Klopft der Umzug an die Tür, hab ich eine ToDo-Liste dafür

In: Stadtleben

Wer diesen Blogpost gelesen hat weiß, was nun als nächster Schritt auf mich zukommt: Der Umzug. Nachdem das bereits mein sechster Wohnortwechsel ist und zumindest für einen meiner beiden Mitbewohner der ungefähr 14., dürfte uns nichts mehr so schnell überraschen. Für alle, die in einer ähnlichen Situation stecken, hier meine bisherigen Erfahrungen – in der bewährten ToDo-Liste. Die Umzugsprofis unter meinen Lesern sind außerdem gebeten, weitere Tipps hinzuzufügen!

  • Keiner mag deine Dinge so sehr wie du: Egal ob Freunde oder Familie, aber ganz besonders bei engagierten Möbelpackern ist penibles Einpacken nicht nur bei Zerbrechlichem wie Gläsern  sehr wichtig. Dazu gehört es auch, Ecken von Möbelstücken wie Bücherregalen, Betten oder Kästen stoßfest zu machen. Sonst sehen die „alten“ Möbel in der neuen Wohnung wie Sperrmüll aus, weiß ich aus eigener leidvoller Erfahrung.
  • Großteiliges kleinteilig machen: Es darf einem nicht zu blöd sein, große Möbelstücke wie Kästen oder Betten zu zerlegen, das macht das Siedeln leichter und man verhindert wiederum den „Sperrmülllook“.
  • Kartons online kaufen: Ein Umzug ist teuer – spätestens dann, wenn es ans Kaufen der neuen Möbel geht. Zwar nicht hunderte Euro, aber immerhin ein bisschen was kann man sich sparen, wenn man Kartons (gebraucht) online kauft, z.B. bei willhaben.
  • Mehr Freunde für weniger Zeit: Ganz ehrlich hilft wahrscheinlich niemand gerne beim Siedeln, weil es einfach eine lästige Arbeit ist. Wen seine Freunde gerne haben und sich dazu bereiterklären, hat am besten bereits alles fertiggepackt und ladet alle für eine kurze Zeit (z.B. zwei Stunden) nur zum Hinuntertragen ein.
  • Möbel und Krimskrams spenden/verschenken/verkaufen: Mit wenig Gepäck reist es sich leichter, jeder kennt doch das gute Gefühl des Ausmistens! In die Umzugkartons kommt nur das, was man im neuen Zuhause auch wirklich braucht und nichts, was länger als ein Jahr nur herumliegt (Ausnahmen bestätigen die Regel). Je nachdem, was einem am liebsten ist (ich halte es mit einer Mischung aus allen dreien), kann man die aussortierten Sachen spenden, verschenken oder verkaufen. Für Letzteres gibt es eine neue App, die ich sehr praktisch finde.*
  • Instandsetzungarbeiten zuvor erledigen: Malerarbeiten, Boden auswechseln, Küche einbauen etc. lieber vor dem Umzug in die neue Wohnung erledigen, wenn sie noch leer ist. Zwar muss man oft doppelt Miete zahlen, aber dafür gibt es keine Farbflecken oder sonstigen Dreck auf den Möbeln. Auch der Küchenkästen-Großputz bietet sich an – in einer Mietwohnung macht man ihn wahrscheinlich so und so nie wieder.
  • Nachsendeauftrag spart Hirnzermartern: Für drei Monate am Stück kann man sich in der Postfiliale einen Nachsendeauftrag einrichten, der dann immer wieder verlängert werden kann. Diese Zeit reicht meistens, um den Absendern dann postwendend die richtige Adresse mitteilen zu können und erspart das Hirnzermartern im Vorhinein. (Info)
  • Abmelden von Strom und Gas: Dabei ist leider jeder Anbieter unterschiedlich. Ich kann es zumindest von der KELAG, Verbund und Wien Energie sagen. Bei ersterem muss ein Formular eingesandt werden, bei zweiterem reicht es, wenn sich der neue Mieter anmeldet und bei dritterem muss der Zählerstand bei Auszug übermittelt werden.

* Dabei handelt es sich um ein österreichisches Startup, die „Flohmarkt“-App SHPOCK. Ein Foto und ein kurzer Text beschreiben die zu verkaufenden Gegenstände, die je nach Entfernung vom eigenen Standort angezeigt werden. Geboten und gefeilscht wird natürlich wie am echten Flohmarkt, dazu notwendig ist aber ein Facebook-Profil. Die App ist sehr minimalistisch gehalten und ähnelt in der Optik stark Pinterest. Was durchwegs positiv ist, wenn man etwas verkauft, sucht man aber etwas Bestimmtes, ist sie finde ich weniger geeignet. Einerseits weil es keine Suchfunktion gibt und andererseits, weil der Stream ständig neu lädt, d.h. man sieht immer nur jene Gegenstände, die nah am Standort liegen. Bis jetzt sind hauptsächlich Angebote aus Wien vorhanden, laut dem Team gibt es auch schon Angebote aus Restösterreich und Deutschland.

Screenshots SHPOCK, Fotoquelle Flickr


Veronika

Veronika Höflehner ist freie Journalistin und Autorin, die es vor zwei Jahren in die Berge verschlagen hat. Neben interessanten Fundstücken aus dem Netz findet man hier Texte zu ihrem Leben als Stadtmensch in den Schladminger Tauern.


1 comments

  • Thomas

    23. Oktober 2012 at 10:43

    Coole Sache, das mit dem Nachsendeauftrag hätte ich nicht bedacht!
    WienEnergie hab ich übrigens ganz unkompliziert online abgemeldet. Ablesen kommen sie dann angeblich selbst.

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