Jul
16
2010
2

Beste Wochenreste: Liebevoll

Die Liebe ist ein seltsam Spiel, das wusste schon Connie Francis in den 60er-Jahren. Besonders schwierig wird es, wenn bereits eine Umarmung körperlich anstrengend ist – Schuld sind die rund 40 Wiener Grad da draussen. Wie gut, dass es das Internet gibt, denn dort ist Liebe in jeder Form vorhanden und nimmt keinen Einfluss auf die Körpertemperatur.

Gestrickte Liebe
Liebe kann perfekt in einen Schal oder eine Decke eingestrickt sein, wie unsere Großmütter und die eigenen Werkstunden in der Schule vor vielen Jahren zeigten (auch wenn bei letzerem mehr Ärger im Spiel war). Manche Menschen lassen diese Liebe auch der gesamten Öffentlichkeit zu Gute kommen und betätigen sich in “Knitta” oder “knit graffiti”, d.h. gestrickte Graffiti. Die ersten Knitta-Versuche auf der Wiener Schmelzbrücke habe ich hier entdeckt.

Neues Lieblingsbuch?
Mit viel Liebe dürfte auch dieses Projekt voranschreiten: Jessie und Julia von LesMads schreiben an einem Buch über ihre bisherigen drei Jahre als Modebloggerinnen. Es wird im Jänner 2011 erscheinen, gespannt bin ich schon jetzt. Mehr dazu findet ihr hier.

Geliebte User
Über die Macht der User wird ja viel geschrieben, das Internet definiert sich vielerorts nur durch die Teilnahme jedes Einzelnen am Ganzen. Seit es Blogs, aber im besonderen soziale Netzwerke gibt, fürchten sich einige Unternehmen ganz schön vor dem Negativum der Userliebe, dem “Flaming“. Die ÖBB kommt weder auf Twitter, noch auf Facebook besonders gut weg. Wie beim Beispiel Ticketpreiserhöhung darauf reagiert wurde und welche Lehren sich daraus ergeben, liest man am besten auf dem Blog der besten Liechteneckers.

Digitaler Knigge
Respekt kann auch eine Form von Liebe sein, allen Menschen gegenüber im generellen und bei Einzelnen im Besonderen. Das gilt nicht nur im öffentlichen Raum, sondern auch im luftleeren Raum, dem Internet. Unter dem Titel “101 Leitlinien für die digitale Welt” hat die deutsche Telekom den alten Knigge digitalisiert. Und damit wir nicht vergessen, dass auch Oma Respekt gern auf Polster gestickt hat, gibt das ganze im Old-Fashion-Style. (via RupprECHT)

 

Sachen zum “Hach”en
Dieses Video ist ja wirklich bereits rund um die Welt gegangen, aber ich finde, es hat hier auch noch Platz. Als dem Standpunkt als Journalistin würde ich wohl ähnlich reagieren wie die Dame, meine Reputation als seriöse Berichterstatterin ist damit wohl dahin. Ansonsten – süß! (via electru)



Sachen zum “Hach”en2

Wo wir schon dabei sind: Michi von Cooloutfit hat immer die schönsten Fotos und zum heutigen Thema passen sie besonders gut dazu.

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Jul
09
2010
0

Beste Wochenreste: Augenweiden

Was ich in den vergangen zwei Wochen an Schönheit gesehen habe, ist nicht zu überbieten. Meine Schwedenerlebnisse (für die es natürlich eines eigenen Eintrages bedarf) waren tägliche visuelle Wunderheiten. Um mich von dem Fakt abzulenken, dass ich nicht mehr im Norden weile, musste ich mir diese Woche besonders viele visuelle Reize zuführen.

Swimming in the Sky
Auch wenn die Strände in Schweden sich optisch nicht vor denen in der Karibik schämen müssen, bei der Wassertemperatur hapert es ein wenig. Der 492×650 Fuss große Outdoor Swimming Pool des Marina Bay Sands Luxushotels in Singapur dürfte dieses Problem nicht haben. Wahrscheinlich kann man sich dort auch vom Smog freikaufen… (via electru)

Neue Weltsicht
Der Blog Fuck you very much versüßt mir täglich den Tag und beweist einmal mehr die Ausdruckskraft von Bildern. Die Posts bestehen nur aus einem Satz zu einem wirklich ausgezeichneten Foto – und das ist alles was es braucht. Ihre Weltsicht besteht aus jeder Menge Sarkasmus mit Coolness on top, wie man unschwer auch an dem untenstehenden Bild sehen kann. (Außerdem sind die beiden Urheber aus Dänemark, durch das man fährt, wenn man nach Schweden will.)

Gewünschte Manipulation
Die Erfindung des Photoshops war die Geburtsstunde des weiblichen Unzulänglichkeitsgefühls. Wie grandios sich so mancher an diesem Programm vergeht, kann man zum Beispiel täglich auf Photoshop Desasters bewundern. Der Tübinger Fotograf Thomas Wuhrer hingegen erschafft in der Verbindung seines fotografischen Könnens und der digitalen Bildbearbeitung kleine Meisterwerke. (via electru)

Das Ende naht
Hier wurde zwar kein Photoshop, dafür aber jede Menge anderes Special-Effect-Zeugs verwendet: Harry Potter geht in die letzte Runde und weil es so schön ist und viel Geld bringt, wurden daraus zwei Teile gemacht. Nichtsdestrotrotz werde ich mir beide mit Freuden, Freunden, Brille und Popcorn anschauen.

Ausgezeichnete Idee: 31 Tage – 31 Bücher
Meine Leidenschaft für Bücher und Listen ist bekannt, umso mehr freue ich mich, dass ich diese Verbindung in einem österreichischen Blog gefunden habe: Unter dem Titel “31 Tage – 31 Bücher” hat Iwona auf ihrem Blog 31 Menschen aufgerufen, täglich ein Buch unter bestimmten Voraussetzungen zu rezensieren. Absolut lesenswert!

Sachen zum Lachen
Was ein Mann dieser Tage so alles sein muss – sie könnten einem fast leid tun. Eine gute Zusammenfassung aller notwendigen Ingredienzien hat dieser Werbespot vollbracht. Genial! (via Susi)

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Jul
08
2010
6

In eigener Sache: Portrait auf Blögger

Ich blogge hier nun seit ein bisschen mehr als einem Jahr und es fehlen nur noch zwei auf den hundertsten Post. Quasi zum Jubiläum hat mich Blögger zu meiner Lieblingsbeschäftigung im Netz befragt, was mich natürlich sehr gefreut hat. Das gesamte Interview findet ihr hier.

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Jun
11
2010
0

Beste Wochenreste: Bildungsweise

Man lernt nie aus, fürs Leben, immer neues, vieles mehr – ich habe zum Beispiel diese Woche wieder eine Menge an neuen und (meistens) netten Menschen kennengelernt und ebenso gelernt, dass man zwischendurch einfach Pausen machen muss, sonst macht dein Körper das für dich. Und weil ich gerade so im Lernen bin, hier meine bildungsreichen Wochenreste.

Wissen ist nicht gleich Information
Allen Menschen, die sich ob der Informationsfülle im Internet Sorgen um die Bildung der Kinder machen, sei dieses Video zu empfehlen. Dietrich Schwanitz erklärt, warum Wissen nicht gleich Information ist und was es zur Bildung braucht (via Netzpolitik):

Social-Media-Drogen
Wer schon das Internet als schweren Eindringling in das geordnete Leben betrachtet, der versteht Social Media noch weniger. Das effizenteste Rezept gegen die Skepsis vor Twitter, Facebook und ihren Freunden ist der Selbsttest – der unter zwei Monaten aber wenig erfolgreich ist. Die Suchtgefahr für Social Media ist nämlich potenziell sehr hoch, wenn man sich mal darauf einlässt! Welche Social-Media-Droge die geeignetste ist, kann man sich hier in dieser feschen Abbildung genauer zu Gemüte führen (via Indiskretion Ehrensache):

Familiendokumente
Wenn aus einem Blog ein Buch wird, dann bekommt ein Blogger Flügel. Bei Philipp Toledano ist das wohl verdient: Sein wunderschöner Fotoblog, in dem er die letzten Tage mit seinem verwirrten Vater dokumentiert, ist nun als Buch erhältlich und hiermit sehr zu empfehlen (via Spreeblick).

Handbuch
Bücher sind wunderschön, keine Frage. Der Brite Jeremy May hat aus einem Frevel eine Tugend gemacht: Er kreiert aus dicken, alten Schmökern Schmuck der so gut ausschaut, dass damit sogar Büchertötungen rechtgefertigt sind. (via Stilsucht)

Kleine Fehler
Tippfehler und falsche Namensnennungen sind ja leider das täglich Brot eines Printmediums. Es gibt  tatsächlich Leser, die jede neuen Ausgabe als Aufgabe sehen, möglichst viele Journalistenfehler zu finden und diese der Redaktion kundzutun. Platzhalter im Layout gehören auch zum täglich Brot, dass man so einen großen Mal übersieht, ist entweder ziemlich fahrlässig oder gewollt extrem lässig (via PhotoshopDesasters).

Sachen zum (Nicht-)Lachen
Zwar ist der Anlass nicht nur nicht zum Lachen, sondern einfach nur eine Schweinerei, aber dieses Video bringt das Verhalten von BP einfach genial auf den Punkt (via Markus):

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Jun
04
2010
1

Beste Wochenreste: Von Kindheitserinnerungen und Urlaubsträumen

Soll ich wirklich noch etwas über das Wetter schreiben? Nein, ich sollte stattdessen einfach Oscar Wilde zitieren: “Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.” Derweil gibt es hier zumindest im Kopf einen Ausflug in schöne Gefilde, sei es Urlaub oder Kindheit.

Zeige Sie mir eine typische Geste
Bereits im Italienisch-Unterricht wurde mir vermittelt, dass meine Gesten anderen Ländern schon gar nicht das gleiche bedeuten müssen. Der ORF-Korrespondent im Nahen Osten Karim El-Gawhary klärt auf seinem taz-Blog nun sehr interessant über orientalische Gesten auf:

Urlaub am Arbeitsplatz
Viele träumen jetzt vom baldigen Urlaubsbeginn, besonders wenn das Wetter in Österreich so gar nicht will. Als Freiberufler hat man ja die schöne Wahl, seinen Arbeitsplatz so gestalten, wie man möchte. Unter dem Titel “Surfing with the sand between my toes” hat sich der Künstler Justin Kemp eingerichtet: (via Luca)

Ohne Füße beim Barcamp
Wie es ist, sich die ganze Zeit sitzend fortbewegen zu müssen – und nicht nur freiwillig ständig vorm Computer zu sitzen – konnte ich beim Barcamp Wien am vergangenen Wochenende ausprobieren. Der sehr charmante Martin Habacher hat mit der Aktion “Barchair” die anwesenden Geeks auf den Rollstuhl gesetzt, sie als Profi durch einen (für Fußgänger völlig unspektakulären) Parcour holpern und danach Fragen beantworten lassen. Bildlich festgehalten schaut das Ganze so aus:

Alle weiteren Videos gibt es hier.

Die Macht der Kinogeher
Beim Barcamp war natürlich auch wieder von der “Macht der Crowd” die Rede. Damit soll jene Stärke bezeichnet werden die sich ergibt, wenn eine Masse von Nerds im Internet gemeinsame Sache macht. Der Internetdienst Mombo.com nützt zum Beispiel Tweets auf der ganzen Welt, um Filme zu beurteilen. Ich finde: 8.000 Tweets pro Tag sind doch deutlich aussagekräftiger als eine Handvoll selbstverliebter Filmkritiker, das haben amerikanische Wissenschaftler hier auch noch bewiesen.

Bist du groß geworden!
Seit einem gewissen Alter erwische  ich mich leider dabei, mich mit den Worten “Bist du groß geworden!” nicht um ein Haar von meinen eigenen Tanten und Onkeln zu unterscheiden. Bin jedesmal wieder entsetzt, wenn mir dieser Satz aus dem Mund flutscht. Vielleicht sollte ich mir als Vorbereitung einfach den Film von JK Keller anschauen, der sich acht Jahre lang jeden Tag fotografiert und daraus ein kleines Filmchen gemacht hat.

Zurück in die Kindheit und retour
Apropos Kindheit: Was haben wir mit Marty McFly mitgefiebert, bis er seine Jennifer (??) – wie war das mit Frauennamen in Filmen? – endlich hatte (sogar als ihn seine Geschichte in peinliches Wild-West-Territorium führte). Der Künstler Nils Guadagnin hat das legendäre Hoverboard jetzt nachgebaut, richtig fliegen kann es aber nicht – Elektromagnete kreieren nur in auf der Ausstellungsfläche das Schwebeerlebnis. (via Engaget)

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Mai
28
2010
4

Beste Wochenreste: Anschauen lohnt sich

Bei mir geht es diese Woche mit Bildern weiter, vielleicht weil ich auch beruflich so auf das Visuelle fixiert bin: Dieser Tage, genauergesagt heute und morgen, geht ein von mir mitorganisiertes Projekt, die Architekturtage 2010 über die Bühne. Bei diesen Tagen der offenen Tür in ganz Österreich kann man sich über spannende Architektur informieren. Wer also für das Wochenende noch nichts vor hat: Anschauen!

Große Bilder
Völlig verständlich, dass ich meinen ersten Beitrag daher mit einem Architekturthema im weitesten Sinne beginne: Die Faszination einer Baustelle erschließt sich mir – im Gegensatz zu so manchen kleinen und großen Buben – nicht (immer). Bei dieser mache ich dann wohl eine Ausnahme: DerStandard hat die Baustelle Wiener Südbahnhof besucht und einen Blick von oben riskiert. Entstanden sind nicht nur spannende Bilder der Riesenbaustelle (mit einer Größe von 109 Hektar so groß wie der Bezirk Josefstadt), sondern auch schöne Aussichten auf Wien.

Die Blogger und ihre Schreibtische
Von den guten Blogs kann man ja nie genug haben – als kleiner Nachtrag zu der Aktion “Ein Herz für Blogs” findet man hier eine anschauliche Liste guter deutscher Blogs. Die Blogbefüller geben Auskunft über ihr Schreiberling-Dasein, Tipps für weitere sehenswerte Sites und zeigen die Schreibtische, an denen alles entsteht. Nice! Auch Lisa hat ein Herz für Blogs gezeigt und interessante österreichische Blogs gefunden. Ich freue mich auch sehr über die Empfehlungen im Rahmen der Aktion hier, hier und hier.

Präsenz von Frauen in Filmen
Welche Stereotypen sich Disney über die Jahrzehnte für Männer herangezüchtet hat, habe ich schon an anderer Stelle einmal erwähnt. Diesmal geht es um die Darstellung von Frauen in Filmen und da schaut die Realität noch düsterer aus. Der Bechdel-Test geht diesem Phänomen mit drei einfachen Fragen auf den Grund:

1. Spielen in dem Film mindestens zwei Frauen mit und haben sie Namen?
2. Sprechen diese Frauen miteinander?
3. Sprechen sie über etwas anderes als Männer?

Wieviele Filme diesen Test nicht bestehen, seht ihr hier (via Spreeblick):

Bauernschlau
Bauernschlau, aber ohne Genierer würde man wohl diesen alten Herrn bezeichnen, der Justin Halpern jetzt zu einem Buch- und einem Serienvertrag verholfen hat. Nachdem der 28-Jährige auf Grund von Lebenswirren zurück zu seinem Vater zog, hielt er die recht heftigen Sprüche seines Vaters via Twitter fest. Vor kurzem erschien dazu ein Buch, der amerikanische Fernsehsender CBS hat schon eine Pilotserie mit William Shatner als “Dad” gedreht. Unter dem Titel “Shit my dad says” finden sich auf Twitter so Schmankerln wie: (via Spreeblick)

Do people your age know how to comb their hair? It looks like two squirrels crawled on their heads and started fucking.

“You worry too much. Eat some bacon… What? No, I got no idea if it’ll make you feel better, I just made too much bacon.”

„YOU, a published writer?..Internet don’t count. Any asshole can throw shit up on there.“

Klugscheißer
Jeder, der in der Informationsbranche arbeitet, kennt diese Menschen und jeder in dieser Branche läuft täglich Gefahr, selbst einer zu sein/werden: Ein Klugscheißer. Was aber nicht heißt, dass ich Wissen nicht wichtig finde. Dieses Buch ist nicht umsonst in meinem Regal, was mich natürlich auch zu einem Klugscheißer macht. Umso wichtiger ist es, sich manchmal auf den Boden zurückzuholen, wie das die famose Band Bonaparte so treffend schafft. (via Sascha)

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Mai
25
2010
2

Ein Herz für Blogs – Meine Wahl

Nachdem ich ein geniales Pfingstwochenende in Germanien bzw. im schönen Freistaat Bayern verbracht habe, konnte ich diesem Ruf der besten Nachbarn noch weniger widerstehen: Es gibt eine Neuauflage der Aktion ein Herz für Blogs, bei dem am heutigen Tag möglichst jeder Blogger die “Webtagebücher” vorstellen soll, die ihn täglich in seinem Feedreader erfreuen. Meine Wahl kommt alphabetisch nach dem Herz:

Checkfelix

Wer über die berühmt-berüchtigte Wiener Südosttangente Richtung Süden – wie der Name vermuten lässt – fährt, hat vielleicht schon einmal die Werbung für den Reise-Suchmaschinen-Anbieter gesehen, die dort kaum zu übersehen ist. Vielleicht geht es aber auch nur mir so, weil der geschätzte Heinz Grünwald dort gearbeitet hat. (Dass man Firmen am besten mit Gesichtern bzw. Menschen verbindet, wissen ja nicht zuletzt die Werber.) Trotz des Weggangs von Heinz lese ich den Blog von Checkfelix sehr gerne, weil er für Reisesüchtige wie mich immer mit interessanten Tipps aufwartet, wie zum Reise-iPhone-Apps oder Tipps für Städtetrips.

Coco’s Tea Party

Ich weiß nicht mehr, wie ich auf den Blog der britannischen Dame gestoßen bin, aber ich finde ihn einfach großartig. “Coco” beschäftigt sich hier auf hohem Niveau mit der hohen Mode,  verzichtet dabei auf Outfitposts und Selbstdarstellung und schreibt stattdessen sehr erfrischend und professionell über die neuesten Strömungen im schönen Business. Meine Vermutung ist, dass diese Dame bei einer Modezeitschrift angestellt ist, so wie sich mancher Beitrag liest. Was mir am besten gefällt, sind die sonntäglichen Rückblicke (“Hit and Miss of the Week”) auf die Modewoche anhand von Hollywood-Stars. Sie bleibt dabei stets amüsant und beschreibt detailliert, was ihr gefällt und was nicht, gleitet aber nie in Klatsch, Tratsch und Hohn ab wie so manch anderer.

Digirati

Über das “neue” Baby von Georg Holzer habe ich schon an anderer Stelle geschrieben. Aber weil mir seine Morning Briefings wirklich gut gefallen und man einfach merkt, dass er ein Vollbut-Journalist ist, hier nochmals meine Empfehlung: Tech-Nachrichten spannend, unterhaltsam, kurz und bündig zusammengeschrieben.

Isa Trends Blog

Bei folgendem Eintrag hab ich ein bisschen Bauchweh: (Promi-)Journalisten sind schon ein eingebildeter Haufen (nicht nur in Österreich) und das möchte ich eigentlich nicht fördern. Dennoch finde ich so manchen Eintrag auf dem Blog von Isabella Klausnitzer (den sie sich unter anderem mit Gastbeiträgen von Elisabeth Sereda, Guido Tartarotti etc. aufschmückt) sehr amüsant und aufschlussreich. Dort wird oft von Dingen geschrieben, die einem Journalisten zwar passieren, die es aber sicher in kein Medium schaffen, weil sie eher wenig glamourös sind: Zum Beispiel, wenn man ins Hotel gekarrt wird, um den Stars auf Promotion-Tour die ewig gleichen Fragen zu stellen. Platz finden auch die Erfahrungsberichte, wie zum Beispiel jener des österreichischen Designers Andreas Lackner, der in Shanghai als “Modegastarbeiter” auf eine Fashion-Show vorbereitet.

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Mai
21
2010
1

Beste Wochenreste: Schöne Bilder

Man kann ja prinzipiell alles verteufeln: Schöne Menschen, schöne Bilder oder zu schöne Bücher, weil sie einem nicht die Realität vermitteln. Wer zum Beispiel in Wien wohnt, kann sich das Schöne gut und gerne leisten, wenn er einfach nur ein bisschen mit der U6 fährt, oder am Praterstern spazieren geht. Jeder von euch kennt in seinem Heimatgebiet sicherlich auch das ein oder andere Plätzchen, dass einen schön wieder auf den Boden holt. Deswegen gibt es hier und heute viele schöne Bilder.

Sachen zum Staunen
Island ist immer eine Reise wert – auch wenn diese im Moment ein bisschen erschwert wird. Ich finde, man kann ein solch’ schönes Naturschauspiel gar nicht verwünschen. (Obwohl ich leicht reden habe, mein Urlaub startet per Zug). Das Überzeugungsvideo für alle Skeptiker, bitte hier entlang (via Spreeblick):

YouTube: Zwei Milliarden Anschauer
Wenn wir schon beim Videoabspielen sind: YouTube feierte 2010 bereits einige Zahlenspiele, darunter den 5. Geburtstag und diese Woche zwei Milliarden Views pro Tag. Den Jubiläumskanal dazu findet man hier, das offizielle Jubelvideo hier: (via wienerpost)

Die dunkle Seite
Nicht nur laufend können Bilder wunderschön sein, auch Fotografie als solches wird hier in diesem Blog ja hochgehalten. Bei electru habe ich wieder eine besonders schöne Portraitserie entdeckt.

Indererfinder im Interview
Wenn wir dann auch noch bei der dunklen Seite sind: Seit 39,90 weiß man, dass Werber sich ständig zukoksen und dazu völlig unverantwortlich und egoistisch sind. Es gibt aber sehr wohl auch symphatische Exemplare, wie der geschätze Herr Pyrker auf dem KommPress-Blog der FH Wien beweist. Obwohl: Wie weit kann man das nach einem Interview sagen – die Werbedamen und Herren sind ja die Meister im Sich-Interessant-Machen. Egal. Auf alle Fälle sollte man sich das interessante Gespräch mit dem Erfinder des Inder hier durchlesen. Schon allein sein Lebensmotto bringt das Dilemma der Berufslustigen wohl gut zum Ausdruck:

Im Leben kann man sich aussuchen, auf welche Art und Weise man unglücklich sein will. Das ist die einzige Wahrheit, die man hat.

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Apr
09
2010
4

Beste Wochenreste: Männer, Frauen, IT-Journalisten

Nein, ich beginne den Eintrag nicht mit meinem Senf zum iPad, sondern verstecke ihn lieber hinter einem wunderbaren Video mit beruhigender Musik. Möglicherweise sieht die apple-genervte Leserschaft dann darüber hinweg, denn diese Woche sind mir wieder ein paar nette Schmankerln vors Fernrohr gelaufen.

Musiktheorie zum Schwärmen
Für folgendes Video gibt es eine unangefochtene Anschaupflicht! Wenn ich diesen Mann schon zuvor gekannt hätte, hätte ich mir die fünf Jahre Tonsatz sparen können. Er erklärt Musiktheorie nicht nur spannend und einleuchtend, sondern spielt auch noch wahnsinnig schön Klavier. (aus der wunderbaren Spreeblick-Reihe Selbstauslöser)

iPad ja oder nein?
Am iPad ist diese Woche niemand vorbeigekommen, sogar österreichische Journalisten reisen dazu extra nach NY, um sich an der Fifth Avenue am Kaufrausch der Apple-Junger zu ergötzen. Den Kauf eines iPads fällt eindeutig unter die Kategorie “Luxus und sonst nichts”, denn eine wirkliche technische Neuerung – die das Arbeiten in irgendeiner Form erleichtert – ist es ja nicht. Das iPad ersetzt nämlich weder ein Smartphone, ein Netbook oder einen E-Book-Reader. Wer sich ein solches Teil aber dennoch leisten will, aber ein schlechtes Gewissen hat, kann sich ja mit diesem Quiz (nicht) überzeugen lassen. (via Wired)

Journalisten IT-Sprech einmal anders
Apropos Tech-Journalisten: Ich habe selbst schon oft erlebt, dass Journalisten besonders in der IT Texte verfassen, obwohl sie von der Materie meist noch weniger als der gemeine DAU wissen. Auf Mitternachtshacking.de wird diese Kunst auf beste Weise portraitiert:

  • Account geknackt = hat das Passwort erraten (vermutlich der Name des Hundes)
  • Empfehlung = von Heise abgeschrieben
  • Hacker-Opfer = hat sein Passwort auf einer Phishing-Seite eingegeben
  • Hacker-Skandel = der Autor ist drauf reingefallen
  • Internet-Banking = sehr gefährlich. Nur dran denken genügt schon, um ruiniert zu werden.

Männer in Strumpfhosen
Auf eine sehr aufwändige, aber nicht minder lustige Art und Weise machen sich zwei französische Blogger an der Oufitfotografie in Modeblogs lustig. Unter P & P – Le Petite Echo Malade stellen die Herren die Fotos nach – einfach genial! (via bees and ballons)

Sachen zum Lachen
Das Video haben wahrscheinlich schon die meisten von euch gesehen, aber ich finde es immer wieder gut – wahrscheinlich auch, weil ich das ganze Osterwochenende mit meinen Nichten verbracht habe und den Herrn am Lenkrad gut verstehe.

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Apr
06
2010
1

Erste Wiener Twitterlesung

Das häufigste Argument, dass Menschen gegen die Beschäftigung mit Social Media anbringen ist, dass Essensgewohnheiten der anderen niemanden interessieren. Und wirklich: Viele Tweets und Facebook-Nachrichten beschäftigen sich mit dem Alltäglichen bis hin zum Banalen. Die erste Wiener Twitterlesung greift das nun richtig wienerisch auf.

50 Millionen „Tweets“ (d.h. auf dem Microblogging-Dienst Twitter gespostete Kurznachrichten) werden pro Tag von den Twitterern produziert. Das dabei nicht alles hochintellektuell und inspirierend ist, ist einleuchtend, vieles ist sogar schwer verdaulich bis grauslich. Wir machen uns auf die Suche nach den besten Kurznachrichten, die thematisch zum „Essen, Verdauen, Ausscheiden“, „Arschkriechen“ und „gemeiner Abfall“ passen. Genau diese Tweets wollen wir in einer dreiteiligen „Twitterlesung“ zusammentragen und vorlesen.

Jana Herwig (@digiom), Lena Doppel (@lena_d) und Meral Akin-Hecke (@kigo) nützen die kontroversiellen begehbaren Installationen des niederländischen Künstlerkollektivs Atelier Van Lieshout um diese durch und durch wienerische erste Twitterlesung zu präsentieren.

Wann: Freitag 9. April 2010 jeweils zur vollen Stunde 17 Uhr 18 Uhr 19 Uhr
Wo: Museumsquartier Wien, Haupthof, Bar Rectum

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