Sag zum Abschied leise „ToDo-Liste“

In: Stadtleben

Mein erster Eintrag nach der Babypause ist zugleich ein Abschied: Die Wohnung ist nun offiziell gekündigt und im Dezember heißt es „Goodybye Vienna, hello Landleben!“ Mein Verhältnis zur Bundeshauptstadt ist zwar ambivalent (wie es sich für einen Österreicher gehört), dennoch fällt mir der Abschied schwer. Zumindest dieser Blog wird sich nicht verändern, denn Internet gibt es auch in den Bergen (habe ich gehört). Meine letzten drei urbanen Monate will ich daher noch genießen und dabei geht bei mir natürlich nichts ohne ToDo-Liste.

Quelle Artikelbild & Straßenbahnbild

Sechs Jahre lang unterschiedlichste Erfahrungen
Sechs Jahre lang und in vier unterschiedlichen Wohnungen habe ich die Bundeshauptstadt genossen, als Single mit der besten Hartbergerin Bars und Clubs entdeckt und herausgefunden, wo man morgens um 6 Uhr die beste Gulaschsuppe bekommt. Danach kamen die gemütlichen Brunchvormittage sowie Kaffeehausnachmittage und die Shoppingtouren durch die vielen stylischen Läden zwischen Neubaugasse und Stiftgasse, das Kennenlernen der Internetszene in Wien mit Barcamps, Blogtails und Digitalks gefolgt von Museums- Theater- und Opernbesuchen sowie ausgedehnten Radltouren in der Umgebung und bis nach Bratislava. Zu guter Letzt kann ich jetzt auch sagen, in welchem Krankenhaus man am besten sein Kind bekommen sollte, wo es gutes Schwangerschaftsyoga gibt und welche Stillgruppe zu empfehlen ist.

Trotz dieser vielen Erlebnisse in nur sechs Jahren gibt es noch einige Dinge, die ich vor meinem Umzug noch machen möchte und die sich am besten in der ToDo-Liste machen:

  • Augarten Porzellan & Sängerknaben sehen: 4 Jahre habe ich neben diesen beiden (verstaubten) Wiener Institutionen gewohnt. Man kann über sie denken, was man will – aber einmal muss ich sie dennoch gesehen haben. Die Wiener Sängerknaben gestalten gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern und Mitgliedern des Herrenchors der Staatsoper jeden Sonntag eine Messe in der Hofburgkapelle (Infos), die Porzellanmanufaktur bietet unterschiedliche Führungen an. (Info)
  • Besuch bei der Manner Fabrik: Ein halbes Jahr lang habe ich neben der Manner Fabrik gewohnt, auch wenn der 17. Bezirk gerade in dieser Gegend nicht sehr schön ist, der frühmorgendliche Geruch nach Schokolade hat alles wieder wettgemacht (Infos)
  • Ausflug zum Adamah BioHof: Ohne das wöchentliche Obst- und Gemüsekistl von Adamah wäre unser Speiseplan nur halb so gesund und abwechslungsreich, es wäre interessant zu sehen, wo denn das alles herkommt. (Infos)
  • Eismarillenknödel essen: Jeder Tourist hat das schon einmal gemacht, jetzt muss auch ich die „weltberühmten“ Eismarillenknödel von Tichy kosten. Das Eis war ja schon einmal ganz gut (auch wenn der Reumannplatz nicht gerade das schönste Eckerl von Wien ist). (Info)
  • Radausflug zum Friedhof der Namenlosen: Gehört eindeutig zur morbiden Faszination von Wien, dabei handelt es sich um einen Friedhof beim Wiener Hafen, an dem meist unidentifizierte Wasserleichen begraben sind. (Info und Videoquelle)

Habt ihr noch weitere Tipps? Ohne welches Erlebnis darf ich Wien auf keinen Fall verlassen?

Veronika

Veronika Höflehner ist freie Journalistin und Autorin, die es vor zwei Jahren in die Berge verschlagen hat. Neben interessanten Fundstücken aus dem Netz findet man hier Texte zu ihrem Leben als Stadtmensch in den Schladminger Tauern.


18 comments

  • Ivy

    31. August 2012 at 11:50

    Ich hab zwar keine Tipps für Dich, möchte Dir aber trotzdem alles Gute für diesen Schritt wünschen 🙂 Ich habe übrigens auch im Sankt Josef entbunden. Würde ich jederzeit wieder machen. LG, Iwona

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  • Ronni

    31. August 2012 at 12:54

    Vielen Dank 🙂 Ja, das St. Josef ist für ein Wiener Spital echt nett, war bei uns aber auch ein gemütlicher Samstag!

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  • Andreas Lindinger

    31. August 2012 at 17:16

    Alles Gute für diesen Schritt und ich hoffe, dass man euch dennoch mal wieder in Wien trifft! Apropos: Wann/wo gibts ein Foto der Jungfamilie zu bewundern? 😉

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  • Ronni

    2. September 2012 at 18:04

    Auf alle Fälle, wir sind sicherlich einmal im Monat in Wien – schon alleine von Berufswegen. Foto kann ich dir gerne schicken, oder wir sehen uns einfach mal persönlich, wenn du wieder aus good ole Kanada retour bist 🙂

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  • Bigii

    4. September 2012 at 15:45

    Hier meine 2do Liste, teilweise Touristenpunkte, aber sicher sehenswert:
    * Eis-Greißler Eis kosten
    * unbedingt zum Tichy wegen der Marillenknödel
    * Rießenrad fahren
    * Fiaker Tour machen
    * in den Schönbrunner Zoo das Elefantenbaby anschauen
    * durch den Schloßpark zur Gloriette spazieren und den Ausblick genießen
    * dritte Mann Tour machen (und vorher den Film dazu sehen)
    * in die Staatsoper gehen

    Alles Gute, Bigii

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  • Ronni

    5. September 2012 at 19:29

    @peter aber gerne doch, quasi familienbetriebsspionage! 🙂

    @bigii dankeschön! Bis auf Fiaker und Eismarillenknödel hab ich deine Liste schon „abgearbeitet“ 😉

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  • Peter

    5. September 2012 at 18:27

    Ich bitte dringend um einen Bericht vom Besuch der Manner-Fabrik,
    rein beruflich versteht sich.

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  • Petra

    6. September 2012 at 10:25

    ich würde mir wien von oben nochmal ansehen, mit der ringstraßenbahn ein paar runden drehen, im burggarten picknicken, einen ausflug zum zentralfriedhof planen, die press world photo ausstellung besuchen.

    alles liebe
    petra

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  • Lisa

    10. September 2012 at 08:11

    Ah, ich werde ganz sentimental 🙁 Was du noch tun musst: Ich überlege mir einen spannenden Favoriten-Ausflug für dich :))

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  • Ronni

    14. September 2012 at 18:41

    Hehe, sehr gut, bin gespannt!

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  • Monika Ederer-Mosing

    18. September 2012 at 09:23

    Für Katzenfreunde und -freundinnen gibt es das Katzencafé Neko, das täglich bis 20 Uhr geöffnet hat und in dem mehrere Katzen leben. Stephansplatz > Kärntnerstraße>links in Weihburggasse>rechts in Rauhensteingasse>links in Blumenstockgasse>Ende der Blumenstockgasse links.

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  • Meral

    28. September 2012 at 15:18

    Viel zu spät lese ich deine „Neuigkeiten“, wünsche euch alles alles gute für euren neuen lebensweg und hoffe, dass unsere wege sich auch ab und zu kreuzen. btw falls du mal begleitung bei einem der wien-abschied-to-do-liste wünschst, würde ich mich sehr freuen, die meisten sind bei mir auch noch offen;)

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  • Ronni

    2. Oktober 2012 at 19:33

    Liebe Meral, vielen Dank! Ich würde mich sehr freuen, wenn wir gemeinsam noch etwas machen, bisher haben wir noch gar nichs auf der Liste geschafft, stattdessen kommt immer mehr dazu 😉 Melde mich!

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  • Stefan

    3. November 2012 at 11:59

    Ja. Ich würde noch einen Babydisco Besuch mit Elias im WUK vorschlagen.
    Gibt es den Baby shake morgen noch?

    lg

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  • Ronni

    4. November 2012 at 08:57

    Davon hab ich noch nie was gehört – klingt gut 😉

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