Was man nicht beeinflussen kann: Das Wetter und die ÖBB

In: Beste Wochenreste

Nachdem ich gestern statt veranschlagten 3:39 Stunden nach Schladming fast fünf Stunden im Zug gesessen bin, gibt es neben Beamen viele Sachen, die ich mir wünsche – auch von der ÖBB. Gänzlich bedingungslos bin ich dagegen beim momentanen Wetter: heiß, sonnig, genial!

smileSchienenersatzverkehr, rappige Waggons, kein W-LAN, keine Steckdosen, keine Sitzplätze, keine Klimaanlage – diese Liste fällt mir spontan ein, wenn ich an die ÖBB denke. Zumindest was mein Fahrerlebnis gestern angeht, ich habe auch schon besser Zeiten mit der heimischen Bahn erlebt. Wenn dann auch noch grantiges Personal quasi der Zuckerguss der gesamten Expedition ist, dann wünsch ich mir manchmal Zustände a la Tokio – hart, aber herzlich:

Mehr als 500 Mitarbeiter der Keihin Electric Express Railway sind dazu verpflichtet, täglich vor Arbeitsantritt Scans von ihrem Gesicht anzufertigen und darin ihre gute Laune zu präsentieren. Damit soll die Freundlichkeit sichergestellt werden. Überprüft wird das Lächeln von einer eigenen „Smile Police“, berichtet die japanische Zeitung Mainichi Daily News.

Nach dem Scannen beurteilt der Scanner den „Freundlichkeitsgrad“ auf einer 100-teiligen Skala, die das gesamte „Lachpotenzial“ des Betreffenden abgespeichert hat. Jene, die unter einem gewissen Wert sind, werden vom Computer zu einem freundlicheren Gesicht aufgefordert. Urteile wie „Sie sehen immer noch zu ernst aus“ oder „Heben sie ihre Mundwinkel an“ deuten darauf hin, dass es immer noch ein wenig freundlicher gehen kann. (Quelle: derStandard.at, Foto: Flickr)

Wetterbeschwerden
Vom Beschwerden bin ich noch weit weg, wahrscheinlich weil es die ÖBB geschafft hat, diesen Standard seit vielen Jahren zu halten und ich so und so nichts Besseres gewohnt bin. Andere Menschen beschweren sich dagegen schnell und oft und manchmal läuft dabei auch ein Tonband mit. Wie amüsant das für jemanden klingt, der in dieser Ansprache nicht adressiert ist, hört ihr bei der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). (Zwischentrag: Warum sich zur Zeit alle über die heißen Temperaturen beschweren, kann ich aber prinzipiell nicht wirklich nachvollziehen.)


Veronika

Veronika Höflehner ist freie Journalistin und Autorin, die es vor zwei Jahren in die Berge verschlagen hat. Neben interessanten Fundstücken aus dem Netz findet man hier Texte zu ihrem Leben als Stadtmensch in den Schladminger Tauern.


1 comments

  • Andre

    24. Juli 2009 at 08:09

    Ich habe nichts gegen Hitze solane sie trocken ist. Aber die stickige schwüle Luft kann einem schon zu schaffen machen. Da reichen dann schon 2 Stationen mit dem Bus oder der Strassenbahn und der Sommer ist nur noch nervig. Gut manche Menschen schwitzen nicht oder haben einfach kein Wärmempfinden mehr.

    Zur ÖBB kann ich nur sagen, ich bin gestern mit der S-Bahn gefahren, der Waggon heiss wie Sau, plötzlich kam der Schaffner und hat zu uns höflich gemeint er empfehle uns zu unserer eigenen Gesundheit in die nächsten 2 Waggons zu übersiedeln weil da die Klimaanlage funktionieren würde. 🙂

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