Pig in a Poke: Katze/Tiger im Sack

In: Wunderbare WWW-Welt

Die österreichische Web-o-sphäre hat ein neues Spielzeug: den Poken. Ein ziemlich kindisches Ding, aber wer schon mal die leuchtenden Augen eines Geeks mit seinem neuen Gadget gesehen hat, fragt sich nicht, warum auch dieses kleine Networking-Gerät gefällt.

poken_digitalksFoto: Digitalks/Karola Riegler

Visitenkarte in Spielzeugformat
Was steckt dahinter? Eine ID, die auf einem RFID-Chip gespeichert ist, wird durch Berührung mit anderen Poken weitergegeben. Als USB-Stick mit dem Computer verbunden, kann man mit dem Poken auf der Website www.doyoupoken.com seine Daten (Name, Adresse, E-Mail, Foto, Social Networks etc) zu einer Art elektronischen Visitenkarte zusammenfügen. Diese wird dann von den gesammelten Kontakten abgerufen. Die besonderen Datenschutz-Freunde registrieren ihren Poken noch bei www.pokenvision.com und sehen sofort, welche Spielzeug-Besitzer in der Nähe sind.

Die Idee ist genial, besonders weil man sich zum Beispiel bei einer Konferenz oder einem Networking-Termin – wie gestern dem Blogtail – nie und nimmer die Namen aller Gesprächspartner merken kann. Meistens reicht es nur bis zu den Gesichtern, und die findet man auf einer Visitenkarte so schwer. Nur die Verpackung selbst ist ein wenig gewöhnungsbedürftig: So lernt man vermeintlich erwachsene Menschen kennen, die mit Gespenstern, Ninjas, Pandas und Bienen um den Hals das dringenden Bedürfnis haben, ihr Spielzeug mit deinem bekannt zu machen.

Lass uns poken!
Seit dem gestrigen Blogtail – bei dem ich als eine von drei glückliche Pokengewinner gezogen wurde – trage ich nun einen solchen in Tigerform spazieren. Ich muss schon zugeben: In einer Runde, bei der Mehrheit dieses Kleinod um den Hals trägt, zahlt sich der Besitz eindeutig aus und macht auch Spaß. Den Einstiegsatz in jedes Gespräch hat man zumindest schon mal parat: „Lass uns poken!“ sagt da mehr als tausend Worte.

poken

Auch wenn ich zunächst etwas skeptisch war, hab ich mich mit meinem kleinen Tiger bereits jetzt angefreundet (Wenn ich schon kein iPhone mehr hab!). Nachdem ich es bisher verabsäumt habe, mir Visitenkarten zu drucken, bin ich damit zumindest in der Wiener Web-o-Sphäre gut aufgehoben.

Mehr zum Thema Poken und meinem Poken-Spender Luca gibt es bei der ORF-Futurezone, über den Blogtail hat der sehr amüsante Wirtschaftsblatt-Redakteur Stefan hier geschrieben.

Erklärung zur Überschrift: „To buy a pig in a poke“ ist gleichzusetzen mit dem deutschen „die Katze im Sack kaufen“


Veronika

Veronika Höflehner ist freie Journalistin und Autorin, die es vor zwei Jahren in die Berge verschlagen hat. Neben interessanten Fundstücken aus dem Netz findet man hier Texte zu ihrem Leben als Stadtmensch in den Schladminger Tauern.


7 comments

  • Johanna

    17. Juli 2009 at 21:55

    Endlich ein neues Spielzeug – aber das iPhone fand ich stylisher!

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  • Heinz Wittenbrink

    19. Juli 2009 at 20:15

    Freut mich, dass wir beide eine Säbelzahntiger ausgesucht haben! Aus der Urzeit, aber immer noch gefährlich …

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  • bri.

    21. Juli 2009 at 13:06

    konnten die modernen tamagotchis nicht auch schon miteinander kommunizieren?

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  • Ronni

    21. Juli 2009 at 13:23

    die sind damals völlig an mir vorübergegangen…

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  • Robert

    14. Mai 2010 at 20:44

    Trotzdem gibt es dennoch gratis Angebote im Internet, wie zB Visitenkarten. Es ist nur schwer und langwierig diese zu finden und die „ehrlichen“ Anbieter herauszufiltern. Die Seite Visitenkartengratis.com ist zum Beispiel eine Seite, wo man eine klare Auflistung bekommt, WO man WIEVIELE gratis Visitenkarten erhält. Funktioniert Prima!

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