Beste Wochenreste: Zwischen Krise, Seifenoper und Science-Fiction

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Ich hab’s getan, ich geb es zu: Ein iPhone ist meins und ich liebe es! Ob E-Mail und RSS-Feeds lesen, Bookmarken, Facebooken oder Twittern, meine digitalen Lieblingsbeschäftigungen gehen jetzt überall und jederzeit rutschend leicht von der Hand. Wahrscheinlich ist es die Mischung aus Arbeitserleichterung und Zeitverschwendungswerkzeugen, die das iPhone für mich so spannend macht. Der heutige Blogbeitrag ist ganz in diesem Sinne gestaltet.

Generation Krise, Generation Praktikum oder Generation Internet
Als Jungspund im Medienbetrieb ist man es gewohnt, schief angeschaut zu werden. Nicht nur rangieren Journalisten im untersten Beliebtheitssektor der Bevölkerung, sie beweisen sich ihre nicht vorhandenen Umgangsformen auch noch untereinander. Ähnlich ergeht es auch meiner Generation, die einmal mehr ihren Ruf als degenerierte Stubenhocker nicht los wird. Umso schöner ist, wenn der österreichische Blogger Tom Schaffer zur Ehrenrettung einen wirklich guten Artikel über unsere Generation schreibt:

Die Wirtschaft hinterlässt man uns in Scherben, das Klima zerstört, während die Ressourcen am Rand ihrer Kapazität sind. Die Gesellschaft haben die alten Generationen zur Ellbogenarena gemacht, in der die Menschen gegeneinander so aufgehetzt sind, dass sie den Wert eines gewissen Maßes an Kollektivität und der Solidarität erst wieder entdecken müssen. Die Wikipedia an sich weist auf die Bedeutung dieser Werte hin. Sie ist übrigens vor allem unsere beispiellose Leistung – die der kritisierten Generation.

Diese Alten, für die wir noch bezahlen müssen, was wir selbst angeblich nicht mehr bekommen sollen: Soziale Netze, staatliche Pensionen, sichere Arbeitsplätze. Wir flüchten in Praktika um keine Verantwortung übernehmen zu müssen? Glaubt ihr, un- oder schlecht bezahlte Arbeit suchen wir uns aus, weil das so toll ist? Wir jagen durch die Studien, die uns die Alten kaputtgespart haben und nebenher sammeln wir Berufserfahrung, weil du ohne Eifer und Berufserfahrung mit 25 der Legende nach fast schon unvermittelbar bist.

Es stimmt schon. Viele sind nicht sicher, was genau sie in der Welt machen wollen. Logisch, denn nichts erscheint sicher und nachhaltig, alles austauschbar. Wir wissen, dass wir uns wohl mehrmals im Leben umstellen werden müssen. Flüchten wir vor der Verantwortung, wie die Süddeutsche sagt, oder wir freunden uns mit dem an, was uns unweigerlich erwartet und machen für uns das Beste daraus?

Das Leben ist eine Seifenoper
Am vergangenen Wochenende ging es zu Ikea und was sich da oft für Pärchendramen abspielen, wäre wahrlich Stoff genug für ganze Jahrzehnte an Seifenopern. Findige Menschen haben sich das zum Auftrag genommen und heimlich in einem IKEA im amerikanischen Burbank ihre eigene Version von „Reich und Schön“ gedreht. (via Andreas Klinger)

Natürlich gibt es das wirklich!
Klarerweise ebenfalls aus den US of A kommt dieser verrückte Tipp, von den Spreeblick-Leuten empfohlen: Sci-fi Wire hat eine Karte der wichtigsten Plätze in den Vereinigten Staaten zusammengestellt, die man sich als echter Science Fiction-Fan nicht entgehen lassen sollte. Mit dabei Doc Browns Haus in Zurück in die Zukunft, Deckards Appartement in Blade oder das Hauptquartier der Ghost Busters.

TravelKirk

Sachen zum Lachen
Das Prinzip „volle Kontrolle“ haben sich die Marketing-Heinzis hinter diesem genialen Werbespot von Loewe zu Herzen genommen. Die Einsatzmöglichkeiten sind unendlich, vom Neujahrskonzert bis hin zu den Straßen- und Volksmusikanten mit ihrer Instrumentenquälerei. Aber seht selbst:


Veronika

Veronika Höflehner ist freie Journalistin und Autorin, die es vor zwei Jahren in die Berge verschlagen hat. Neben interessanten Fundstücken aus dem Netz findet man hier Texte zu ihrem Leben als Stadtmensch in den Schladminger Tauern.


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