, der wird mit dem neuesten Spielzeug aus dem Hause Wikipedia seine Freude haben: Mit Hilfe des Buchgenerators kann man sich sein eigenes  Schriftwerk zu jedem Thema aus den Seiten des Web2.0-Nachschlagewerkes zusammenklicken.

Mixtape-Revival
Statt tausend gedruckter Worte spricht die Musik auf Mixtapes alles aus und noch vieles mehr. Auf Norberts Filmvermarktungsblog findet diese wunderschöne, aber leider völlig vergessene Art des etwas anderen Liebesbriefes sein Revival. Findige Filmvermarkter haben sie für einen neuen Film ausgegraben (nein, nicht High Fidelity 2) und ermuntern Websurfer, ihr Mixtape digital zusammenzustellen und zu distribuieren. Fein!

Bewerbung Deluxe
Findig ist auch dieser junge Mann, der sich das Web2.0 für seine Bewerbung so gut zu Nutze gemacht hat, dass man ihn eigentlich nur einstellen kann: Thorsten will als Texter zu Red Bull und geht dafür von München nach Fuschl – zu Fuß. Begleitet wird er von Blog, Twitter und Co. Wer seinen Weg kreuzt, schickte eine Postkarte an Red Bull. Seine Bewerbungswanderung ist zwar schon vorbei, das Ergebnis steht noch aus.

Kreative Ausrede
Grandios beruflich wieder hinausgeredet haben sich Drehbuchschreiber in diesem Video: (via Norbsi)

Kunstvoll nackt
Den etwas anderen Studentenjob hat sich die Hamburger Kunststudentin Verena Issel angelacht. Sie hat zwölf ihrer Mitstudenten für den “Art Boy”-Kalender gewonnen und zwar völlig nackt. Das Grundgerüst sind Posen a la Jungbauer, gemischt mit Kunstgeschichte-Anspielungen. Nicht  Wohnzimmertauglich, aber lustig anzusehen! Mein absoluter Favorit: Mister Januar

januar

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Sep
04
2009
0

Beste Wochenreste: Zwischen Krise, Seifenoper und Science-Fiction

Ich hab’s getan, ich geb es zu: Ein iPhone ist meins und ich liebe es! Ob E-Mail und RSS-Feeds lesen, Bookmarken, Facebooken oder Twittern, meine digitalen Lieblingsbeschäftigungen gehen jetzt überall und jederzeit rutschend leicht von der Hand. Wahrscheinlich ist es die Mischung aus Arbeitserleichterung und Zeitverschwendungswerkzeugen, die das iPhone für mich so spannend macht. Der heutige Blogbeitrag ist ganz in diesem Sinne gestaltet.

Generation Krise, Generation Praktikum oder Generation Internet
Als Jungspund im Medienbetrieb ist man es gewohnt, schief angeschaut zu werden. Nicht nur rangieren Journalisten im untersten Beliebtheitssektor der Bevölkerung, sie beweisen sich ihre nicht vorhandenen Umgangsformen auch noch untereinander. Ähnlich ergeht es auch meiner Generation, die einmal mehr ihren Ruf als degenerierte Stubenhocker nicht los wird. Umso schöner ist, wenn der österreichische Blogger Tom Schaffer zur Ehrenrettung einen wirklich guten Artikel über unsere Generation schreibt:

Die Wirtschaft hinterlässt man uns in Scherben, das Klima zerstört, während die Ressourcen am Rand ihrer Kapazität sind. Die Gesellschaft haben die alten Generationen zur Ellbogenarena gemacht, in der die Menschen gegeneinander so aufgehetzt sind, dass sie den Wert eines gewissen Maßes an Kollektivität und der Solidarität erst wieder entdecken müssen. Die Wikipedia an sich weist auf die Bedeutung dieser Werte hin. Sie ist übrigens vor allem unsere beispiellose Leistung – die der kritisierten Generation.

Diese Alten, für die wir noch bezahlen müssen, was wir selbst angeblich nicht mehr bekommen sollen: Soziale Netze, staatliche Pensionen, sichere Arbeitsplätze. Wir flüchten in Praktika um keine Verantwortung übernehmen zu müssen? Glaubt ihr, un- oder schlecht bezahlte Arbeit suchen wir uns aus, weil das so toll ist? Wir jagen durch die Studien, die uns die Alten kaputtgespart haben und nebenher sammeln wir Berufserfahrung, weil du ohne Eifer und Berufserfahrung mit 25 der Legende nach fast schon unvermittelbar bist.

Es stimmt schon. Viele sind nicht sicher, was genau sie in der Welt machen wollen. Logisch, denn nichts erscheint sicher und nachhaltig, alles austauschbar. Wir wissen, dass wir uns wohl mehrmals im Leben umstellen werden müssen. Flüchten wir vor der Verantwortung, wie die Süddeutsche sagt, oder wir freunden uns mit dem an, was uns unweigerlich erwartet und machen für uns das Beste daraus?

Das Leben ist eine Seifenoper
Am vergangenen Wochenende ging es zu Ikea und was sich da oft für Pärchendramen abspielen, wäre wahrlich Stoff genug für ganze Jahrzehnte an Seifenopern. Findige Menschen haben sich das zum Auftrag genommen und heimlich in einem IKEA im amerikanischen Burbank ihre eigene Version von “Reich und Schön” gedreht.  (via Andreas Klinger)

Natürlich gibt es das wirklich!
Klarerweise ebenfalls aus den US of A kommt dieser verrückte Tipp, von den Spreeblick-Leuten empfohlen: Sci-fi Wire hat eine Karte der wichtigsten Plätze in den Vereinigten Staaten zusammengestellt, die man sich als echter Science Fiction-Fan nicht entgehen lassen sollte. Mit dabei Doc Browns Haus in Zurück in die Zukunft, Deckards Appartement in Blade oder das Hauptquartier der Ghost Busters.

TravelKirk

Sachen zum Lachen
Das Prinzip “volle Kontrolle” haben sich  die Marketing-Heinzis hinter diesem genialen Werbespot von Loewe zu Herzen genommen. Die Einsatzmöglichkeiten sind unendlich, vom Neujahrskonzert bis hin zu den Straßen- und Volksmusikanten mit ihrer Instrumentenquälerei. Aber seht selbst:

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Jul
02
2009
3

Play That Funky Music White Boy!

Das iPhone ist eine vorzügliche Zeitverschwendungsmaschine – noch nie waren freie Minuten, Stunden, Tage und U-Bahnfahrten so kurz. Mit der richtigen Hintergrundmusik wird es dann so richtig beschwingt. Deswegen geht es im heutigen Eintrag rein um die schöne Muse.

Apple-Shop Eigenheim
Bezüglich PC schwimme ich schon immer mit der Microsoft-Masse, bei meiner Musik vertraue ich aber Miele-gleich seit vielen Jahren Apple. Dass wir im eigenen Heim unbewusst einen Apple-Shop führen, ist uns aber auch erst mit der Mobileblogger-Testaktion aufgefallen.  Wie viele Apple-Geräte nach einer Nachdenk- und Suchphase in einem Zwei-Geek-Haushalt auftauchen, ist nicht mehr normal:  Zwei iPod-Shuffle, zwei iPod Nano, ein iPod Touch, zwei Docking-Stations und zweimal Anschlusskabel für die Stereoanlage. Für die Zeit von drei Wochen kommen jetzt auch noch zwei iPhones dazu.

CIMG5434Was in dieser Hinsicht tröstlich ist: Wenn ich das Gerät nach der Testphase zurückgeben muss, wird der Schmerz durch das Apple-Museum Klanggasse sicher gelindert werden. Die Musikabhörfunktion im iPhone unterscheidet sich natürlich nicht (blöd wäre Apple) von jener in den iPods. Außer natürlich, dass ich mich jetzt ENDLICH nicht mehr entscheiden muss, welche Lieder der Stereophonics ich meinem Ohr täglich zuführe. Ich lage einfach alle sieben Alben auf die feschen 16 GB Speicherplatz. Was beim iPhone auch beim Thema Musik den großen Unterschied macht, sind die Applikationen oder Anwendungen. Da hat der App-Store auch wieder einige Schmankerl aufzuweisen:

Shazaam
IMG_0064Nachdem ich den etwas kruden Ehrgeiz habe, jedes Lied, dass aus Kaffeehauslautsprechern, Autoradios und TV-Spots erklingt, sofort mit Titel und Band einordnen zu müssen, ist das eindeutig meine Lieblingsapplikation. Auch meine Freunde freuen sich sicherlich, weil ich ein Gespräch jetzt nicht mehr mittem im Satz beende und mir verzweifelt das Gehirn zermartere, wie denn dieser Song nun wieder heißt. Des Rätsels Lösung: Shazaam! Dabei handelt es sich um einen Musikidentifikationsdienst, der einmal an den Lautsprecher gehalten rund acht Millionen Lieder erkennt und diese Information mit dem iPhone-Nutzer teilt. Genial! Meine bisherigen Tests ergeben: Von der Populärkultur bei FM4 bis zu alten Hadern wie Chopin findet Shazaam die Urheber spielend, nur bei Naked Lunch mit jeder Menge Hintergrundgeräusche am Donauinselfest musste mein Sesam-öffne-dich-Dienst leider passen.

Deezer
Reiht sich in die geniale Applikationen-Reihe gleich neben Shazaam ein und beendet ein weiteres Dilemma: Das der Überdrüssigkeit. Er eignet sich am besten, wenn man seine Lieblingsalben bereits bis zum Erbrechen gehört hat, aber weder selbverliebten Musikkritikern noch überforderten Saturn-Lehrlingen glauben schenken will. Die Lösung ist das Deezer “Smart Radio”: Man gebe z. B. (zur Abwechslung) “Stereophonics” ein und das schlaue Programmchen spielt dann Musik, die den Stereophonics ähnlich ist. Der ein oder andere Ausreißer mag dabei sein, aber prinizipiell funktioniert das sehr gut. Daneben verfügt die Applikation auch über einen ganz normalen Musikabhördienst. Wer also gerade Lust auf ein spezielles Lied hat und es nicht per iPod parat hat, wird bei Deezer fündig (Solange es sich nicht um osttibetanische Morgengebetsgesänge handelt, würde ich einmal sagen).

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Radio
IMG_0071Altmodisch, aber auch weiterhin praktisch sind Radio-Applikationen am iPhone: Besonders dann, wenn Herr Radiokollege Gratzer in der FM4-Morningshow assistiert und ich schon aus dem Haus muss. Genau dann begleitet mich der FM4-Livestream auch in der U-Bahn. Die gleichen Anwendungen gibt es meines Wissens auch für diverse österreichische Radiostationen ( Ö3, Radio Superfly, Radio Energy etc.) sowie ihre deutschen und englischen Pendants.

Pink und Nine Inch Nails
Auf den iPhone-Hype springen natürlich auch die Marketingheinzis der Stars auf: Im App-Store finden sich  Anwendungen von Pink und den Nine Inch Nails (NIN). Trent Reznor hat sich am meisten Mühe gegeben, in der Applikation gibt es nicht nur die neuesten Nachrichten rund um die Band, sondern auch jede Menge Musik, You-Tube-Videos der Konzerten, Fotos und wirklich schöne Wallpaper zum Download. Außerdem kann man in den umliegenden 50 Kilometern nach NIN-Fans via Twitter-Einbindung  suchen. Weitaus weniger spannend ist da die Pink-App:Musik anhören geht ohne glühende Kreditkarten schon einmal gar nicht, auch die Videos enden bereits nach 30 Sekunden. Klickt man auf den Nachrichten-Stream, wird man sofort aus dem Programm geschmissen. Selbst die Interviews lassen zu wünschen übrig: Welches Eis Pinks Lieblingssorte ist, hat mich gar noch nie interessiert.

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Jun
29
2009
2

Fieldtrip Donauinselfest

Nerdig vor dem App-Store abhängen, das kann man mit dem iPhone sehr wohl vortrefflich. Nicht umsonst bin ich bereits zum Installateur von mindestens 15 verschiedenen Anwendungen mutiert. Wie sich das Gerät in freier Wildbahn so anstellt, konnte ich beim Donauinselfest Wochenende austesten.

Twitterific und Worldview
Das Wetter ist ja neuerdings eine ziemlich launische Angelegenheit. Obwohl nasse Füße und schön viel Dreck wie das Frühstücksbier einfach zu Festivals gehören, kommt dennoch manchmal der Wunsch nach adäquater Besohlung (Gummistiefel oder Sandalen?) auf. Dafür gibt es gleich zwei Apps: Praktisch ist die Anwendung  “Worldview” mit der man Webcams rund um die Welt finden kann. Die Donauinsel ist davon aber leider noch sehr unberührt, abgesehen von dem Betonblick unten – gut für Datenschützer und FKK-Freunde, schlecht für meine Gummistiefel-or-not-Frage. Durchaus naheliegender ist da natürlich Twitter über die Anwendung Twitterific. Mit der Stichwortsuche finden sich leicht Zwitschernde, die vor Ort bereitwillig und unbefangen Auskunft über Boden- und Wetterverhältnisse erteilen.

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Quando und Google Maps
Auch bei der Beförderungsfrage kann das iPhone helfen: Mit den Öffis leitet Quando übersichtlich an den Zielort, etwas gefährlicher im Handling kann man es mit Google Maps am Fahrrad haben. Wer eine Ein-Arm-ein-Auge-Technik für das Handy parat hat, kann sich in wilder Fahrt hinlotsen lassen. Auf der Website des Donauinselfest finden sich dann direkt vor Ort Karte und Programm – zum ersten Mal kein Glanzauftritt des iPhones. Dafür kann es aber hier relativ wenig, mit PDFs und einem großflächigen Suchprogramm ist die Seite in erster Linie für das Bedienen in Heim und Hof vor dem PC gedacht.

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Facebook
Weitaus hilfreicher ist das iPhone da beim Netzwerken. Wer kann von sich schon behaupten, am nächsten Tag noch alle Menschen mit vollem Namen zu kennen, die man am Abend getroffen hat? Wenn man sie im Gespräch gleichzeitig auf Facebook added, kein Problem (Achtung: Das ist bereits fortgeschrittene Nerdness und wird möglicherweise nicht von jedem mit gleichem Enthusiasmus aufgenommen.).

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Kamera
Enttäuschend ist die Performance meines neuen Begleiters was Fotos und Videos angeht: Im Gegensatz zu meinem wirklich nur mit Basics ausgestatteten Nokia-Handy fehlen hier sowohl Zoom-Funktion als auch Blitz und auch die Videos sind alles andere als wohltönend. Insgesamt ist die Qualität etwas besser als auf meinem alten Handy – aber wenn ich mir schon so ein State-of-the-Art-Teil kaufe (das im freien Handel abseits von Tarifverträgen das fünffache kostet), will ich, dass es auch Fotos so gut wie eine normale Digitalkamera macht. Wer schöne Erinnerungen an ein Konzert haben will, sollte daher entweder völlig auf jegliche Gadgets verzichten und sich auf sein Gedächtnis verlassen, oder belastet sein Kreuz mit einer gescheiten Kamera.

Video von Naked Lunch “Town Full of Dogs”

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Fazit des Tages
Als Westentaschen-PC reduziert das iPhone die Kommunikation mit Menschen, die zwar für Auskünfte da sind, aber wegen Unfreundlichkeit unfragbar sind (Ordner, Kellner, Veranstalter, Polizisten, U-Bahnbedienstete). Gleichzeitig wird die Kommunikation mit angenehmen Zeitgenossen (Freunden, Twitterern, völlig Fremden) maximiert.

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Apr
16
2009
4

Neue Ohren für Musiklabel-Mitarbeiter: Demo Disaster

Musiklabels sind wirklich arm. Sie leiden unter dem bösen Internetz und dass die  Leutchen verdammt nochmal ihr Geld nicht in handfeste Scheiben investieren. Wenn das Mitleid für diese Feststellungen noch auf sich warten läßt, so kann ich bei dem folgenden Webtipp schon eher mitleiden.

Ein Indie-Label hat sich entschlossen, alle zugeschickten Demos online unter dem Namen “Mind Melting Demo Desasters” online zu stellen. Der Name spricht für sich, denn das Ergebnis ist eine erschreckende Kummulation an selbsternannten “Hits”. Sie legen die Annahme nahe, dass musikalisches Untalent damit beginnt, dass man seine Fähigkeiten bis zum Ansatz total überschätzt (Wie zum Beispiel dieser Herr oder dieser). Schmerzhaft und lustig zugleich, am besten einfach durchhören!

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via Spreeblick; Foto: Flickr

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Mrz
02
2009
0

Berlin to go

Ein Februar-Besuch als Garant für ein besseres Berliner Musikverständnis

Wenn man einen Reiseführer nicht als Empfehlung, sondern als to-do-Liste sieht, geht keine Stadt spurlos an einem vorbei. Ein Paar Schuhe (entsorgt am Flughafen Tegel) später bin ich auch wieder bei Kräften, um meinen Blick auf die bundesdeutsche Hauptstadt kundzutun.

Es mag ja am Wetter gelegen sein, aber mir hat sich der Tenor eines großen Teils der Berliner Musikszene offenbart. Die leichte depressive Grundstimmung gepaart mit intelligentem Witz und jeder Menge Freiheit für alternative Lebensformen kann einfach nur in Musik wie zum Beispiel Element of Crime oder dem Seeed-Frontman Peter Fox gipfeln. Meinen absoluten Berlin-Ohrwürmer (laut singen erregt übrigens auch hier komische Passanten-Blicke):  “Alle vier Minuten” sowie  “Schwarz zu blau” inklusive genialem Video:

Sehenswertes

Schön ist sie nicht, die Stadt Berlin. Sie gibt sich in den verregneten Februarwochen auch nicht wirklich Mühe, einen zu “verzaubern” oder Freunde Urlaub machen zu lassen, wie das immer so schön heißt. Kleine Berliner Sehenswürdigkeiten, wie sie mir gefallen, findet man stattdessen an jeder Ecke:

Essenswertes

Solltet ihr euch einmal unter die Bundesdeutschen mischen, kann ich euch diese Lokale sehr ans Herz legen: Denn ob der Völkervielfalt kann man sich in Stadtteilen wie Mitte, Kreuzberg oder Prenzlauer Berg vorzüglich durch alle Kontinente essen. Einen perfekten Integrationsspagat schafft da zum Beispiel die Rote Harfe in der Oranienstraße in Kreuzberg: Unten den Charme eines alteingessesenen Studentencafes, tritt man im ersten Stock in 1001 Nacht ein. Die Orient Lounge ist von Spitztürmchen über Separees und Falafel bis zur Wasserpfeife für einen gemütlich-stylischen Abend perfekt.

Genau gegegenüber der roten Harfe gibts die schnelle Mittagsversion: Ausgezeichnete biologische Suppen und Einöpfe aus der Gerüchteküche. Auch in der Nähe des Alexanderplatz lässt es sich fix und gut essen: Dolores fabriziert leckere Burritos in allen Farben und Formen. In Schöneberg dagegen geht man am besten ins Cafe Bilder Buch, sitzt auf lässigen alten Sofas wie im Wohnzimmer und lässt sich vegetarisch verwöhnen. Den besten Chai Latte zum Mitnehmen gibt’s in Prenzlauer Berg auf der Kastanienalle im Morning Glory. Würde ich jemals ein Kaffee eröffnen, sollte es genau so ausschauen: Detailverliebt, heimelig und ein bisschen hasenmäßig eingerichtet, mit frischen biologischen Sandwiches und jeden Tag eine andere Suppe. Juten Appetit!

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Written by Ronni in: Spaziergang | Schlagwörter:, , ,

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