Jul
16
2010
2

Beste Wochenreste: Liebevoll

Die Liebe ist ein seltsam Spiel, das wusste schon Connie Francis in den 60er-Jahren. Besonders schwierig wird es, wenn bereits eine Umarmung körperlich anstrengend ist – Schuld sind die rund 40 Wiener Grad da draussen. Wie gut, dass es das Internet gibt, denn dort ist Liebe in jeder Form vorhanden und nimmt keinen Einfluss auf die Körpertemperatur.

Gestrickte Liebe
Liebe kann perfekt in einen Schal oder eine Decke eingestrickt sein, wie unsere Großmütter und die eigenen Werkstunden in der Schule vor vielen Jahren zeigten (auch wenn bei letzerem mehr Ärger im Spiel war). Manche Menschen lassen diese Liebe auch der gesamten Öffentlichkeit zu Gute kommen und betätigen sich in “Knitta” oder “knit graffiti”, d.h. gestrickte Graffiti. Die ersten Knitta-Versuche auf der Wiener Schmelzbrücke habe ich hier entdeckt.

Neues Lieblingsbuch?
Mit viel Liebe dürfte auch dieses Projekt voranschreiten: Jessie und Julia von LesMads schreiben an einem Buch über ihre bisherigen drei Jahre als Modebloggerinnen. Es wird im Jänner 2011 erscheinen, gespannt bin ich schon jetzt. Mehr dazu findet ihr hier.

Geliebte User
Über die Macht der User wird ja viel geschrieben, das Internet definiert sich vielerorts nur durch die Teilnahme jedes Einzelnen am Ganzen. Seit es Blogs, aber im besonderen soziale Netzwerke gibt, fürchten sich einige Unternehmen ganz schön vor dem Negativum der Userliebe, dem “Flaming“. Die ÖBB kommt weder auf Twitter, noch auf Facebook besonders gut weg. Wie beim Beispiel Ticketpreiserhöhung darauf reagiert wurde und welche Lehren sich daraus ergeben, liest man am besten auf dem Blog der besten Liechteneckers.

Digitaler Knigge
Respekt kann auch eine Form von Liebe sein, allen Menschen gegenüber im generellen und bei Einzelnen im Besonderen. Das gilt nicht nur im öffentlichen Raum, sondern auch im luftleeren Raum, dem Internet. Unter dem Titel “101 Leitlinien für die digitale Welt” hat die deutsche Telekom den alten Knigge digitalisiert. Und damit wir nicht vergessen, dass auch Oma Respekt gern auf Polster gestickt hat, gibt das ganze im Old-Fashion-Style. (via RupprECHT)

 

Sachen zum “Hach”en
Dieses Video ist ja wirklich bereits rund um die Welt gegangen, aber ich finde, es hat hier auch noch Platz. Als dem Standpunkt als Journalistin würde ich wohl ähnlich reagieren wie die Dame, meine Reputation als seriöse Berichterstatterin ist damit wohl dahin. Ansonsten – süß! (via electru)



Sachen zum “Hach”en2

Wo wir schon dabei sind: Michi von Cooloutfit hat immer die schönsten Fotos und zum heutigen Thema passen sie besonders gut dazu.

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Jul
08
2010
6

In eigener Sache: Portrait auf Blögger

Ich blogge hier nun seit ein bisschen mehr als einem Jahr und es fehlen nur noch zwei auf den hundertsten Post. Quasi zum Jubiläum hat mich Blögger zu meiner Lieblingsbeschäftigung im Netz befragt, was mich natürlich sehr gefreut hat. Das gesamte Interview findet ihr hier.

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Jun
18
2010
0

Beste Wochenreste: Ich packe meine Sachen und hab’ Rückenwind…

Aus welcher Position startet man am besten in den Urlaub? Aus einer Woche Krankenstand! Nein, Scherz beseite – ich bin froh, dass ich wieder halbwegs fit bin, um morgen mit einer Rundreise durch Schweden zu starten (also nicht wundern, wenn es in den nächsten zwei Wochen hier sehr ruhig ist). Deswegen dreht sich heute AmHochsitz nochmals alles um das Thema Urlaub:

Hotels der anderen Art
Nachdem in Schweden das Jedermannsrecht gilt, versuche ich es in diesem Urlaub nach längerer Abstinenz mal wieder mit Campen – aber immer schön abwechselnd mit einer netten kleinen Pension. Wer die Abwechslung der anderen Art sucht, sollte sich diese Liste der zehn außergewöhnlichsten Hotels der Welt anschauen, die – man glaubt es kaum – von einer österreichischen “Behausung” angeführt werden. (via SabyH)

Das Hobbit-Motel in Neuseeland

Das winzige Unterwasserhotel “Utter Inn” in Schweden (!!)

Balkonien einmal anders
Hier steht man vor dem Henne-Ei-Problem oder etwas mit ähnlichem Kaliber: Wer sich diese Balkone in New York leisten kann, wird seinen Urlaub wahrscheinlich nicht darauf verbringen und vor lauter Arbeit nicht viel Zeit haben, ihn unter normalen Umständen zu genießen. So oder so steigen wir Normalos besser aus, finde ich.

Leopoldstadt goes NY Times
Apropos Balkonien: Es soll ja einige Menschen geben, die mit Freuden nach Wien auf Urlaub kommen. Nach diesem Artikel über meine “Hood”, den zweiten Wiener Gemeindebezirk in der New York Times, möglicherweise noch ein paar mehr.

“Historically, the first and second districts in Vienna were always opposed,” Mr. Eichinger said. “The first district was opera, the second was the waltz. The first was high culture, the second low. Vienna looks so much to the past; but now we’re at the beginning of a new curve.”

Sachen zum Lachen
Der sehr charmante Herr Prinz aka “Die Empfehlungsmaschine” hat hier auf meinem Blog schon sehr oft ausgeholfen, diesesmal kommt das Video der Woche von ihm. Wer das gesehen hat versteht, was es mit der Krise des Euros auf sich hat.

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Jun
04
2010
1

Beste Wochenreste: Von Kindheitserinnerungen und Urlaubsträumen

Soll ich wirklich noch etwas über das Wetter schreiben? Nein, ich sollte stattdessen einfach Oscar Wilde zitieren: “Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.” Derweil gibt es hier zumindest im Kopf einen Ausflug in schöne Gefilde, sei es Urlaub oder Kindheit.

Zeige Sie mir eine typische Geste
Bereits im Italienisch-Unterricht wurde mir vermittelt, dass meine Gesten anderen Ländern schon gar nicht das gleiche bedeuten müssen. Der ORF-Korrespondent im Nahen Osten Karim El-Gawhary klärt auf seinem taz-Blog nun sehr interessant über orientalische Gesten auf:

Urlaub am Arbeitsplatz
Viele träumen jetzt vom baldigen Urlaubsbeginn, besonders wenn das Wetter in Österreich so gar nicht will. Als Freiberufler hat man ja die schöne Wahl, seinen Arbeitsplatz so gestalten, wie man möchte. Unter dem Titel “Surfing with the sand between my toes” hat sich der Künstler Justin Kemp eingerichtet: (via Luca)

Ohne Füße beim Barcamp
Wie es ist, sich die ganze Zeit sitzend fortbewegen zu müssen – und nicht nur freiwillig ständig vorm Computer zu sitzen – konnte ich beim Barcamp Wien am vergangenen Wochenende ausprobieren. Der sehr charmante Martin Habacher hat mit der Aktion “Barchair” die anwesenden Geeks auf den Rollstuhl gesetzt, sie als Profi durch einen (für Fußgänger völlig unspektakulären) Parcour holpern und danach Fragen beantworten lassen. Bildlich festgehalten schaut das Ganze so aus:

Alle weiteren Videos gibt es hier.

Die Macht der Kinogeher
Beim Barcamp war natürlich auch wieder von der “Macht der Crowd” die Rede. Damit soll jene Stärke bezeichnet werden die sich ergibt, wenn eine Masse von Nerds im Internet gemeinsame Sache macht. Der Internetdienst Mombo.com nützt zum Beispiel Tweets auf der ganzen Welt, um Filme zu beurteilen. Ich finde: 8.000 Tweets pro Tag sind doch deutlich aussagekräftiger als eine Handvoll selbstverliebter Filmkritiker, das haben amerikanische Wissenschaftler hier auch noch bewiesen.

Bist du groß geworden!
Seit einem gewissen Alter erwische  ich mich leider dabei, mich mit den Worten “Bist du groß geworden!” nicht um ein Haar von meinen eigenen Tanten und Onkeln zu unterscheiden. Bin jedesmal wieder entsetzt, wenn mir dieser Satz aus dem Mund flutscht. Vielleicht sollte ich mir als Vorbereitung einfach den Film von JK Keller anschauen, der sich acht Jahre lang jeden Tag fotografiert und daraus ein kleines Filmchen gemacht hat.

Zurück in die Kindheit und retour
Apropos Kindheit: Was haben wir mit Marty McFly mitgefiebert, bis er seine Jennifer (??) – wie war das mit Frauennamen in Filmen? – endlich hatte (sogar als ihn seine Geschichte in peinliches Wild-West-Territorium führte). Der Künstler Nils Guadagnin hat das legendäre Hoverboard jetzt nachgebaut, richtig fliegen kann es aber nicht – Elektromagnete kreieren nur in auf der Ausstellungsfläche das Schwebeerlebnis. (via Engaget)

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Mai
20
2010
3

Heiteres Filmeraten für Fußgänger

Der 7. Bezirk – obwohl schon seit längerem als furchtbarer Bobo-Bezirk verschrien – ist für mich einer der liebsten Bezirke Wiens. Ein großer Teil der kreativen Energie Österreichs versammelt sich hier, was man auch täglich als Fußgänger erleben kann.

Bewegt man sich dieser Tage zum Beispiel von der genialen Idee des offenen Bücherschranks (an der Ecke Westbahnstraße/Zieglergasse) Richtung Burgasse, kann man sich an der Scheibe einer Galerie (?) am heiteren Filmeraten beteiligen. Wer also Post-its in der Tasche hat (ich liebe Post it’s!) kann sich gleich beteiligen.

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Apr
23
2010
1

Beste Wochenreste: Heiter abgeschlossen

Die vergangenen zwei anstrengenden Wochen betteln förmlich nach einem versöhnlichen Abschluss durch Spiel, Spaß und Musik. Und genau das gibt es nach dem Doppelpunkt:

Vier Akkorde braucht der Mensch
Es ist ja ein offenes Geheimnis, dass wirklich populäre Musik theoretisch äußerst einfach gestrickt ist. Die Kunst ist es, diese dazu benötigten wenigen Töne in die exakt richtige Reihenfolge zu bringen, gut auszuschauen und einen beinharten Promotion-Hai zu engagieren. Dass der Erfolg rein aus musikalischer Sicht nur ganze vier Akkorden braucht, zeigt diese Dreier-Combo sehr anschaulich:

Hau die Wurst

Was in Österreich als Online-Werbung vermarktet wird, schlittert oft an der Schmerzgrenze entlang oder direkt darüber. Umso besser, wenn sie richtig gut funktioniert und zudem so schön über die österreichische Prominenz (die schon an sich ein Gustostückerl ist) herzieht. Gelungen ist das dem Wursthersteller Trünkel, der unter www.wuerstelstand.net ein Online-Spiel ins Leben gerufen hat. Da kann man sich die Zeit vertreiben, indem man die High Society des Alpenlandes mit Würstel füttert oder sie damit bewirft (ich hab’s ausprobiert, es geht!). Die typischen Kommentare der jeweiligen Person dürfen natürlich nicht fehlen. (Via Heinz)

Social Media zum Lachen
Social Media ist wichtig und wird immer wichtiger, keine Frage. Bei einem so jungen Betätigungsfeld bleiben aber die selbsternannten Gurus inklusive ihrer anschaulichsten Grafiken nicht aus. Was genau sie einem da verkaufen, wird folgend äußerst amüsant wiedergegeben (via Meral):

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Apr
06
2010
1

Erste Wiener Twitterlesung

Das häufigste Argument, dass Menschen gegen die Beschäftigung mit Social Media anbringen ist, dass Essensgewohnheiten der anderen niemanden interessieren. Und wirklich: Viele Tweets und Facebook-Nachrichten beschäftigen sich mit dem Alltäglichen bis hin zum Banalen. Die erste Wiener Twitterlesung greift das nun richtig wienerisch auf.

50 Millionen „Tweets“ (d.h. auf dem Microblogging-Dienst Twitter gespostete Kurznachrichten) werden pro Tag von den Twitterern produziert. Das dabei nicht alles hochintellektuell und inspirierend ist, ist einleuchtend, vieles ist sogar schwer verdaulich bis grauslich. Wir machen uns auf die Suche nach den besten Kurznachrichten, die thematisch zum „Essen, Verdauen, Ausscheiden“, „Arschkriechen“ und „gemeiner Abfall“ passen. Genau diese Tweets wollen wir in einer dreiteiligen „Twitterlesung“ zusammentragen und vorlesen.

Jana Herwig (@digiom), Lena Doppel (@lena_d) und Meral Akin-Hecke (@kigo) nützen die kontroversiellen begehbaren Installationen des niederländischen Künstlerkollektivs Atelier Van Lieshout um diese durch und durch wienerische erste Twitterlesung zu präsentieren.

Wann: Freitag 9. April 2010 jeweils zur vollen Stunde 17 Uhr 18 Uhr 19 Uhr
Wo: Museumsquartier Wien, Haupthof, Bar Rectum

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Mrz
24
2010
3

Bloggen bei Heifi: Wie authentisch sind Politiker?

In meiner kurzen Zeit als Chronikjournalistin habe ich einige Politiker kennengelernt, aber immer bei mehr oder minder formellen Anläßen. So ein Wahlkampfauftakt ist da schon ein ganz anderes Kaliber, was ich beim gestrigen Abend für Heinz Fischer selbst erleben durfte.

Peinlicher Beginn
Die Veranstaltung im MAK selbst verlief nach altbekanntem österreichischen Konzept, dass sich zwar an amerikanische Wahlveranstaltungen anlehnt, aber immer mit der Prise Peinlichkeit gewürzt. Denn als erster Programmpunkt wurden zwei kleine Mädchen beauftragt, Heinz Fischer plus Margit doch vor dem Saal “abzuholen”. Da schritten sie also Hand in Hand mit zwei blonden Mädchen zu Konservenmusik und belagert von rund 20 Journalisten (was sich den Abend lang nicht ändern sollte) zur Bühne.

Passable Reden
Was danach folgte, war aber durchaus passabel. Nach der Rede Faymanns (Fischer biete eine “klare Haltung und Sicherheit für eine schwierige Zeit”= Wirtschaftskrise) folgte ein Teil des Personenkomitees, das den Wahlkampf des als unabhängig deklarierten Fischer unterstützt. Da standen also Hugo Portisch, Christine Nöstlinger, Freda Meissner-Blau und Konsorten und konnten glaubwürdig versichern, warum denn Heinz Fischer die richtige Entscheidung ist (obwohl in diesem Saal niemand mehr überzeugt werden musste). Dessen nachfolgende Rede war dagegen eher weniger mitreißend – wohl auch seinem Naturell entsprechend – wohl aber voll gut gemeinter Worte, denn nicht zuletzt zitierte er aus der Charta für Menschenrechte. Der letzte Satz wurde ihm dann vom Redenschreiber für alle Medien zitierfähig perfekt in den Mund gelegt: “Nützen Sie das Wahlrecht, wählen Sie nicht weiß, sondern rot-weiß-rot für die Zukunft unseres Landes.”

Heifi redet mit dir – aber nur vor 20 Kameras
Warum ich in der Überschrift aber die Authentizität von Politikern anzweifle, ist leicht erklärt: Zum Heifi2010-Umtrunk ins Badeschiff (organisiert von der SPÖ) wurden vornehmlich junge Leute und Unterstützer eingeladen. Der amtierende Bundespräsident anscheinend auch, denn er erschien ca. eine Stunde nach seiner offziellen Rede, um mit “der Jugend” zu sprechen. Treu an seiner Seite zirka 25 Journalisten mit Kameras, die alles niederwalzen, was ihnen in den Weg kommt. Da setzt sich also Heinz Fischer zu dir an den Tisch und will wissen, was dich bewegt – umgeben von 25 Kameras, die alle Bewegungen einfangen. Um was geht es dann da in erster Linie? Darum, dass UHBP (Unser Herr BundesPräsident) mit den Menschen redet, oder dass er den Kameras zeigt, dass er mit Menschen redet? Mein Gespräch mit Heinz Fischer dauerte ca. 15 Sekunden und war genauso anregend wie ein durchnschnittliches Liftgespräch. Nachdem er den Großteil der Tische abgegrast hat, ist er weg und mit ihm auch die Journalisten.

Mensch oder Motiv?
Was ich mir sicher bin: Heinz Fischer ist ein netter Mann und er liebt seine Frau. Das sieht man einfach und das finde ich auch sympathisch – ich bin halt eine typisch weibliche Wählerin, sowas zählt. Bei dieser Wahl gibt es auch nicht wirklich eine Alternative (in keinem Fall, egal wie man die ame dreht, wendet oder verschönern will). Doch wie so ein Wahlkampf im Generellen geführt wird, hinterlässt bei mir als unbedarften Menschen einen schalen Nachgeschmack. Wie schon in der Einleitung erwähnt, kenne ich Politiker nur von Pressekonferenzen, wo alles eher recht ratz-fatz professionell abgeht, hier wird stattdessen für die Kameras Volksnähe inszeniert. Nicht zuletzt ist es natürlich auch ein Medienmechanismus, der hier befriedigt wird (weil die notwendigen Bilder geliefert werden müssen), dennoch habe ich mich an diesem Abend eher als passendes Motiv, als als mündiger Wähler gefühlt. Trägt zwar im Endeffekt nichts zu meiner Wahlentscheidung bei (die schon vorher feststand), lässt mich aber noch mehr an der Glaubwürdigkeit von Politikern zweifeln.

Wie ich übrigens zu diesem Thema komme? Ich bin folgender Einladung gefolgt.

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Mrz
19
2010
0

Beste Wochenreste: An die Arbeit!

Nachdem ich in meinen vergangenen Blogeinträgen nur über Belustigungen des Lebens geschrieben habe, drängt sich jetzt mal wieder die harte Arbeitswelt an die Front. Aber keine Angst, zu ernst wird es nicht.

Arbeitstypen
Ich persönlich liebe ja Persönlichkeitstests, besonders wenn sie einem sagen, was man bereits weiß. Aber Absicherung ist ja bekanntlich immer wichtig, nicht nur im Journalismus. Die Büromöbelfirma bene hat die Verhaltensweisen der sogenannten “Knowledge-Worker” – also jene, die mit Informationen arbeiten” – analysiert und ist auf vier unterschiedliche Arbeitstypen gestoßen: Den Anchor, den Connector, den Gatherer und den Navigator. Welcher seid ihr?

Bloggen ist Arbeit 1
In meinem letzten Beitrag ging es um Modeblogs und ihre Glaubwürdigkeit im Gegensatz zu Journalisten in Modezeitschriften. Diese Woche ist mir dazu gleich noch eine Untermauerung meiner These in den RSS-Reader geschlüpft: Die gesamte Vogue France Redaktion von der Balenciaga-Show auf der Pariser Modewoche ausgeladen. Über den Grund wird viel spekuliert, auf Modepilot.de gibt es eine sehr plausible Antwort: Neben ihrer Arbeit als JournalistInnen beraten die Vogue-Mitarbeiter Modelabels und anscheinend haben die Pariser Edelfedern andere Labels mit Balenciaga-ähnlichen-Vorschlägen versorgt. Was das wirklich Wilde daran ist:

Zwischen 10.000 Euro pro Stunde bis zu 50.000 Euro pro Tag bekommt eine Redakteurin, wenn sie ein Modehaus berät und dann eben mit dem Designer zusammen Kreationen erschafft, die später auf den Seiten der Magazine schön abgelichtet werden und sich dann wie geschnitten Brot verkaufen.

Und dann soll noch jemand sagen, die Modejournalisten wären unabhängig.

Bloggen ist Arbeit 2
Daher wird es wieder Zeit, hier ein bisschen Blogger-Werbung zu machen, wenn auch nicht im Modebereich: Georg Holzer, Techjournalist und (wahrscheinlich) einziger Nicht-BZÖ-Wähler in Kärnten ist mit seinem Projekt Digirati gestartet. Der Tech-Blog bringt auf spannende und unterhaltsame Weise News aus der WWWelt – so meine Meinung, so schreibt Georg darüber:

Was bringt dir digirati?

  • Das Morning Briefing informiert täglich um 08:00 Uhr über die Top 3-Stories aus der Tech-Welt, über die man redet. Plus: Link des Tages, Zahl des Tages etc.
  • In der Rubrik BigIdeas verschenke ich Geschäftmodelle. Wirklich!
  • Interviews, Analysen, Screencasts und noch viel mehr werden noch kommen.
  • Ein Podcast ist auch vorgesehen … die Pressestunde mit Gerald Reischl & Co. wird unter digirati schon bald wieder auferstehen.

Bloggen ist Arbeit 3
Die Webszene in Österreich ist klein, Zahlen und Fakten dazu halten sich daher in Grenzen. In seinem (übrigens empfehlenswerten) Blog zurpolitik.com hat Tom Schaffer das geändert:

Wer bloggt worüber in welchem Rahmen in Österreich? So lautet, stark verkürzt, die Fragestellung, die ich zusammen mit meinem Kollegen Michael Andres als Teilbereich einer Magisterseminararbeit im Wintersemester 2009/2010 beantworten wollte.

Daraus entstanden ist eine sehr interessante Bloggerserie, die man sich als interessierte Social-Media-Nutzer auf alle Fälle durchlesen sollte.

Social-Media-Arbeiter
Die Liechteneckers sind sowohl offline, als auch online ein durch und durch sympathisches Duo. Sie haben viel bis ganz viel Ahnung von dem was sie machen: Firmen im Internet zu repräsentieren im Großen und Ganzen und Social-Media-Marketing im Besonderen. Wie kompetent sie sich im Gegensatz zu vielen anderen diesen Themen annehmen, liest man in dem Interview auf KOMMPress.

Sachen zum Lachen – Google Edition
Was Menschen alles so mit sich machen lassen, ist nicht erst seit dem “Callboy” einer österreichischen Radiosendung weitläufig bekannt. Google arbeitet ja schon seit längerem daran, die Privatsphäre der Menschen zu statistisch verwertbarem Allgemeingut zu machen. Die ZDF Heute-Show hat daher den deutschen Satiriker Martin Sonneborn als “Google Homeview”-Vertreter durch ganz Deutschland geschickt (in Anlehnung an Google Streetview). Und was er da erlebt hat, ist einfach zum Brüllen! (via yuccatree)

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Nov
17
2009
4

Der etwas andere Wien-Reiseführer

Die nächsten zwei Wochen beehren uns komprimiert liebe Leute aus drei Weltmetropolen – New York, Berlin und Schladming. Als Wohnwiener will man seine Stadt immer von der besten Seite zeigen, was an trüben Novembertagen nicht immer so einfach ist. Zwar spielen die Weihnachtsmärkte im Moment in meine Tasche, ich habe aber eine neue Geheimwaffe entdeckt: Den Schrittmacher.

schrittmacher

Dabei handelt es sich um einen Reiseführer in Form vieler kleiner Karten, die immer einen Tagesausflug zu einem bestimmten Thema anbieten.

Die Idee: Schluss mit Schleppen schwerer Reiseführer und die unübersichtliche Zettelwirtschaft in eine praktisch-ansprechende Form übertragen. Herausgekommen ist eine Schatulle mit schönen Städtetouren, die meist ganzjährig und kostengünstig durchzuführen sind. Einfach eine Karte ziehen – und der stinknormale Tag verwandelt sich in ein kleines Abenteuer.

Versehen mit ansprechenden Fotografien und Wörtern wie “Damenwahl”, “Männerrunde”, “Märchenstunde”, “Dorfschönheit” oder “Spurensuche” schicken die Karten selbst Wohnwiener an Plätze, die sie noch nie gesehen haben. Alleine beim Durchblättern hat mich sofort die Lust gepackt, eine Erkundungstour zu machen. So hört sich das bei den Erfindern an:

Themenorientierte Touren entführen in unterschiedlichste Welten und animieren zum Spionieren:
Ob Glamour der High-Society, Meditation bei Buddhisten oder Alltag hinter Gittern – wer sich auf das Spiel einlässt, erlebt Stadt im neuen Zusammenhang. Dass Puppenstuben die Architektur des Barocks veranschaulichen und man sich im Park eines Arbeiterviertels fühlt wie im eleganten Paris sind nur einige Beispiele der überraschenden Kombinationen. Die Auswahl der Orte zeigt exemplarisch das lebendige
Spektrum der Städte, neben Geheimtipps zeigen die Schrittmacher auch unbekannte Aspekte von Klassikern.

Bisher gibt es diesen schlauen Wegweiser bereits für Berlin, Hamburg, München und Wien – er ist ebenfalls für Paris und Barcelona in Planung. Zu bestellen ist er über die Website, sowohl als auch über den Buchhandel mit Angabe der ISBN-Nummer. Je nach Bestellort zahlt man zwischen 10 und 14 Euro, die sich aber voll und ganz lohnen.

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