Beste Wochenreste: Im Kleinen fängt es an

In: Beste Wochenreste

Veränderungen können gut oder schlecht sein – eines sind sie aber immer: schwierig. Die Menschheit ist von Haus aus gemütlich und tut sich schwer, Gewohntes zu ändern. Die Kunst der kleinen Schritte ist oft die beste, so es die Situation nicht anders verlangt. Wie gut diese Philiosphie auf verschiedenste Weise rund um den Erdball umgesetzt wird, zeigen heute die Wochenreste.

Trojaner zum Waschen
EXIT-Deutschland – eine Organisation die Personen unterstützt, die der rechtsextremen Szene den Rücken kehren wollen – hat mit ihrer Aktion zum Beispiel einen solchen Schritt gesetzt: Beim Rechtsrockfestival „Rock für Deutschland“ wurden 250 T-Shirts mit einem abwaschbaren Aufdruck verteilt. Der Aufdruck (ein Totenkopf mit der Aufschrift „Hardcore Rebellen“ und geschwenkten Fahnen) löste sich beim erstmaligen Waschen auf, und brachte folgende Botschaft zum Vorschein: „Was dein T-Shirt kann, kannst du auch – Wir helfen Dir Dich vom Rechtsextremismus zu lösen“. Die T-Shirts wurden dem Veranstalter, der NPD Thüringen, als anonyme Unterstützung angeboten. Diese nahmen die Spende dankend an, und verteilten die Trojanischen Pferde unter den Festivalbesuchern. (via ANDERSdenken)

Kleine Moschee
Moscheen zu bauen ist in Europa ein eher schwieriges Unterfangen, wie man tagtäglich mitbekommt. Der Künstler Slinkachu, mit seinen kleinen Figuren in einer großen Welt, ist das in New York neben vielen anderen kleinen Besonderheiten relativ unbemerkt gelungen. (via IGNANT)

It socks to be lonely
New York ist immer für spannende Streetartprojekte bekannt, besonders in Williamsburg tummelt sich ja die junge, kreative Szene zu Hauf. Diesemal haben sich die Hipsters einem Thema angenommen, dass jeden von uns trifft: Die einzelne Socke. Mit einem leichten Seitenhieb auf die Verehrung von Kriegsveteranen haben sie die “Wall Of Socks” in der Bedford Avenue gegründet. (via electru)

Ich liebe dein Shirt
Schön, dass die Amerikaner auch zur Selbstironie fähig sind, denn wenn man sie besucht hat man oft das Gefühl, sie seien ein wenig auf der seichten Seite gebaut. Wie es wäre, wenn wir amerikanische Verhaltensweisen nach Europa importieren, zeigt ein ziemlich lustiger Artikel auf NEON.de unter dem Titel „Ich liebe dein Shirt„. Lesepflicht!

Neulich war ich in Deutschland. Ich habe mich einen Tag lang verhalten, als sei ich in den USA. Das hat alle verstört. Warum eigentlich?

Slacklining an einem der schönsten Plätze der Welt
Ich denke noch oft an die vielen schönen Orte zurück, die ich auf meiner Amerika-Reise entdeckt habe – so unter anderem den Yosemite National Park mit seinen vielen Wasserfällen. Über den höchsten und besten, den Yosemite Falls, schwebt dieser Herr mit seiner Slackline und zeigt eindrucksvoll, wie majestetisch dieses Fleckchen Erde (und Luft) ist. Mit ein klein weniger stolzgeschwellter Brust muss ich natürlich dazusagen: Dort oben war ich auch schon!! (via gillout)

Sachen zum Lachen
Planking ist out, nur damit ihr es wisst. Das neue Spielchen im Netz heißt Horsemaning und dabei fotografieren sich zwei Personen, wobei der eine so aussieht, als fehle ihm der Kopf und der andere nur aus Kopf besteht. (via Chicundschlau)


Veronika

Veronika Höflehner ist freie Journalistin und Autorin, die es vor zwei Jahren in die Berge verschlagen hat. Neben interessanten Fundstücken aus dem Netz findet man hier Texte zu ihrem Leben als Stadtmensch in den Schladminger Tauern.


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