Jun
23
2009

Mobile Monday: Zeigt her eure Handys!

Bereits seit einiger Zeit weiß ich um die Annehmlichkeiten (und gleichzeitig meine Abhängigkeiten) von mobilen Diensten auf dem Handy. Seit dem gestrigen Mobile Monday muss meine Basisausstattung (E-Mail, Internet, Twitter) eindeutig besserem weichen.

mobile-monday-logoMobile Monday, entstand 2000 in Helsinki und bringt nun in über 150 Städten weltweit Freunde des mobilen Lebens (nicht zu verwechseln mit Reiselustigen) an unterschiedlichen Montagen im Jahr zusammen. Seit März 2009 gibt es dieses Format auch in Österreich. Je nach Ländervereinigung werden kurz genannten “Momos” unterschiedlich gestaltet.

Beim heimische Momo gestern im Naturhistorischen Museum in Wien wurde demonstriert und zwar, was man mit einem kleinen Device alles basteln kann: Vorgestellt wurden zwölf  Apps (oder Applikationen oder ganz verständlich: Anwendungen) am Handy mit dem gewissen Extra. (Diese schlauen Helferleins sind  eine plausible Erklärung für die leicht süchtige Haltung gewisser Menschen gegenüber ihren Handys…)

Sechs der Anwendungen der gestrigen “Demo Night” werden es bestimmt auf jenes Handy schaffen, das ich mir nach der gestrigen Veranstaltung eindeutig zulegen muss. (Die Apps verlangen eherer Handyferraris als die Micra-Mouse-Version):

  1. TRIPWOLF www.tripwolf.com
    Ist ein Reiseführer am Handy. Er hält in schönem Design zwar nahezu die gleichen Infos bereit, die auch ein konventionelles Produkt aus dem Buchgeschäft vorweisen kann (Kooperation mit Reisebuchverlag MairDumont), man schleppt aber ein unhandliches Ding weniger mit und erspart sich das offensichtliche Outing als Tourist. Die Inhalte kann man sich selbst auf der Website zusammensuchen, sie werden zudem von anderen Usern ergänzt (echte Insider-Tipps!). Bisher sind rund 20.000 Destinationen (gratis) verfügbar.
  2. WIKITUDE www.mobilizy.at
    Auch etwas für Reisende und wahrscheinlich die bekannteste mobile App aus Österreich: Hält man das Handy mit aktivierter Kamera auf die Umgebung, zeigt es auf dem Display an, welche Gebäude man denn gerade vor seiner Nase stehen hat. Den Inhalt dazu gibt es (wie der Name schon vermuten mag) aus Wikipedia.
  3. QUANDO www.quando.at
    Quasi der dritte im Bunde der Reise-Helferleins. Zwar hatte ich diesen Dienst der Wiener Linien schon auf meinem Nokia-Handy installiert, aber zu bedienen ist er zum Beispiel am iPhone oder G1 eindeutig schöner und auch augenscheinlich fescher im Design. Schnell und einfach ruft man mit dieser App den Fahrplan von U-Bahn, Bim und Bus in Wien ab. Direkt an der Haltestelle gibt sie in Echtzeit über die nächste Bim Bescheid und weiß sofort, ob man alte Damen beim Stiegensteigen helfen muss, oder sie getrost über die Niederflure schlurfen lassen kann.
  4. BARCOO www.barcoo.de
    Die einzigen Deutschen in der gestrigen Riege haben etwas für mich als bewussten (manche  meinen pingeligen) Konsumenten mitgebracht: Die Handykamera kann duch dieses Programm wie ein Scanner an der Supermarktkasse Barcodes lesen. Danach listet das Handy zum Beispiel die Inhaltsstoffe des Lebensmittels auf, verweist auf Testberichte des Produkts und gibt Auskunft über Preise in anderen Läden.
  5. YELLIX www.yellix.com
    Ich kenne sehr viele Menschen, die bei einer unbekannten Nummer nie und nimmer abheben würden, danach aber fürchterlich neugierig sind, wer sie denn da unbedingt sprechen wollte. Herold.at bietet wahrscheinlich alleine dafür eine eigene Telefonnummernsuche an. Das kann man sich mit Yellix ersparen. Dieses kleine Programm läuft ständig am Handy (ohne groß Akku zu verbrauchen). Wann immer nun eine unbekannte Nummer am Display erscheint, holt sich die Anwendung den dazugehörigen Namen plus Adresse aus dem Telefonbuch. Anders geht es auch: Wenn eine Nummer z.B.: von einem Taxiunternehmen besetzt ist, zeigt Yellix automatisch weiter Betrieb in der Nähe an.
  6. MOBILE BOOKS www.mobilebooks.at
    Die Idee gefällt mir als Buchersüchtige natürlich am besten – ich kann aber noch nicht sagen, wie gut die angebotene Literatur ist. Der Name sagt eigentlich schon alles, man kann auf der Website 1.000 Titeln von Klassikern über zeitgenössische Texte u.a. aus den Genres Science Fiction, Krimi, Romantik oder Sachbüchern auf das Handy laden. Zudem soll es Literatur extra für das mobile Device geben, die zum Beispiel Interaktivität oder Kommunikation in unterschiedlicher Form fördern. Soweit ich das verstanden habe, sind diese Formate aber erst in Arbeit – der deutsche Autor Wolfgang Hohlbein soll dafür unter anderem schreiben.

Nachtrag: Die gesamte Veranstaltung kann man jetzt bei Ustream “nachschauen”.

Nachtrag #2: Bei meiner Aufzählung handelt es sich entegegen der Meinung einiger um keine Reihung, ich habe mir nur um die Augen der Leser Sorgen gemacht und deswegen auf Übersichtlichkeit plädiert!  ;) Und: Um alle diese Applikationen auch wirklich anwenden zu können, bräuchte ich im Moment nach neuesten Infos drei Handys – das iPhone, sowie Geräte mit Android- und Symbian-Betriebssystemen. Das wird im Moment ein bisschen teuer, soll aber in Zukunft anders sein… let’s see!

  • Share/Bookmark
Written by Ronni in: Veranstaltung | Schlagwörter:, , ,

Ähnliche Beiträge:

16 Kommentare »

  • Markus sagt:

    Hm, da fehlen aber bei einigen die iPhone-Ausgaben ihrer Apps :)

    Aber Tripwolf hat eine & schaut interessant aus, danke für den Tipp!

  • Robert sagt:

    Danke für die Zusammenfassung – hab den gestrigen Termin leider verschwitzt ;-)

  • Ronni sagt:

    Stimmt! Das liegt in erster Linie an der mangelhaften iPhone-Ausstattung. Yellix zum Beispiel kann am iPhone nicht laufen, weil Apple keine Programme im Hintergrund erlaubt und Barcoo geht nicht, weil die Kamera zu schlecht ist…

  • Ronni sagt:

    Bitte gern! Der nächste Termin ist am 21. 9 soviel ich weiß…

  • Markus sagt:

    Yellix geht alleine schon deshalb nicht weil man keine Möglichkeit hat auf hereinkommende Anrufe zu reagieren, und auf die Anrufslisten hat man auch keinen Zugriff (nur so nebenbei).

    Aber Barcoo müsste jetzt eigentlich mit dem neuen 3GS gehen, das hat ja eine deutlich bessere Kamera.

  • Ronni sagt:

    Was heißt reagieren? Man kann nicht auf die Mailbox umleiten oder was? Und was heißt keinen Zugriff auf Anruflisten? Dass man die letzten zehn Anrufe nicht sieht?

    ad 3GS bei barcoo: bin ich mir jetzt nicht 100% sicher, aber möglicherweise..

  • Markus sagt:

    Als Anwendungsprogrammierer gibt es keine (öffentliche, von Apple zugelassene) Schnittstelle um entweder auf einen herinkommenden Anruf zu reagieren (das kriegt man nur insofern mit als das die Anwendung beendet wird), und es gibt keine API um z.B. auf die letzen 10 Anrufe zugreifen zu können.

  • Ronni sagt:

    Hm, danke für die Info! Das spricht nicht gerade für ein iPhone…

  • Markus sagt:

    Man kanns auch andersrum sehen: Kein Programm hat die Möglichkeit einen hereinkommenden Anruf zu blockieren, und auch keine Möglichkeit mit deinen Anruflisten irgendwelche bösen Dinge anzustellen :)

  • Ronni sagt:

    Ein Glas-halb-voll-Mensch, gefällt mir! :)

  • Benjamin sagt:

    Hi,
    Danke für die Erwähnung von barcoo. Mit dem neuen iPhone wird barcoo in der Tat funktionieren. Jetzt müssen wir nur noch den iPhone-Client fertig machen :)

    Grüße,
    Benjamin.

  • Ronni sagt:

    Das klingt gut! Also Markus, der Weg ist frei! LG nach Berlin und danke fürs Kommentieren…

  • michi sagt:

    ooohhhh – aaaahhhh – cooool! da muss ich mir – sobald ich mein altes handy endgültig über den jordan schicke – mit sicherheit mal nummer 2,3, und 4 oder am besten doch alle zulegen!

    sag, seh ich dich morgen bei der mobileblogger-übergabe?

  • Ronni sagt:

    Ja, ab heute kannst es ja schon ausprobieren! Freut mich übrigens, dass wir uns jetzt einmal live kennenlernen! :)

  • Georg sagt:

    Die Symbian Version von yellix habe ich schon probiert – funktioniert gut. Ich warte jetzt auf die Windows Mobile Version für mein X1

  • mairdumont sagt:

    [...] Dr. Volkmar Mair vom Verlagshaus MairDumont an, der aus Altersgrnden sein Amt niedergelegt hat. …Am Hochsitz Mobile Monday: Zeigt her eure Handys!… dem Buchgesch¤ft vorweisen kann (Kooperation mit Reisebuchverlag MairDumont), man [...]

RSS feed for comments on this post. TrackBack URL


Leave a Reply

Powered by WordPress. Theme: TheBuckmaker.