Berlin to go

In: Reisetipps

Ein Februar-Besuch als Garant für ein besseres Berliner Musikverständnis

Wenn man einen Reiseführer nicht als Empfehlung, sondern als to-do-Liste sieht, geht keine Stadt spurlos an einem vorbei. Ein Paar Schuhe (entsorgt am Flughafen Tegel) später bin ich auch wieder bei Kräften, um meinen Blick auf die bundesdeutsche Hauptstadt kundzutun.

Es mag ja am Wetter gelegen sein, aber mir hat sich der Tenor eines großen Teils der Berliner Musikszene offenbart. Die leichte depressive Grundstimmung gepaart mit intelligentem Witz und jeder Menge Freiheit für alternative Lebensformen kann einfach nur in Musik wie zum Beispiel Element of Crime oder dem Seeed-Frontman Peter Fox gipfeln. Meinen absoluten Berlin-Ohrwürmer (laut singen erregt übrigens auch hier komische Passanten-Blicke): „Alle vier Minuten“ sowie „Schwarz zu blau“ inklusive genialem Video:

Sehenswertes

Schön ist sie nicht, die Stadt Berlin. Sie gibt sich in den verregneten Februarwochen auch nicht wirklich Mühe, einen zu „verzaubern“ oder Freunde Urlaub machen zu lassen, wie das immer so schön heißt. Kleine Berliner Sehenswürdigkeiten, wie sie mir gefallen, findet man stattdessen an jeder Ecke:

Essenswertes

Solltet ihr euch einmal unter die Bundesdeutschen mischen, kann ich euch diese Lokale sehr ans Herz legen: Denn ob der Völkervielfalt kann man sich in Stadtteilen wie Mitte, Kreuzberg oder Prenzlauer Berg vorzüglich durch alle Kontinente essen. Einen perfekten Integrationsspagat schafft da zum Beispiel die Rote Harfe in der Oranienstraße in Kreuzberg: Unten den Charme eines alteingessesenen Studentencafes, tritt man im ersten Stock in 1001 Nacht ein. Die Orient Lounge ist von Spitztürmchen über Separees und Falafel bis zur Wasserpfeife für einen gemütlich-stylischen Abend perfekt.

Genau gegegenüber der roten Harfe gibts die schnelle Mittagsversion: Ausgezeichnete biologische Suppen und Einöpfe aus der Gerüchteküche. Auch in der Nähe des Alexanderplatz lässt es sich fix und gut essen: Dolores fabriziert leckere Burritos in allen Farben und Formen. In Schöneberg dagegen geht man am besten ins Cafe Bilder Buch, sitzt auf lässigen alten Sofas wie im Wohnzimmer und lässt sich vegetarisch verwöhnen. Den besten Chai Latte zum Mitnehmen gibt’s in Prenzlauer Berg auf der Kastanienalle im Morning Glory. Würde ich jemals ein Kaffee eröffnen, sollte es genau so ausschauen: Detailverliebt, heimelig und ein bisschen hasenmäßig eingerichtet, mit frischen biologischen Sandwiches und jeden Tag eine andere Suppe. Juten Appetit!


Veronika

Veronika Höflehner ist freie Journalistin und Autorin, die es vor zwei Jahren in die Berge verschlagen hat. Neben interessanten Fundstücken aus dem Netz findet man hier Texte zu ihrem Leben als Stadtmensch in den Schladminger Tauern.


1 comments

  • Sachsenhausen

    22. Oktober 2010 at 09:52

    Next time im visiting Berlin will be test running a marathon in Berlin, what I have heard is that it should be fast. I have also heard that the world record for marathons was ran in Berlin. Cant wait, alot of training ahead of me 🙂

    Antworten

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