Celebrity Twitter Match – Prominenz als Microblogger

In: Wunderbare WWW-Welt

Wie auch VIPs von nah und fern Twitter (nicht) nutzen

Rechtzeitig zum Opernball kann ich auch „Am Hochsitz“ mit Prominenz aufwarten: Seit einiger Zeit (ver-)folge ich auf Twitter allerlei VIPs aus nah und fern. Dabei wird schnell klar, wer das Prinzip „Microblogging“ verstanden hat (und daran Spaß hat) und wer es von seinen Beratern aufs Auge gedrückt und als unnötig empfunden hat. Zu letzterem empfehle ich diesen Link, der schon seit einiger Zeit im Web herumkugelt: http://howtousetwitterformarketingandpr.com.

Fleißig: Ashton Kutcher und Demi Moore

snoopdogWie auch Twitter selbst, sind auch die Prominenten auf dem Microblogging-Format zum Großteil aus den US of A.Mein erster Promi-Twitterer war Snoop Dogg, wobei es bei seinen Tweets geht wie seinen Texten: Die Hälfte davon ist völlig unverständliches Slangvokabular.

ashton2Mit Abstand die fleißigsten Twitterer in meiner Promi-Liste sind Ashton Kutcher und seine Frau Schauspielerin Demi Moore. Herr Kutcher schreibt fleißig, twitpict, macht livestreams, antwortet auf jederlei Fragen stellt auch schon einmal seinen ashton1Followern Bruce Willis für eine fünfminütige Fragestunde zur Verfügung. Er verhält sich genauso, wie man ihn aus Punk’d kennt. Seine Tweets wirken durch und durch selbstgemacht und lustig. Frau Moore bringt die weibliche Hasen-Seite der Beziehung über Twitter zum Ausdruck.

Folgt jedem: Yoko Ono

yokoonoAls einzige auf meiner Promi-Follower-Liste ist Yoko Ono, die anscheinend jedem folgt, egal ob sie seine Sprache versteht oder nicht – was ich im Prinzip eigentlich sehr freundlich finde. Ihre Tweets sind eher esoterisch angehaucht und drehen sich um ihr soziales Engagement, ihren Blog und manchmal auch um private Dinge.

Berufslustigkeit auf Twitterwilliamshatner

Von mir empfohlen, weil ziemlich lustig ist Monty Phyton-Star John Cleese, aber auch „Captain Kirk“ William Shatner. Mit dabei auch Fran Drescher, die bei uns vor allem als Hauptdarstellerin in der Serie „Die Nanny“ bekannt ist.

Reine Promotion: Jamie Oliver und Britney Spears

Als weiteres Promotion-Tool nützt Jamie Oliver Twitter. Das ist prinzipiell eher langweilig, aber er beantwortet zumindest sehr viele Follower-Fragen. Wie ernst das wirkt, ist jedem selbst überlassen:jamieoliver

Ähnlich auch Britney Spears, die anscheinend mehrere Leute (inklusive Manager) an ihren Account lässt. Was man aber positiv bemerken muss – sie weisen sich immer am Ende des Tweets mit ihrem Namen aus. Was Britney privat so twittert ist, könnte man verschieden bösartig auslegen, ich belasse es einfach bei einem Beispiel:

britneyspears

Nicht verstanden: 5, setzennicolerichie

Das Prinzip nicht verstanden oder bereits wieder aufgegeben haben so scheinen es Coldplay und Nicole Richie.

Spärlich bis gar nicht informieren die „Teenie-Stars“ Mischa Barton, Rachel Bilson und Schauspieler Elijah Wood, obwohl sie ständig Besserung geloben.

Polit-Twitter: Obama, Schwarzenegger und Clinton

billclintonDer wohl bekannteste Twitterer sei hier nur der Vollständigkeit aufgeführt, Barack Obama, der trotz dem scheinbaren Ende seiner Microblogging-Zeit noch immer 279.908 Follower hat. In seine Fußstapfen will anscheinend Arnold Schwarzengger treten, der mich mit seinem Twitter-Engagement bisher nicht wirklich überzeugt. Ein Spaßvogel hat sich auch an einem Bill-Clinton-Account versucht. Viele amerikanische Journalisten wie zum Beispiel der NYTimes-Kolumnist David Pogue kommen an Twitter ebenfalls nicht vorbei.

„Promi“-Twittern in Österreich ist politisch

willimoltererIn Österreich haben vor allem Politiker zur Nationalsratswahl 08 Twitter für sich entdeckt. Besonders kurios aufgefallen ist dabei der damalige ÖVP-Chef Wilhelm Molterer (bzw. dessen Mitarbeiter), mit seinen langweiligen Wahlkamps-Pics, der erst am Tag des Wahlverlusts plötzlich auf die Community reagiert hat. Sein Nachfolger im Twitpic-Machen ist jetzt der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl.

marcoschreuderAuch getwittert hat Laura Rudas, deren Account aber schon wieder gelöscht ist. Noch online, aber ohne irgendeine Form der Interaktion sind die Grünen. Ein gutes Beispiel für politische Twitter-Nutzung ist dagegen der SPÖler Andreas Schieder, ein sehr gutes der Grüne Gemeinderat Marco Schreuder. Sehr lustig (weil nicht echt) sind auch die Accounts des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl und des ehemaligen Innenministers Günther Platter.

Oder aber auch journalistisch

misikAuch österreichische Journalisten bzw. Autoren verschlägt es zu Hauf ins Twitterland. Als erstes habe ich Robert Misik und Andrea Dusl entdeckt. Misik macht sich Web2.0-Werkzeuge (wie auch Facebool) sehr stark zu Nutze, um für sein neues Buch zu werben, aber auch für Recherche-Anfragen oder zur Themenfindung. Dusl hat aus Twitter mir scheint es sehr viel Stoff für ihr neues Buch „Boboville“ entnommen, seit dessen Veröffentlichung sind die Anzahl ihrer Tweets stark zurückgegangen. Auch Krone-Chef Hans Dichand nutzt Twitter (wohlgemerkt vor allen seinen anderen jüngeren Kollegen), wenn auch nur, um über seine neuesten Blogposts zu informieren. Ganz neu auf Twitter sind die ORF-Journalisten Armin Wolf und Dieter Bornemann inklusive deren Frauen.

Wer sich übrigens selbst an den Promis versuchen will, findet hier und hier genug Follower-Material (via Klaus Eck). Musikfans kommen hier auf ihre Kosten (mit Dank an Alexey)


Veronika

Veronika Höflehner ist freie Journalistin und Autorin, die es vor zwei Jahren in die Berge verschlagen hat. Neben interessanten Fundstücken aus dem Netz findet man hier Texte zu ihrem Leben als Stadtmensch in den Schladminger Tauern.


7 comments

  • Ronni

    18. Februar 2009 at 11:48

    Wow, danke, kannte ich noch nicht! Da hab ich eindeutig noch was nachzulesen…

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  • michi

    18. Februar 2009 at 16:40

    spannende zusammenfassung – danke! kann übrigens auch noch stephenfry empfehlen – nach obama die meisten follower – also wohl definitiv kein geheimtipp meinerseits mehr! 😉

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  • Ronni

    18. Februar 2009 at 17:21

    Danke dir! Stephen Fry ist immer in guter Tipp, egal in welcher Form! 😉

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  • Mia

    25. Februar 2009 at 17:07

    Bei Yoko Ono ist es für mich keine Überraschung. Die Frau verfolgt ihr ganzes Leben einer PR-Strategie, die ihre Daseinsberechtigung daraus zieht „weise“ Kalendersprüche zu verbreiten. Love & Peace im Web 2.0 auch dafür ist anscheinend Platz 😉

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