Endlich ist es soweit: Am 13. Juni beginnt in den USA die neue Staffel von True Blood. Wie ich schon an anderer Stelle ausschweifend erklärt habe, gibt es für diese Serie von meiner Seite eine absolute Empfehlung. Schon alleine die humorigen Plakate und die Mini-Episoden im Vorfeld sollten auch Skeptikern Lust machen.
Seit meinem Lobespost habe ich auch alle neun der TV-Serie zu Grunde liegende Sookie-Stackhouse-Bücher gelesen – das Zehnte ist bei Amazon bereits brav vorbestellt. Als Bücherfan ist meine Präferenz klar, dennoch freu ich mich auch schon sehr auf die TV-Interpretation, die ästhetisch für Frau und Mann einiges zu bieten hat und ebenfalls vor gutem Humor nicht zurückschreckt.
Wer mehr Minisodes sowie jede Menge anderer Goodies sehen will, sollte unbedingt auf die HBO-Seite schauen.
Mein Fahrraddynamo wird früher in Gang gesetzt, morgens und abend ist es ohne Ärmel zu kalt und beim Joggen liegen die ersten Blätter im Weg. Es wird Herbst und mein Herz blutet, weil dieser Sommer nahzu spurlos an mir vorübergegangen ist. Das Schöne daran ist aber, dass die Urlaubsheimkehrer mit viel Enthusiasmus an neuen spannenden Dingen arbeiten, die ihr diese Woche wieder zum Abschluss serviert bekommt.
Wenn Models reden
Herbstzeit ist Fernsehzeit, besonders wenn die amerikanische Fernsehindustrie ihre neuen Staffeln aus dem Ärmel zaubert. Auch der österreichische Markt hat neu Aufgewärmtes zu bieten, “Austrias Next Top Model” geht in die nächste Runde. Wer sich bewerben möchte, kann das stilecht in einigen großen Supermärkten Österreichs tun, mehr Infos gibt es hier. Zur Vorbereitung darauf sollte man sich unbedingt das ABC der Unwörter des SZ-Magazins durchlesen. Unter dem Titel “Es ist genug” finden sich alle die Wörter, mit denen Heidi Klum und Co. so gerne um sich werfen. (via Stylekingdom)
Eyecatcher: Phrase für stilistische Verhaltensauffälligkeiten, meist ein Detail wie ⇒ Bling-Bling.
Brüste in Amerika
Was möglicherweise Ohnmachtsanfälle bei ATNM oder GTNM auslösen konnte, sorgt über den Atlantik für Gesprächsstoff: Vera Lengsfelds und Angela Merkels Brüste im deutschen Wahlkampf. Der US-Komiker Stephen Kolbert hat sich sehr lustig und auf brachiale Art seine Gedanken dazu gemacht: (via Spreeblick)
Dunkler Burger
Eine gute Denkleistung unterstelle ich ebenso den Marketingmenschen von Burger King: Sie verwendeten die Idee hinter dem Dialog im Dunkeln (Essen im Dunkeln zur anderen Sinneswahrnehmung) für eine virale Kampagne:
Sachen zum Lachen
Der Platz diesmal einem gelungenen Artikel aus einem österreichischen Medium gewidmet. Corinna Milborn, die übrigens sehr sympathisch twittert, hat ihr persönliches Leben nach Indien outgesourct. Welche Erfahrungen sie gemacht hat steht in “Frag doch einfach die Inder“.
Trotz schönem Wetter gibt es bei mir “Am Hochsitz” diese Woche einen ungewollten TV und Kino-Schwerpunkt. Für die besten Wochenreste habe ich einige audiovisuelle Schmankerln gesammelt, die ich euch schon länger vorenthalte und jetzt endlich aus meinen Fundus hole. Im Web2.0-Sinne alt, aber immer noch gut.
Deadline der etwas anderen Art
Jeder Student und jeder Projektmensch hat sich mit der Dame Deadline bekannt gemacht, ob man per Du oder eher per Sie bleibt, bestimmt die dem eigenen Wesen zu Grunde liegende Arbeitshaltung. Auf alle Fälle jede Menge Arbeit haben sich die Studenten des Savannah College of Art and Design angetan, um dieses Thema via Post-it darzustellen. Sehenswert!
Kirche kabarettistisch
Ein bisschen Zeit dürfte auch der Twitter-Bibelrekord der deutschen evangelischen Kirche in Anspruch genommen haben. Wer sich jetzt wundert, dass ich hier freiwillig etwas Positives zum Thema Glaubensströmungen schreibe, der sollte sich das Werbevideo dazu anschauen. Es ist für Kirchenkommunikation erstaunlich lustig.
Exzellent wienerisch
Im Gegensatz zur Kirche kennt der Wiener im Großen und Ganzen keine Scham. In Form von Stefan Slupetzkys Romanen liest sich das ganz ausgezeichnet. Die Leseempfehlung des besten Herrn Bauer kann ich hier noch einmal weitergeben. Exzellent geschrieben, spannend und echt wienerisch, das sind die Lemming-Krimis. Der erste Band kommt nun bald in die Kinos, ich hoffe das gilt in weiterer Folge auch für den 3. und 4. Band, die mir persönlich am allerbesten gefallen haben. Hier der Trailer:
Sachen zum Lachen
Zum Abschluss noch was fürs Gemüt: Der Standard hat einen Artikel darüber geschrieben, wie Mashable die meist gesehensten YouTube-Videos zu einem Artikel zusammengefasst hat. Hm ja. Der Inhalt ist bestechend einfach und Brachialhumor a la YouTube. Allen voran zweidicke Kinder, die sich lächerlich machen, ausreichend bekannt ist auch das dramatische Erdmännchen und der niesende Panda. Was weniger lustig als lässig ist, ist dieser tanzende Herr:
Ich bin gebissen, infiziert und süchtig – so wie ein Vampiropfer im Normalfall sein muss. Schuld ist die neue amerikanische Serie “True Blood”, die blutsaugertechnisch endlich das bietet, was Filme wie “Twilight” in ihrer ganzen Teeniepracht nicht geschafft haben.
Dass ich ein Freund der leichten Unterhaltung bin, wird hier nicht zum ersten Mal thematisiert. Ich habe alle Harry Potter-Bücher gelesen und auch die Vampir-Schinken rund um das erste Buch Twilight blieben mir zusammen mit tausenden Teenagern weltweit nicht fremd. Man kann über die Bücher sowie die Autorin Stephenie Meyer (die bekennende Mormonin ist, was die Handlung mit kein Sex vor der Ehe erklärt) als feministisches Desaster sehen oder als nette Nachmittagslektüre. Ein vollständiges Desaster war hingegen die Verfilmung des ersten Teils, weil die sexuelle Spannung zwischen den beiden Hauptdarstellern auf den kuhäuigen Schönling (Robert Pattinson) reduziert wurde, der die ebenfalls recht farblose Hauptdarstellerin mit seinem Valiumblick eher eingeschläfert als gefährdet hat. Dafür wird er jetzt als “neuer” Brad Pitt bezeichnet, was mir wirklich schleierhaft ist.
Ganz anders läuft das bei “True Blood“. Die Serie basiert auf der Sookie-Stackhouse-Buchreihe von Charlaine Harris und wurde von Alan Ball (American Beauty, Six Feet Under) fürs TV umgeschrieben. Sie ist (wie es bei Spreeblick so trefflich beschrieben wird) “schmutzig, blutig, fies, gefährlich, sexy”. Davon selbst überzeugt hab ich mich vergangenen Abend bzw. Nacht. Alleine die erste Staffel ist so gut, dass ich vor lauter Spannung fast aufs Schlafen vergessen habe. Der Inhalt via Spreeblick:
True Blood spielt in der fiktiven Kleinstadt Bon Temps im nicht so fiktiven Louisiana und in einer Welt, in der Vampire existieren, vor kurzer Zeit ihr Coming Out hatten und seitdem um ihre gesellschaftliche Anerkennung kämpfen. Japanische Wissenschaftler haben synthetisches Blut als Nahrung für die lebenden Toten erfunden und so kippen menschliche True-Blood-Charaktere in der Kneipe neben Vampiren einen Drink oder verlieben sich gleich in sie.
Was in den ersten sechs Folgen bisher zu sehen ist: Eine amerikanische Serie – weit ab von der Glitzerwelt Manhattans – die auf Fantasyweise die Geisteshaltung der Menschen im tiefsten Süden der US of A thematisiert: Falsch verstandene Religiosität gepaart mit jeder Menge Vorurteilen, Machismus, die Unfähigkeit zu kommunizieren vereint in rauen, schwitzenden Männern mit schmutzigen Gedanken. Ein bisschen platt könnte man die Platzierung von Hauptdarstellerin Sookie Stackhouse empfinden, die als blonder, schweißloser Engel mit telephatischen Fähigkeiten auf den dunklen, gefährlichen und unglaublich scharfen Vampir Bill Compton trifft. Was da zwischen den beiden sprüht, ist statt Valium ein gesamtes Kokainlager inklusive Feuerwerk. Ein kleiner Vorgeschmack bietet der Vorspann inklusive passender musikalischer Untermalung (Titelsong: “I wanna do bad things to you”) :
P.S.: Soweit ich weiß, gibt es bei den diversen österreichischen bzw. deutschen TV-Vereinen noch keine Anstalten, die Serie in nächster Zukunft auszustrahlen.