Buchtipp & Gewinnspiel: David Hunter ist zurück

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Erfolgsautor Simon Beckett lässt den forensischen Antrophologen David Hunter erneut auf Mörderjagd gehen: Der vierte Teil der Serie gestaltet sich aber um einiges weniger blutrünstiger als seine Vorgänger, die feine Schreibweise und ausdrucksstarke Sprache sind aber geblieben. Zu Ehren des Besuches von Beckett am 20. September in Wien werden hier AmHochsitz zwei Exemplare von „Verwesung“ verlost.

„Sie mussten tot sein. Von den Tina Williams und den Bennett-Zwillingen fehlte jede Spur. Als der Außenseiter Jerome Monk bei dem Überfall auf ein viertes Mädchen gefasst wird und die Morde gesteht, sind alle erleichtert. Ein Alptraum scheint zu enden. Doch Monk weigert sich zu verraten, wo die Opfer begraben sind. Bis in den Sümpfen von Dartmoor eine Leiche gefunden wird. David Hunter kann Tina Williams identifizieren. Mit Hilfe der Profilerin Sophie versuchen David und sein Freund Detective Terry Connors, auch die anderen beiden Mädchen zu finden. Eine großangelegte Suchaktion im Moor endet jedoch in einem Desaster. 10 Jahre später bricht Jerome Monk aus dem Hochsicherheitsgefängnis aus und scheint sich an allen, die damals an der Suche beteiligt waren, rächen zu wollen.“

Leichensuche statt Knochenauskochen
Simon Beckett
, der unter anderem die Bodyfarm der University of Tensessee studiert hat, ist für seinen detailreichen und grausigen Einblick in den Geist und die Taten von Massenmördern bekannt. Seine Hauptfigur, David Hunter, ist als forensischer Antrophologe darauf spezialisiert, sich mit dem Tod im fortgeschrittenen Stadium mit geistiger Brillianz auseinanderzusetzen und gerät dadurch in das Visier der Täter. Aber im Gegensatz zu seinen drei Vorgängern, „Die Chemie des Todes“, „Leichenblässe“ und „Kalte Asche“, geht es in „Verwesung“ überraschenderweise weniger um Fäulnisdetails und Knochenauskochen, als um die Suche nach den Leichen.

Kurzweilige Lektüre passend zum Herbstbeginn
So stolpert Hunter mit der Profilerin Sophie durch das englische Hochmoor und versucht herauszufinden, was zehn Jahre zuvor wirklich passiert ist. Beckett glänzt dabei vor allem wieder durch die feine Sprache und die detailreichen Beschreibungen der Landschaft, „Verwesung“ ist aber nicht so außergewöhnlich wie Beckets Erstling der Reihe, „Die Chemie des Todes“. Dafür fehlt es etwas an Spannung und den charakteristisch grausigen, aber interessanten Informationen aus der Hunters Spezialgebiet. Gut eingefädelt ist aber allemal die Wendung im letzten Drittel des Buches, wenn Beckett sich dem „nichts ist so einfach, wie es scheint“-Stilmittel bedient. Wer keine Freude mit grausigen Details hat, aber gerne einmal ein Beckett-Buch lesen möchte, ist bei „Verwesung“ sicherlich am besten aufgehoben. Insgesamt ist es ein kurzweiliges Buch, dass gut zum Herbstbeginn passt.

(c) Hillary Beckett

Beckett in Wien
Der Autor kommt als Gast der sehr zu empfehlenden 7. Kriminacht am 20. September nach Wien. Die Kaffeehäuser der Bundeshauptstadt beherbergen dabei eine Nacht lang bekannte und unbekannte, internationale und nationale Autoren, die aus ihren neuesten Kriminalromanen vorlesen werden. Die Veranstaltung ist immer recht gut besucht – es lohnt sich daher, die „Starautoren“ zu meiden und neue Wiener Schriftsteller kennen zu lernen.

Gewinnen!

Ich verlose zwei Exemplare des neuesten Buches von Simon Beckett, „Verwesung“, an meine werten Leser. Wer den Krimi gerne lesen möchte, hinterlässt bis 11. September einen Kommentar – aus allen abgegebenen Stimmen ziehe ich dann die zwei Gewinner. Sie bekommen das Buch dann per Post zugeschickt. Viel Erfolg!

Simon Beckett, „Verwesung“, Verlag Wunderlich. ISBN-10: 3-8052-0867-7, Seitenanzahl: 443, Preis: 22,95 Euro bei Amazon

Nachtrag:

Etwas verspätet, aber doch: Ich freue mich sehr, dass soviele Interessierte mitgemacht haben und würde am liebsten jedem von euch ein Buch schicken. (Sollte ich je im Lotto gewinnen, werde ich das ernsthaft in Betracht ziehen) Die Glücksfee (aka random.org) hat sich dann aber doch für Web8970 und Gabriele entschieden. Viel Spaß beim Lesen euch zweien!


Veronika

Veronika Höflehner ist freie Journalistin und Autorin, die es vor zwei Jahren in die Berge verschlagen hat. Neben interessanten Fundstücken aus dem Netz findet man hier Texte zu ihrem Leben als Stadtmensch in den Schladminger Tauern.


26 comments

  • mk

    2. September 2011 at 10:10

    Ich will das buch!! 🙂

    Antworten

  • Johanna

    2. September 2011 at 10:39

    Ich würd das Buch auch gern lesen, nachdem ich alle anderen schon verschlungen hab!

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  • Christian

    2. September 2011 at 12:00

    Das „nichts ist so einfach, wie es scheint“ hat mich neugierig gemacht, wäre gern bei den Gewinnern!

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  • Gabriele

    2. September 2011 at 12:27

    Das Buch muss unbedingt neben die anderen drei in unser Krimiregal! =)

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  • Katie

    2. September 2011 at 14:30

    ich will das buch unbedingt haben =)

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  • Hannes

    2. September 2011 at 20:16

    ich mag gewiiiiiinnnnnnennnnnnnnnn

    Antworten

  • Betty

    2. September 2011 at 20:20

    Ich liiiiiieeeeeebe gewinnen :)) und kenne einen grossen Simon Beckett-Fan

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  • Peter

    3. September 2011 at 08:44

    Ich muss dieses Buch haben! Auch wenn es wahrscheinlich an manchen Stellen den Appetit verdirbt.

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  • Romana Augeneder

    3. September 2011 at 20:34

    Ich wär auch neugierig auf das Buch. Habe von einigen Arbeitskolleginen bereits gehört, dass die Bücher echt gut sind.

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  • Bernhard Eder

    3. September 2011 at 20:36

    Hi! Meine Freundin ist ein echter Bücherwurm. Im Falle eines Gewinnes würd ich sie damit überraschen. LG

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  • web8970

    4. September 2011 at 14:13

    Pathologen im Fernseh’n und im Buch
    „Body of Proof“ und „Crossing Jordan“
    Nervenpeinigender Leichengeruch
    Und am Beginn steht übles Morden

    Posthume Suche nach Gerechtigkeit,
    auch verwurzelt in der Literatur
    Hunter las ich g’rad zum dritten Mal
    freu‘ mich auf seine nächste heiße kalte Spur

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  • Teresa

    4. September 2011 at 21:06

    bei dem Regenwetter hier würde ein Herbstkrimi ausgezeichnet passen…

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  • Agnes

    5. September 2011 at 11:12

    Gerne möchte ich es mit Simon Beckett noch einmal probieren. Das erste Buch das ich gelesen hab war nicht so toll. Vielleicht hab ich ja Glück.

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  • kriminacht.at

    5. September 2011 at 11:12

    @Veronika: Vielen Dank für den tollen Beitrag!
    Die Kriminacht ist immer gut besucht – egal ob es sich um Lesungen von Stars oder noch unbekannten Autoren handelt.

    Wenn ihr aber einen ganz bestimmten Autor sehen wollt, bei dem keine Reservierung erforderlich ist, empfehlen wir frühzeitiges Erscheinen. Dann sollte es auch mit einem Sitzplatz klappen. Das gilt auch für die Beckett-Lesung 😉

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  • Sarah

    5. September 2011 at 11:23

    Haben mag!!! Hab alle anderen Becketts aus der Reihe gelesen und muss den auch unbedingt haben 🙂

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  • Lia

    5. September 2011 at 11:23

    Juhuu, endlich spannender Lesestoff für den nahenden Herbst!

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  • Maria

    5. September 2011 at 11:25

    „Detailreiche und grausige Einblicke in den Geist und die Taten von Massenmördern“ – schaurig – brilliant – genial!

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  • Manuela

    5. September 2011 at 14:00

    Vielen Dank für den Beitrag!

    Ich schleiche schon länger um das Buch im Geschäft herum – „Kalte Asche“ fand ich bereits sehr spannend – und der Beitrag hat mich jetzt noch neugieriger gemacht.
    Die Kriminacht hat schon einen fixen Platz in meinem Kalender und es wäre natürlich toll, vorher noch ein Exemplar von „Verwesung“ zu gewinnen.

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  • Tati

    6. September 2011 at 18:06

    *Haben will* 😉

    lg Tati

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  • Thomas

    10. September 2011 at 18:59

    *als großer Fan der Krimis von Beckett auch gerne haben mag* 🙂

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  • Stefan

    15. September 2011 at 10:36

    Hi,
    Also ich lese im Moment den dritten Krimi aus dem ersten Band von George Simenons Commisaire Maigret. Hab mir im Frühjahr 28 Bände um 150 Euro auf EBay ersteigert. Bin da etwas altbacken, aber ich liebe die Art wie Maigret versucht den Täter als Menschen zu verstehen. Ist wahrscheinlich weniger grausig als Beckett aber dafür lernt mensch gut Paris und Umgebung plus Charaktere kennen.

    @ Beckett: jedes Mal, wenn ich in der Buchhandlung an seinen Büchern vorbeigegangen bin, hab ich mich gefragt: ist der mit Samuel verwandt? 😉

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  • Ronni

    15. September 2011 at 14:41

    Klingt gut, muss ich mir auch mal zu Gemüte führen! Ja, das mit der Namensgleichheit habe ich mir auch schon öfters gedacht…

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  • Teresa

    15. September 2011 at 20:28

    wir können das gewonnene Familienexemplar ja von der Schweiz wieder zurück nach Wien wandern lassen 😉

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  • sabine

    6. Januar 2012 at 08:20

    ist das buch schon im laden zu bekommen

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