Einmal Schweden zum Mitnehmen

In: Reisetipps

Mein erster Besuch in Schweden war vor knapp zwei Jahren im Winter und außer Stockholm habe ich das Land nur aus dem Flugzeug gesehen. Alleine durch diesen briefmarkengroßen Ausblick war klar: Ein Roadtrip durch Schweden, das ist es!

Im Endeffekt war das Abenteuer dann schneller in die Tat umgesetzt, als gedacht und zudem auch auch einfacher organisiert. Den Kofferraum mit Campingzeug und Rädern zu bestücken und einfach draufloszufahren hat sich als die beste Urlaubsart herausgestellt. Obwohl wir nur eine einfache Fahrt mit dem Autoreisezug gebucht hatten, klappte die gesamte Reise nahezu wie am Schnürchen – ein schöner Platz zum Schlafen und ein nettes Restaurant fand sich immer. Natürlich hat dieses Land soviel zu bieten, dass man so und so nur eine wunderschöne Zeit haben kann.

Hier unsere Route:


Schweden auf einer größeren Karte anzeigen

Die Reise in Zahlen:

    • Zählt man die Zugfahrt Wien-Hamburg-Wien nicht mit, dann sind wir insgesamt rund 3.300 Autokilometer verfahren
    • Geschlafen wurde in zehn unterschiedlichen „Betten“ – darunter im Zug, im Auto, im Zelt, auf einem Boot, in einem Luxushotel, in Jugenherbergen, in einer Hütte im Wald und in einer am Strand.
    • Zu unseren Fortbewegungsmitteln gehörten ein Auto, ein Zug, fünf unterschiedliche Fähren, zwei Räder, zwei Pferde und zwei paar Wanderschuhe.
    • Auf unserer Reise haben wir neun unterschiedliche Städte besichtigt und unsere Füße in unzählige Gewässer gestreckt; darunter die Ostsee, der Siljansee, der Vänersee und den höchste Wasserfall Schwedens, der Njupekärs.

Für alle, die auch einmal die von mir hiermit wärmstens empfohlene Reise nach Schweden machen wollen, hier ein paar Sightseeing-Tipps:

  • Ystad: Nicht ohne Spettkaka abreisen!

  • Karlskrona: Unbedingt das Marinemuseum ansehen, sehr empfehlenswert.

  • Öland: Nach Byxelkrok fahren und die Äcker des Neptun (wunderschöner Felsstrand) besichtigen und nicht den „Langen Erik“ (Leuchtturm) ganz an der Spitze vergessen.

  • Gotland: Unbedingt auf die Schafsinsel Farö fahren und die Raukar-Felder von Langhammars anschauen. Die Hauptstadt Visby ist wunderschön mittelalterlich.

  • Stockholm: Wird nicht umsonst „Venedig des Nordens“ genannt, eine unglaublich schöne Stadt. Wer den urbanen Teil nicht verpassen will, geht in den hippen Stadtteil Södermalm. Ins Restaurant Bla Dorren gehen und die Elchfleisch Köttbullar probieren, yummy!

  • Mora: Der Campingplatz „Mora Parken“ ist sehr zu empfehlen. Nette Hütten, tolle Ausstattung, Sandstrand und nur wenige hundert Meter ins Zentrum. Unbedingt auch Zeit nehmen für einen Ausflug nach Sälen (Wasalauf-Start) und zum Njupekärs-Wasserfall.

  • Vänersee: Muss man gesehen haben, ist einfach riesig und wirkt durch seinen ruhigen Wasserspiegel wie eine Fata Morgana mitten im Weg. Nicht versäumen: Die Wasserschleuse in Haverud, bei dem die Schiffe über ein Aquedukt geleitet werden.
  • Göteborg: Die Werktagsversion von Stockholm – schon schön, aber in erster Linie praktisch und geschäftig. Nicht versäumen: Die Fischhalle bzw. Feskekörka (Fischkirche) und das exzellente „Restaurang Gabriel“. Außerdem gibt es dort Schwedens größtes schwimmendes Museum, das Maritiman. Es besteht aus 19 Schiffen, darunter ist auch ein U-Boot. Für einen Schlaf der anderen Art im schwimmenden Ibis Hotel einchecken.

  • Helsingborg: Auch hier ist das Mittelalter noch sehr präsent, und lockt mit einer schönen Altstadt, außerdem lohnt sich wie in Göteborg ein Spaziergang entlang des Hafens.


Veronika

Veronika Höflehner ist freie Journalistin und Autorin, die es vor zwei Jahren in die Berge verschlagen hat. Neben interessanten Fundstücken aus dem Netz findet man hier Texte zu ihrem Leben als Stadtmensch in den Schladminger Tauern.


9 comments

  • Pixi

    12. Juli 2010 at 11:17

    Ich träume schon seit Ewigkeiten mal in den Norden zu fahren, vor allem Schweden hat es mir angetan. Nach diesen Fotos und Eindrücken verstärkt der Wunsch nur noch mehr. Tolle Bilder! Klingt nach einer tollen Reise, bei der man unglaublich viel gesehen hat.

    Ich habe auch überlegt mit dem Auto zu fahren. Wie lange wart ihr unterwegs? Auch der Kostenpunkt würde mich interessieren (muss keine genaue Zahl sein- nur zur Orientierung). Ist das lange Autofahren sehr anstrengend gewesen, oder gings?

    Lg.

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  • Ronni

    12. Juli 2010 at 11:43

    Freut mich, dass der Post dich so inspiriert! 🙂 Ich kann Schweden auf diese Art jedem nur empfehlen, der gerne auf eigene Faust entdeckt und flexiblen Urlaub mag!

    Wir hatten zwei Wochen zur Verfügung, wobei wir die erste Strecke von Wien nach Hamburg den Autoreisezug genommen haben (über Nacht), das war sehr praktisch.

    Ansonsten ist das Autofahren in Schweden SEHR gemütlich, die Schweden fahren alle langsam und stressen nicht. Insgesamt haben wir für zwei Wochen und 3.300 KM glaub ich drei Mal getankt, weil du einfach sowenig Sprit verbrauchst, wenn es so chillig zugeht. Wir sind jeden Tag so um die 200 KM gefahren, das war eigentlich überhaupt nicht schlimm, außerdem gibt es am Weg so viel zu sehen.

    Kostenpunkt ist schwer zu sagen. Generell ist Schweden schon um einiges teurer, besonders wenn es um das Essen geht, da zahl man das Doppelte. Beim Übernachten kommt es darauf an, die Jugendherbergen und Campingplätze sind sehr schön und sauber und da kommst du meistens mit 30 Euro pro Nacht und Person aus. Der Nachtzug ist nicht ganz billig, dass sind knapp 400 Euro für eine Strecke (zwei Personen Schlafwagen und einmal Auto).

    Wenn man den gesamten Urlaub im Süden macht, ist das sicher günstiger, weil die alltäglichen Kosten weniger ausmachen – aber weil das Land so schön ist, nimmt man das gerne in Kauf. Man kommt auf jeden Fall mit genialen Erinnerungen zurück…

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  • Pixi

    12. Juli 2010 at 16:23

    Danke für deine Antwort.
    Gemütliches Autofahren ist mir auch um einiges lieber als ständig 200 kmh auf der Autobahn.
    Das mit dem Essen und den teuren Nebenkosten hab ich mir schon gedacht, dafür ist Schweden ja auch bekannt. Ich denke aber, dass man sowas im Urlaub auch mal in Kauf nimmt.
    Ich werde deine Strecke und deine Tipps auf jeden Fall im Kopf behalten, ob sich mein Trip diesen Sommer noch ausgeht weiß ich nicht, ich denke, dass wird eher was für nächstes Jahr werden. Leider.

    Liebe Grüße.

    Antworten

  • Ronni

    12. Juli 2010 at 16:28

    Alles klar. Wenn du noch was brauchst: Jederzeit, auch per Mail! 🙂

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  • Mela

    15. Juli 2010 at 20:41

    du musst mir unbedingt verraten, wie du die route auf google maps veranschaulicht hast. entweder hab ich mich einfach noch nicht genügend damit beschäftigt oder ich bin einfach zu dumm dafür. jedeeenfalls will ich das auch können 🙂

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  • Ronni

    16. Juli 2010 at 08:19

    Hehe, da muss ich zugeben, dass ich das beim ITler meines Vertrauens geklaut hab. Aber vielleicht hat er ja Lust hier zu kommentieren und das Rätsel zu lösen! 😉

    Antworten

  • Mela

    16. Juli 2010 at 09:45

    Ah ok, ich verstehe 😉 Dann schau ich mal, ob er sich zu Wort meldet 🙂

    Antworten

  • Peter

    16. Juli 2010 at 12:57

    Liebe Ronni,
    herzlichen Glückwunsch zum 100.! Lese deinen Blog immer wieder gerne und freue mich auf die nächsten 100

    Antworten

  • Ronni

    16. Juli 2010 at 17:35

    Lieber Peter, vielen Dank! 🙂 Freu mich, dass ihr Büchels mir so die Treue haltet! Hast vielen eine Dame deines Herzens, die sich über einen Naketano-Gutschein freuen würden? Dann lasse ich dir einen zukommen…

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