Mai
25
2010
2

Ein Herz für Blogs – Meine Wahl

Nachdem ich ein geniales Pfingstwochenende in Germanien bzw. im schönen Freistaat Bayern verbracht habe, konnte ich diesem Ruf der besten Nachbarn noch weniger widerstehen: Es gibt eine Neuauflage der Aktion ein Herz für Blogs, bei dem am heutigen Tag möglichst jeder Blogger die “Webtagebücher” vorstellen soll, die ihn täglich in seinem Feedreader erfreuen. Meine Wahl kommt alphabetisch nach dem Herz:

Checkfelix

Wer über die berühmt-berüchtigte Wiener Südosttangente Richtung Süden – wie der Name vermuten lässt – fährt, hat vielleicht schon einmal die Werbung für den Reise-Suchmaschinen-Anbieter gesehen, die dort kaum zu übersehen ist. Vielleicht geht es aber auch nur mir so, weil der geschätzte Heinz Grünwald dort gearbeitet hat. (Dass man Firmen am besten mit Gesichtern bzw. Menschen verbindet, wissen ja nicht zuletzt die Werber.) Trotz des Weggangs von Heinz lese ich den Blog von Checkfelix sehr gerne, weil er für Reisesüchtige wie mich immer mit interessanten Tipps aufwartet, wie zum Reise-iPhone-Apps oder Tipps für Städtetrips.

Coco’s Tea Party

Ich weiß nicht mehr, wie ich auf den Blog der britannischen Dame gestoßen bin, aber ich finde ihn einfach großartig. “Coco” beschäftigt sich hier auf hohem Niveau mit der hohen Mode,  verzichtet dabei auf Outfitposts und Selbstdarstellung und schreibt stattdessen sehr erfrischend und professionell über die neuesten Strömungen im schönen Business. Meine Vermutung ist, dass diese Dame bei einer Modezeitschrift angestellt ist, so wie sich mancher Beitrag liest. Was mir am besten gefällt, sind die sonntäglichen Rückblicke (“Hit and Miss of the Week”) auf die Modewoche anhand von Hollywood-Stars. Sie bleibt dabei stets amüsant und beschreibt detailliert, was ihr gefällt und was nicht, gleitet aber nie in Klatsch, Tratsch und Hohn ab wie so manch anderer.

Digirati

Über das “neue” Baby von Georg Holzer habe ich schon an anderer Stelle geschrieben. Aber weil mir seine Morning Briefings wirklich gut gefallen und man einfach merkt, dass er ein Vollbut-Journalist ist, hier nochmals meine Empfehlung: Tech-Nachrichten spannend, unterhaltsam, kurz und bündig zusammengeschrieben.

Isa Trends Blog

Bei folgendem Eintrag hab ich ein bisschen Bauchweh: (Promi-)Journalisten sind schon ein eingebildeter Haufen (nicht nur in Österreich) und das möchte ich eigentlich nicht fördern. Dennoch finde ich so manchen Eintrag auf dem Blog von Isabella Klausnitzer (den sie sich unter anderem mit Gastbeiträgen von Elisabeth Sereda, Guido Tartarotti etc. aufschmückt) sehr amüsant und aufschlussreich. Dort wird oft von Dingen geschrieben, die einem Journalisten zwar passieren, die es aber sicher in kein Medium schaffen, weil sie eher wenig glamourös sind: Zum Beispiel, wenn man ins Hotel gekarrt wird, um den Stars auf Promotion-Tour die ewig gleichen Fragen zu stellen. Platz finden auch die Erfahrungsberichte, wie zum Beispiel jener des österreichischen Designers Andreas Lackner, der in Shanghai als “Modegastarbeiter” auf eine Fashion-Show vorbereitet.

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Apr
23
2010
1

Beste Wochenreste: Heiter abgeschlossen

Die vergangenen zwei anstrengenden Wochen betteln förmlich nach einem versöhnlichen Abschluss durch Spiel, Spaß und Musik. Und genau das gibt es nach dem Doppelpunkt:

Vier Akkorde braucht der Mensch
Es ist ja ein offenes Geheimnis, dass wirklich populäre Musik theoretisch äußerst einfach gestrickt ist. Die Kunst ist es, diese dazu benötigten wenigen Töne in die exakt richtige Reihenfolge zu bringen, gut auszuschauen und einen beinharten Promotion-Hai zu engagieren. Dass der Erfolg rein aus musikalischer Sicht nur ganze vier Akkorden braucht, zeigt diese Dreier-Combo sehr anschaulich:

Hau die Wurst

Was in Österreich als Online-Werbung vermarktet wird, schlittert oft an der Schmerzgrenze entlang oder direkt darüber. Umso besser, wenn sie richtig gut funktioniert und zudem so schön über die österreichische Prominenz (die schon an sich ein Gustostückerl ist) herzieht. Gelungen ist das dem Wursthersteller Trünkel, der unter www.wuerstelstand.net ein Online-Spiel ins Leben gerufen hat. Da kann man sich die Zeit vertreiben, indem man die High Society des Alpenlandes mit Würstel füttert oder sie damit bewirft (ich hab’s ausprobiert, es geht!). Die typischen Kommentare der jeweiligen Person dürfen natürlich nicht fehlen. (Via Heinz)

Social Media zum Lachen
Social Media ist wichtig und wird immer wichtiger, keine Frage. Bei einem so jungen Betätigungsfeld bleiben aber die selbsternannten Gurus inklusive ihrer anschaulichsten Grafiken nicht aus. Was genau sie einem da verkaufen, wird folgend äußerst amüsant wiedergegeben (via Meral):

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Mrz
24
2010
3

Bloggen bei Heifi: Wie authentisch sind Politiker?

In meiner kurzen Zeit als Chronikjournalistin habe ich einige Politiker kennengelernt, aber immer bei mehr oder minder formellen Anläßen. So ein Wahlkampfauftakt ist da schon ein ganz anderes Kaliber, was ich beim gestrigen Abend für Heinz Fischer selbst erleben durfte.

Peinlicher Beginn
Die Veranstaltung im MAK selbst verlief nach altbekanntem österreichischen Konzept, dass sich zwar an amerikanische Wahlveranstaltungen anlehnt, aber immer mit der Prise Peinlichkeit gewürzt. Denn als erster Programmpunkt wurden zwei kleine Mädchen beauftragt, Heinz Fischer plus Margit doch vor dem Saal “abzuholen”. Da schritten sie also Hand in Hand mit zwei blonden Mädchen zu Konservenmusik und belagert von rund 20 Journalisten (was sich den Abend lang nicht ändern sollte) zur Bühne.

Passable Reden
Was danach folgte, war aber durchaus passabel. Nach der Rede Faymanns (Fischer biete eine “klare Haltung und Sicherheit für eine schwierige Zeit”= Wirtschaftskrise) folgte ein Teil des Personenkomitees, das den Wahlkampf des als unabhängig deklarierten Fischer unterstützt. Da standen also Hugo Portisch, Christine Nöstlinger, Freda Meissner-Blau und Konsorten und konnten glaubwürdig versichern, warum denn Heinz Fischer die richtige Entscheidung ist (obwohl in diesem Saal niemand mehr überzeugt werden musste). Dessen nachfolgende Rede war dagegen eher weniger mitreißend – wohl auch seinem Naturell entsprechend – wohl aber voll gut gemeinter Worte, denn nicht zuletzt zitierte er aus der Charta für Menschenrechte. Der letzte Satz wurde ihm dann vom Redenschreiber für alle Medien zitierfähig perfekt in den Mund gelegt: “Nützen Sie das Wahlrecht, wählen Sie nicht weiß, sondern rot-weiß-rot für die Zukunft unseres Landes.”

Heifi redet mit dir – aber nur vor 20 Kameras
Warum ich in der Überschrift aber die Authentizität von Politikern anzweifle, ist leicht erklärt: Zum Heifi2010-Umtrunk ins Badeschiff (organisiert von der SPÖ) wurden vornehmlich junge Leute und Unterstützer eingeladen. Der amtierende Bundespräsident anscheinend auch, denn er erschien ca. eine Stunde nach seiner offziellen Rede, um mit “der Jugend” zu sprechen. Treu an seiner Seite zirka 25 Journalisten mit Kameras, die alles niederwalzen, was ihnen in den Weg kommt. Da setzt sich also Heinz Fischer zu dir an den Tisch und will wissen, was dich bewegt – umgeben von 25 Kameras, die alle Bewegungen einfangen. Um was geht es dann da in erster Linie? Darum, dass UHBP (Unser Herr BundesPräsident) mit den Menschen redet, oder dass er den Kameras zeigt, dass er mit Menschen redet? Mein Gespräch mit Heinz Fischer dauerte ca. 15 Sekunden und war genauso anregend wie ein durchnschnittliches Liftgespräch. Nachdem er den Großteil der Tische abgegrast hat, ist er weg und mit ihm auch die Journalisten.

Mensch oder Motiv?
Was ich mir sicher bin: Heinz Fischer ist ein netter Mann und er liebt seine Frau. Das sieht man einfach und das finde ich auch sympathisch – ich bin halt eine typisch weibliche Wählerin, sowas zählt. Bei dieser Wahl gibt es auch nicht wirklich eine Alternative (in keinem Fall, egal wie man die ame dreht, wendet oder verschönern will). Doch wie so ein Wahlkampf im Generellen geführt wird, hinterlässt bei mir als unbedarften Menschen einen schalen Nachgeschmack. Wie schon in der Einleitung erwähnt, kenne ich Politiker nur von Pressekonferenzen, wo alles eher recht ratz-fatz professionell abgeht, hier wird stattdessen für die Kameras Volksnähe inszeniert. Nicht zuletzt ist es natürlich auch ein Medienmechanismus, der hier befriedigt wird (weil die notwendigen Bilder geliefert werden müssen), dennoch habe ich mich an diesem Abend eher als passendes Motiv, als als mündiger Wähler gefühlt. Trägt zwar im Endeffekt nichts zu meiner Wahlentscheidung bei (die schon vorher feststand), lässt mich aber noch mehr an der Glaubwürdigkeit von Politikern zweifeln.

Wie ich übrigens zu diesem Thema komme? Ich bin folgender Einladung gefolgt.

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Mrz
12
2010
3

Beste Wochenreste: Oscarreif

Jetzt sind die Oscars also endlich vergeben und nun haben “wir” ihn endlich. Dass Herr Walz jahrelang im Wiener Burgtheater von Jedermann (no pun intended) übersehen wurde, nach Deutschland übersiedelt ist und mit seinem Heimatland nicht so unglaublich viel anfangen kann, wird galant unter den Teppich gekehrt. “Wir” waren ja auch schon Governator und halber Papst. Die Wochenreste bechäftigten sich deshalb zur Feier der Woche nochmals mit den laufenden Bildern.

Oscarreif im Bett
Wenn man sich die Oscars wirklich ganz ansieht und nicht auf die Zusammenfassungen am nächsten Tag wartet, kann sich das ganz schön in die Länge ziehen. Da gibt es unglaublich viele Kategorien, die den Schlafdrang wirklich weiter unterstützten. Eine Prämierung, die dagegen sicherlich helfen würde, wäre die der besten Sex-Szenen. Der Sex-Blog der ZEIT hat seine Nominierten schon einmal präsentiert, bitte hier entlang. (Foto Flickr)

Skypen mit den Stars
Hollywood-Prominenz kann man sich nicht nur auf dem roten Teppich vor dem Kodak Theatre anschauen, sie sind seit einiger Zeit auch auf Twitter und Facebook zu finden. Schauspieler, “Punk’d”-Moderator und in seiner berühmteste Rolle Ehemann von Demi Moore – Ashton Kutcher – ist für seine Web-Affinität besonders bekannt und hat auch ein eigenes Startup. Schon auf Twitter war er einer der ersten, jetzt nützt er DAS neue Tool “Chatroulette“, bei dem man per Zufallsprinzip einem Menschen zum Videochat zugeordnet wird – weltweit. Gefreut hat das einen Mathe-Studenten von der Universität von Calgary, obwohl sich der vielleicht mit Paris Hilton (siehe unten) noch besser gefühlt hätte. (via Perez Hilton)

Seriensüchtig
Die famose Sparte “Selbstauslöser” auf Spreeblick hab ich ja schon einmal zitiert, auch dieses Mal war wieder eine interessante Persönlichkeit vor der Kamera: Fränzi Kühne hat seit 1993 keine einzige Folge der Serie “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” versäumt. Während sie von den Darstellern wie von ihrer Familie spricht, schaut sie sehr normal und ausgesprochen symphatisch aus. Ich hatte leider (?) noch nie die Gelegenheit, dieses deutsche TV-Urgestein anzusehen, ein gewisser Ruf eilt ihm aber voraus. Als Serienjunkie kann ich aber dennoch nachvollziehen, wie man sich mit einem solchen Werk verbunden fühlen kann. Das Video ist dennoch irgendwie sehr faszinierend….

Sachen zum Lachen – Extended Version
Habt ihr als Kinder auch oft morgens, als noch keiner wach war, Wetterpanorama geschaut, weil euch soooooo fad war und es einfach kein anderes Programm gegeben hat? Dann gefällt euch das sicher auch (via Niggemeier)

Und weil es vergangenes Mal Beschwerden gab, dass ich seine amüsanten Videos vergessen habe, gibt es hier den besten Herrn Haderer mit der dritten Folge seiner Ein-Mann-Show “Haderer trifft”. Viel Vergnügen!

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Jan
22
2010
2

Beste Wochenreste: Sehen und gesehen werden

Es ist schon wieder Ende Jänner? Das habe ich total übersehen! Kaum hat das neue Jahr mit augenscheinlichem Tagezählen begonnen, kann ich den To-Do-Haufen kaum mehr überblicken. Aus den Wochenresten wird daher wieder  – leicht zu erkennen – ein Monatsüberblick. Dieser ist dem Auge und seinen Fähigkeiten gewidmet und wird hoffentlich sichtlich richtig Spaß machen…

Sichtweise
Wer bereits die Anfänge der Social Networks im deutschen Raum mitgemacht hat (sprich die legendären Hochzeiten von StudiVZ) erinnert sich sicher noch an die Gruppe “Disney hat mir ein unrealistisches Bild von Liebe vermittelt”. Diese Prägung vom starken Prinzen, der einem aus der tiefsten Misere ins sein Königreich voll Glanz und Glamour entführt, steckt in uns Prinzessinnen ganz schön tief. Was das eigentlich für unser stahlhartes Pendant bedeutet, eruiert dieses Video: (via Ingrid)

Videobotschaft
Die Vorteile des Internetzs kann man nicht nur für den Job nutzen, wie das alle ständig machen. Sie erleichtern auch mein Privatleben und das meiner Familie. Wenn man drei verschiedene Orte (inklusive einem außerhalb der Staatsgrenze) für einen gemütlichen Familentratsch einrechnen muss, haltet sich die Praktikabilität eines normalen Telefons in Grenzen. Skype heißt daher schon seit einigen Jahren die Wahl des Familienverbinders. Videokonferenzen waren bisher aber nur zwischen zwei Personen möglich, was ich ja persönlich wirklich schade finde – besonders, weil gewisse Grimassen zu gewissen Aussagen einfach viel mehr Spaß machen. Ein neues Plugin für Skype ändert das jetzt: VuRoom. Für knapp 10 Dollar pro Monat Miete kann man sich als Konferenzleiter betätigen, die anderen Teilnehmer kommen gratis dazu. (via Blogpiloten)

Vogelperspektive
Etwas aus der Vogelperspektive zu betrachten hat immer wieder etwas Beruhigendes. Nicht zuletzt macht so ein kleiner Bergausflug die Probleme zumindest bis zum Abstieg ein bisschen kleiner. Gemütlicher kann man das natürlich  in großen Städten haben, wo sich die Menschheit die künstliche Version zur erleichternden Vogelperspektive in allerlei Form und Farben (inklusive Lift) geschafffen hat. Mein letztes Höhenerlebnis war noch in den wenigen Stunden des Jahres 2009 am Eiffelturm in Paris in wunderbarer Begleitung, diesen Turm möchte ich auch irgendwann befahren. Bis dorthin kann man sich mit diesen schönen Bildern einen kleinen Höhenrausch abholen.

Höhenrausch
Zum Politiker wird keiner, der nicht gerne auch gesehen wird – in Zeitungen, im Fernsehen oder mit der rosaroten Brille (ob vom Partner oder  außerhalb bestehender Beziehungen). Die Sache mit den Affären ist dann eine Frage der Sichtweise: Was ist wahr, was ist Gerücht, was sagt die eigene Moral? Man könnte angesichts dieser strenge katholischen Dame und ihren Eskapaden schon in Schadenfreude versinken, der sehr empfehlenswerte Sex-Blog der Zeit stellt dazu aber eine interessante These auf.

Die Emanzipation hat einfach eine weitere Stufe erklommen. Was man bislang hauptsächlich von Männern gewohnt war, tun jetzt auch die Frauen: das Ausnutzen von Machtpositionen für Freundschaftsdienste. Haben wir wirklich geglaubt, das würde nicht passieren? Um einen Spruch von Heidi Kabel abzuwandeln: Die Emanzipation ist erst dann vollendet, wenn genauso viele unfähige Frauen wie Männer in verantwortlichen Positionen sind. {…} Die Erklärung ist vermutlich für beide Geschlechter die gleiche: Wer erst einmal so weit oben ist, fühlt sich unverwundbar. Und vermutlich hat er in dieser Position schon so viele ähnliche Freundschaftsdienste miterlebt, das sie für ihn nichts Besonderes mehr sind.
Bildstrecke
Eine andere Dame hat bereits um einiges öfter das Licht der Öffentlichkeit auf ihr Privatleben scheinen lassen müssen. Lindsay Lohan wird uns nun auch als Richard Lugners Begleitung beehren – ein Coup möchte man meinen! Auch der gewohnt bissige amerikanische Society-Blogger Perez Hilton hat sich dazu zu Wort gemeldet. Unter dem Titel LiLo Is A Paid Escort nimmt er seine Lieblingsbashing-Partnerin in Bild und Schrift ordentlich in die Mangel:
Austrian moneybags Richard Lugner is paying for Lindsay Lohan to be his prostitute arm candy to the Vienna Opera Ball next month. {…} Have fun you two! And remember, no kissing on the mouth.

Sehenswert
Die Silver Surfer sind ja schon ein fixer Bestandteil des Internets, in diesem Video bekommt das aber nochmals eine ganz andere Bedeutung. Ein Schrei! (via Malcolm)

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Jul
24
2009
6

Beste Wochenreste: Barack, Harry und der twitternde Affe

Endlich kann ich wieder meine Zeit damit verbringen, sinnvoll das Internet zu durchqueren und meine schönsten Fundfrüchte hier am Blog darzubieten. Heute gibt es wieder ein kleines Geekorama von Facebook über Twitter bis zu YouTube.

Auf Facebook mit Silvio, Barack und Mahmud
Wer sich in Facebook noch unter Studenten wähnt, der hat sein Profil seit einiger Zeit nicht mehr besucht. Von Business-Partner bis zu Onkeln und Tanten offenbart einem jeder mehr oder weniger viel aus dem Privatleben. Da ziehen natürlich auch die Mächtigen der Welt nach, so meint zumindest die Süddeutsche Zeitung und hilft Barack Obama, Silvio Berlusconi und Mahmud Achmadinedschad schon mal im Vorhinein bei der Erstellung der Profile. Genial! Am besten hat mir Achmadinedschads Profil gefallen, zum anständig Lesen einfach draufklicken.

mahmudDer twitternde Affe
Manchmal frage ich mich das bei Angestellten diversen österreichischer Zeitungen auch, aber die brasilianische Staatslotterie hat einen echten Affen für ihre Schreibarbeit engagiert. Dabei geht es um ein Onlinespiel, bei dem man Wetten kann, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Affe “Jimmy” den jeweiligen Namen tippt. Seine Versuche werden auf Twitter veröffentlicht.  Die Wahrscheinlichkeit, dass Jimmy meinen Namen twittert, liegt übrigens bei 282.429.536.481. Wer das auch mit seinem Namen probieren will, bitte hier entlang. Gefunden habe ich diese Kurosität bei Norbsi, was mich irgendwie auch nicht wundert! ;)

Wer sich das Thema Twitter noch einmal von prominenter Seite wunderbar witzig erklären lassen möchte, ist bei diesem YouTube-Video von Kevin Spacey und David Lettermann gut aufgehoben:


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Feb
23
2009
0

“The Kluminator” rettet die New Yorker Fashion Week

Wer ob des Endes der New Yorker Fashion Week noch trauert, dem sei hiermit ein kleines Aufmunterungsvideo mitgegeben.

Heidi Klum “Kluminator” und Coco Rocha “Sassy Superhero” schwärmen aus, um die heiligen Zelte  vor dem gescheiterten Designer “Dr. Faux Pas” zu retten. Ziemlich dumm und ziemlich lustig! Anbei die erste Folge von “Spikedheel”, alle anderen plus Trailer sind hier zu finden.

via Coco Rocha

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Feb
18
2009
6

Celebrity Twitter Match – Prominenz als Microblogger

Wie auch VIPs von nah und fern Twitter (nicht) nutzen

Rechtzeitig zum Opernball kann ich auch “Am Hochsitz” mit Prominenz aufwarten: Seit einiger Zeit (ver-)folge ich auf Twitter allerlei VIPs aus nah und fern. Dabei wird schnell klar, wer das Prinzip “Microblogging” verstanden hat (und daran Spaß hat) und wer es von seinen Beratern aufs Auge gedrückt und als unnötig empfunden hat. Zu letzterem empfehle ich diesen Link, der schon seit einiger Zeit im Web herumkugelt: http://howtousetwitterformarketingandpr.com.

Fleißig: Ashton Kutcher und Demi Moore

snoopdogWie auch Twitter selbst, sind auch die Prominenten auf dem Microblogging-Format zum Großteil aus den US of A.Mein erster Promi-Twitterer war Snoop Dogg, wobei es bei seinen Tweets geht wie seinen Texten: Die Hälfte davon ist völlig unverständliches Slangvokabular.

ashton2Mit Abstand die fleißigsten Twitterer in meiner Promi-Liste sind Ashton Kutcher und seine Frau Schauspielerin Demi Moore. Herr Kutcher schreibt fleißig, twitpict, macht livestreams, antwortet auf jederlei Fragen stellt auch schon einmal seinen ashton1Followern Bruce Willis für eine fünfminütige Fragestunde zur Verfügung. Er verhält sich genauso, wie man ihn aus Punk’d kennt. Seine Tweets wirken durch und durch selbstgemacht und lustig. Frau Moore bringt die weibliche Hasen-Seite der Beziehung über Twitter zum Ausdruck.

Folgt jedem: Yoko Ono

yokoonoAls einzige auf meiner Promi-Follower-Liste ist Yoko Ono, die anscheinend jedem folgt, egal ob sie seine Sprache versteht oder nicht – was ich im Prinzip eigentlich sehr freundlich finde. Ihre Tweets sind eher esoterisch angehaucht und drehen sich um ihr soziales Engagement, ihren Blog und manchmal auch um private Dinge.

Berufslustigkeit auf Twitterwilliamshatner

Von mir empfohlen, weil ziemlich lustig ist Monty Phyton-Star John Cleese, aber auch “Captain Kirk” William Shatner. Mit dabei auch Fran Drescher, die bei uns vor allem als Hauptdarstellerin in der Serie “Die Nanny” bekannt ist.

Reine Promotion: Jamie Oliver und Britney Spears

Als weiteres Promotion-Tool nützt Jamie Oliver Twitter. Das ist prinzipiell eher langweilig, aber er beantwortet zumindest sehr viele Follower-Fragen. Wie ernst das wirkt, ist jedem selbst überlassen:jamieoliver

Ähnlich auch Britney Spears, die anscheinend mehrere Leute (inklusive Manager) an ihren Account lässt. Was man aber positiv bemerken muss – sie weisen sich immer am Ende des Tweets mit ihrem Namen aus. Was Britney privat so twittert ist, könnte man verschieden bösartig auslegen, ich belasse es einfach bei einem Beispiel:

britneyspears

Nicht verstanden: 5, setzennicolerichie

Das Prinzip nicht verstanden oder bereits wieder aufgegeben haben so scheinen es Coldplay und Nicole Richie.

Spärlich bis gar nicht informieren die “Teenie-Stars” Mischa Barton, Rachel Bilson und Schauspieler Elijah Wood, obwohl sie ständig Besserung geloben.

Polit-Twitter: Obama, Schwarzenegger und Clinton

billclintonDer wohl bekannteste Twitterer sei hier nur der Vollständigkeit aufgeführt, Barack Obama, der trotz dem scheinbaren Ende seiner Microblogging-Zeit noch immer 279.908 Follower hat. In seine Fußstapfen will anscheinend Arnold Schwarzengger treten, der mich mit seinem Twitter-Engagement bisher nicht wirklich überzeugt. Ein Spaßvogel hat sich auch an einem Bill-Clinton-Account versucht. Viele amerikanische Journalisten wie zum Beispiel der NYTimes-Kolumnist David Pogue kommen an Twitter ebenfalls nicht vorbei.

“Promi”-Twittern in Österreich ist politisch

willimoltererIn Österreich haben vor allem Politiker zur Nationalsratswahl 08 Twitter für sich entdeckt. Besonders kurios aufgefallen ist dabei der damalige ÖVP-Chef Wilhelm Molterer (bzw. dessen Mitarbeiter), mit seinen langweiligen Wahlkamps-Pics, der erst am Tag des Wahlverlusts plötzlich auf die Community reagiert hat. Sein Nachfolger im Twitpic-Machen ist jetzt der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl.

marcoschreuderAuch getwittert hat Laura Rudas, deren Account aber schon wieder gelöscht ist. Noch online, aber ohne irgendeine Form der Interaktion sind die Grünen.  Ein gutes Beispiel für politische Twitter-Nutzung ist dagegen der SPÖler Andreas Schieder, ein sehr gutes der Grüne Gemeinderat Marco Schreuder. Sehr lustig (weil nicht echt) sind auch die Accounts des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl und des ehemaligen Innenministers Günther Platter.

Oder aber auch journalistisch

misikAuch österreichische Journalisten bzw. Autoren verschlägt es zu Hauf ins Twitterland. Als erstes habe ich Robert Misik und Andrea Dusl entdeckt. Misik macht sich Web2.0-Werkzeuge (wie auch Facebool) sehr stark zu Nutze, um für sein neues Buch zu werben, aber auch für Recherche-Anfragen oder zur Themenfindung. Dusl hat aus Twitter mir scheint es sehr viel Stoff für ihr neues Buch “Boboville” entnommen, seit dessen Veröffentlichung sind die Anzahl ihrer Tweets stark zurückgegangen. Auch Krone-Chef Hans Dichand nutzt Twitter (wohlgemerkt vor allen seinen anderen jüngeren Kollegen), wenn auch nur, um über seine neuesten Blogposts zu informieren. Ganz neu auf Twitter sind die ORF-Journalisten Armin Wolf und Dieter Bornemann inklusive deren Frauen.

Wer sich übrigens selbst an den Promis versuchen will, findet hier und hier genug Follower-Material (via Klaus Eck). Musikfans kommen hier auf ihre Kosten (mit Dank an Alexey)

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