Twitter und der Trash

In: Wunderbare WWW-Welt

Auch Evan Williams, Boss von Twitter, plädiert in einem Interview mit dem Spiegel wie ich für mehr Ehrlichkeit im Umgang mit trivialen Dingen im Leben. Dazu zählt natürlich auch einer meiner liebsten Web-Beschäftigungen, das Twittern:

Es ist mir ein Rätsel, warum von jedem neuen Medium verlangt wird, dass es uns plötzlich in Wesen verwandelt, die nur noch Weisheiten absondern. Auch auf Facebook, am Telefon oder beim Smalltalk im Café werden nur selten gehaltvolle Gedanken ausgetauscht, das stört komischerweise keinen mehr.

Das Interview selbst ist wenig interessant. Was aber seltsam anmutet, ist Williams Antwort auf die Frage nach möglichen neuen Diensten der Microblogging-Plattform. Das klingt verdächtig nach Lokal-Lokal-Berichterstattung, die aber nicht zu den Betreibern in ferner Zukunft, sondern eher zu den jetzigen Benutzern passt:

Wir machen uns aktuell Gedanken über eine Erweiterung, die dem Nutzer mitteilt, was in seiner unmittelbaren Umgebung passiert. Je nachdem, wo ich mich aufhalte, könnte ich dann etwa erfahren, dass ein paar Straßen weiter ein Feuer brennt.

twitter-cartoonAls kleines Add-On: Wer sich mehr statistische Werte über die Nutzung von Twitter wünscht, schenke seine Daten der Twitterumfrage, oder spielt lustige Spielchen mit Twitter wie zum Beispiel: Wie gut kenne ich meine Follower? (via @rupprECHT und @digiom; Cartoon-Quelle: Shootingpeople)


Veronika

Veronika Höflehner ist freie Journalistin und Autorin, die es vor zwei Jahren in die Berge verschlagen hat. Neben interessanten Fundstücken aus dem Netz findet man hier Texte zu ihrem Leben als Stadtmensch in den Schladminger Tauern.


2 comments

  • Richard

    10. März 2009 at 12:26

    Wie gut kennst du denn deine Follower? Ich hatte 85% 😉 Allerdings nur, weil einige der accounts denen ich folge webservices sind, das macht’s einfacher.

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  • Ronni

    10. März 2009 at 17:12

    Bei mir warens 80% – da outen sich die wahren Kenner! *g*

    Antworten

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