Jul
16
2010
2

Beste Wochenreste: Liebevoll

Die Liebe ist ein seltsam Spiel, das wusste schon Connie Francis in den 60er-Jahren. Besonders schwierig wird es, wenn bereits eine Umarmung körperlich anstrengend ist – Schuld sind die rund 40 Wiener Grad da draussen. Wie gut, dass es das Internet gibt, denn dort ist Liebe in jeder Form vorhanden und nimmt keinen Einfluss auf die Körpertemperatur.

Gestrickte Liebe
Liebe kann perfekt in einen Schal oder eine Decke eingestrickt sein, wie unsere Großmütter und die eigenen Werkstunden in der Schule vor vielen Jahren zeigten (auch wenn bei letzerem mehr Ärger im Spiel war). Manche Menschen lassen diese Liebe auch der gesamten Öffentlichkeit zu Gute kommen und betätigen sich in “Knitta” oder “knit graffiti”, d.h. gestrickte Graffiti. Die ersten Knitta-Versuche auf der Wiener Schmelzbrücke habe ich hier entdeckt.

Neues Lieblingsbuch?
Mit viel Liebe dürfte auch dieses Projekt voranschreiten: Jessie und Julia von LesMads schreiben an einem Buch über ihre bisherigen drei Jahre als Modebloggerinnen. Es wird im Jänner 2011 erscheinen, gespannt bin ich schon jetzt. Mehr dazu findet ihr hier.

Geliebte User
Über die Macht der User wird ja viel geschrieben, das Internet definiert sich vielerorts nur durch die Teilnahme jedes Einzelnen am Ganzen. Seit es Blogs, aber im besonderen soziale Netzwerke gibt, fürchten sich einige Unternehmen ganz schön vor dem Negativum der Userliebe, dem “Flaming“. Die ÖBB kommt weder auf Twitter, noch auf Facebook besonders gut weg. Wie beim Beispiel Ticketpreiserhöhung darauf reagiert wurde und welche Lehren sich daraus ergeben, liest man am besten auf dem Blog der besten Liechteneckers.

Digitaler Knigge
Respekt kann auch eine Form von Liebe sein, allen Menschen gegenüber im generellen und bei Einzelnen im Besonderen. Das gilt nicht nur im öffentlichen Raum, sondern auch im luftleeren Raum, dem Internet. Unter dem Titel “101 Leitlinien für die digitale Welt” hat die deutsche Telekom den alten Knigge digitalisiert. Und damit wir nicht vergessen, dass auch Oma Respekt gern auf Polster gestickt hat, gibt das ganze im Old-Fashion-Style. (via RupprECHT)

 

Sachen zum “Hach”en
Dieses Video ist ja wirklich bereits rund um die Welt gegangen, aber ich finde, es hat hier auch noch Platz. Als dem Standpunkt als Journalistin würde ich wohl ähnlich reagieren wie die Dame, meine Reputation als seriöse Berichterstatterin ist damit wohl dahin. Ansonsten – süß! (via electru)



Sachen zum “Hach”en2

Wo wir schon dabei sind: Michi von Cooloutfit hat immer die schönsten Fotos und zum heutigen Thema passen sie besonders gut dazu.

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Jun
11
2010
0

Beste Wochenreste: Bildungsweise

Man lernt nie aus, fürs Leben, immer neues, vieles mehr – ich habe zum Beispiel diese Woche wieder eine Menge an neuen und (meistens) netten Menschen kennengelernt und ebenso gelernt, dass man zwischendurch einfach Pausen machen muss, sonst macht dein Körper das für dich. Und weil ich gerade so im Lernen bin, hier meine bildungsreichen Wochenreste.

Wissen ist nicht gleich Information
Allen Menschen, die sich ob der Informationsfülle im Internet Sorgen um die Bildung der Kinder machen, sei dieses Video zu empfehlen. Dietrich Schwanitz erklärt, warum Wissen nicht gleich Information ist und was es zur Bildung braucht (via Netzpolitik):

Social-Media-Drogen
Wer schon das Internet als schweren Eindringling in das geordnete Leben betrachtet, der versteht Social Media noch weniger. Das effizenteste Rezept gegen die Skepsis vor Twitter, Facebook und ihren Freunden ist der Selbsttest – der unter zwei Monaten aber wenig erfolgreich ist. Die Suchtgefahr für Social Media ist nämlich potenziell sehr hoch, wenn man sich mal darauf einlässt! Welche Social-Media-Droge die geeignetste ist, kann man sich hier in dieser feschen Abbildung genauer zu Gemüte führen (via Indiskretion Ehrensache):

Familiendokumente
Wenn aus einem Blog ein Buch wird, dann bekommt ein Blogger Flügel. Bei Philipp Toledano ist das wohl verdient: Sein wunderschöner Fotoblog, in dem er die letzten Tage mit seinem verwirrten Vater dokumentiert, ist nun als Buch erhältlich und hiermit sehr zu empfehlen (via Spreeblick).

Handbuch
Bücher sind wunderschön, keine Frage. Der Brite Jeremy May hat aus einem Frevel eine Tugend gemacht: Er kreiert aus dicken, alten Schmökern Schmuck der so gut ausschaut, dass damit sogar Büchertötungen rechtgefertigt sind. (via Stilsucht)

Kleine Fehler
Tippfehler und falsche Namensnennungen sind ja leider das täglich Brot eines Printmediums. Es gibt  tatsächlich Leser, die jede neuen Ausgabe als Aufgabe sehen, möglichst viele Journalistenfehler zu finden und diese der Redaktion kundzutun. Platzhalter im Layout gehören auch zum täglich Brot, dass man so einen großen Mal übersieht, ist entweder ziemlich fahrlässig oder gewollt extrem lässig (via PhotoshopDesasters).

Sachen zum (Nicht-)Lachen
Zwar ist der Anlass nicht nur nicht zum Lachen, sondern einfach nur eine Schweinerei, aber dieses Video bringt das Verhalten von BP einfach genial auf den Punkt (via Markus):

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Apr
23
2010
1

Beste Wochenreste: Heiter abgeschlossen

Die vergangenen zwei anstrengenden Wochen betteln förmlich nach einem versöhnlichen Abschluss durch Spiel, Spaß und Musik. Und genau das gibt es nach dem Doppelpunkt:

Vier Akkorde braucht der Mensch
Es ist ja ein offenes Geheimnis, dass wirklich populäre Musik theoretisch äußerst einfach gestrickt ist. Die Kunst ist es, diese dazu benötigten wenigen Töne in die exakt richtige Reihenfolge zu bringen, gut auszuschauen und einen beinharten Promotion-Hai zu engagieren. Dass der Erfolg rein aus musikalischer Sicht nur ganze vier Akkorden braucht, zeigt diese Dreier-Combo sehr anschaulich:

Hau die Wurst

Was in Österreich als Online-Werbung vermarktet wird, schlittert oft an der Schmerzgrenze entlang oder direkt darüber. Umso besser, wenn sie richtig gut funktioniert und zudem so schön über die österreichische Prominenz (die schon an sich ein Gustostückerl ist) herzieht. Gelungen ist das dem Wursthersteller Trünkel, der unter www.wuerstelstand.net ein Online-Spiel ins Leben gerufen hat. Da kann man sich die Zeit vertreiben, indem man die High Society des Alpenlandes mit Würstel füttert oder sie damit bewirft (ich hab’s ausprobiert, es geht!). Die typischen Kommentare der jeweiligen Person dürfen natürlich nicht fehlen. (Via Heinz)

Social Media zum Lachen
Social Media ist wichtig und wird immer wichtiger, keine Frage. Bei einem so jungen Betätigungsfeld bleiben aber die selbsternannten Gurus inklusive ihrer anschaulichsten Grafiken nicht aus. Was genau sie einem da verkaufen, wird folgend äußerst amüsant wiedergegeben (via Meral):

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Mrz
19
2010
0

Beste Wochenreste: An die Arbeit!

Nachdem ich in meinen vergangenen Blogeinträgen nur über Belustigungen des Lebens geschrieben habe, drängt sich jetzt mal wieder die harte Arbeitswelt an die Front. Aber keine Angst, zu ernst wird es nicht.

Arbeitstypen
Ich persönlich liebe ja Persönlichkeitstests, besonders wenn sie einem sagen, was man bereits weiß. Aber Absicherung ist ja bekanntlich immer wichtig, nicht nur im Journalismus. Die Büromöbelfirma bene hat die Verhaltensweisen der sogenannten “Knowledge-Worker” – also jene, die mit Informationen arbeiten” – analysiert und ist auf vier unterschiedliche Arbeitstypen gestoßen: Den Anchor, den Connector, den Gatherer und den Navigator. Welcher seid ihr?

Bloggen ist Arbeit 1
In meinem letzten Beitrag ging es um Modeblogs und ihre Glaubwürdigkeit im Gegensatz zu Journalisten in Modezeitschriften. Diese Woche ist mir dazu gleich noch eine Untermauerung meiner These in den RSS-Reader geschlüpft: Die gesamte Vogue France Redaktion von der Balenciaga-Show auf der Pariser Modewoche ausgeladen. Über den Grund wird viel spekuliert, auf Modepilot.de gibt es eine sehr plausible Antwort: Neben ihrer Arbeit als JournalistInnen beraten die Vogue-Mitarbeiter Modelabels und anscheinend haben die Pariser Edelfedern andere Labels mit Balenciaga-ähnlichen-Vorschlägen versorgt. Was das wirklich Wilde daran ist:

Zwischen 10.000 Euro pro Stunde bis zu 50.000 Euro pro Tag bekommt eine Redakteurin, wenn sie ein Modehaus berät und dann eben mit dem Designer zusammen Kreationen erschafft, die später auf den Seiten der Magazine schön abgelichtet werden und sich dann wie geschnitten Brot verkaufen.

Und dann soll noch jemand sagen, die Modejournalisten wären unabhängig.

Bloggen ist Arbeit 2
Daher wird es wieder Zeit, hier ein bisschen Blogger-Werbung zu machen, wenn auch nicht im Modebereich: Georg Holzer, Techjournalist und (wahrscheinlich) einziger Nicht-BZÖ-Wähler in Kärnten ist mit seinem Projekt Digirati gestartet. Der Tech-Blog bringt auf spannende und unterhaltsame Weise News aus der WWWelt – so meine Meinung, so schreibt Georg darüber:

Was bringt dir digirati?

  • Das Morning Briefing informiert täglich um 08:00 Uhr über die Top 3-Stories aus der Tech-Welt, über die man redet. Plus: Link des Tages, Zahl des Tages etc.
  • In der Rubrik BigIdeas verschenke ich Geschäftmodelle. Wirklich!
  • Interviews, Analysen, Screencasts und noch viel mehr werden noch kommen.
  • Ein Podcast ist auch vorgesehen … die Pressestunde mit Gerald Reischl & Co. wird unter digirati schon bald wieder auferstehen.

Bloggen ist Arbeit 3
Die Webszene in Österreich ist klein, Zahlen und Fakten dazu halten sich daher in Grenzen. In seinem (übrigens empfehlenswerten) Blog zurpolitik.com hat Tom Schaffer das geändert:

Wer bloggt worüber in welchem Rahmen in Österreich? So lautet, stark verkürzt, die Fragestellung, die ich zusammen mit meinem Kollegen Michael Andres als Teilbereich einer Magisterseminararbeit im Wintersemester 2009/2010 beantworten wollte.

Daraus entstanden ist eine sehr interessante Bloggerserie, die man sich als interessierte Social-Media-Nutzer auf alle Fälle durchlesen sollte.

Social-Media-Arbeiter
Die Liechteneckers sind sowohl offline, als auch online ein durch und durch sympathisches Duo. Sie haben viel bis ganz viel Ahnung von dem was sie machen: Firmen im Internet zu repräsentieren im Großen und Ganzen und Social-Media-Marketing im Besonderen. Wie kompetent sie sich im Gegensatz zu vielen anderen diesen Themen annehmen, liest man in dem Interview auf KOMMPress.

Sachen zum Lachen – Google Edition
Was Menschen alles so mit sich machen lassen, ist nicht erst seit dem “Callboy” einer österreichischen Radiosendung weitläufig bekannt. Google arbeitet ja schon seit längerem daran, die Privatsphäre der Menschen zu statistisch verwertbarem Allgemeingut zu machen. Die ZDF Heute-Show hat daher den deutschen Satiriker Martin Sonneborn als “Google Homeview”-Vertreter durch ganz Deutschland geschickt (in Anlehnung an Google Streetview). Und was er da erlebt hat, ist einfach zum Brüllen! (via yuccatree)

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Mrz
12
2010
3

Beste Wochenreste: Oscarreif

Jetzt sind die Oscars also endlich vergeben und nun haben “wir” ihn endlich. Dass Herr Walz jahrelang im Wiener Burgtheater von Jedermann (no pun intended) übersehen wurde, nach Deutschland übersiedelt ist und mit seinem Heimatland nicht so unglaublich viel anfangen kann, wird galant unter den Teppich gekehrt. “Wir” waren ja auch schon Governator und halber Papst. Die Wochenreste bechäftigten sich deshalb zur Feier der Woche nochmals mit den laufenden Bildern.

Oscarreif im Bett
Wenn man sich die Oscars wirklich ganz ansieht und nicht auf die Zusammenfassungen am nächsten Tag wartet, kann sich das ganz schön in die Länge ziehen. Da gibt es unglaublich viele Kategorien, die den Schlafdrang wirklich weiter unterstützten. Eine Prämierung, die dagegen sicherlich helfen würde, wäre die der besten Sex-Szenen. Der Sex-Blog der ZEIT hat seine Nominierten schon einmal präsentiert, bitte hier entlang. (Foto Flickr)

Skypen mit den Stars
Hollywood-Prominenz kann man sich nicht nur auf dem roten Teppich vor dem Kodak Theatre anschauen, sie sind seit einiger Zeit auch auf Twitter und Facebook zu finden. Schauspieler, “Punk’d”-Moderator und in seiner berühmteste Rolle Ehemann von Demi Moore – Ashton Kutcher – ist für seine Web-Affinität besonders bekannt und hat auch ein eigenes Startup. Schon auf Twitter war er einer der ersten, jetzt nützt er DAS neue Tool “Chatroulette“, bei dem man per Zufallsprinzip einem Menschen zum Videochat zugeordnet wird – weltweit. Gefreut hat das einen Mathe-Studenten von der Universität von Calgary, obwohl sich der vielleicht mit Paris Hilton (siehe unten) noch besser gefühlt hätte. (via Perez Hilton)

Seriensüchtig
Die famose Sparte “Selbstauslöser” auf Spreeblick hab ich ja schon einmal zitiert, auch dieses Mal war wieder eine interessante Persönlichkeit vor der Kamera: Fränzi Kühne hat seit 1993 keine einzige Folge der Serie “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” versäumt. Während sie von den Darstellern wie von ihrer Familie spricht, schaut sie sehr normal und ausgesprochen symphatisch aus. Ich hatte leider (?) noch nie die Gelegenheit, dieses deutsche TV-Urgestein anzusehen, ein gewisser Ruf eilt ihm aber voraus. Als Serienjunkie kann ich aber dennoch nachvollziehen, wie man sich mit einem solchen Werk verbunden fühlen kann. Das Video ist dennoch irgendwie sehr faszinierend….

Sachen zum Lachen – Extended Version
Habt ihr als Kinder auch oft morgens, als noch keiner wach war, Wetterpanorama geschaut, weil euch soooooo fad war und es einfach kein anderes Programm gegeben hat? Dann gefällt euch das sicher auch (via Niggemeier)

Und weil es vergangenes Mal Beschwerden gab, dass ich seine amüsanten Videos vergessen habe, gibt es hier den besten Herrn Haderer mit der dritten Folge seiner Ein-Mann-Show “Haderer trifft”. Viel Vergnügen!

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Okt
15
2009
0

Die Girl Geeks hoch im Kurs

Dass Computern tendenziell männlich ist, versucht eine  Gruppe (Wahl-)Wienerinnen einem kleinen gallischen Dorf gleich aus der Welt zu schaffen. Sie treffen sich in regelmäßigen Abständen zu so genannten “Girl Geek Dinner”. [Wohlgemerkt nicht Geek Girl, weil es sich bei letzterem um die Freundin eines Geeks handelt - was aber sehr wohl auch einige sind...]

girlgeekSeit Herbst vergangenen Jahres treffen sich die “Mädels” (darunter auch meine Wenigkeit) zu “Girl Geek Dinner” (GGDV – Girl Geek Dinner Vienna) in verschiedenen Lokalen oder bei Mitgliedern zuhause zum essen und austauschen. Die Zeiten der Diskussionen um Internetsperren gegen Kinderpornografie und die generelle Renaissance des Web2.0 in den Medien haben in den vergangenen Wochen zu einiger Berichterstattung über die weiblichen Geeks geführt.  Unter “Mädels, schmeißt den Computer an” hat sich meine werte Studienkollegin Ingrid Brodnig im Falter mit dem Girl Geeks beschäftigt und erklärt auch gleich den Ursprung dieser Bewegung:

Die Idee der Girl Geek Dinner ist schon um den Globus gereist. Sie stammt von der Londonerin Sarah Blow, einer Softwareentwicklerin, die sich eines Abends fürchterlich ärgern musste. Sie saß in einer Runde von Computerfreaks. Nur weil die zierliche Mittzwanzigerin eine Frau ist, wurde sie automatisch für eine Marketingmitarbeiterin gehalten.

Schon etwas länger her ist der Artikel im Kurier, am vergangenen Montag war neben einer Redakteurin der Frauenzeischrift Woman auch ein Team der ORF-Sendung “Report” dabei und filmte zum Thema Internetsperren:

Wer sich in Wien befindet und sich von diesem Eintrag angesprochen fühlt, ist hiermit herzlich zum nächsten Treffen eingeladen. Sie werden sowohl am eigenen Wiki als auch auf der Facebook-Fanpage rechtzeitig angekündigt. Die prinzipielle Voraussetzung für ein Girl Geek kann jeder für sich mit dem Leitsatz der GGDV abtesten:

Wer “Girl Geek Dinner” beitreten mag, ist weiblich, Geek, bloggt, bastelt an Computern rum, programmiert, designt und/oder lebt das Internet.

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Okt
02
2009
7

Kurz und gut: Das Almcamp09

Wer in der Früh von Kuhglocken geweckt wird und danach als erstes den Twitter-Stream checkt um zu sehen, dass fünf andere gerade Zähneputzen, der konnte sich nur am AlmCamp09 befinden. Knapp eine Woche nach diesem genialen Wochenende kommt nun auch mein Bericht, kurz und gut: informativ, spannend, geekig, urig und gemütlich – eine Gaude!

Ein sehr großer Teil meines Bekanntenkreises ist immer wieder amüsiert bis verstört, was meine exzessive Nutzung von Web2.0-Diensten inklusive iPhone itself angeht. Jeder, der sich in der Welt zwischen Twitter und Facebook bewegt, kennt das anfängliche eigene Unverständnis für diese Dienste, dass früher oder später in jeder Menge Spaß an der Sache und einer gewissen Websucht mündet. Das AlmCamp09 war in diesem Zusammenhang fast wie ein Treffen von Freudensgenossen, die ganz ungeniert ihrer Leidenschaft fröhnten.

Wer inmitten eines Gespräches twitterte oder ein Status-Update an Facebook verschickte, ein neues Programm entwickelte, seine RSS-Feeds las, mit dem Gegenüber eine Runde Online-Computergaming betrieb oder einfach nur wahllos im Netz herumwanderte, war hier einer unter gleichen. Nach dem Motto “Laptop-Deckel zu, Teller drauf” wurde die Gaststube der Leonhardhütte zum Mekka des Elektrosmogs. Dass Geeks aber nicht nur gut computern können, zeigte sich zu späterer Stunde, wenn die Sessions in ein gemütliches Zusammensitzen übergingen, bei dem (entgegen der Meinung vieler) auch Face-to-Face miteinander gesprochen wurde. Das Fazit für das AlmCamp09: Eine Mischung aus Schulandwoche, Geekferien und Uni-Reminiszenz – wunderbar!

almcamp_gruppeDie AlmCamp09-Posse

Eine ausgezeichnete Zusammenfassung über das, was außerdem noch passiert ist, findet sich bei Jürgen Liechtenecker. Nachdem Bild und Ton immer so viele Worte mehr sprechen, verweise ich hiermit auf die Flickr-Fotos von Karola und Werner sowie Ritchies Beweisbilder, die er vor allen so gut versteckt halten will. Die Sessions zum Nachschauen finden sich hier. Nicht vorenthalten möchte ich hiermit auch das sehr amüsante “Anrainervideo” von Ali mit dem neuen Moderatoren-Superstar Peter “Greisl” Greisberger:

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Sep
18
2009
1

Geeks in schwindelnden Höhen: Almcamp 09

Von wegen Stubenhocker: Auch Geeks wollen an die frische Luft! Und weil es die in Wien nur selten gibt, startet am kommenden Wochenende das erste Almcamp in Kärnten.

almcampIm schönen Malta-Tal in Kärnten treffen knapp 50 Web-Aficionados von 25. – bis 27. September aufeinander, um sich in schwindelnden Höhen auszutauschen. Das AlmCamp09 wird von den Organisatoren als “All-In-One-Barcamp” bezeichnet, das heißt es gibt kein übergeordnetes Thema, sondern es geht um den Austausch zu Web-Themen und natürlich um die dazugehörige Umgebung.

Zum besseren Verständnis die Definition von Barcamp:

Ein BarCamp ist eine Ad-Hoc-Zusammenkunft entstanden aus dem Wunsch, in einer offenen Umgebung zu lernen und Wissen zu teilen. Es ist ein intensiver Event mit Diskussionen, Software-Demos und Vorträgen. Es gibt keine Zuhörer, nur Teilnehmer. Ein BarCamp ist eine Ad-hoc-Nicht-Konferenz (Wikipedia: Unconference), die zum ersten Mal 2005 in San Francisco und im deutschen Sprachraum zum ersten Mal im September 2006 in Wien stattfand. (via Barcamp.at)

Die Regeln sind eines Barcamps sind einfach: Jeder macht mit und jeder trägt etwas dazu bei. Man lernt einander auf gleicher Ebene kennen und profitiert ebenso vom Wissen eines jeden Teilnehmers. Also eine Konferenz ganz im Sinne des Webgedankens! Was beim Barcamp essentiell ist und auch als offizielle Regel gilt: Du sprichst über das Barcamp und du bloggst über das Barcamp. Das hätte in letzter Zeit immer weniger stattgefunden, beklagen die Veranstalter des AlmCamps. Von meiner Seite ist es jetzt zumindet nachgeholt!

Ich freu mich schon sehr auf das kommende Wochenende, das Almcamp ist erst mein zweites Barcamp, was die Sache noch spannender macht. Mit von der Partie sind auch einige bekannte und sympathische Gesichter, die eine super Zeit am Berg versprechen…

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Sep
11
2009
4

Beste Wochenreste: Social Media als Zigarettenpause

Die heutigen Wochenreste beschränken sich auf ein Thema, nämlich die Pause. Die habe ich bald dringend nötig. Wie schön ist es, dass der erwünschte Sommerurlaub im Oktober endlich kommt. In diesem Sinne kurz und knapp: Ein schönes Wochenende!

tschick“Ist Social Media die neue Form der Zigarettenpause?”  fragt sich die Karrierebibel.de, um es daraufhin gleich mit einem fetten “JA!” zu beantworten. Seit ich vor knapp zwei Jahren dem blauen Genuss ade gesagt habe (ihn aber ab und zu noch sehnsüchtig nachrieche) bin ich pausentechnisch gegenüber meinen rauchsüchtigen Arbeitsgenossen im Nachteil. Ich finde zwar nicht, dass Twittern und Facebooken dieselbe entspannende Wirkung hat wie ein Nikotinflash inmitten frischer Luft, aber zumindest kann man im Netz zusammen mit anderen hart arbeitenden Menschen auf hohem Niveau jammern.

Tatsächlich ist es so, dass diverse Studien die Produktivität steigernde Wirkung von kleinen Arbeitspausen preisen, insbesondere wenn wir sie zum Austausch mit anderen Menschen nutzen. Professor Alex (Sandy) Pentland vom MIT zum Beispiel zeigt in ihren Arbeiten, wie Büroplausch die Leistung der Mitarbeiter erhöht. Kurz: Er entspannt, sorgt für geistige Frischluft, inspiriert.

Der menschliche Organismus schafft es ohnehin nicht, sich länger als eine maximale Zeit von 70 bis 80 Minuten am Stück zu konzentrieren. Spätestens danach sollte man kurze Ruhezeiten, vulgo Pausen, einlegen. Immerhin: Jeder dritte Manager ist davon überzeugt, dass er mit zusätzlichen Pausen konzentrierter und effektiver arbeiten würde, 21 Prozent glauben zudem, dass sich die Stressbelastung der Mitarbeiter durch Kurzpausen senken ließe, so das Ergebnis einer Umfrage des IWD Forschungsinstituts.

Fotoquelle Flickr

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Jul
24
2009
6

Beste Wochenreste: Barack, Harry und der twitternde Affe

Endlich kann ich wieder meine Zeit damit verbringen, sinnvoll das Internet zu durchqueren und meine schönsten Fundfrüchte hier am Blog darzubieten. Heute gibt es wieder ein kleines Geekorama von Facebook über Twitter bis zu YouTube.

Auf Facebook mit Silvio, Barack und Mahmud
Wer sich in Facebook noch unter Studenten wähnt, der hat sein Profil seit einiger Zeit nicht mehr besucht. Von Business-Partner bis zu Onkeln und Tanten offenbart einem jeder mehr oder weniger viel aus dem Privatleben. Da ziehen natürlich auch die Mächtigen der Welt nach, so meint zumindest die Süddeutsche Zeitung und hilft Barack Obama, Silvio Berlusconi und Mahmud Achmadinedschad schon mal im Vorhinein bei der Erstellung der Profile. Genial! Am besten hat mir Achmadinedschads Profil gefallen, zum anständig Lesen einfach draufklicken.

mahmudDer twitternde Affe
Manchmal frage ich mich das bei Angestellten diversen österreichischer Zeitungen auch, aber die brasilianische Staatslotterie hat einen echten Affen für ihre Schreibarbeit engagiert. Dabei geht es um ein Onlinespiel, bei dem man Wetten kann, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Affe “Jimmy” den jeweiligen Namen tippt. Seine Versuche werden auf Twitter veröffentlicht.  Die Wahrscheinlichkeit, dass Jimmy meinen Namen twittert, liegt übrigens bei 282.429.536.481. Wer das auch mit seinem Namen probieren will, bitte hier entlang. Gefunden habe ich diese Kurosität bei Norbsi, was mich irgendwie auch nicht wundert! ;)

Wer sich das Thema Twitter noch einmal von prominenter Seite wunderbar witzig erklären lassen möchte, ist bei diesem YouTube-Video von Kevin Spacey und David Lettermann gut aufgehoben:


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