Apr
06
2010
1

Erste Wiener Twitterlesung

Das häufigste Argument, dass Menschen gegen die Beschäftigung mit Social Media anbringen ist, dass Essensgewohnheiten der anderen niemanden interessieren. Und wirklich: Viele Tweets und Facebook-Nachrichten beschäftigen sich mit dem Alltäglichen bis hin zum Banalen. Die erste Wiener Twitterlesung greift das nun richtig wienerisch auf.

50 Millionen „Tweets“ (d.h. auf dem Microblogging-Dienst Twitter gespostete Kurznachrichten) werden pro Tag von den Twitterern produziert. Das dabei nicht alles hochintellektuell und inspirierend ist, ist einleuchtend, vieles ist sogar schwer verdaulich bis grauslich. Wir machen uns auf die Suche nach den besten Kurznachrichten, die thematisch zum „Essen, Verdauen, Ausscheiden“, „Arschkriechen“ und „gemeiner Abfall“ passen. Genau diese Tweets wollen wir in einer dreiteiligen „Twitterlesung“ zusammentragen und vorlesen.

Jana Herwig (@digiom), Lena Doppel (@lena_d) und Meral Akin-Hecke (@kigo) nützen die kontroversiellen begehbaren Installationen des niederländischen Künstlerkollektivs Atelier Van Lieshout um diese durch und durch wienerische erste Twitterlesung zu präsentieren.

Wann: Freitag 9. April 2010 jeweils zur vollen Stunde 17 Uhr 18 Uhr 19 Uhr
Wo: Museumsquartier Wien, Haupthof, Bar Rectum

  • Share/Bookmark
Written by Ronni in: Veranstaltung | Schlagwörter:, ,
Apr
02
2010
1

Beste Wochenreste: Geeks auf allen Kanälen

Das Geektum scheint sich in Wellen bemerkbar zu machen: Diese Woche haben mich jede Menge Fundstücke erreicht, die Menschen und ihre Passion im Internet zeigen. Teils spannend und informativ, teils verrückt und einfach nur zum Lachen – hier eine kleine, feine Auswahl.

Peter erklärt die Welt
Mobile Applikationen sind mein täglich Brot, ohne wäre sie wäre mein Informationsleben um einiges unbequemer. Auf dieses Thema gestoßen bin ich durch Peter. Er lebt das mobile Leben nicht nur aus voller Überzeugung, sondern erklärt es nun auch für die ganze Welt gut verständlich auf MTV.

Peter kann geekige Dinge nicht nur einfach darlegen, sondern auch gut entwickeln. Deswegen reiste MTV zu einem Lokalaugenschein nach Schladming und testete seinen Schladming-Dachstein-Layar:

356 Tage mit den imperialen Sturmtruppen
Mein Fabile für Star Wars dürfte treuen Lesern kein Geheimnis mehr sein. Spreeblick hat eine Flickr-Gruppe gefunden, auf der sich ein Nerd jeden Tag ein ganzes Jahr lang bildlich damit auseinandersetzt, was denn die imperialen Sturmtruppen so in ihrer Freizeit machen. Selbst durchklicken ist noch genialer!

Powerpoints Schuld am Katzensterben
Weitaus sinnloser, als dieser lustige Zeitvertreib sind da so mache Power-Point-Präsentationen, die man sich im Laufe seines Lebens ansehen muss. Heinz hat dazu das passende Bild:

Zur Information: Edward Tufte ist ein US-amerikanischer ITler, den Wikipedia für folgendes rühmt:

Tufte prägte den Begriff „Chartjunk“ (etwa: „Chartmüll“ oder „Diagrammschmutz“), um nutzlose, informationslose oder informationsverdunkelnde Bestandteile von Übersichten zu kennzeichnen. Er fordert, in visuellen Darstellungen jegliche dekorativen Elemente zu unterlassen und Tinte nur zu benutzen, um wirklich bedeutende Daten zu übermitteln, auszuwerten und zu deuten. In diesem Zusammenhang benutzte er den Begriff „Data Ink“.

Und wann schläfst du?
Regelmäßiges Einschlafen bei Power-Point-Präsentationen werden unter folgender URL nicht gezählt, dafür kann die Website SleepingTime.org ziemlich genau berechnen, wann ein Twitter-User im Durchschnitt an der Matratze horcht. Spooky! Wer also wichtige Telefonate führen will, sollte zuerst den jeweiligen Twitter-Account für die beste Zeit konsultieren…

Sachen zum Lachen – Extended Version
Diese Dame dürfte sich wahrscheinlich gerade erfolgreich vor Prüfungen drücken und hat geekmäßig statt dem Wohnungsputz eine bessere Ablenkung gefunden (via Digirati):

Noch ein kleiner Zusatz zum Thema Chatroulette: Es gibt nicht nur erfinderische Musiker, sondern auch ziemlich barbarische Oberweitenfreunde, wie man hier sieht.

  • Share/Bookmark
Written by Ronni in: Fundstück | Schlagwörter:, , , ,
Mrz
12
2010
3

Beste Wochenreste: Oscarreif

Jetzt sind die Oscars also endlich vergeben und nun haben “wir” ihn endlich. Dass Herr Walz jahrelang im Wiener Burgtheater von Jedermann (no pun intended) übersehen wurde, nach Deutschland übersiedelt ist und mit seinem Heimatland nicht so unglaublich viel anfangen kann, wird galant unter den Teppich gekehrt. “Wir” waren ja auch schon Governator und halber Papst. Die Wochenreste bechäftigten sich deshalb zur Feier der Woche nochmals mit den laufenden Bildern.

Oscarreif im Bett
Wenn man sich die Oscars wirklich ganz ansieht und nicht auf die Zusammenfassungen am nächsten Tag wartet, kann sich das ganz schön in die Länge ziehen. Da gibt es unglaublich viele Kategorien, die den Schlafdrang wirklich weiter unterstützten. Eine Prämierung, die dagegen sicherlich helfen würde, wäre die der besten Sex-Szenen. Der Sex-Blog der ZEIT hat seine Nominierten schon einmal präsentiert, bitte hier entlang. (Foto Flickr)

Skypen mit den Stars
Hollywood-Prominenz kann man sich nicht nur auf dem roten Teppich vor dem Kodak Theatre anschauen, sie sind seit einiger Zeit auch auf Twitter und Facebook zu finden. Schauspieler, “Punk’d”-Moderator und in seiner berühmteste Rolle Ehemann von Demi Moore – Ashton Kutcher – ist für seine Web-Affinität besonders bekannt und hat auch ein eigenes Startup. Schon auf Twitter war er einer der ersten, jetzt nützt er DAS neue Tool “Chatroulette“, bei dem man per Zufallsprinzip einem Menschen zum Videochat zugeordnet wird – weltweit. Gefreut hat das einen Mathe-Studenten von der Universität von Calgary, obwohl sich der vielleicht mit Paris Hilton (siehe unten) noch besser gefühlt hätte. (via Perez Hilton)

Seriensüchtig
Die famose Sparte “Selbstauslöser” auf Spreeblick hab ich ja schon einmal zitiert, auch dieses Mal war wieder eine interessante Persönlichkeit vor der Kamera: Fränzi Kühne hat seit 1993 keine einzige Folge der Serie “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” versäumt. Während sie von den Darstellern wie von ihrer Familie spricht, schaut sie sehr normal und ausgesprochen symphatisch aus. Ich hatte leider (?) noch nie die Gelegenheit, dieses deutsche TV-Urgestein anzusehen, ein gewisser Ruf eilt ihm aber voraus. Als Serienjunkie kann ich aber dennoch nachvollziehen, wie man sich mit einem solchen Werk verbunden fühlen kann. Das Video ist dennoch irgendwie sehr faszinierend….

Sachen zum Lachen – Extended Version
Habt ihr als Kinder auch oft morgens, als noch keiner wach war, Wetterpanorama geschaut, weil euch soooooo fad war und es einfach kein anderes Programm gegeben hat? Dann gefällt euch das sicher auch (via Niggemeier)

Und weil es vergangenes Mal Beschwerden gab, dass ich seine amüsanten Videos vergessen habe, gibt es hier den besten Herrn Haderer mit der dritten Folge seiner Ein-Mann-Show “Haderer trifft”. Viel Vergnügen!

  • Share/Bookmark
Written by Ronni in: Fundstück | Schlagwörter:, , , , , ,
Dez
22
2009
1

Last Minute Weihnachtsgeschenktipps

Das gute Internetz mit seinen feschen Shops hat mich dieses Jahr in ganz besonderem Maße vom Weihnachtstrubel fern gehalten. Umso entspannter habe ich daher die Geschenkempfehlungslawine auf diversen Blogs und Websites  am mir vorbeidonnern lassen. Die besten zehn (in keiner besonderen Reihung) seien hier nun für die späten Vögel 2009 und die frühen Flieger 2010 (Weihnachten kommt ja immer wieder) aufgelistet.

Geschenke für den Geek von Welt

1.) Tweetnotebook: Eigentlich in sich eine Unmöglichkeit, einen Web2.0-Dienst mit so etwas Altmodischem wie einem Notizbuch zu verbinden. Das Tweetnotebook setzt auf stolze Besitzer eines Twitteraccounts, die sich per computergeneriertem Auswahlverfahren ihre besten Tweets seit Beginn auf die Seiten eines Notizbuchs drucken lassen. Ein perfektes Geschenk für Fans von Moleskine, in feschem Design.

2.) Des iPhones-Handschuhe: Die iPhone-Gegner lachen sich ins warme Fäustchen, wenn die Besitzer dieser äußerst praktischen tragbaren Telefonzellen sich bei MinusMinusgraden aus ihren Handschuhen schälen müssen. Ja, das iPhone lässt sich nur mit nackter Haut steuern (Hmpf). Wer Mitleid mit iPhone-Besitzern im Winter hat, schenkt Etry Touchy Gloves. (via Spreeblick)

3.) Multifunktionstouchpad: Ich gebe es zu, als Kind wollte ich immer eines dieser Zeichendinger (wie auch immer sie heißen) haben und bin auch bei meinen Nichten noch immer voller künstlerischer Begeisterung. Umso freudiger ist mir diese kleine Geschenkidee in die Augen gesprungen: Für die kleine Kritzelpause zwischendurch oder die schnelle Notiz nebenbei, das Scratch-n-Scroll-Mousepad. (via Spreeblick)

4.) Nackte Technik: Nach dem ArtBoy-Kalender zeigen sich auch Geeks und Geeketten von ihrer unbekleideten Seite. 12 britische Frauen und Männer aus der Webszene haben sich für den guten Zweck teilweise nur mit MacBooks und Co. bekleidet ablichten lassen. Wie genau das aussieht, weiß zum Beispiel der Guardian. (via Ingrid)

5.) Stylisch laden: In einem Haushalt mit wesentlich mehr als 2 tragbaren Geräten gehört der  Kampf um den besten Liegeplatz an der Steckdose zum Alltag. Wer den Hausfrieden schnell und einfach wieder herstellen will, greift zum Beispiel zur Chargebox. (via Spreeblick)

Accessoires für Bücherfreunde
6.) Bücherturm:
Nicht nur Tierliebhaber, sondern auch Bücherfreunde haben die Möglichkeit, ihre Freizeitliebe besonders augenfreundlich auszustatten. Wer seine toten Bäume nur mehr stapelweise anfindet, dürfte mit dem feschen Bücherturm seine besondere Freude haben. (via Spreeblick)

7.) Liegende Leseratten: Was gibt es Schöneres, als einen ganzen Tag lesend im Bett zu verknotzen? Die “Leselotte” sorgt dafür, dass man sein wertes Genick dabei nicht zu sehr verdreht und auch beim Lesen eine gute Figur macht.

Körpernahes

8.) Kunstvolle Spucke: Unsere DNA ist einmalig und kann gleichzeitig auch kunstvoll arangiert werden. Eine Wiener Firma schlüsselt anhand eines Abstriches des jeweiligen DNA-Code auf und druckt ihn als Gemälde zur allgemeinen Bewunderung. Was sich etwas komisch anhört, sieht eigentlich ganz fesch aus. (© fotolia.de / arquiplay77)

9.) Persönlichkeitsparfum: Meiner Meinung nach gibt es nichts Schwierigeres, als für jemanden ein Parfüm zu kaufen und trotzdem greifen so viele Leute zu Weihnachten immer wieder in dieses Fettnäpfchen. Ich weiß nicht mehr, wo ich das gelesen habe, aber man sucht sich angeblich seinen Duft immer nach dem eigenen Körpergeruch aus. Kein Wunder also, dass Parfum schenken immer daneben gehen muss. Eine weitaus bessere Alternative ist da ein Gutschein von My Parfum. Auf dieser Website kann sich jeder mit Hilfe eines Persönlichkeitstests einen Duft zusammenstellen. (via Cooloutfit)

10.) Magazintaschen: Gewisse Stereotype sind dann doch wahr, zum Beispiel wenn es um Taschen und Frauen geht. Bei diesem Geschenktipp vereinigt sich meine Liebe für die tragbaren Schönheiten mit jener für Magazine. Ein Hit! (via Cooloutfit)

  • Share/Bookmark
Sep
11
2009
4

Beste Wochenreste: Social Media als Zigarettenpause

Die heutigen Wochenreste beschränken sich auf ein Thema, nämlich die Pause. Die habe ich bald dringend nötig. Wie schön ist es, dass der erwünschte Sommerurlaub im Oktober endlich kommt. In diesem Sinne kurz und knapp: Ein schönes Wochenende!

tschick“Ist Social Media die neue Form der Zigarettenpause?”  fragt sich die Karrierebibel.de, um es daraufhin gleich mit einem fetten “JA!” zu beantworten. Seit ich vor knapp zwei Jahren dem blauen Genuss ade gesagt habe (ihn aber ab und zu noch sehnsüchtig nachrieche) bin ich pausentechnisch gegenüber meinen rauchsüchtigen Arbeitsgenossen im Nachteil. Ich finde zwar nicht, dass Twittern und Facebooken dieselbe entspannende Wirkung hat wie ein Nikotinflash inmitten frischer Luft, aber zumindest kann man im Netz zusammen mit anderen hart arbeitenden Menschen auf hohem Niveau jammern.

Tatsächlich ist es so, dass diverse Studien die Produktivität steigernde Wirkung von kleinen Arbeitspausen preisen, insbesondere wenn wir sie zum Austausch mit anderen Menschen nutzen. Professor Alex (Sandy) Pentland vom MIT zum Beispiel zeigt in ihren Arbeiten, wie Büroplausch die Leistung der Mitarbeiter erhöht. Kurz: Er entspannt, sorgt für geistige Frischluft, inspiriert.

Der menschliche Organismus schafft es ohnehin nicht, sich länger als eine maximale Zeit von 70 bis 80 Minuten am Stück zu konzentrieren. Spätestens danach sollte man kurze Ruhezeiten, vulgo Pausen, einlegen. Immerhin: Jeder dritte Manager ist davon überzeugt, dass er mit zusätzlichen Pausen konzentrierter und effektiver arbeiten würde, 21 Prozent glauben zudem, dass sich die Stressbelastung der Mitarbeiter durch Kurzpausen senken ließe, so das Ergebnis einer Umfrage des IWD Forschungsinstituts.

Fotoquelle Flickr

  • Share/Bookmark
Written by Ronni in: Fundstück | Schlagwörter:, , , ,
Jul
24
2009
6

Beste Wochenreste: Barack, Harry und der twitternde Affe

Endlich kann ich wieder meine Zeit damit verbringen, sinnvoll das Internet zu durchqueren und meine schönsten Fundfrüchte hier am Blog darzubieten. Heute gibt es wieder ein kleines Geekorama von Facebook über Twitter bis zu YouTube.

Auf Facebook mit Silvio, Barack und Mahmud
Wer sich in Facebook noch unter Studenten wähnt, der hat sein Profil seit einiger Zeit nicht mehr besucht. Von Business-Partner bis zu Onkeln und Tanten offenbart einem jeder mehr oder weniger viel aus dem Privatleben. Da ziehen natürlich auch die Mächtigen der Welt nach, so meint zumindest die Süddeutsche Zeitung und hilft Barack Obama, Silvio Berlusconi und Mahmud Achmadinedschad schon mal im Vorhinein bei der Erstellung der Profile. Genial! Am besten hat mir Achmadinedschads Profil gefallen, zum anständig Lesen einfach draufklicken.

mahmudDer twitternde Affe
Manchmal frage ich mich das bei Angestellten diversen österreichischer Zeitungen auch, aber die brasilianische Staatslotterie hat einen echten Affen für ihre Schreibarbeit engagiert. Dabei geht es um ein Onlinespiel, bei dem man Wetten kann, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Affe “Jimmy” den jeweiligen Namen tippt. Seine Versuche werden auf Twitter veröffentlicht.  Die Wahrscheinlichkeit, dass Jimmy meinen Namen twittert, liegt übrigens bei 282.429.536.481. Wer das auch mit seinem Namen probieren will, bitte hier entlang. Gefunden habe ich diese Kurosität bei Norbsi, was mich irgendwie auch nicht wundert! ;)

Wer sich das Thema Twitter noch einmal von prominenter Seite wunderbar witzig erklären lassen möchte, ist bei diesem YouTube-Video von Kevin Spacey und David Lettermann gut aufgehoben:


  • Share/Bookmark
Written by Ronni in: Fundstück | Schlagwörter:, , , , , ,
Jun
29
2009
2

Fieldtrip Donauinselfest

Nerdig vor dem App-Store abhängen, das kann man mit dem iPhone sehr wohl vortrefflich. Nicht umsonst bin ich bereits zum Installateur von mindestens 15 verschiedenen Anwendungen mutiert. Wie sich das Gerät in freier Wildbahn so anstellt, konnte ich beim Donauinselfest Wochenende austesten.

Twitterific und Worldview
Das Wetter ist ja neuerdings eine ziemlich launische Angelegenheit. Obwohl nasse Füße und schön viel Dreck wie das Frühstücksbier einfach zu Festivals gehören, kommt dennoch manchmal der Wunsch nach adäquater Besohlung (Gummistiefel oder Sandalen?) auf. Dafür gibt es gleich zwei Apps: Praktisch ist die Anwendung  “Worldview” mit der man Webcams rund um die Welt finden kann. Die Donauinsel ist davon aber leider noch sehr unberührt, abgesehen von dem Betonblick unten – gut für Datenschützer und FKK-Freunde, schlecht für meine Gummistiefel-or-not-Frage. Durchaus naheliegender ist da natürlich Twitter über die Anwendung Twitterific. Mit der Stichwortsuche finden sich leicht Zwitschernde, die vor Ort bereitwillig und unbefangen Auskunft über Boden- und Wetterverhältnisse erteilen.

IMG_0058 IMG_0059

Quando und Google Maps
Auch bei der Beförderungsfrage kann das iPhone helfen: Mit den Öffis leitet Quando übersichtlich an den Zielort, etwas gefährlicher im Handling kann man es mit Google Maps am Fahrrad haben. Wer eine Ein-Arm-ein-Auge-Technik für das Handy parat hat, kann sich in wilder Fahrt hinlotsen lassen. Auf der Website des Donauinselfest finden sich dann direkt vor Ort Karte und Programm – zum ersten Mal kein Glanzauftritt des iPhones. Dafür kann es aber hier relativ wenig, mit PDFs und einem großflächigen Suchprogramm ist die Seite in erster Linie für das Bedienen in Heim und Hof vor dem PC gedacht.

IMG_0061 IMG_0062

Facebook
Weitaus hilfreicher ist das iPhone da beim Netzwerken. Wer kann von sich schon behaupten, am nächsten Tag noch alle Menschen mit vollem Namen zu kennen, die man am Abend getroffen hat? Wenn man sie im Gespräch gleichzeitig auf Facebook added, kein Problem (Achtung: Das ist bereits fortgeschrittene Nerdness und wird möglicherweise nicht von jedem mit gleichem Enthusiasmus aufgenommen.).

IMG_0060

Kamera
Enttäuschend ist die Performance meines neuen Begleiters was Fotos und Videos angeht: Im Gegensatz zu meinem wirklich nur mit Basics ausgestatteten Nokia-Handy fehlen hier sowohl Zoom-Funktion als auch Blitz und auch die Videos sind alles andere als wohltönend. Insgesamt ist die Qualität etwas besser als auf meinem alten Handy – aber wenn ich mir schon so ein State-of-the-Art-Teil kaufe (das im freien Handel abseits von Tarifverträgen das fünffache kostet), will ich, dass es auch Fotos so gut wie eine normale Digitalkamera macht. Wer schöne Erinnerungen an ein Konzert haben will, sollte daher entweder völlig auf jegliche Gadgets verzichten und sich auf sein Gedächtnis verlassen, oder belastet sein Kreuz mit einer gescheiten Kamera.

Video von Naked Lunch “Town Full of Dogs”

nakedlunchIMG_0053

Fazit des Tages
Als Westentaschen-PC reduziert das iPhone die Kommunikation mit Menschen, die zwar für Auskünfte da sind, aber wegen Unfreundlichkeit unfragbar sind (Ordner, Kellner, Veranstalter, Polizisten, U-Bahnbedienstete). Gleichzeitig wird die Kommunikation mit angenehmen Zeitgenossen (Freunden, Twitterern, völlig Fremden) maximiert.

  • Share/Bookmark
Written by Ronni in: Spaziergang,iPhone | Schlagwörter:, , , , , , ,
Jun
26
2009
0

Das iPhone und ich: Erster Tag

Gestern war es also soweit: Vom T-Mobile-Vorsitzenden Robert Chvatal bis zum Leiter des Trainingscenters hochgelobt, wurde das iPhone 3G S vertrauensvoll in unsere Hände gelegt. Es herrschte ein Stimmungsmix aus Pressekonferenz und Eintauschen der Bälle bei 1, 2 oder 3 – so eine Freude können acht erwachsene Menschen bei einem neuen Handy (das sie ja auch nur probeweise haben) empfinden.

IMG_0001IMG_0005

iPod-Erfahrung reicht für erste Bedienung aus
Praktischerweise hat der Akku meines Handys gerade ein paar Minuten vor der Übergabe das Zeitliche gesegnet – es wusste die Zeichen der Zeit zu deuten. Ich bin ja eine der wenigen in der Runde, die nicht schon ein iPhone in der Tasche stecken hatte (siehe Foto unten). Nachdem Apple ja auf Bedienungsanleitungen zugunsten der “intuitiven Bedienung” (oder “wir sind viel zu cool dafür”) verzichtet, kann ich sagen, dass eine gewisse Vertrautheit mit iPod Touch oder iPod itself ausreicht, um das iPhone zumindest anfänglich zu bedienen.

IMG_0008

Erster Google-Maps-Test
Die erste kleine Bewährungsprobe gab es dann gleich auf der Nachhausefahrt mit dem Auto: Im Test “wenn einer fährt und schon beim Losfahren wissen will, ob die nächste Straße die richtige ist und der andere das Handy mit Google Maps bedient” hatte das iPhone mit dem größeren Display und dem S für Speed im Namen eindeutig den Vorteil gegenüber meinem alten (Nokia-)Handy. Vom neu integrierten Kompass war ich jetzt noch nicht sehr überzeugt, demnach wären wir ständig gegen die Wand gefahren. Der Tipp von Apple, um ihn dann richtig zu kalibrieren (“fahren sie mit dem Handy eine liegende Acht”) war mir doch ein wenig zu kinesiologisch.

Ready, steady, go!
Daheim ging es dann an die richtige Einstellungssache, nach einem wahren Regen an Applikationsempfehlungen von @cypher. Im Endeffekt haben es für den ersten Abend (natürlich) eine Facebook-Anwendung, Twitterific (für Twitter), Wikipanion (ein Wikipedia-Client) und Stanza (für gratis eBooks) auf mein iPhone geschafft. Heute und übers Wochenende geht’s weiter mit dem Stöbern im iTunes-Store und einem Out-On-The-Street-Test, wahrscheinlich am Donausinselfest.

IMG_0016

  • Share/Bookmark
Written by Ronni in: iPhone | Schlagwörter:, , ,
Apr
30
2009
10

Die Arbeit und das böse Internetz

Rechtzeitig zum 1. Mai gibt es “Am Hochsitz” eine Forderung meiner Arbeitnehmerwenigkeit: Rehabilitation für das Internet am Arbeitsplatz.

Für mich gibt es wenig Unterschied zwischen Job und Freizeit im Internet, ich bin prinzipiell ständig online (Hello Elektrosmog!) und als  Journalistin auf der Suche nach guten Geschichten. Natürlich treffe ich auf Facebook, Twitter usw. Freunde und führe private Gespräche – die interessantesten Themen kommen aber nun mal meist genau von diesen Menschen. Umso absurder finde ich den Artikel der Schweizer 20 Minuten “Facebook besucht, Kündigung erhalten”:

Am 13. November 2008 war eine 31-jährige Baslerin mit einer starken Migräne für einen Tag zu Hause geblieben. Eine Woche später zitierte ihr Chef bei der Versicherung Nationale Suisse sie zu sich ins Büro. Dort warteten bereits die Personalleiterin und ein Direktionsmitglied. «Sie teilten mir mit, ich hätte fünf Minuten Zeit, um meine Sachen zu packen und die Firma zu verlassen». Der Chef beanstandete, dass sie während ihrer Migräne Facebook besucht hatte. Sein Schluss: «Wer dies kann, kann auch arbeiten.» Die Angestellte habe angegeben, sie müsse bei Migräne im Dunkeln liegen und könne nicht am Bildschirm arbeiten. «Frau Bär war jedoch im Internet auf der Webseite Facebook aktiv».

Die Verteidigung der Betroffenen:

Sie habe im Bett liegend mit ihrem iPhone aufs Internet zugegriffen.

Internet = Telefon
Für  mich ist das völlig logisch und nachvollziehbar. Meine E-Mails während einer Krankheit abzurufen ist für mich dasselbe, wie ans Telefon zu gehen. Und da wird auch niemand gefeuert, wenn er das im Krankenbett macht – noch dazu, weil es sich meist um Anrufe aus dem Büro handelt.

Ebenso verstehe ich die Arbeitgeber nicht, die “privates” Surfen während der Arbeitszeit verbieten – zumindest im Medienbereich wären bei restriktiven Maßnahmen bereits alle ihren Job los (Möglicherweise DIE Chance, um an gute Stellen zu kommen!).

Facebook-Manieren
Was man dennoch bei allen Freiheiten beachten soll (und dabei gehe ich mit der landläufigen Meinung konform): Was du nicht in der Öffentlichkeit sagen würdest, das tue auch nicht im Netz. Wer diese Botschaft gerne in audio-visueller Form vermittelt bekommen will, dem sei dieses amüsante Video (via stylekingdom) zu empfehlen.

  • Share/Bookmark
Mrz
20
2009
12

Gutes der Woche

Der Freitag eignet sich perfekt als Resümee- oder Fazittag. Auf der heutigen Menükarte stehen gute Informationshappen (das Wort “Reste” kommt nicht auf den Teller) der vergangenen Woche.

Gedruckte Blogs
Online zu Print und nicht umgekehrt: Medienlese berichtet über das “The Printed Blog”-Magazin, dass auf acht Farbseiten ausschließlich Webinhalte abdruckt und auch auf das Blogeinnahme-Konzept setzt .

Sechs Ausgaben sind bereits erschienen. Blogger erlauben die Nutzung ihrer Inhalte und hoffen auf einen Anteil an den Werbeeinnahmen, Fixkosten für Autorentexte gehören damit der Vergangenheit an. Verteilt wird The Printed Blog derzeit in gerade mal drei amerikanischen Metropolen an wenigen ausgewählten Orten, weswegen wohl vor allem die PDF-Online-Ausgabe viele Leser haben dürfte.

Ich halte viel von solchen Projekten (ähnliche Formate starten bald auch in Deutschland und der Schweiz). Es gibt Unmengen interessanter Blogeinträge, die besser geschrieben und recherchiert sind, als so mancher Zeitungsartikel. Mehr davon!

In der Gosse
Meine vorherige Aussage unterstützt auch die “Zeit” mit dem Artikel “Der nationale Hang zur Gosse”, dessen Titel eigentlich schon den Grundtenor vorgibt. Er ist auch ein gutes Beispiel dafür, wie man Schreckliches in wunderschöner Schreibe unterbringt. Hier einige Kostproben:

Entwickelte Demokratien besitzen  anspruchsvolle Medien und Diktaturen miserable. Und Österreich eben österreichische.

Gegenwärtig ist journalistische Qualität allerdings nur mehr in Spurenelementen zu finden und dann meist in einsamen Nischen, in denen merkwürdige Außenseiter hausen.

Wahrscheinlich kann journalistische Qualität gar nicht nach absoluten Kriterien exakt bemessen werden. Es verhält sich damit vielmehr ähnlich wie mit der Armut. Die ist ein relativer Begriff. Ein österreichischer Notstandsempfänger würde vermutlich im Kosovo als gemachter Mann angesehen werden. Es bedarf daher auch keines sonderlichen Aufwandes, um sich in der österreichischen Medienszene von dem großen Rest abzuheben.

Blog-Todsünden und Twitter-Tools
Wer sich nach dieser depremierenden Lektüre aufs Bloggen konzentrieren will, der kann sich hier Tipps holen, wie man es nicht machen soll: “Die 7 Todsünden des Bloggens”.  Themen um den Blog zu füllen, gibt es zu Hauf in der “Linkschleuder” Twitter. Dazu passend empfehle ich die Lektüre von  “99 Essential Twitter Tools and Applications” . Für Geeks ein reines Fest!!

Sinnentleertes Ende
Der völlig sinnentleerte Tipp der Woche kommt natürlich zum Schluss. Diesmal ist es eine Website, deren einziges Ziel das ist: “What does 200 Calories look like?”

  • Share/Bookmark
Written by Ronni in: Fundstück | Schlagwörter:, , ,

Powered by WordPress. Theme: TheBuckmaker.